Servicepauschale Bausparvertrag widersprechen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Servicepauschale Bausparvertrag widersprechen

      Hallo an alle,

      wir haben einen Bausparer-Altvertag bei der Debeka, bei dem die Servicepauschale von 24,- € seit 2017 berechnet wurde.
      Aufgefallen ist uns das erst in 2018 (leider) als wir von der Entscheidung vom Land­gericht Koblenz ((Az. 16 O 133/17) hörten,
      dass diese Vertragsänderung unwirksam war.

      Entsprechend den Hinweisen auf dem Kontoauszug 2019, erhoben wir gegen die Gebühr für 2018 fristgemäß Einspruch
      erhielten von der Debeka folgende Antwort:

      „Mit dem Kontoauszug für 2016 erhielten Sie den Hinweis, dass ab 2017 die Gebühr von 24,00 € berechnet wird.
      Da Sie von Ihrem Recht auf Einspruch innerhalb von 2Monaten keinen Gebrauch gemacht haben, gilt die Berechnung als anerkannt.“

      Nun unsere Fragen:
      Ist diese Aussage rechtens?
      Gab es wirklich nur diese einmalige Einspruchsmöglichkeit?
      Haben künftige Einsprüche gegen diese Gebühr keinerlei Wirkung?

      Für hilfreiche Antworten bedanken wir uns herzlich.

      gasch
    • @Ltotheeon: Die Gebühren wurden zum 01.01.2017 eingeführt, also nun mindestens zweimal abgerechnet. Da geht jedes Gericht davon aus, dass das spätestens bei der ersten Abrechnung hätte auffallen müssen und sofort etwas hätte unternommen werden müssen.

      Laut dem Artikel der Verbraucherzentrale Niedersachsen können Bausparer die Gebühren zurückfordern - die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig, so dass die Bausparkassen das wohl vorerst verweigern werden.

      Grundsätzlich gibts nur diese einmalige Einspruchsmöglichkeit, wenn man nicht genau liest, hat man Pech gehabt. Das Gericht ist jedoch der Meinung, die Gebühren seien grundsätzlich unzulässig. Das wäre dann wieder etwas anderes und man könnte die zurückfordern.
    • Das ist grundsätzlich richtig, wir hätten den Auszug für 2017 besser lesen müssen.
      Den für 2018 haben wir ja dann beanstandet.

      Da unter jedem jährlichen Auszug der Hinweis steht, dass Einsprüche innerhalb von 2 Monaten geltend gemacht werden müssen, werden wir das künftig tun. Diese Gebühr ist schließlich ein Bestandteil.
      Ansonsten bleibt demnach wirklich nur, das endgültige Rechtsurteil abzuwarten.