Fairr.de FairrETF - günstigster "Roboadvisor"?

  • Hi,
    ich bin gerade auf fairr.de FairrETF gestoßen (NICHT Fairr Riester).


    Wie ich es verstanden habe, ist es ein ETF-Depot, das 36 EUR + 0,2% pro Jahr kostet und gegenüber "normalen", kostenlosen Depotbanken den Vorteil hat, dass es automatisch (sogar monatlich...) rebalanced, nachdem man ein Zieldepot zusammengestellt hat.


    Klingt für mich interessant, da ich gern etwas "optimierter" unterwegs sein möchte, d.h. Small Caps, Value etc. reinnehmen möchte, aber auf keinen Fall selbst rebalancen möchte. Ob das "optimierter" die 0,2% +36 EUR wert sind vs. mein bisheriges 70% World / 30% EM, wird sich zeigen.


    Ist für mich das selbe wie Weltinvest, aber ab ~28,000 EUR günstiger (Weltivest: 0,33% + Fondsgebühren; FairrETF <0,33%) - ich finds mit Kosten von 136 EUR für ein 50,000 EUR Depot tatsächlich einigermaßen fair.


    Hab ich das richtig verstanden?
    Hat jemand Erfahrungen?
    Gibt es eine "offizielle" Einschätzung von finanztip.de?
    Gab es schon mal Diskussionen hierzu bzw. wieso ist es in den Roboadvisor-Diskussionen nicht aufgetaucht?

  • Grundlegende Frage ist für mich:
    Schafft ein (auf die Vergangenheit bezogenen) optimal ausgewogenes und monatlich angepasstes Portfolio nnkl. Small Cap-Anteil, evtl. Value-Anteil wirklich in Zukunft eine Überrendite gegenüber den Amateurportfolios, die mal mehr, mal weniger sauber rebalanced werden - oder sind die Abweichungen sowieso alle Zufall und in Überrendite in Zukunft nicht mehr zu erwarten.
    Das ist ja das einzige Verkaufsargument für so einen Service. Ich werds wohl mal ausprobieren, dafür bin ich zu neugierig - und verspreche mir selber, nicht vor 2030 wieder reinzugucken.


    Ist doch auch eine Art der Diversifizierung (bzw. doch eher eine Art des Auslebens des Spieltriebs?), teilweise selbst Hand im Depot anzulegen, und es teilweise managen zu lassen...

  • Ich bin selber vor 3 Jahren zu fairr.de gewechselt. War damals ein Tip von Finanztip, weil die Kosten deutlich unter denen der herkömmlichen Anbietern liegen und der Anteil des in Aktien gebundenen Kapitals automatisch mit dem Nähern des Rentenalters in festverzinsliche Fonds getauscht werden. Dagegen gibt es ja andere Anbieter, die die Umschichtung Abhängig von der Börsenphase auch schon deutlich vor dem Rentenalter starten und so die Performance verhageln. War bei mir bei Union der Fall.
    Habe mich aber um die Zusammenstellung nicht gekümmert.