Start mit ETF: Sparplan plus Einmalzahlung

  • Liebe Community,


    ich möchte Geld für mein Kind anlegen. Ich habe bereits 10.000 Euro gespart und möchte diese jetzt in einem ETF anlegen. Zugleich möchte ich diesen ETF ab sofort monatlich mit 100 Euro besparen. Meine vielleicht banale Frage, die ich trotz Recherche noch nicht zufriedenstellend beantworten konnte: Wie gehe ich am besten vor, um Einmalzahlung und Sparplan umzusetzen?


    Viele Dank für eure Unterstützung und viele Grüße


    Timmi

  • Hallo @Timmi, willkommen in der Community.


    Zunächst mal der Link zu zwei Threada zum Thema. u.a. wird auf ein Video von Finanztip zum Thema verwiesen.
    Anlage für Kleinkind- Sparplan - Konto & Anlegen - Finanztip Community
    Vorsorge / Geldanlage für Kinder - Geldanlage - Finanztip Community



    Im Grundsatz brauchst Du ein Depot bei einer Depotbank, die auch Kinderdepots anbietet. Empfehlungen grundsätzlich hier https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/, Mit der Eröffnung erhältst Du die Zugangsdaten, mit denen Du sowohl die Einmalanlage umsetzen als auch der Sparplan einrichten kannst.


    Bei weiteren Fragen gerne fragen.

  • Hallo @Kater.Ka,


    vielen lieben Dank für deine schnelle Rückmeldung!


    Ich würde das Depot gerne auf meinen Namen laufen lassen, auch wenn es für mein Kind vorgesehen ist. Was ich mich v.a. gefragt habe: Soll ich die Einmalzahlung von 10.000 auf einmal tätigen? Oder soll ich die Einmalzahlung auf mehrere Raten verteilen und dann, wenn sie angelegt ist, auf die monatlich 100 Euro switchen? Stichwörter: guter Einstiegszeitpunkt, günstige Unsetzung.


    Danke und viele Grüße


    Timmi

  • Soll ich die Einmalzahlung von 10.000 auf einmal tätigen?

    Da gibt es hier im Forum unterschiedliche Meinungen. Unter der Prämisse langfristig immer steigender Märkte ist der Verlust durch einen "schlechten" Einstiegskurs begrenzt. Das ist eher ein mentales Problem wenn Du jetzt einzahlst und z.B. eine Korrektur von 16% wie im Q4/18 kommt. Wenn Du das vermeiden willst könntest Du die Einzahlung als Sparplan über mehrere Tranchen aufteilen (z.B. 10 Monate zu 1.000 + 100 = 1.100 €). Damit egalisierst Du die saisonalen Schwankungen und machst Rücksetzer nicht komplett mit, führt aber eben statistisch nicht zu einem besseren Ergebnis.

  • Hallo @Timmi,
    willkommen auch von mir. Dein Kind bekommt den gleichen Sparerfreibetrag wie Du, nämlich 801 €. Natürlich nur, wenn das Geld auf den Namen des Kindes angelegt ist. Ist das Geld auf Deinen Namen angelegt, bekommst Du nur einmal die 801 € / Jahr. Ist das Geld jedoch auf den Namen des Kindes angelegt, bekommt das Kind jedes Jahr Erträge bis 801 € steuerfrei ausbezahlt.
    Eltern haben zwar die Verpflichtung sich um die Finanzen ihrer Kinder zu kümmern. Genau kenne ich mich damit nicht aus. Sie dürfen das Geld ihrer Kinder aber nicht für sich verbrauchen. Sonst kann es sein, das Finanzamt verlangt die eingesparten Steuern nach.
    Gruß


    Altsachse

  • Wenn Du das vermeiden willst könntest Du die Einzahlung als Sparplan über mehrere Tranchen aufteilen (z.B. 10 Monate zu 1.000 + 100 = 1.100 €). Damit egalisierst Du die saisonalen Schwankungen und machst Rücksetzer nicht komplett mit, führt aber eben statistisch nicht zu einem besseren Ergebnis.

    Hallo,


    ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung und möchte deshalb nochmal nachfragen. Wie kommst du zu der Aussage, dass es statistisch nicht zu einem besseren Ergebnis führt? Sind das Erfahrungen oder gibt es dazu eine Statistik? Ich frage mich, in wie viele Tranchen ich eine Summe (z.B. 30.000 €) aufteilen kann, um einen angemessenen Cost-Average-Effekt mitzunehmen, aber eben den Sparplan nicht zu lange laufen zu lassen.


    Im Internet habe ich folgendes gefunden. In einem Video von extraETF zu dem Thema heißt es, dass über eine lange Zeiträume (>20 Jahre) eine Einmaleinzahlung mehr Rendite bringt. Bei Finanzfluss heißt es, dass es eine psychologische Frage ist, wie Kater.Ka schon schrieb. Wenn man den Betrag in mehrere Tranchen aufteilen will, wird dort ein Zeitraum von 3-6 Monaten genannt, um in den Markt einzusteigen (d.h. ca. 5.000-10.000 € pro Monat). Das scheint aber eher ein Bauchgefühl zu sein. Von Finanztip kenne ich keinen Beitrag zu dem Thema. Deswegen meine Frage: Kennt jemand eine Statistik hierzu oder hat Erfahrungswerte?


    Viele Grüße
    Ed.

  • Hallo @Ed., willkommen in der Community.


    Quellen s. Wikipedia oder Kommer
    https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt
    https://www.gerd-kommer-invest…om-cost-averaging-effect/


    Nett ist auch der https://www.dasinvestment.com/…thalten-einen-denkfehler/


    Ich habe es ja gerne einfach: Wenn man annimmt, dass der Preis von Fondsanteilen über lange Zeit steigt dann wird man über einen Sparplan keine Zusatzrendite erzeugen können außer in speziellen Konstellationen, z.B. wenn nach Kauf es eine starke Korrektur gibt und erst sehr spät die Kurse sich erholen.

  • Ich glaube du bringst da etwas durcheinander:


    Ein ETF-Sparplan ist so etwas wie ein "Dauerauftrag" in deinem Depot für einen bestimmten ETF. Den kannst du aussetzen, erhöhen und verringern wie du willst.


    Eine Einmalzahlung wäre einfach nur ein einmaliger Kauf eines bestimmten ETFs in deinem Depot. Den kannst du natürlich unabhängig von deinem Sparplan jederzeit tätigen. Die Kosten für so einen "Trade" sind je nach Broker unterschiedlich.

  • Hallo, kann ich in meinen ETF Sparplan eine Einmalzahlung vornehmen ?

    ja, s. Antwort von Tan

    Welche Gebühr fällt dafür an?

    In das PLV Deines Anbieters schauen.

    Für die empfohlenen von Finanztip diese Seite, grüne Schaltfläche, Einmalanlage und Deinen Anbieter anklicken https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

    Und wie geht das ?

    Einen normalen Wertpapier-Kaufauftrag einstellen. Welcher Depotanbieter?

  • Aber wenn es billiger ist, kann man durchaus einen x Tausend Euro Sparplan einmalig ausführen lassen. Beim Lyx0ag bei Comdirect mache ich das ab und zu. 0 Euro Sparplankosten gegen Einmalkosten bei Orderausführung.

    Das ist natürlich richtig. Zumindest bis zum Sparplanlimit geht das. Mache ich tatsächlich auch öfter so.