Welche Versicherungen sind absolut notwendig?

  • Nicht der Raucher per se, aber das Rauchen in der Wohnung stelle ich mir als erhöhtes Risiko vor, vor allem in Verbindung mit persönlichen Eigenschaften oder Gewohnheiten wie häufige Nickerchen im Sessel, Rauchen im Bett, etc.
    Wer zum Rauchen konsequent auf den Balkon geht, auf den trifft das natürlich nicht zu.


    Ein inzwischen verstorbener Nachbar von mir hat es einmal fertiggebracht, seine Fernbedienung zu verkohlen.
    Da er im gleichen Haus gewohnt hat, hat es mir besonders zu denken gegeben 8o

  • Eine Verwandte von mit hat ihre Zigaretten rumliegen lassen un hr armer Kleiner hat sie gegessen... dem musste der Magen ausgepunpt werden...


    @Elke Guter Einwurdf, das mit dem regelmäßigen Überprüfen! Bei manchen Versicherungen macht es einfach keinen Sinn, aber ich bin gerade am Durchschauen und werde demnächst wahsrcheinlich meine Haftpflicht- und Auslandskrankenversivherung wechseln. Alles viel zu teuer, das geht besser!

  • Hallo Kai,


    ein Sachversicherungscheck macht aus meiner Sicht alle zwei Jahre Sinn und ehrlich gesagt würde ich auch keine länger laufenden Verträge abschließen.


    Hierzu ist der gesamte Markt zu sehr in Bewegung, was durchaus auch Vorteile haben kann.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Unter www.test.de/versicherungscheck gibt es einen Ratgeber von Stiftungwarentest.


    Ich bin ja ein notorischer Versicherungs-Abschließer. Der Aspekt dabei ist aber für mich ob mich die Versicherungskosten über 20 Jahre jedes Jahr schrecken oder ob mich der Schadenfall mehr schreckt. Meine zahlreichen Versicherungen habe ich sorgfältig verglichen und ausgewählt, ich werde sie mir immer leisten können und deswegen beruhigen sie mich.

  • Private Haftpflicht und Hausrat ... was ist aber mit den Risikoversicherungen betreffend Gesundheit und Todesfall?


    Spielen die eine untergeordnete Rolle?

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Mmh, ich bin da sehr skeptisch bezüglich "notwendiger Versicherungen". Also klar ist private Haftpflicht. Ich halte eine Unfallvers. auch für wichtig, gerade mit Kindern.
    Betreffs Hausrat kenne ich viele, denen das zu teuer ist, gerade dann, wenn man alle möglichen Gefahren einschließt. Ich selbst hab eine und auch ne Immo-vers., weil selbst genutztes Wohneigentum. Bei ner kleinen Wohnung mit Student oder so find ichs fragwürdig, ob es wirklich notwendig ist.


    So´n Quatsch wie Handyvers. kommt für mich nicht mehr infrage. Ich hatte mal einen ganz "normalen" Schaden am Handy und habe mich mit denen gezankt. Gezahlt haben sie nicht. Für die Gelder der Vers. hätte ich ein neues Handy gehabt.


    Ebenso RSV. Ich war jahrelang Kundin, habe im Abstand von je 2 Jahren einen Anwalt einen Brief schreiben lassen, RSV hat nach dem 3.Brief und dem 6.Jahr gekündigt! Jetzt will mich keiner mehr...


    Risiko-LV ist was für Hinterbliebene, wenns zum Äußersten kommen sollte, ansonsten ist die Kohle einfach mal weg. Dann kann ichs aber auch aufs Sparbuch packen...aaalsooo ich könnt mich jetzt noch mehr auslassen, reicht aber erstmal.

  • @KaiRe


    In Deinem Fall würde ich mich hinsichtlich BU und EU-vers. wirklich beraten lassen. Wie Du selbst sagst, zum Abschluss warst Du gesund und jetzt offenbar nicht mehr. Grund genug, das prüfen zu lassen. Ansonsten droht ein ewiger Rechtsstreit, den Du u.U. teuer bezahlst und der Nerven kostet.


    Zudem bedeutet "berufsunfähig" nicht gleich, Du kannst nicht mehr arbeiten. Aber um erwerbsunfähig zu sein, muss der "Kopp" unterm Arm liegen. Ich könnt Dir da Geschichten schreiben....
    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir raten, entweder einen "fitten" Versicherungsmakler zu befragen (einen, der nicht nur für ein Unternehmen arbeitet) oder natürlich einen Rechtsanwalt, der sich da auskennt.


    @ Unfallversicherung


    Ich gebe zu bedenken, dass die meisten Unfälle im privaten Bereich passieren. Leiter-Flug, Fahrradsturz, Treppenfall...alles so Sachen, die passieren können (auch ohne Alkohol!!!). Bleibt ein Schaden, muss man zwar auch um sein Recht kämpfen, aber wenigstens wird ein Ausgleich gezahlt, wenn man sich richtig verhält. Bei Kindern kann ein schwerer Unfall das ganze nachfolgende Leben beeinträchtigen, insofern find ich das sehr wichtig.

  • Also, da geht hier aber vieles sehr oberflächlich zu.


    1. grundsätzlich und natürlich gibt es ein grundsätzliches Paket, über das man nachdenken muss und das "fast jeder" braucht.


    Worüber man sich aber streiten kann, ist die genaue Ausgestaltung der Absicherung


    2. die Basis alle Versicherungen ist die Privat-Haftpflicht Versicherung, und zwar in der reinen Basis-Grundausstattung. was will ich damit sagen? Es gibt Verträge, die dem Geschädigten zum Beispiel den neuwert erstatten? laut BGB bin ich dazu nicht verpflichtet. Was schert es mich. Ich muss das versichern, was ich per Gesetz treffen kann!


    3. die Krankenversicherung ist auch Basic, aber eben bei 70 Millionen über GKV und bei ca. 9 Millionen über PKV gegeben! Dazu kommen dann die Sonderformen, wie anderweitige Absicherungen (KVB/PBeaKK,Pfarrerkassen), AsylBLG, etc.


    Die ca. 100.000, die immer noch nicht über einen KV Schutz verfügen, sind entweder sehr sehr vermögend oder überwiegend am Rande der Gesellschaft! Da sind andere Instanzen gefordert das Thema zu lösen! Wer es löesen könnte, aber vieles, was der Gesetzgeber an Zwängen und die Versicherer an Hürden geschaffen haben, scheut, der wendet sich vertrauensvoll an mich!


    4. Pflege


    jein ... ich habe eine Pflegepflicht ... ich kann mehr machen ... je mehr Altersversorgung ich habe, desto weniger relevant ist Pflege.


    Nice to have, vor allem, wenn ich Kinder habe, die für mich bluten müssen ... aber vielleicht will ich das ja auch gerade !!


    5. Hausrat


    Nice to have ... wenn ich einen Hausrat habe, der einen Wert hat! Habe ich den nicht oder ist es mir egal ... ein Problem anderer Leute!!!


    Bis hier hin weil be- und angesprochen.


    Noch ein Wort zur Finanzplaung ... kann man machen, muss man aber nicht. Wir sprechen über existenzille Versicherungen.


    nehmen wir Wohngebäude ... Du hast ein Wohngebäude ... es ist bezahlt und kaum was wert ... versichere es oder lass es sein und lebe ggf. mit den Konsequenzen!


    Es ist was wert .... exakt die gleiche Entscheidungsvorlage!! Tu, was Du für richtig hälst, aber jammere nachher nicht rum!


    Jeder einzelne Mensch muss wissen, was er absichert oder nicht.


    Und man muss eines Wissen: Versicherung ist eine Wette und man bekommt im Durcvhschnitt NIEMALS mehr raus, als man einzahlt. Der Einzelne ja, aber die Masse nicht. Und der Einzelne bekommt dann auch nichts raus, sondern nur einen schaden ersetzt (außer bei Summenversicherung)!

  • Und nun zum finalen Thema BU ---- das ist ein Medienhype!


    Relevant ist die AKS, also die Arbeitskraftsicherung.Die kann man auch über eine EU oder eine Funktionsrente oder eine Grundfähigkeit absichern.


    Erwerbsunfähigkeit (EU) bedeutet, dass ich für meinen Erwerb nicht mehr selbst aufkommen kann. Berufsunfähigkeit bedeutet, dass ich auch dann Geld bekomme, wenn ich arbeiten könnte, aber meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Das ist Luxus, und wenn das der Kunde finanzieren kann und will, dann ist das OK!


    Extrembeispiel: LKW-Fahrer ... versuchen wir mal eine BU-Rente zu bekommen ... nicht finanzierbar, wenn man das Einkommen betrachtet. Es gibt eine Grundfähigkeit, die eine Rente zahlt, wenn die versicherte Person die Fähigkeit Auto zu fahren nicht mehr hat. Kostet ein Bruchteil und ist effektiv (in diesem Fall) wie eine BU!


    Es kommt auf viele Faktoren an ... Gesundheit, Bezahlbarkeit, persönliche Situation, etc. Die Frage ist, was ist erreichbar und macht Sinn!


    Und deswegen geht es um individuelle Beratung!!!


    Achtung: wir haben 40 Millionen Erwerbstätige! Wir haben 17 Millionen BU-Policen .. und einige haben mehr als eine Police!


    es geht um 23 Millionen die nichts haben. Wir sollten uns einmal mit denen beschäftigen.


    Und wir sollten den zweiten Schritt nicht vor dem Ersten machen ... vor BU/EU/etc. kommt die Arbeitsunfähigkeit und viele Arbeitnehmer, die nach 6 Wochen Entgelttzahlung bereits finanzielle Engpässe haben! Der erste Schritt ist eine ergänzende KTG-Versicherung.


    Last but not least - Versicherung ist individuell und nicht pauschal ... wer will was wie versichern!

  • Schöne Beiträge KVProfi, ist Einiges zum Lesen!


    Hennings Post ist zwar schon etwas älter aber die Liste ist wirklich super – eine Checkliste sollte jeder haben. Elke hat es auch sehr gut zusammengefasst finde ich.


    Allgemein ist für mich wichtig:


    -private Haftpflicht
    -GKV
    -Berufsunfähigkeitsversicherung + Rechtsschutz (sehr wichtig, wenn selbständig)
    -Zahnzusatzversicherung
    -Rentenversicherung
    -Unfallversicherung


    Dazu muss ich sagen, ich finde spätestens wenn man Kinder hat, sollte man über eine Unfallversicherung nachdenken. Die meisten Unfälle passieren im Alltag und im Haushalt – ist einfach so und da muss ich Anixe zustimmen, dass ein Unfall auch generell (bei Kindern und Erwachsenen) wirklich schlimme Konsequenzen nach sich ziehen kann.
    Ich war mir erst unsicher, in welchen Fällen die Unfallversicherung und in welchen die KV zahlt. Doch laut Krankenversicherung Vergleich zählen zu den Leistungen der KV lediglich die Kosten, „die während einer Behandlung entstehen. Hierzu gehören neben ärztlichen Leistungen auch Aufwendungen für Medikamente. Warum eine Behandlung erforderlich ist, dabei völlig unerheblich. Dies kann sowohl eine körperliche oder seelische Erkrankung wie auch ein Unfall sein.“ Überschneidungen sind zwar manchmal da aber das sind z.B. „nur“ nach einem Unfall notwendige kosmetische Operationen bei medizinischer Notwendigkeit oder Reha-Maßnahmen.


    Nicht notwendig aber für mich spielen diese auch noch eine Rolle (auch zukünftig):


    -Hausratversicherung
    -Handyversicherung


    Für mich persönlich sehr wichtig geworden, weil das Handy bei mir zur „Standardausrüstung“ geworden ist mit allem wichtigen da drin ist aber „notwendig“ ist sie sicherlich nicht im Vergleich zu anderen Versicherungen) – da sieht man wie abhängig man ist von der Technik ;-)


    -Lebensversicherung
    ...ist auch so eine Sache, wenn dann würde ich die kapitalgebundene wählen – halte ich aber im Allg. nicht unbedingt für „lebensnotwendig“


    Auch bei meiner Überlegung in die PKV zu wechseln musste ich mich erst gründlich informieren. Laut der AOK sind letztlich immer die Gesamtverhältnisse entscheidend. Vielleicht ist eine private Versicherung manchmal die bessere Alternative. Weitere Infos bekommt man auch direkt bei den Krankenkassen sowie entsprechenden Handelskammern… mein Vorposter hat aber Recht: unwichtig ist doch leichter zu definieren. 8)

  • Im Prinzip, ist die Frage nicht zu beantworten. Der Multimillionär kann auf viele Versicherungen verzichten. Der normale Familienvater oder die Alleinstehenden, untereinander bedürfen schon einer sehr differenzierten Bedarfsanalyse. Viele haben seit Jahren eine Rechtsschutzversicherung obwohl sie sie wahrscheinlich niemals im Leben in Anspruch nehmen. Ausgeklammert ggf. Verkehrsrechtsschutz. Wenn er die gezahlten Beiträge auf ein Vorsorgekonto eingezahlt hätte, blieben ihm selbst bei ein oder zwei Prozessen während seines Lebens, eine Menge Geld übrig. Choleriker, wie zum Beispiel ich, sind unter Umständen gut beraten über so eine Versicherung nachzudenken. Länger Rede kurzer Sinn. Die Wichtigkeit ist ausser vielleicht bei der PH und einigen wenigen mehr, eine Frage der persönlichen Einstellungen. Letztendlich kann Die abgschlossene EU-Versicherung im Schadensfall ein Pseudoglücksfall sein. Dann, wenn mich in der heutigen Zeit finanziell und beruflich Höhen und Tiefen durchlaufen habe und zum Zeitpunkt der Auszahlung das Geld an Gläubiger und Staat geht, weil man nicht frühzeitig den Nutzniesser der Leistung Insolvenzverfahren bestellt hat. Alles eine Frage der persönlichen Lebensentwicklung.

  • Ja ja, ich weiß - das Hochholen uralter Themen...
    Wie in diesem Fall finde ich das aber oft besser als Neue zu starten.


    Ich habe eine Frage zu folgendem Passus des zu dieser Diskussion gehörenden Finanztip-Beitrages "Überblick Versicherungen: WELCHE VERSICHERUNGEN SIE BRAUCHEN UND WELCHE NICHT" (Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2016):

    Zitat

    Sterbegeldversicherung
    Von der Sterbegeldversicherung bekommen Angehörige im Todesfall des Versicherten Geld für die Beerdigung. Sinnvoller ist, das Geld für eine Beisetzung selbst anzusparen.


    Ich frage mich, welche sinnvolle Alternative denn dazu dienen kann, das Geld selbst anzusparen: 10€ monatlich ergeben nach 35 Jahren bei 1% Zins etwas mehr als 5000€ - und wo soll ich so lange diesen Zins erhalten?
    Nebenbei fiele dieses Geld - im Falle einer eintretenden Bedürftigkeit - nicht unter das Schonvermögen bei einem ALG-II-Antrag.


    Ich wurde darauf aufmerksam gemacht bspw folgende Versicherungen zu wählen:
    zwischen 8 - 10 € monatlich, 5000€, doppelte Summe bei Unfalltod (>9€/mtl), beitragsfrei ab 65 Jahren, Beitragsgarantie


    Im April werde ich 30, ich habe also 35 Jahre einzuzahlen (ca <=4200€), ausgezahlt wird in jedem Fall (Ja, ich werde irgendwann sterben) und zwar die Deckungssumme, nicht, was ich bis dahin angespart habe. Zusätzlich vertreten einige Sozialgerichte die Ansicht, diese Versicherungsart müsse nicht zur Bestreitung der Kosten der Lebensführung gekündigt werden.


    Ich habe eine jüngere Schwester, werde nicht heiraten und auch keine Kinder haben. Sie müsste höchstwahrscheinlich (allein) für meine Überreste aufkommen. Das will ich ihr nicht aufbürden.


    Ich habe noch nichts abgeschlossen - aber was spräche denn dagegen?


    Vielen Dank für eure Beiträge! :)

  • @Brazz Du hast Schonvermögen, ja. Aber du musst auch immer mit den Kosten rechnen. Kein Versicherer macht das umsonst. 1 % kriegst du bei zur Zeit bei guten Tagesgeldangeboten. Oder du machst ein festgeldkonto, da kriegst du noch mehr. Im Fall von Arbeistlosigkeit kannst du zwar nicht drauf zurückgreifen, aber denk mal an eine mögliche ALGI-Sperre! Mit Tagesgeld bleibts du voll flexibel und kannst in der Sperrzeit auf deine Ersparnisse zurückgreifen. Gibt eben immer 2 Seiten einer Medialle.

  • Zu dem Thema welche Versicherungen den wirklich notwendig sind kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es ganz speziell auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Person ankommt.
    Da ich auf Berufseinsteiger spezialisiert bin kann ich jedem nur folgende Versicherungen empfehlen:


    1. Private Haftpflichtversicherung
    2. Berufsunfähigkeitsversicherung


    Optional: Hausratversicherung wenn das Eigenkapital nicht ausreicht um die Wohnungseinrichtung bei einem Schaden zu bezahlen.


    Zusätzlich sollte jeder Berufsanfänger etwas für sein Alter tun. Am Besten Mehrgleisig über eines Portfolio welches über einen Sparplan bespart wird und einer Rentenvesicherung. Dabei empfehle ich vor allem die betriebliche Altersvorsorge, auch wenn der Arbeitgeber zunächst nichts dazu zahlen möchte, da man sich damit die Steuer und Sozialversicherungsbeiträge spart, welche im Rentenbezugsalter aufgrund des geringeren Einkomens nicht mehr so hoch ausfallen werden.


    Mehr dazu findet man auch auf der Webseite: http://mein-perfekter-berufseinstieg.de