ETF- und Indexfonds: Risikoperspektive des Privatanlegers

  • Dann haben wir etwas aneinander vorbei diskutiert. Hier meine Aussage: "(...) Wachstumswerte spricht (damit meine ich z.B. Rohstoffe, kapitalmarktnahe Rentenversicherungen in einigen Ausprägungen, Edelmetalle, Währungen, gewisse Anleiheformen, gehebelte Immobilieninvestitionen – z.B. Wohnhäuser mit hohen Fremdkapitalanteil usw.), so ist wahrscheinlich gut über die Hälfte der deutschen Bevölkerung in riskante Anlagen investiert. Das ist für mich der Maßstab."


    Folgt man den Zahlen der EVS 2013 dann gilt folgendes (nach meiner Definition von riskanten Anlagen):
    Lfd-Nr.: 30 Lebensversicherung, hier 30 von 110 für die kapitalmarktnahen Formen (z.B. With Profits, fondsgebundene LV/RV usw.)
    Lfd-Nr.: 36 Aktien
    Lfd-Nr.: 38; 39-44 Investmentsfonds (hiervon: Aktienfonds, Immobilienfonds, sonstige Fonds, sonstige Wertpapiere und Vermögensbeteiligungen).


    Dann komme ich bereits auf 27,13 % am Bruttogeldvermögen.


    In den Rentenfonds stecken sicherlich auch ein Teil Ramsch-, Schrott-, High-Yield-Anleihe, d.h. hochverzinsliche Schuldverschreibungen von Emittenten schlechter Bonität sowie Wandelschuldverschreibung, Wandelobligation sowie Emerging Market Bonds.


    In der Rubrik "Rentenwerte" stecken Industrieobligationen. Auch Zertifikate finden sich hier.


    Die Frage ist wo Rohstoffe und Edelmetalle "versteckt" sind. Auch Genussrechtskapital usw. ist nirgends genannt.


    Währungen sind ebenfalls nicht enhalten.


    + die geleveragten Immobilienfinanzierungen


    So gelange ich zu meiner Annahme / Schätzung.

  • Hallo Saidi,



    hier die Quellenangaben:



    Eine gute Zusammenfassung finden Sie in Hallahan, Faff, McKenzie „An empirical investigation of personal financial risk tolerance", Financial Serices Review 13 (2004) 57-78



    Lösungen für Partner und Paare


    1.) Aufteilung in zwei Portfolien und Anlage / Verwaltung des jeweiligen Portfolios anhand der persönlichen Risikobereitschaft usw.


    2.) Anlage / Verwaltung des Portfolios mit der "durchschnittlichen" Risikobereitschaft usw. beider Partner.


    3.) Ausrichtung des Portfolios am „dominanten“ Partner oder an anderen finanziellen Zielen, aber Aufklärung des anderen Partners über Risiken und Konsequenzen.


    Punkt 3.) ist aus meiner Sicht besser, als den Ehepartner/Partner "im Dunkeln zu lassen".



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    Diese Veröffentlichung wurde von der Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR erstellt. Die darin enthaltenen Ansichten entsprechen denen der Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR zum Zeitpunkt der Erstellung und können sich ohne Vorankündigung ändern. Diese Veröffentlichung wurde ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Sämtliche darin enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die als verlässlich und glaubwürdig erachtet wurden. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR gibt weder eine ausdrückliche noch stillschweigende Zusicherung oder Garantien in Bezug auf die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen.




    Die vorliegende Veröffentlichung ist nicht als rechtlicher, versicherungstechnischer, rententechnischer, finanzieller, anlagetechnischer oder sonstiger professioneller Ratschlag auszulegen. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR lehnt jede Haftung im Zusammenhang mit der Nutzung oder dem Verlass auf diese Veröffentlichung ab.




    Da diese Aussagen von Natur aus bekannten und unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten unterliegen und durch zahlreiche unvorhersehbare Faktoren beeinträchtigt werden können, sollten sie nicht als absolut verlässlich angesehen werden. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR haftet nicht für etwaige Verluste, die sich aus der Nutzung oder der Verteilung der vorliegenden Veröffentlichung ergeben.




    Diese Veröffentlichung ersetzt insbesondere nicht die individuelle Beratung.
  • Irgendwie habe ich jetzt gerade die Synchronisation verloren. Wo ist denn nun die Lösung wie der gemeine Anleger anlegen soll?


    Über alles bleibt mMn das Restrisiko, dass eine Anlageklasse stark an Wert verliert und sich nicht wieder oder sehr lange nicht erholt. Diversifizierung hilft ein Stück weit, allerdings hatten wir auch schon den Effekt alles steigt / alles fällt.


    Letztlich sollte sich jeder Anleger darüber im Klaren sein, das ist aber eben nicht so. Die Wissenschaft hilft da nur sehr bedingt.

  • Hallo Saidi,



    noch ein Nachtrag: Calvet, Laurent E., John Y. Campell, and Poalo Sodini. 2007. Down or out: assessing the welfare costs of household investment mistakes. Journal of Political Econony 115/5): 700-747 haben aus schwedischen Steuerinformationen zur Vermögenssteuer folgendes herausgearbeitet:



    62% der Schweden waren 2002 in risikoreiche Anlagen investiert. Im arithmetischen Mittel waren 40% in Cash und 60% in risikoreichen Anlagen allokiert.



    Mir fällt kein Grund ein, warum deutsche Anleger anders allokieren sollten als schwedische Anleger. Die Allokation hat sich auch nach der Finanzkrise 2007-2009 nicht stärker verändert.



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  • Hallo zusammen,



    hier ein Zwischenfazit zur der Geeignetheit der Ansätze und Risikostrategien aus Sicht eines privaten Anlegers:



    Risikostrategien unter Einsatz von Derivaten


    Ich teile die Meinung von Analysten und erachte den Einsatz von Derivativen zur Implementierung von Risikostrategien (z.B. Protective Put Strategie, Portfolio Insurance mit Calls, Synthetic-Put Strategie als nicht geeignet. Hinzu kommt, dass diese Strategien zumeist nur für kürzere Anlagezeiträume sinnvoll erscheinen.


    Ein Grund ist, dass die Optionsbewertung z.B. nach Black-Scholes oder stochastischen Verfahren usw. relativ komplex ist und m.E. nicht jedermanns Sache ist. Zudem ist u.a. eine Modellierung (Differentialgleichung, Ito’s Lemma) erforderlich.



    Asset-Allokation-Strategien


    Ähnliches gilt aus meiner Sicht auch für den Einsatz der Constant Proportion Portfolio Insurance-Strategie („CPPI“) sowie des Risk-Parity-Ansatzes. Hier ist die Bewertung sicherlich nicht das Problem, jedoch bedarf es hier Freude an der Modellierung und Backtesting-Fähigkeiten sowie fundierten finanzmathematischen Kenntnissen. Auf weitere Nachteile wurde weiter oben verwiesen.


    Als durchaus umsetzbar halte ich persönlich den Wechsel zwischen der Buy and Hold-Strategie und der Constant-Mix Strategie in bestimmten Marktsituationen. Der Grund ist einfach wie einleuchtend: In volatilen Seitwärtsmärkten ist die Constant-Mix-Strategie finanziell einfach vorteilhafter als Buy-and-Hold. Je größer die Marktschwankungen, desto stärker der positive Effekt der Constant-Mix-Strategie. Es ist ferner kein Einsatz von Derivativen notwendig und es entstehen keine expliziten Absicherungskosten. Ebenso gibt es keine größeren Herausforderungen in Bezug auf die Modellierung oder das Backtesting.



    Eine Herausforderung hier ist natürlich, die Dauer des volatilen Seitwärtsmarktes einzuschätzen (Prognoseunsicherheiten) und diszipliniert zu niedrigen Kosten zu handeln.



    Aber auch hier gilt: Nichts ist umsonst (oder „there ain't no such thing as a free lunch“).



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  • ETF- und Indexfonds: Risikoperspektive des Privatanlegers


    Hallo zusammen,


    wenden wir uns heute den zentralen Risikoaspekten zu, betrachten vorher noch ein typisches Problem von Zielkonflikten.



    Nennen wir den Anleger um den es geht einfach Thomas. Thomas muss bei der Entscheidung, welches Portfolio seinen Bedürfnissen am nächsten kommt und auf welches er sich, einen informierten Entscheidungsprozess vorausgesetzt, festlegen will - auch konkurrierende Risikoparameter berücksichtigen und etwaige Konflikte lösen. Nehmen wir an, ein Bankberater legt ihm einen vergleichsweisen „aggressiven“ Portfoliovorschlag vor, um seine Lebensziel zu verwirklichen (Risikoerfordernis). Im Laufe der Diskussion und Analyse zeigt sich allerdings, dass Thomas nicht mehr als 15% seiner Finanzanlagen verlieren dürfte, ohne gezwungen zu sein, seine Lebensziele insgesamt in Frage zu stellen (Risikokapazität). Das legt jedoch die Wahl eines eher konservativen Portfolios nahe. Des Weiteren stellt der Risikoprofiler fest, dass Thomas auch nur eine relativ geringe Risikobereitschaft mitbringt und bei ansonsten gleichen Bedingungen würde Thomas mit dieser Risikobereitschaft an ein Portfolio gelangen, welches zumindest etwa 40% wachstumsorientierte Anteile beinhalten würde, wie z.B. Immobilien oder Aktien. Es kommen also drei verschiedene mögliche Vermögensaufteilungen in Frage, die wiederum auf drei grundsätzlich verschiedene Lebensstile und Folgen hinauslaufen. Es stellen sich nun die folgenden Fragen:


    1.) Ist eine davon wirklich richtig für Thomas?


    2.) Welche Vermögensaufteilung würde Thomas die größten und welche die geringsten Ängste bereiten?


    3.) Bestehen andere Alternativen, die man erkunden könnte?


    4.) Wie geht man in Anbetracht der gerade auf lange Sicht wesentlichen Unterschiede am besten vor?


    5.) Wie sollte Thomas diese Entscheidungen treffen?



    Gehen wir zurück zu den vier Risikoaspekten:



    Heute: Das erforderliche Risiko


    Inwiefern kann ein Risiko überhaupt erforderlich sein? Nun, es handelt sich hier weniger um ein Risiko als um ein Ergebnis in Form einer Investmentrendite, das (die) erzielt werden soll/muss und daher „erforderlich“ ist. Zieht man die eigenen besonderen Umstände, Ressourcen und Zielsetzungen heran, so kann man über eine Planungssoftware (oder über Excel-Berechnungen) eines solches Ergebnis ermitteln. Und mit dem Erreichen des ermittelten Ergebnisses, geht ein bestimmtes Risikoniveau einher – das erforderliche Risiko.



    Dr. G. Kommer nennt in seinem Buch das erforderliche Risiko (siehe Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger …, S. 323; wohl in Anlehnung an Grogan u.a. 2010) die wirtschaftliche Notwendigkeit, Risiko zu tragen. Dazu schreibt er: „Die notwendige Investmentrendite, die der Haushalt rein theoretisch bei einem vorgegebenen Endvermögensziel erzielen müsste. Dieser ergibt sich aus dem Zielvermögenszuwachs bei einem gegebenen Startvermögen während des Anlagezeitraums.“



    Möglicherweise erweist sich die erforderliche Rendite zu Beginn als unrealistisch hoch, wenn der Input in die Planungssoftware eingegeben wird, beispielweise „Inflation + 10%“. Dann wäre das erforderliche Ergebnis erst einmal einer Realitätsprüfung zu unterziehen und in einem Anpassungsprozess auf ein zumindest darstellbares Niveau zu bringen.



    Im nächsten Beitrag gehe ich auf den Risikoaspekt „Risikowahrnehmung“ ein.



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    Da diese Aussagen von Natur aus bekannten und unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten unterliegen und durch zahlreiche unvorhersehbare Faktoren beeinträchtigt werden können, sollten sie nicht als absolut verlässlich angesehen werden. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR haftet nicht für etwaige Verluste, die sich aus der Nutzung oder der Verteilung der vorliegenden Veröffentlichung ergeben.




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  • ETF- und Indexfonds: Risikoperspektive des Privatanlegers



    Hallo zusammen,



    Wenden wir uns heute einem anderen Risikoaspekt zu, nämlich der




    Risikowahrnehmung



    Die Risikowahrnehmung kann man am besten an Beispielen erklären: Es gab (gibt?) in Städten einen Trend, dass sich Frauen/Männer über 50 Jahren einen Motoroller für kurze Strecken anschaffen. Das erscheint ihnen nicht als ein besonderes Risiko, obwohl statistisch gesehen Menschen über 50, die einen Motorroller fahren, häufiger an Unfällen beteiligt sind als jüngere Fahrer. Die meisten Erwerber von Motorrollern mit einem Alter von 50+ kennen diese Statistiken nicht, sodass nach ihrer persönlichen Wahrnehmung das Risiko deutlich geringer ist (einen Motorroller zu fahren).



    Hier eine wissenschaftliche Definition der Risikowahrnehmung finden Sie hier: https://www.spektrum.de/lexiko…e/risikowahrnehmung/13092



    Wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Menschen nach einer Krise in den Finanzmärkten ein höheres Risiko als vor einer Finanzkrise wahrnehmen. Tatsächlich ist es genau andersherum.



    Menschen sollten keine Risiken eingehen, bei der die Risiken nicht transparent gemacht sind. Berater (soweit involviert) müssen andererseits sicherstellen, dass die Risikowahrnehmung der Kunden auf guten und transparenten Informationen basieren und dass ein Risiko in klar verständlichen Begriffen dargestellt wird, die der Kunde auch nachvollziehen kann.



    Im nächsten Beitrag gehe ich auf den Risikoaspekt „Risikokapazität“ ein.



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    Diese Veröffentlichung ersetzt insbesondere nicht die individuelle Beratung.
  • Hallo zusammen,



    im Anhang finden interessierte Leser einen (etwas fortschrittlicheren) Risikoerfassungsbogen des „Arbeitskreises Beratungsprozesse“. Dieser Arbeitskreis wird durch Vermittler und Vermittlerverbände getragen.



    Es wird der Anspruch verfolgt, dass über diesen Erfassungsbogen ein Risikoprofil bestehend aus den Dimensionen Risikotragfähigkeit, Risikobewusstsein und Risikobereitschaft erstellt werden kann.



    Analyse Versorgung (Altersvorsorge und Geldanlage - Abstrakt).pdf


    Was sind die Meinungen dazu?




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    Da diese Aussagen von Natur aus bekannten und unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten unterliegen und durch zahlreiche unvorhersehbare Faktoren beeinträchtigt werden können, sollten sie nicht als absolut verlässlich angesehen werden. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR haftet nicht für etwaige Verluste, die sich aus der Nutzung oder der Verteilung der vorliegenden Veröffentlichung ergeben.




    Diese Veröffentlichung ersetzt insbesondere nicht die individuelle Beratung.
  • Hallo Herr Gamper,


    ich muss ja gestehen, ich liebe solche Analysen. Allerdings bin ich ja sehr stark Do-it-youself unterwegs, mit relativ überschaubarem Aufwand, aber sehr auf meine Bedürfnisse angepasst. Daher würde ich so einen Fragebogen am liebsten selbst im Netz ausfüllen und eine entsprechend vorgefertigte Auswertung von einer Website bekommen. Diese Website könnte dann ja durchaus Verkaufsabsichten haben, was ich draus mache, müsste aber mir überlassen sein.


    Bei cosmosdirekt auf der Website gab es mal eine Hochrechnung für die Rentenlücke. Das hat mir sehr gut gefallen. Sie hat berücksichtigt, wieviel Rentenanwartschaft ich heute habe, wieviel bei x% steigendem Einkommen noch hinzukommt, sowie weitere Rentenbausteine und was mir ein Vermögensbetrag im Alter nach Verrentung bringt. Letztlich nicht übermäßig sophisticated, aber ich hatte da Spaß dran, meine Lücke abzuschätzen. Irgendwann wurde der Rechner gelöscht, ich habe nie wieder etwas derartiges gesehen.

  • Hallo zusammen,



    Risikoprofiling ist ja ...„ein Prozess, in dem die Risikobereitschaft gemessen, die Risikokapazität und das benötigte Risiko berechnet und anschließend im Gespräch mit dem Kunden unter Berücksichtigung der Risikowahrnehmung des Kunden die bestmögliche Lösung für die Veranlagung seines Geldes gefunden wird (Monika Müller, 2017).“



    Wenden wir uns heute einem anderen Risikoaspekt zu, nämlich der




    Risikokapazität



    Die Risikokapazität beschreibt, ob die wirtschaftliche Situation eines Anlegers bei einem gegebenen Risikoniveau den potentiellen Auswirkungen eines ungünstigen Ergebnisses standhalten würde.


    In der Literatur von Dr. Kommer taucht dieser Risikoaspekt nicht auf bzw. wird teilweise als Risikotoleranz bezeichnet und beschrieben (vgl. Dr. Gerd Kommer, Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs, 5. Auflage).



    Versuchen wir es mit einem Beispiel:


    Nehmen wir an, Ihr Vater würde sich mit 75 Jahren entscheiden, Mountainbike fahren zu lernen (er hat vorher sein Citybike nur sporadisch genutzt). Er würde also losgehen und sich ein Mountainbike anschaffen. Sie versuchen ihn davon abzubringen, denn obwohl er durchaus eine ausreichende Risikobereitschaft mitzubringen scheint, er hat sich ja immerhin selbst entschieden, weist er sicherlich nicht die geeignete Risikokapazität auf. Schließlich könnte er sich mit Leichtigkeit das Hüftgelenk brechen oder eine ähnliche Beeinträchtigung erleiden. Schließlich geben Sie das Mountainbike Ihrem 14-jährigen Sohn mit der Empfehlung, dass er es benutzen soll. Der will eigentlich gar nicht, weil er weiß, dass seine besten Freunde bereits Unfälle damit hatten, und er keine besondere Lust auf Schmerzen hat. Das ist genau die umgekehrte Situation. Der Sohn hat die Risikokapazität, die höhere Wahrscheinlichkeit eines Knochenbruchs ist bei ihm nicht gegeben, und sogar wenn er sich verletzten würde, würde er sich wohl schneller wieder davon erholen. Er zeigt aber umgekehrt nicht die Bereitschaft oder auch psychologische Neigung zu dieser Art von Risiko.



    Das erforderliche Risiko eines Anlegers mag im Einzelfall erreichbar sein durch ein Portfolio, das 30 Prozent Wertverlust erleiden könnte, und ein solcher Verlust kann auch durchaus im Einklang mit der jeweiligen Risikobereitschaft stehen. Soweit so gut: Nur zeigt die genauere Prüfung der Risikokapazität des Anlegers, dass er nicht mehr als 10 Prozent Verlust verkraften würde, ohne übergeordnete Ziele zu riskieren. Risikokapazität ist demzufolge ein absolutes Maß und überwiegt die Risikoaspekte „Das erforderliche Risiko“ und „Risikowahrnehmung“ an Bedeutung.



    Wie man mögliche Zielkonflikte lösen kann und welche Bedeutung der Risikoaspekt „Risikobereitschaft“ hat werde ich in einem weiteren Beitrag diskutieren.



    HAFTUNGSAUSSCHLUSS
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    Die vorliegende Veröffentlichung ist nicht als rechtlicher, versicherungstechnischer, rententechnischer, finanzieller, anlagetechnischer oder sonstiger professioneller Ratschlag auszulegen. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR lehnt jede Haftung im Zusammenhang mit der Nutzung oder dem Verlass auf diese Veröffentlichung ab.




    Da diese Aussagen von Natur aus bekannten und unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten unterliegen und durch zahlreiche unvorhersehbare Faktoren beeinträchtigt werden können, sollten sie nicht als absolut verlässlich angesehen werden. Die Gamper & Gamper Honorar-Finanzanlagenberater GbR haftet nicht für etwaige Verluste, die sich aus der Nutzung oder der Verteilung der vorliegenden Veröffentlichung ergeben.




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  • Dass ich bisher noch nicht meinen Praxistest abschließen konnte, heißt entweder, dass ich gerade nicht viel Muße habe oder, dass der Bogen recht viel an Inhalt fordert. (Ggf. vielleicht auch beides.)


    Das Finalisieren meiner Meinung muss ich noch vertagen. :sleeping: