Buy & Hold im Vergleich zu Nettopolice

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    • Buy & Hold im Vergleich zu Nettopolice

      Hallo liebe Community,

      ich habe mich in den vergangen Tagen intensiv mit der Altersvorsorge beschäftigt und habe mich auf einen ETF Ansatz festgelegt. Dennoch habe ich eine generelle Frage zu dem strategischen Vorgehen bei buy&hold.

      Nehmen wir an ich entscheide mich für einen von Finanztip empfohlen ETF Fonds, welcher bei meinem Broker (DKB) kostenlos (vergünstigt) bespart werden kann. Diese Aktionen laufen typw. für ein Jahr und im Anschluss fallen Gebühren von 1,5€ pro Auftrag an. Wende ich nun buy&hold an, werde ich im folgenden Jahr diesen Fonds weiterbesparen und die Kosten in Kauf nehmen. Bei 200€ pro Monat und monatlicher Einzahlung macht es dann schon (1,5€*12)/(200€*12)=0,75% aus...

      Was ist denn nun das cleverste?
      A) Statt monatlich nur noch z.b. quartalsweise einen höheren Betrag einzahlen und die Kosten dann auf (1,5€*4)/(800€*4)=0,25% reduzieren?
      B) In den ersten Fonds nicht mehr einzahlen und einen neuen ETF Fonds besparen der dann kostenlos (vergünstigt) besparbar ist? --> dann verliert man natürlich auch den ZinsesZinseffekt oder?
      C) Statt ETF Sparplan doch eine Nettopolice abschließen. Dort sind die Effektivkosten wohl in bestimmen Konstellation auch nur bei (0,48%)...auf die komme ich ja locker auch wenn ich Buy & Hold mache? (siehe MyLife rürup-renten-vergleich.de/verg…rivate-rentenversicherung)

      Habe ich doch einen Denkfehler? Was würdet ihr empfehlen - gibt es vllt noch D? ;)

      Dank und Gruß
      Nikolas
    • Hallo @nikolasph, willkommen in der Community.

      Zu den Fragen
      A) kann man machen, man nimmt dann je nachdem früher oder später am Wertzuwachs teil. Wenn man die durchschnittlichen 7% p.a. nimmt bringt ein Monat > 0,5%.
      B) Wäre meine Wahl, wird aber von der Wissenschaft anders gesehen. Der große Hebel ist nicht der Kostenvorteil beim Kauf sondern die langfristige Rendite.
      Der Zinsesszinseffekt bleibt erhalten so man den ersten ETF nicht verkauft.
      C) Das sehe ich nicht so. Wenn die Kosten die Verwaltungskosten zusätzlich zu den ETF-Kosten sind ist Buy&Hold günstiger mit ETF günstiger, da die laufenden Kosten auf Anlegerseite bei entsprechender Depotwahl 0 sind.
      Ich hatte dazu länglich schon Beiträge geschrieben ETF-Depot oder ETF-Nettopolice? - Altersvorsorge - Finanztip Community

      Bei weiteren Fragen gerne fragen.
    • Vielen Dank für eure Antworten !

      @Kater.Ka
      zu A) ok das habe ich verstanden ! Danke

      zu B) ist für mich vermutlich irrelevant, weil ich nicht jährlich aktiv eingreifen will und mich mit dem Thema beschäftigen. Möchte das lieber im Hintergrund laufen lassen. Daher würde ich vermutlich weiter den ersten Fonds besparen.

      zu C) laut der verlinkten Seite sind die gesamten Effektivkosten 0,48% und beinhalten Fondskosten (0,18%), Versicherungskosten (0,20%) und jährliche Fixkosten von 36€. Hier wurde ein Szenario angenommen wie von mir beschrieben mit einer monatlichen Einzahlung von 200€ und 30 Jahren Laufzeit.

      Tatsächlich kann ich die Effektivkostenquote nicht nachvollziehen..
      Effektivkostenquote_Police= (12*200€*(0,0018+0,002)+36€)/(12*200) = 1,88% >>> 0,48% die angegeben sind..

      ETF Sparplan, monatliche Einzahlung mit 1,5€ Gebühren, keine Depotkosten und nehmen wir Fondskosten von ebenfalls 0,18% an:
      Effektivkostenquote_ETFSparplan = (12*1,5€+12*200*0,0018)/(12*200€) = 0,93%

      Nach der Rechnung wäre die Police doppelt so teuer: 1,88% zu 0,93%...in der genannten Rechnung wird aber 0,48% genannt...wo ist der Rechenfehler..?

      @chris2702
      Habe den Artikel gelesen, Danke ! Noch ist mir nicht klar, was du meinst..also ich habe meinen Denkfehler noch nicht verstanden. ;)
      Bei einem Sparplan habe ich noch auch monatliche Kaufkosten - nämlich die angenommenen 1,5€ bei der DKB.

      Danke und Gruß
      Nikolas
    • Der Denkfehler ist wie von @chris2702 schon dargestellt, dass die Kaufkosten einmalig anfallen, d.h. mit steigendem Vermögen sinkt deren Einfluss.

      Wenn man die mal kurz vernachlässigt i.S: des langfristigen Ablaufs ist der Unterschied die 0,2% p.a. für den Versicherungsmantel.

      Sofern Du nicht auf 100% Aktien gehst gibt es noch einen Kostenvorteil beim Festgeld vs. Anleihen-ETF.

      Noch was anderes: die Kosten kann ich aus dem Basisinformationsblatt nicht nachvollziehen, ich lese das so, dass sie höher sind mylife-leben.de/download/laufzeit-30-jahre-11/
    • Rechenbeispiel

      ETF für 200 kaufen
      Kauf 1,50 euro Kosten, 198,5 euro in etf
      Nach 1 Jahr: 198,5 *1,0x Rendite
      Nach 2 Jahren: 198,5*1.0x*1.0x Rendite
      Usw

      Nettopolice für 200 kaufen
      Nach 1 Jahr: 200*1,0x*0,9952 Rendite
      Nach 2Jahren: Summe jahr1*Rendite Jahr 2 * Kosten Jahr2
      Nach 3 Jahren: Summe Jahr2 * Rendite Jahr 3* Kosten jahr 3

      Beim ETF hast du niedrigere laufende Kosten, ca. 0,2%. Bei der Police hast du 0,48% laufende Kosten. Das merkt man über Jahrzehnte.

      Oben schienst du die Kaufkosten des ETF mit den laufenden Kosten der Nettopolice gleichzusetzen . Wenn dem so war, wäre das ein Denkfehler
    • Jenseits des Versicherungsangebots hab ich mir mal erlaubt EXCEL zu bemühen um die Differenz der Sparplankosten auszudrücken.

      Angenommen seien 200 per Monat über 20 Jahre und einer Verzinsung von 5%/12 pro Monat.:


      der kostenfreie Sparplan bringt dann nach 20 Jahren: EUR 62515 (davon Einzahlung 48000)

      der mit EUR 1,50 pro Monat kostende erbringt: EUR 61363 (davon effekt. Einzahlung 47640)

      Die Differenz erscheint nennenswert, zu bedenken ist aber, auch die Umschichterei ist ein Aufwand, ebenso verringern die dadurch anfallenden Steuern den Zinseszinseffekt.

      Wie schon oben erwähnt, ist in Wirklichkeit die Differenz vermutlich sehr geringl.
    • limuc schrieb:

      der kostenfreie Sparplan bringt dann nach 20 Jahren: EUR 62515 (davon Einzahlung 48000)

      der mit EUR 1,50 pro Monat kostende erbringt: EUR 61363 (davon effekt. Einzahlung 47640)
      SORRY, dicker Fehler meinerseits. Die richtigen Beträge lauten:

      Kostenfrei: 82549,-
      mit 1,50 Kosten per Monat: 81930,-

      Der Rest der Aussagen sollte stimmen.

      Nochmals SORRY