ETF Steuer Sparen - Thesaurierend vs. Ausschüttend

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    • ETF Steuer Sparen - Thesaurierend vs. Ausschüttend

      Hallo Community, lt finanztip rechnet sich auch beim langfristigen Investieren ein ausschüttender ETF im Vergleich zu einem thesaurierenden ETF, sofern man

      a) unter dem Steuerfreibetrag bleibt und (801€ p.P.) und gleichzeitig
      b) die Ausschüttungen kostenlos direkt wieder investieren kann.

      Hier nochmal der Beitrag dazu...https://www.youtube.com/watch?v=1lbBrBYWkMY

      Nun habe ich folgende Fragen:
      1.) Wird Punk b) automatisch erfüllt, sofern der ETF-Sparplan gratis von einer Debotbank angeboten wird?
      2.) Bisher wurde ich nur über ebase / Wüstenrot fündig - hier werden Ausschüttungen "kostenlos" wieder angelegt. Kennt ihr noch andere Depotanbieter, die das tun?

      Danke schon mal für euren Support!!!

      Viele Grüße
    • Danke für die Erläuterung und den Hinweis! Kannst du mir vielleicht sagen ob sich ein ausschüttender ETF (solange man noch unter dem Steuerfreibetrag bleibt) Steuer-technisch auch dann lohnt, wenn der Sparplan gratis ist, die Ausschüttungen aber nicht automatisch wieder angelegt werden?

      Im Prinzip hat man doch immer zusätzliche Kauf-Nebenkosten, ganz egal, ob die Depotbank die Ausschüttungen automatisch re-investiert oder ob man das manuell macht, oder?

      Ich möchte in bestimmte nachhaltige ETFs investieren, und finde nur ausschüttende Varianten, für die man zum Beispiel bei SBroker einen kostenlosen Sparplan findet. Hier können die Ausschüttungen aber nicht automatisch wieder angelegt werden.

      Unter welchen Voraussetzungen lohnt sich denn dann eine ausschüttende Variante zum langfristigem Aufbau?

      Vielen Dank für den Support:)
    • Francis C. schrieb:

      Steuer-technisch auch dann lohnt, wenn der Sparplan gratis ist, die Ausschüttungen aber nicht automatisch wieder angelegt werden?
      Ich empfehle immer das selbst zu rechnen und auch alle Tips selbst nachzurechnen.

      In diesem Fall wäre ein Ansatz z.B. mit 2% Ausschüttung gegen 0,5% Vorabpauschale zu rechnen, davon ggf. TFS weg und dann mit dem Steuersatz bewerten. Solange man mit beiden Werten unter dem Pauschbetrag bleibt darf eine Wiederanlage nichts kosten, [Genauer müsste man den Zinsezinseffekt bis Verkauf mit einbeziehen, man kann aber umgekehrt nicht erwarten dass sich dei Gesetzgebung niemals ändert]. Wäre also in diesem Beispiel 801 / 0,02 / 30% TFS -> bis zu einer Anlagesumme von rund 57 T€. Finanztip spricht von einem deutlich niedrigeren Wert damit das Vorgehen dauerhaft sinnvoll bleibt und man nach Wertsteigerung nicht umschichten muss was auch Steuern kostet,

      Francis C. schrieb:

      m Prinzip hat man doch immer zusätzliche Kauf-Nebenkosten, ganz egal, ob die Depotbank die Ausschüttungen automatisch re-investiert oder ob man das manuell macht, oder?
      Sollte bei kostenloser Wiederanlage nicht so sein außer ggf. ATC,

      Francis C. schrieb:

      Ich möchte in bestimmte nachhaltige ETFs investieren, und finde nur ausschüttende Varianten, für die man zum Beispiel bei SBroker einen kostenlosen Sparplan findet. Hier können die Ausschüttungen aber nicht automatisch wieder angelegt werden.
      Wenn es genau der ETF sein soll wäre mir das Thema Wiederanlage egal.

      Man kann es auch mit ein wenig Verzicht auf letzte Präzision wie folgt umschiffen:Wenn der ETF 2% p.a. ausschüttet erhöhst Du die monatliche Sparrate um den Ausschüttungsbetrag / 12.

      Beispielrechnung (grob falsche Prozentrechnung und stark gerundet, geht nur um das Prinzip):
      1.Jahr 12 * 100 € angespart und 5% Wertsteigerung, 2% Ausschüttung fließt im Jahr 2 zu -> neue Sparrate für Jahr 2 100 + 1,05*2 = 102,10 €
      Nach Jahr 2 fließt Ausschüttung für Jahr 1 und Jahr 2 zu -> neue Sparrate100 + 1,1*2 + 1,05*2 = 104,15 €.

      Ich würde natürlich jeweils nach oben runden um auch mehr anzusparen aus Gehaltserhöhung etc.
    • Francis C. schrieb:

      [...]
      Kannst du mir vielleicht sagen ob sich ein ausschüttender ETF (solange man noch unter dem Steuerfreibetrag bleibt) Steuer-technisch auch dann lohnt, wenn der Sparplan gratis ist, die Ausschüttungen aber nicht automatisch wieder angelegt werden?
      Wenn du natürlich die (relativ geringen) Ausschüttungen als manuelle Wiederanlage reinvestierst, dann wird es meist relativ teuer.

      Ich würde empfehlen, einfach die Ausschüttungen in die nächste Sparplanrate zu integrieren.

      Bei allen Brokern, die ich kenne, lässt sie die Sparplanrate kostenlos von einem auf den anderen Monat ändern, und sei es durch (kostenloses) Löschen und Neuanlegen des Sparplanes.