Geld anlegen, ausgeben, bunkern mit 70 Lebensjahren?

  • Hallo zusammen!
    Was meint Ihr? Ich bin 70 Jahre alt, habe eine ausreichende Pension und ca. 50.000€.
    Was mache ich damit? Bisher liegt alles auf dem Tagesgeldkonto mit 0,05 %.
    Für ETF sollte man 10 Jahre Zeit haben...Habe ich die noch?
    Das Geld könnte ich vielleicht brauchen, wenn ich pflegebedürftig werde...
    Also: Matratze, Gold, Safe oder was? ?(
    Gruß
    wosch

  • Hallo @wosch


    Willkommen in der Community.


    Du teilst sehr wenig zu deiner Situation mit. Keine Angst, du bist hier völlig anonym. Wenn wir dir helfen sollen, müssten wir etwasmehr wissen.


    Wieviel Rente auf 100 Euro genau.
    Wieviel Fixkosten.
    Wieviel variable Kosten.
    D.h wieviel sparst du im Monat.
    Wohnst du zur Miete oder im Eigenheim.
    Wieviel Geld hast du für Pflege/Altersheim (zb wegen Versicherung)
    Hast du andere Vermögenswerte als die 50.000
    Bist du verheiratet oder verwitwet, d.h. ist jemand von dir finanziell abhängig.
    Willst du Erbmasse hinterlassen


    Das dürfte uns schon mal weiterbringen.

  • Hallo.


    Für miich stellt sich gerade die Frage: "Muss etwas geändert werden bzw. soll etwas geändert werden?"


    Wenn das laufende Einkommen ausreicht, dann ist doch schon viel erreicht und die Rendite des Kapitalpuffers ist nicht mehr ganz so entscheidend.


    Ich habe an anderer Stelle berichtet, dass ein Bekannter von mir in vergleichbarer Lage einen vielleicht nicht ganz so hohen Betrag permanent auf dem Girokonto liegen hat. Er will das so. Selbst Tagesgeld als gleichermaßen verfügbare Alternative erweckt nicht sein Interesse.


    Ggf. wenn kein wirklicher Leidensdruck vorhanden ist, kann auch Tagesgeld mit Schwundzinsen in Ordnung sein.


    Ansonsten wäre unter Umständen @Saidis Video mit der Festgeldtreppe eine Inspiration.


  • Im Grundsatz kann man auch über Einzelaktien ein diversifiziertes Portfolio erreichen. An anderer Stelle hatte ich schon mal ausgeführt, dass eine reine Streuung über große Zahl nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis führt. Allerdings würde ich im Gegensatz zum Blogbeitrag hier eher eine Zahl von 15-20 Aktien sehen.

  • @Referat Janders hat es schon angesprochen: Woher kommt der Leidensdruck?
    Aber die Schlussfolgerung daraus ist für mich eine andere:
    - Wieviel wird wirklich im Fall des Falles für Pflege benötigt?
    - Will ich jemandem (meinen Kindern?) etwas hinterlassen?


    Pflege:
    Die Kosten abzuschätzen ist schwer. Für den bad case würde ich 1500-2000€ annehmen. Da reden wir aber von stationärer Pflege. Deckt das die Pension nicht ggf. eh schon großenteils ab? Und wichtig: Miete fiele dann relativ zeitnah weg, und das eigene Heim kann man ggf. vermieten oder sogar verkaufen?!


    Erbe:
    Wenn ich eine gute Geldanlage will, um auch was zu hinterlassen, dann geht es schon darum, weiterhin eine vernünftige Rendite zu erzielen. Denn wenn ich das Geld in 10-20 Jahren vererbe, dann kommt es schon auf die Rendite in diesen 10-20 Jahren an.


    Pragmatische Vorschlag nach Finanztip-Methode: aufteilen auf Tagesgeld (0,3% sind drin!), Festgeld und ETFs. Tagesgeld-Anteil so hoch halten, dass ich 1-2 Jahre Pflege überbrücken kann (20.000€?). ETF Anteil begrenzen (20-40%).
    Und dann die psychologische Herausforderung: Gesamtrendite über alle 3 Töpfe sehen, nicht die Töpfe getrennt.

  • Ich meine irgendwann einmal gehört zu haben, dass (zumindest bei den Bundesbeamten) die Beihilfe im Zweifel die gesamten Pflegekosten übernimmt.


    Kann nicht beurteilen, wie stichhaltig das jetzt ist bzw. jemals war. ?(


    Ein Blick in die entsprechende Beihilferegelungen sollte Klarheit bringen.