Was für ein Tagesgeldkonto soll ich wählen?

  • Hallo alle zusammen ich bin auf der Suche nach einem Tagesgeldkonto wo ich mein Geld anlegen kann und jederzeit darauf zugreifen kann.



    Jetzt ist mir die Frage aufgekommen was die Angabe „Steuer wird automatisch abgeführt“ bei den ganzen Anbietern bedeutet? Gibt die Bank die Steuer selber beim Staat ab und muss ich, wenn ich ein solches Konto besitze und über die Freigrenze von ca. 801 Euro gekommen bin dann trotzdem eine Steuer machen oder ist das so wie bei der Lohnsteuerabrechnung das dass einfach so an das Finanzamt abgegeben wird und ich trotzdem keine Steuer schreiben muss.


    Oder wäre es für mich sogar besser ein Konto zu nehmen was einen recht niedrigen Zinssatz hat, damit ich dort in ruhe mein Geld deponieren kann und keine Probleme mit dem Finanzamt bekomme?



    Ausserdem möchte ich es haupsächlich nutzen, wie ja auch die Hauptaufgabe eines Tagesgeldkonto ist, um ständig mein Geld hin und her "schieben" zu können. Lohnt es sich dann für mich eins mit hohen Zinssatz zu holen oder lieber eins von der Hausbank mit z.b. nur 0,01% wo ich dann mir keine Gedanke mit der Freigrenze machen muss?
    Ich hoffe ihr können mir weiterhelfen und meine Fragen beantworten.



    Ich bedanke mich schon mal im voraus bei euch.


    Lucas Z.

  • Hallo @Lucas Z.


    wieviel Geld willst du anlegen? 10.000 Euro? Mehr? Entsprechend viel bringt dir eine Differenz von 0,1% und die Mühe, regelmäßig Tagesgeld Hopping zu betreiben oder sich allzuviel Mühe damit zu machen.


    ich bin bei der DKB, dort gibt es 0,2% auf Tagesgeld. Bei meinen Anlagen spielt die Höhe keine Rolle und ich mache mir auch keine Gedanken dazu.


    Deutsche Banken dürften die Steuern ans Finanzamt abführen, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst, sind die ersten 801 Euro steuerfrei. Wenn du zu einer ausländischen Bank gehst, weil du mehr Zinsen bekommst, musst du die Zinsen in der Anlage KAP in der Steuererklärung angeben. Ist prinzipiell kein Riesenaufwand, aber mir wäre das wegen 0,x% zuviel Aufwand.

  • Hallo @Lucas Z.
    willkommen hier im Forum. Sollten Deine Einkünfte niedrig sein, und Du nicht zum Einreichen einer Steuererklärung verpflichtet sein, kannst Du bei Deinen Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Wird diese genehmigt, bekommst Du alle Erträge bis zum Grundfreibetrag ohne Steuerabzug ausbezahlt. Der Grundfreibetrag ist dieses Jahr 9168 €. Na, das lohnt sich doch, oder ?
    Gruß


    Altsachse

  • Ergänzung:
    Ab 01.01.2020 wird das Tagesgeld bei der DKB nur noch mit 0,01% verzinst.


    Ansonsten gilt: Tagesgeld ist nicht dafür da, hohe Rendite zu bringen, sondern das Geld kurzfristig verfügbar und sicher (Einlagensicherung) zu verwahren, ohne dass dabei der Wert schwankt.

  • Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten.


    Also soviel Geld wie @chris2702 erwähnt hat möchte ich nicht anlegen, also werden ich auch nicht über den Freistellungsbetrag kommen. Muss ich dann trotzdem ein Freistellungsantrag erteilen oder wie @Altsachse meint eine Nichtveranlagunsbescheinigung beantragen? Oder brauch ich so was garnicht? Und wie verhält sich das dann für mich wenn ich noch nicht dazu verpflichtet bin eine Steuererklärung zu machen. Oder muss ich sobald ich sowas beantragt habe eine schreiben?


    Gruß


    Lucas Z.

  • Hallo @Lucas Z.


    du musst keine Steuererklärung machen, solange du nicht selbstständig bist oder Angestellter bist (und auch da ist es nicht immer Pflicht).


    Eine Nichtveranlagungsbescheinigung kannst du beantragen, wenn du weniger als 9000 Euro Einnahmen hast, dann sind diese steuerfrei. Ich würde mich damit nicht weiter beschäftigen, es ist vermutlich für dich irrelevant.


    Ein Freistellungsauftrag bis 801 Euro macht Sinn, damit du dir keine Steuern vom Finanzamt zurückholen musst, sondern diese erst gar nicht abgeführt werden.

  • Mit der Nichtveranlagungsbescheinigung bekommst Du nicht nur den Sparerfreibetrag von 801 €, sondern den Grundfreibetrag von 9168 € steuerfrei. In aller Regel gilt die Nichtveranlagungsbescheinigung für 3 Jahre. Anträge dafür kannst Du Dir hier im Internet ausdrucken.
    Gruß


    Altsachse

  • Hi Lucas. Nach meinem Verständnis sollte eher die Frage gestellt werden: "Lohnen sich Tagesgeldkonten überhaupt noch?"


    Immer wenn ich mich mit Tagesgeldkonten auseinander setze, so kommen mir die Zinssätze wie ein schlechter Witz vor. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass sich Festgeld oder Tagesgeld kaum noch lohnt. Die letzten beiden Kapitalanlagen, die lohnenswert wirken, scheinen Aktien und Fonds zu sein.


    Doch zu beiden Anlagen kann ich nicht wirklich viel berichten, da mir das nötige Wissen fehlt. Ich weiß nur, dass man in Aktien ausschließlich investieren sollte, wenn man das nötige Finanzwissen mitbringt. Auch mit Fonds fehlen mir die Erfahrungen. Ich weiß über Fonds nur, dass diese erheblich umgänglicher sein sollen, als eine herkömmliche Aktie, da ein Fonds durch ein erfahrenes Management betreut wird. Zu tieferen Recherchen bin ich leider noch nicht gekommen.


    Sicherlich ist mein Beitrag keine richtige Hilfe. Daher kann mein Kommentar allerhöchstens als ein kleiner Wegweiser betrachtet werden. Ich wünsche dir viel Erfolg!


  • Sicherlich ist mein Beitrag keine richtige Hilfe. Daher kann mein Kommentar allerhöchstens als ein kleiner Wegweiser betrachtet werden. Ich wünsche dir viel Erfolg!


    Spiele einmal deine Antwort nicht so runter. Ich empfinde dein Kommentar als mehr als nur einen Wegweiser. Schließlich wurde ich ganz ähnlich auf andere Kapitalanlagen aufmerksam gemacht. In den meisten Fällen sind es solche Impulse wie deine, die zum Nachdenken und Umdenken anregen.


    Durch solche Impulse fand ich schließlich zu Fonds, die zum Teil sehr gute Ertragschancen bieten.


    Fonds sind eine gute Alternative zum langfristigen Sparen. Doch auch in diese sollte nicht blind investiert werden. Auch hier ist auf die Vermittler oder auf die Anbieter der Depots zu achten. Mit meinem Depot bei der "Fondsdepot Bank" bin ich sehr zufrieden, das ich durch das Konditionsmodell von PROfinance damk eines günstigen Fondsvermittlers zu wesentlich günstigeren Gebühren führen kann.


    Für meinen Teil bin ich mit den Tagesgeldkonten durch. Ich frage mich immer wieder, wieso Banken die Tagesgeldkonten weiterhin wie ein ultimativer Heilsbringer bewerben. Leider bringen diese Konten so gut wie gar nichts mehr. Es ist also verschwendete Energie, Mühe und Kraft, sich mit diesen Anlageformen noch weiter auseinander zu setzen. Zumindest sehr ich das so.


  • Lohnt es sich dann für mich eins mit hohen Zinssatz zu holen oder lieber eins von der Hausbank mit z.b. nur 0,01% wo ich dann mir keine Gedanke mit der Freigrenze machen muss?

    Hallo Lucas. Ich weiß nicht genau, aber momentan gibt es keine Tagesgeldkonten mit hohem Zinssatz. Ich habe mein Tagesgeldkonto bei der Hausbank. Funktioniert sehr schnell und zuverlässig.

  • Also ich habe mein Tagesgeldkonto über eine Zinsplattform bei einem schwedischen Anbieter. Es sind zwar nur 0,3%.
    Das sind die aktuell besten Zinsen, die du bekommen kannst (Tagesgeld ,bis 0,35%), im Verhältnis zur Bonität des Landes.
    Ich persönlich nehme nur Tagesgeldkonten, die ein AAA Rating haben.


    Gestern hat eine niederländische Bank ihre Tagesgeldzinsen auf 0,45% erhöht. Es sind zwar keine hohen Beträge, aber je nach Anlagesumme kommt doch noch was zusammen.


    Der Vorteil, den noch einige Tagesgeldkonten bieten, ist eine quartalsmäßige oder sogar monatliche Zinsausschüttung, sodass man gleichzeitig noch etwas vom Zinseszins profitieren kann.

  • Tagesgeld ist kein Investment, was selbst Rendite bringen soll.
    Es soll die Dispo-Zinsen (von 6 % - 15 %) verhindern.


    Also sollte man immer eine gewisse Reserve vorhalten und auch etwas für größere Anschaffungen (wie z.B. Auto, was auch nicht ewig hält; also Reparatur bzw. Neuanschaffung) beiseite legen.


    Dafür ist denn auch die Rendite +/- 0,1 % bei den Tagesgeldkonten kein Kriterium. Sondern wie sicher die Bank bzw. das Land dahinter ist.