150T€ anlegen und neu verteilen

  • Hallo liebe Community,


    vorweg erst einmal zu unserer aktuellen Situation:
    Wir, das sind meine Frau (26) und ich (27), seit kurzem verheiratet, noch keine Kinder und die nächsten 2-3 Jahre auch noch keine geplant.
    Im Juni 2020 kommt die große Hochzeitsfeier auf uns zu, hier rechnen wir mit einer Summe von bis zu 5.000€, die wir selbst investieren müssen; evtl. auch weniger.
    Weiter planen wir zu Ende September 2020 unsere Wohnung und Jobs zu kündigen und für etwa ein Jahr auf Weltreise zu gehen. Hierfür wollen wir pro Person etwa 10.000€ ansparen.
    Bei Rückkehr nach der Weltreise sollen weitere 10.000€ pro Person liquide sein, um eine neue Wohnung einrichten zu können, ggf. etwas Zeit bis man neue Jobs gefunden hat zu überbrücken usw.
    Ein Immobilien-Kaufwunsch oder -vorhaben ist derzeit nicht abzusehen, was sich aber natürlich in einigen Jahren auch wieder ändern könnte. Ein Auto haben wir derzeit nicht, wird aber möglicherweise nach der Weltreise relevant.


    So viel zu uns persönlich. Jetzt also zu unserer finanziellen Situation:


    Istzustand meiner Frau:

    • monatliches Nettoeinkommen etwa 2.500€
    • Lebenshaltungskosten (fix + variabel) etwa 1.000 - 1.200€ im Monat
    • ca. 68.000€ auf einem Parkdepot mit aktuell 0,1% verzinst, Fälligkeit 31.12.2019
    • ca. 22.000€ Festgeld mit 0,3% verzinst, Fälligkeit 14.12.2020
    • ca. 14.500€ in einem Deka-Fond (EuroStocks CF ISIN: LU0097655574)
    • ca. 10.000€ im ETF-Depot (MSCI World 80% und MSCI World EM 20%)
    • ca. 11.000€ in zwei Bausparern wobei einer keine guten Konditionen hat und zu Ende Mai 2020 gekündigt ist
    • ca. 22.000€ liquide


    Runden wir also auf etwa 150T€ auf.


    Nun zu meinem Istzustand:

    • monatliches Nettoeinkommen etwa 2.700€
    • Lebenshaltungskosten ebenfalls etwa 1.000 - 1.200€
    • ca. 3.000€ im ETF-Depot (MSCI World 80% und MSCI World EM 20%)
    • ca. 13.000€ liquide
    • ein Bafög Darlehen (zinsfrei!) bei dem ich allerdings frühstens in zwei Jahren mit der Tilgung beginnen kann.


    Monatlich bespare ich das ETF-Depot mit 400€, der Rest geht alles auf das Konto für Hochzeit und Weltreise.
    Damit sind wir mit meiner Situation erst einmal zufrieden. Schwieriger wird es bei der Situation meiner Frau.


    Folgenden Sollzustand haben wir uns für meine Frau überlegt:

    • das ETF-Depot mit größeren Zahlungen auf ca. 50.000€ aufstocken, danach mit einer kleineren Rate (wie viel steht noch nicht fest) weiter besparen
    • eine Festgeldtreppe zu je 10.000€ über 3, 4 und 5 Jahre (ab Januar)
    • weiteres Festgeld für nach der Weltreise (und ggf. als Sicherheit während der Reise) mit je 5.000€ über 1 und 2 Jahre
    • Tagesgeld 15.000€
    • den besseren der Bausparer (aktuell ca. 9.000€) bis zur Zuteilungsreife besparen und dann voraussichtlich halten bis er gekündigt wird
    • ca. 5.000€ in eine risikoreichere Anlageform mit Aussicht auf größere Renditen stecken (Mintos und/oder Bondora)


    Der aufmerksame Leser wird jetzt auf eine Summe von 119.000€ kommen.
    Den Rest wollen wir erst einmal "frei" lassen um damit die Hochzeit vorzustrecken, eventuelle Anschaffungen für die Weltreise und was wir sonst noch so nicht auf dem Radar haben zu finanzieren.
    Wenn dann die Hochzeit abgerechnet ist und die Weltreise soweit durchgeplant ist, kann man die verschiedenen Positionen ja noch nachjustieren.


    So viel zur Situation und unseren Überlegungen. Und an dieser Stelle auch schon mal ein dickes Dankeschön fürs durchlesen und sorry für den langen Text! Für uns sind diese Summen etwas schwer zu greifen und da wollen wir nicht unüberlegt handeln und möglichst alles richtig machen.
    Ja schon klar, es gibt kein richtig oder falsch, wir wollen die für uns optimale und passende Lösung, so richtig es eben geht ;)


    Jetzt zur eigentlichen Frage:
    Machen unsere Überlegungen in euren Augen Sinn? Gibt es Verbesserungsvorschläge bzw. wie würdet ihr das Geld verteilen?


    Sind wir hier zu risikofreudig oder zu konservativ unterwegs? Sollten wir aufgrund unseres jungen Alters lieber mehr in ETFs gehen und etwas weniger in Fest- und Tagesgeld? Prozentual gesehen haben wir ja nur etwa ein drittel des Vermögens in ETFs vorgesehen. Aber die absolute Summe ist für uns dann doch nur schwer zu fassen.


    Wie steht ihr zu dem Deka-Fond, besser halten oder besser abstoßen und durch ETFs ersetzen?


    Auch zum riskanteren Teil würde uns eure Meinung interessieren, habt ihr Erfahrungen, was würdet ihr uns raten, gibt es noch andere empfehlenswerte Alternativen zu Mintos und Bondora? - Ja uns ist bewusst, dass es bei einer riskanteren Anlage mit Aussicht auf höhere Rendite auch die Möglichkeit eines Totalausfalls gibt. Dieses Risiko sind wir aber bereit einzugehen, um eben die Chance auf die höhere Rendite mitzunehmen.


    Für Ideen, Vorschläge und Anregungen jeglicher Art sind wir offen und freuen uns über jeden Kommentar!


    Vielen Dank für eure Gedanken!
    Muesli

  • Ich würde es nicht zu kompliziert machen. Eine risikoreiche Beimischung gleichzeitig mit einem hohen risikoarmen Festgeldanteil finde ich unnötig. Dann lieber den ETF-Anteil erhöhen. Der Dekafonds mit seinen lfd. Kosten von 1,53% wäre mir zu teuer, v.a. wenn Du eh mehr auf ETF setzt.