Krankenversicherung der Rentner für Freiberufler

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    • Krankenversicherung der Rentner für Freiberufler

      Ich habe gerade den Artikel über die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) gelesen, bin mir aber noch nicht sicher, was das für meinen Fall heißt.

      Die Ausgangslage:
      - Freiberufler
      - Freiwillig gesetzlich krankenversichert
      - Rentenansprüche vom Versorgungswerk
      - Nie staatliche Rentenansprüche erworben

      Laut Artikel fehlt für die spätere Mitgliedschaft in der KVdR nur letzteres - staatliche Rentenansprüche.

      Meine Fragen, die der Artikel nicht beantwortet, sind:
      - Ist es möglich, diesen Punkt durch freiwillige Einzahlungen in die staatliche Rentenkasse zu erfüllen - oder zählt da nur Pflichtmitgliedschaft?
      - Falls es möglich ist, wie lange und wie viel muss man in die staatliche Rentenkasse einzahlen, um später in die KVdR zu dürfen? (Und wann muss man einzahlen - zählt da vielleicht auch nur die zweite Hälfte des Erwerbslebens?)

      Die Fragen beschäftigen mich schon lange und weder Internetrecherche, noch ein Anruf bei der Krankenkasse, noch das Merkblatt R0815 ( :D Das heißt wirklich so!) der Deutschen Rentenversicherung konnte mir Antwort geben. Weiß jemand mehr?
    • Hallo.

      Eigentlich recht einfach:

      Freiwillige Versicherung beantragen und einzahlen bis 60 Kalendermonate erreicht sind. Die deutsche Staatsangehörigkeit vorausgesetzt, geht das ab dem 16. Lebensjahr (open end).

      Wenn die 60 Monate erfüllt sind (und die Regelaltersgrenze erreicht ist), kann man die Regelaltersrente beantragen.

      Im Falle der Antragstellung werden die Voraussetzungen für die KVdR, wie im Merkblatt R0815 beschrieben, abgeprüft. Wenn zuletzt jahrelang Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat, ist zu erwarten, dass hinterher die KVdR zum Tragen kommt. :thumbsup:
    • Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort! :thumbup:

      Ich schaue mir mal die Gesetze an (auch wenn ich bei einem vorherigen Versuch nicht schlau daraus geworden bin) und da es ja ganz danach aussieht, dass ich in die KVdR rein kommen kann, ist es sicher auch nicht übertrieben, einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung zu vereinbaren.

      Ich werde dann hier ergänzen, was dabei raus kam. (Falls ich es vergesse, gerne erinnern.)
    • Die Beratung in Anspruch zu nehmen, ist eine gute Idee und kostet auch nichts. Vielleicht kommt dabei ja auch heraus, dass doch schon anrechenbare Monate (z. B. durch Minijob oder Wehr-/Zivildienst) vorhanden sind.

      Ansonsten würde der Spaß mit den freiwilligen Beiträgen etwa 5000 Euro kosten (60 × 83,70 Euro) und zu Rentenansprüchen von etwa 22 EUR führen.