Lebensversicherungen weniger wert - Kündigung?


  • 1. Ist das jetzt schon ausreichend um den Vertrag erfolgreich zu widerrufen?
    2. Stimmt es, dass ich auch jetzt noch (bevor ich den ersten Brief an die Versicherung schicke) "eine Rechtschutzversicherung ohne Wartezeit" abschließen kann, die dann die Anwaltskosten übernehmen würde, falls sich die Versicherung weigert die Beiträge inklusive Zinsen zurückzuzahlen (laut http://schlemann.com/rettet-ak…ben-kunden-vor-verlusten/, Abschnitt: Rechtsschutz bei Widerruf Heidelberger Leben Vertrag)?


    Die Angaben zum Widerspruchsrecht finden sich in der Regel entweder im Versicherungsschein oder Willkommensschreiben der Versicherung, das Du nach dem Abschluss der Police erhalten hast. Die Fehlerhaftigkeit ist nicht ganz einfach einzuschätzen. Am besten lässt man einen Anwalt ran, der das auch schon mal gemacht hat. Hier habe ich eine Möglichkeit gefunden, das Ganze kostenlos durch einen Fachmann prüfen zu lassen.


    Ohnehin sind die wenigsten Versicherungen dazu bereit, der Rückabwicklung einer Lebensversicherung außergerichtlich zuzustimmen. In der Regel muss man also klagen. Die gute Nachricht allerdings ist, dass die Rechtsschutzversicherungen die Kosten dafür übernehmen, wenn das Thema "Vertragsrecht" abgesichert ist. Dazu reicht normalerweise eine Privat-RSV.


    Zudem ist es tatsächlich möglich, eine Rechtsschutzversicherung "nachträglich" abzuschließen. Denn der Schadensfall, zu dem die RSV bestehen muss, ist nicht der Abschluss der Lebensversicherung - sondern die Weigerung der Versicherung, den Widerspruch des Kunden zu akzeptieren. Damit ist folgende Vorgehensweise möglich:


    1. Prüfung der Lebensversicherung auf eine fehlerhafte Widerspruchsinformation
    2. Abschluss einer RSV und ggf. Abwarten der Wartezeit (es gibt aber auch Tarife ganz ohne Wartezeit)
    3. Widerspruch der Lebensversicherung durch den Versicherten (formlos mit einem einfachen Schreiben)
    4. Nach der Antwort (=Absage) der Versicherung -> Mandatierung eines Anwalts, der dann die Deckungszusage der RSV einholt und klagt

  • Sorry der Excel Rechner ist bullshit, der lässt sich nicht nutzen weil da der Blattschutz eingestellt ist ( es lassen sich nirgenwo zellen ändern). oder hab ich da irgendwo verpennt dass es da ein hinterlegtes Passwort gibt ??
    Einen sehr guten einfacher zu nutzenden Rechner gibts auf http://www.zinsen-berechnen.de/ da gibts unter dem Menü Vorsorge nen Rechner für "Restlaufzeitrendite einer Kapitallebensversicherung" funz einwandfrei .. hab für meine Allianz und Neue Leben Verträge mal nachrechnen lassen ( Sind alles Verträge aus den guten alten 90er wo es in der BRD noch die DM und Demokratie gab ) haben im Schnitt alle so 3,5-4 %. Einige sogar mit Arbeitsunfähgkeitsvers. Sind natürlich steuerfrei. Ein durchgeknallter Finanzberater hatte mir geraten die Teile alle abzustoßen ohne auch nur in einen der Verträge zu schauen, geschweige denn mal ne Berechnung zu machen oder zu fragen ob da z.b auch Arbeitsunfähigkeit mit drin ist . Einem anderen ( mit dem ich schon viele Jahre zusammenarbeite) hatte ich meine Berechnungen geschickt, mit der bitte da mal reinzuschauen und mit mir abzuklären ob ich alles richtig eingetragen habe. Da kam nie ne Rückmeldung. :thumbup:

  • Der Rechner von Finanztip ist so konzipiert, dass in einigen Feldern Eingaben möglich sind ... anhand dieser Eingaben errechnet die Excel-Datei die Renditen und spricht eine Empfehlung aus.


    Eine Aufhebung des Blattschutzes ist somit nicht notwendig und ehrlich gesagt habe ich für diesen auch Verständnis,
    immerhin steckt in der Aufbereitung dieser Datei doch einiges an Hirnschmalz ... wäre doch schade, wenn die eigene Arbeit nicht mehr sicher wäre.


    Respekt, wenn Deine Verträge diese Renditen erwirtschaften ... meine Erfahrung sieht anders aus.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Hallo, ich bin neu hier und überlege schon länger, meine Lebenversicherung zu kündigen und den monatlichen Beitrag sinnvoller zu investieren, bspw. in einen ETF-Sparplan auf den MSCI World. Ich besitze seit dem 01.09.2004 eine Kapitallebensversicherung sowie eine darin enthaltene erweiterte Unfalltod-Zusatzversicherung bei der Generali Versicherung. Ich bin mit monatlich 40,00 € angefangen und habe letzes Jahr der Erhöhung des monatlichen Beitrages erstmals widersprochen. Dieser beträgt aktuell 67,01 €. Den Fragebogen habe ich heute ausgefüllt zurückerhalten, allerdings glaube ich nicht, dass die Angaben, die gemacht wurden, alle richtig sind bzw. ob die Angaben so ausreichen. Zu den Daten wie folgt: Beitrag aktuell: 67,01 € monatlichDynamik: 5 %Versicherungsbeginn: 01.09.2004Versicherungsablauf: 01.09.2047Aktueller Stand vom: 01.02.2016A garantierter Wert 4.674,70 €B davon bereits garantierte laufende Überschüsse 263,30 €C aktuell nicht garantierter Wert 4.674,70 €D aktuelle laufende Überschüsse 237,30 €E aktueller Schlussüberschussanteil 26,00 €F aktuelle Sockelbeteiligung an Bewertungsreserven (keine Angabe)G aktuell freie Bewertungsreserven 6,00 €H Rückkaufswert gesamt 4.758,05 €I garantierter Wert einschließlich Dynamik 39.932,00 € (zusätzlich wurde handschriftlich vermerkt, dass der Wert ohne Dynamik nicht berechenbar ist)J zum Ablauf nicht garantierter Wert 39.932,00 €K laufende Überschüsse zum Ablauf 560,80 €L Schlussüberschussanteil zum Ablauf 206,00 €M Sockelbeteiligung an Bewertungsreserven zum Ablauf (keine Angabe)N freie Bewertungsreserven zum Ablauf (noch nicht bekannt)O voraussichtliche Ablaufleistung gesamt 40.698,80 €Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen und berechnen, ob sich eine Kündigung zum 01.09.2016 lohnt. Dann läuft die Versicherung 12 Jahre und ich muss auch keine Steuern zahlen.


    Mehr hierzu bei: Lebensversicherungen weniger wert - Kündigung? - Versicherung & Vorsorge - Finanztip Community

  • Hallo Christoph,
    erstens kann man die bisherige Rendite dank der Dynamik nicht ausrechnen, da du augenscheinlich nicht jede Dynamik angenommen hast, die genauen Zahlzeiträume nicht bekannt sind. Erfahrungsgemäß loht sich die Kündigung eines Vertrages aber nie in dem Sinne, dass Du auf jeden Fall einen dicken Verlust machst.
    Bei einem Beitrag von 67 € bis 2047, der Ablaufleistung und dem derzeitigen Rückkaufswert kommst Du ab jetzt auf eine Rendite von 1,6%-1,75%. Auch wenn bei steigenden Zinsen die Verzinsung im Vertrag mal wieder steigen dürfte und die Überschüsse dann steigen - lohnen tut sich das nicht. Interesssant wäre was passiert, wenn Du die Zusatzversicherung kündigst. Die Kosten immer zu viel für praktisch keinen Gegenwert. Daran verdienen Versicherungen sehr gut.
    Einen Wechsel in einen MSCI World ETF kann ich Dir nur empfehlen. Du musst allerdings wissen, dass Du dann eine wesentlich risikoreichere Anlage mit Schwankungen haben wirst. Trotzdem: Aller Voraussicht und Erfahrungswerten nach wirst Du damit 2047 wesentlich mehr Vermögen aufgebaut haben.
    Gruß

  • Liebe Community,


    ich habe meiner Versicherung den Finanztip-Fragebogen zugeschickt und habe die Daten nun in das Excel-Dokument eingefügt. Leider hat der Versicherer einige handschriftliche Änderungen gemacht und ich bin unsicher, ob mein Ergebnis nun stimmt. Angeblich mache ich Verlust mit meinem Vertrag. Ich habe eigentlich Interesse an finanziellen Fragen, aber hier muss ich kapitulieren und wäre dankbar, wenn mir jemand erklärt, was ich falsch gemacht habe oder ob mein Vertrag einfach nur großer Mist ist. Anbei habe ich die beiden Dokumente angehängt.

  • Hallo zusammen,



    ich habe Ende 2004 eine Kapital-Lebensversicherung bei der PAX heute Nürnberger abgeschlossen
    und zahle im Monat 75,-€ in dieser Versicherung ein. Sollte ich nach
    Ablauf der Versicherung noch leben, bekomme ich Ende 2038 garantiert
    24.000,-€ zurück. Bei dieser Summe hätte ich erstmal minus gemacht. Beim
    besparen der Versicherung werden jeden Monat Anteile eines Templeton
    Growth (Euro) Fund A (WKN:941034) gekauft und dadurch ergibt sich eine
    Gesamt mögliche Ablaufleistung von 40.000,-€ - 70.000,-€. Da die
    Versicherung vor 2005 abgeschlossen wurde, wäre die ausgezahlte Summe
    steuerfrei.
    Was mich an dieser Versicherung stört, ist das mir niemand sagen kann, ob ich am Ende Plus oder Minus gemacht habe?!?!
    Was meint Ihr? Macht das weiter besparen dieser Versicherung Sinn
    (steuerfrei) oder würdet Ihr die Versicherung Ruhen lassen und die 75,-€
    für die nächsten 22 Jahre anders anlegen?

  • Guten Abend,


    ich habe während meiner Aisbildung eine Allianz Lebensversicherung (Direktversicherung) abgeschlossen. Nach nun 4 Jahren habe ich diese gekündigt, weil es einfach nicht das richtige Produkt für mich war und ich die Förderung durch meinen AG lieber in einen Banksparplan stecken möchte. Die SV wurde von meinem AG nachvrbeitragt und ich habe den Rückkaufswert (knapp 2000€ Brutto) über die Abrechnung erhalten. Nun habe ich ein Schreiben bekommen, dass ich diese Summe noch versteuern muss. Ich habe nun alles ins Steuerprogramm eingegeben und dies teilt mir nun mit, dass ich 700€!!!!!!! Steuern für diese Summe zahlen muss. Das kann doch nicht richtig sein, oder?
    Ich habe die Direktversicherung zurück gekauft.


    Mit freundlichen Grüßen
    Sarah.P.

  • Guten Abend,


    ich habe während meiner Aisbildung eine Allianz Lebensversicherung (Direktversicherung) abgeschlossen. Nach nun 4 Jahren habe ich diese gekündigt, weil es einfach nicht das richtige Produkt für mich war und ich die Förderung durch meinen AG lieber in einen Banksparplan stecken möchte. Die SV wurde von meinem AG nachvrbeitragt und ich habe den Rückkaufswert (knapp 2000€ Brutto) über die Abrechnung erhalten. Nun habe ich ein Schreiben bekommen, dass ich diese Summe noch versteuern muss. Ich habe nun alles ins Steuerprogramm eingegeben und dies teilt mir nun mit, dass ich 700€!!!!!!! Steuern für diese Summe zahlen muss. Das kann doch nicht richtig sein, oder?
    Ich habe die Direktversicherung zurück gekauft.


    Mit freundlichen Grüßen
    Sarah.P.

    Hallo Sarah P.,


    eine Direktversicherung (=Form der betrieblichen Altersvorsorge) wird staatlich in der Weise gefördert, dass Du Steuervorteile und Sozialversicherungsersparnis hast. Bei 100 Euro Sparbeitrag führt dies zumeist zu einem nur um 50 - 60 Euro geminderten Nettoeinkommmen. Vereinfacht gesagt: "auf 50 Euro verzichten, aber 100 Euro sparen"
    Einzubeziehen ist aber auch die etwas geringere gesetzliche Rente, weil weniger Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung Bund gezahlt werden.


    Die staatliche Förderung ist natürlich keine Einbahnstraße. Auf Auszahlungen - zumeist erst zum Bestimmungszeitraum Rente - sind Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Das ist clever aus staatlicher Sicht, weil der Staat auch dann noch ausreichend einnehmen muss, wenn es deutlich mehr Rentner gibt als heute. Aber wichtiger: Es lohnt sich für viele Arbeitnehmer, aber natürlich nur dann, wenn der Vertrag nicht vor der Rente "geschlachtet" wird. Insbesondere eine Direktversicherung ist hier besonders flexibel, weil Sie von Arbeitgeber zu Arbeitgeber mitgenommen werden kann.


    Zu Deiner Frage: Ja, das mit den 700Euro Steuern kann passen und ist auch nicht verwunderlich nachdem bei der Einzahlung auch erheblich Steuern gespart wurden.


    Ein Banksparplan, wie von Dir beschrieben, ist aber etwas völlig anderes. Ich nehme an, es geht hier um die Vermögenswirksamen Leistung, mit anderen Worten um mittelfristige Ansammlung von Geld, nicht aber um eine Rente. Wäre für mich schlüssig, weil ja eine Bank wie auch ein Fonds gar keine lebenslangen Renten (die werden für eine Rente gebraucht) in Aussicht stellen dürfen.


    Herzliche Grüße,
    Michael


    Michael Schreiber
    Versicherungs- und Finanzanlagenfachmann
    Freiburg im Breisgau

  • Hallo,


    herzlichen Dank für die Hilfe, aber es funktioniert trotzdem nicht. Excel ist für mich nichts Neues.
    Ich habe die Datei auf meinem Rechner (Apple) sauber gespeichert, wo natürlich auch Excel täglich genutzt wird.


    Wenn ich eine Zelle in der Excel-Tabelle verändern will kommt der Hinweis "schreibgeschützt".
    Bei der Blattbeschreibung "Reiter" im unteren Teil der Tabelle ist ein "Schloßsymbol" zu sehen. (somit geschützt).


    Ich bin registriert und für den Newsletter angemeldet. Jetzt würde ich auch gerne die avisierten Hilfsmittel nutzen.


    Was nun tun ?

  • Ich habe mir das Tool noch einmal genauer angesehen. Ich kann bei allen grau hinterlegten Feldern Eingaben machen, bei den "weißen" Feldern nicht bzw. dort muss man tatsächlich den Schreibschutz aufheben. Die Zahlen in den weißen Feldern ergeben sich aber als Summe der grauen Felder, daher ist hier für mich auf den ersten Blick keine zusätzliche Eingabe notwendig.


    Zum "Schreibschutz" kann vielleicht @Franziska weiterhelfen, wenn Sie ausgeschlafen hat :)