2 oder 3 Robo Advisor gleichzeitig nutzen? Gute Idee?

  • Hallo!


    Ich habe hier sehr viel Gutes über diese Robo-Advisor gelesen und möchte daher mein Geld in diese investieren. Jedoch bin ich unschlüssig in welchen ich genau investieren soll. Da man auch sonst sein Geld breit gestreut anlegen soll, ist mir der Gedanke gekommen in 2 oder 3 Robo Advisor jeweils einen Teil meines Geldes zu investieren. Ich hätte da mal an Growney, Scalable Capital und Quirion gedacht? Ist das eine gute Idee oder ist es besser sich einen Robo Advisor auszusuchen und dann die ganze Summe in diesen zu stecken? Oder nutzen die meisten Robo-Advisor die gleichen ETFs und es kommt zu Überschneidungen?


    Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.


    Vielen Dank,


    Tobias

  • Hallo @Tobias1712, willkommen in der Community.


    Zu Robos siehe hier https://www.finanztip.de/robo-advisor/


    Wie Du siehst steht Finanztip dem Thema eher kritisch gegenüber. Zwei der drei von Dir genannten sind im Artikel behandelt. Zu Scalable hatte ich hier was zugegeben pointiert kritisches geschrieben 15 Jahre Geldanlage - MSCI World oder RoboAdvisor für hohe Rendite? - Konto & Anlegen - Finanztip Community



    Insofern kann ich nicht ganz nachvollziehen wo viel Gutes geschrieben worden ist. Wenn Du das ein wenig erläuterst würde ich es mir ansehen. Richtig ist natürlich, dass die Robos die Hemmschwelle für Anleger abbauen, was schon mal gut ist.

  • Hallo Kater.Ka.


    Danke für deine Antwort. Ich meinte eigentlich, dass die Robo-Advisor gegenüber aktiv gemanagten Fonds bei Banken viele Vorteile wie weniger Gebühren.. bringen und dies auch im Forum hier schon öfters erwähnt wurde. Natürlich ist eine selbst erstellte Geldanlage den Robo Advisoren nochmals in Kostenfragen überlegen. Aber wie auch im Artikel über Robo-Advisor steht "Wer aber die Verantwortung für die Geldanlage nicht selbst tragen kann oder will, sollte sich den Service eines guten Robo-Advisors genauer anschauen." Und das trifft auf mich zu, da ich noch relativ wenig bis gar keine Erfahrung habe und für den Anfang lieber den Robo-Advisoren vertrauen würde. Daher auch meine Frage. Denn bis jetzt kann ich mich nicht entscheiden, ob ich nur einen Robo-Advisor mit mehr Geld oder mehreren mit weniger Geld vertrauen soll. Denn es gibt ja auch aktive und passive Robo-Advisor, wie im Artikel steht und mein Gedanke wäre jetzt sowohl in einen aktiven als auch einen passiven Robo-Advisor zu investieren. Oder ist das keine gute Idee?


    Ich hoffe, man versteht mein Anliegen und kann mir einen Ratschlag geben.


    Lieben Dank

  • Ich hoffe, man versteht mein Anliegen und kann mir einen Ratschlag geben.

    Das Anliegen ist schon gut verstanden. Der Ratschlag ist von Finanztip ja schon gegeben. Persönlich finde ich das Angebot von weltinvest nicht schlecht speziell auch wegen der geringsten Kosten im Vergleich. Wenn Du Dich hinsichtlich des Aktienanteils unsicher bist kannst Du bei einigen anderen Anbietern die Selbsteinstufung durchführen vor der Preisgabe persönlicher Daten.


    Hinsichtlich aktivem Robo ist Finanztip skeptisch. In gleiche Richtung geht ja mein Post oben.

  • Oder nutzen die meisten Robo-Advisor die gleichen ETFs

    Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, daß die ETFs vor der Anlage nicht genannt werden oder habt Ihr andere Erfahrungen?

    Wer aber die Verantwortung für die Geldanlage nicht selbst tragen kann oder will, sollte sich den Service eines guten Robo-Advisors genauer anschauen

    Diesen Satz halte ich für gefährlich. Jeder ist für seine Anlage selbst verantwortlich und dieses kann kein Robo-Advisors abnehmen.

  • Diesen Satz halte ich für gefährlich. Jeder ist für seine Anlage selbst verantwortlich und dieses kann kein Robo-Advisors abnehmen.

    Der Satz steht zwar so im Artikel, gemeint ist aber im Kontext Robos dass die Risikoneigung abgefragt wird und damit die Portfoliozusammensetzung festgelegt wird und die Umsetzung dann automatisiert erfolgt. Es wird dann im weiteren auch nur von einer Teilabgabe gesprochen.


    Ansonsten ist Deine Aussage selbstverständich richtig und das ist auch bei Robos so.


    @Anika S. Der Satz steht unmittelbar hinter dieser Marke und sollte entschärft werden. https://www.finanztip.de/robo-advisor/#c48061

  • Also ich würde mir grundsätzlich mal Gedanken darüber machen, ob ich mal die Mindesteinlagen, welche recht unterschiedlich ausfallen können (500 € bis hin zu 100.000 €!) erbringen kann und will. Wenn ich mir darüber im Klaren bin, schaue ich mir die Performancewerte der Anbieter über einen Zeitraum von mindestens 24 Monaten unter den Aspekten "konservativ, neutral und risikobewusst" an.


    Gegebenenfalls dann noch, ob Auszahlpläne etc. angeboten werden und ob es Anbieter gibt, die dem Anleger eine teilweise Mitgestaltung des Portfolios (Themen-Investments etc.) anbieten.


    Somit: Nicht auf mehrere Anbieter streuen, sondern Zeit in den Vergleich der Anbieter investieren und sich dabei auch auf die eigene Risikobereitschaft, geplanter Anlagehorizont und Rendite-Erwartungen konzentrieren.

  • Hallo @Pausbacke, willkommen in der Community.


    Soweit ich es verstehe ist der gezeigte Wert ein Monatswert, der so gut wie nichts aussagt. Auf der Seite des Anbieters selbst sind Performance-Werte ohne Datenpreisgabe nur bedingt erhältlich. Es ist für mich nicht erkennbar in wie weit Kosten eingeflossen sind (das wäre wichtig da es eine Performance Fee gibt) und wo es reale Ergebnisse und wo es Rückrechnungen sind. Die Prozentsätze der Komponenten des Benchmarks und der Anlagestrategie sind unterschiedlich. Zumindest im laufenden Jahr gibt es kaum einen Unterschied (-3,84 zu - 3,99%).


    Bitte recherchiere doch selbst weiter und stelle Deine Ergebnisse hier zur Verfügung.

  • Hallo zusammen,


    wollte nur kurz Bescheid sagen - ich hab deinen Tipp befolgt und mich schlau gemacht. Hab mich im August dann bei Estably registriert und bin bisher sehr zufrieden! Die Kosten sind etwas höher aber renditemäßig kann zumindest bisher niemand mithalten.


    Danke Kater.Ka für deinen Input!


    Liebe Grüße,


    Pausbacke

  • Hallo,


    ich persönlich bin auch kein riesiger Fan von Robo-Advisoren. Es soll hier dem Kunden nur vorgegaukelt werden, dass die automatisierten Verfahren super sind.

    Tatsächlich sind viele automatisierten Verfahren keine Raktenwissenschaft, sondern eher banal. Umschichtung bei bestimmten Anteilen usw. bekommt man privat auch mit einem Taschenrechner hin.


    Aber:

    1. Ich finde es besser als gar nicht in Aktien zu investieren. Wenn du dich besser damit fühlst, dann mache es.

    2. Mehrere Anbieter? Da spricht eventuell die Angst etwas zu verpassen. Ich würde es lieber nur mit einem versuchen. Scalable wäre bislang mein Favorit, hatte aktuell aber einen Daten-Skandal.

  • Kann mir jemand mal bitte sagen warum Scalable so beliebt ist? Also ich meine zumindest bis vor dem Daten-Skandal... Die kriegen doch renditetechnisch gar nichts auf die Reihe?


    Und bei den "automatisierten Verfahren" und Algorithmen stimme ich dir voll zu. Ich glaub, dass das eher "cool" und technisch anspruchsvoll klingen soll, und so beeindrucken will.

  • Kann mir jemand mal bitte sagen warum Scalable so beliebt ist?

    Ich würde mal sagen wegen Werbung. Das Konzept mir VaR klingt ja im ersten Schritt gut. Ich hatte hier immer wieder mal die realen Ergebnisse kommentiert, die waren letztes Jahr schon sagen wir mal schwierig, Die aktuellen Ergebnisse bis September 20 sind erschütternd, speziell dass der Durchschnitt der verpönten Mischfonds locker den Robo geschlagen hat. https://de.scalable.capital/erzielte-rendite Laut diese Aufstellung hatten wir das schon mal wenn auch nicht so ausgeprägt in 2017/18, da war es im Frühjahr 2019 schon mal ruckelig. Anscheinend kommt der Algorithmus damit nicht so gut zurecht und bleibt zulange draußen.

  • Ich würde mal sagen wegen Werbung. Das Konzept mir VaR klingt ja im ersten Schritt gut. Ich hatte hier immer wieder mal die realen Ergebnisse kommentiert, die waren letztes Jahr schon sagen wir mal schwierig, Die aktuellen Ergebnisse bis September 20 sind erschütternd, speziell dass der Durchschnitt der verpönten Mischfonds locker den Robo geschlagen hat. https://de.scalable.capital/erzielte-rendite Laut diese Aufstellung hatten wir das schon mal wenn auch nicht so ausgeprägt in 2017/18, da war es im Frühjahr 2019 schon mal ruckelig. Anscheinend kommt der Algorithmus damit nicht so gut zurecht und bleibt zulange draußen.

    Ist es nicht so, daß fast alle Angebote, die mehr Sicherheit versprechen, in der Praxis versagen?


    Ich lege nur in Einzelaktien und / oder ETFs auf einfache Indizes an.


    Mischfonds, Robos, Absicherung durch Put-OS usw. versagen langfristig fast immer.



    Aber so Zeiten wie gerade jetzt (Dax -10 % in 2 Wochen) muss man dann ertragen können.



    Und man sollte, wenn irgendwann wieder jeder von Aktien spricht, den Ausstieg nicht verpassen.

  • Knapp 5% seit ich dabei bin (August), ist natürlich noch viel zu kurz um Bilanz zu ziehen aber ich habe das Gefühl die machen die Sache echt gut.

    ... knapp 5% seit August? Das hätte selbst Oma Meier mit Butterbrotpapier und Bleistift hinbekommen 😏

    Dazu braucht man keinen Robo.

    Robos kann man einsetzen, wenn daytrading betrieben werden soll, weil dann von Menschen erstellte Algos völlig ohne Emotion umgesetzt werden. Da steckt allerdings eine ganz andere Philosophie dahinter, als bei Fonds.


    Für Otto-Normalo ist der Robo erst mal abenteuerlich-geil... letztlich aber - nicht zuletzt wegen der selbst bewerteten Risikobereitschaft - wenig wirksam; das zeigen Vergleiche mit gemanagten Fonds und ETF.

    Daher... einfach mal Vergleiche anstellen, wie mehrfach empfohlen wurde. Dabei haben wir es sebstverfreilich mit Vergangenheitswerten am Hut...