Geldanlage für Kinder

  • Hallo in die Runde,
    Wir haben als Familie überlegt, monatliche für die Kinder 10€ aufs Konto einzuzahlen, welches sie dann mit 20/25 Jahren ausgezahlt bekommen sollen. Meine Überlegung ist nun, lege ich das Geld in Form eines Sparplans ETF (alle 1/4 bis 1/2 Jahre kaufen) an oder lege ich einmalig z.B 2400€ (Betrag nach 20 Jahren) in einen ETF an. Oder habt ihr noch andere spannende Ideen?

  • Hallo @Robse2010, willkommen in der Community.


    Geht beides. Überlegen ob das Geld auf den Namen der Eltern läuft (ggf. steuerpflichtig, aber in Kontrolle der Eltern) oder auf die Kinder (steuerfrei über NV-Bescheinigung aber Eigentum der Kinder und ab 18 außer Kontrolle der Eltern).


    Die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen. 2.400 sind nach 20 Jahren bei 7% rund 9.200 €, eine monatliche Rate von 10€ nur rund 5.100 €.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Die 2400€ waren nur 10€*12Monate*20Jahre. Keine Zinsen/Rendite oder sonst irgendwas.


    Es macht natürlich einen fast doppelten Unterschied bei gleicher Rendite, ob ich einen festen Betrag nehme oder mit einem Sparplan arbeite.


    Aktuell hindert mich vor allem das „hoch“ bei den ETF‘s zu investieren. Über ein paar Gedanken dazu wäre ich dankbar.
    Meine Gedanken tendieren dazu, in den Amundi ETF S&P 500 UCITS ETF EUR anzulegen. Vielleicht gibt es hierzu Gedanken seitens der Community?


    Dankeschön und Grüße aus Potsdam

  • Die Empfehlung seitens Finanztip ist eine breite Streuung,was der genannte nicht darstellt. Finanztip-Empfehlung s.https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/


    Das mit dem Hoch kann ich verstehen. Wenn es Dir damit besser geht, z.B. in vier Teilen über ein Jahr investieren. Kann aber auch verkehrt sein, wenn die Börsen weiter steigen.

  • Ich hänge mich einfach mal hier ran falls das für "Robse2010" okay ist.


    Bin auch gerade dabei mich für solch ein Depot für meine zwei Jungs zu erkundigen.
    Bin bei der Comdirect Junior Depot gelandet. Oder gibt es mittlerweile andere/bessere Alternativen für die Jungs?
    Hatte vor mit einem Sparplan anzufangen. Aber die Überlegung und auch die Ausführung von Kater.Ka sind ja plausibel das man mit einer Einmalanlage "mehr" erreicht. und den Sparplan kann man ja zusätzlich machen.

  • Das Comdirect Junior Depot bietet kostenlose Depotführung an (Bedingungen beachten, sind ok) und hat derzeit 135 kostenlose ETF-Sparpläne. Dabei aufpassen, die kostenlosen sind oft nicht die günstigsten im Unterhalt. ETF-Sparpläne, die nicht kostenlos sind, kosten 1,5% des Ordervolumens, was bis zu Sparraten von ca. 100 € günstig ist.


    Wenn Ihr also die passenden ETF dort findet, spricht nichts dagegen.

  • Oboje

    Als was seht ihr das Kindergeld?

    • Geld der Kinder
    • Geld der Eltern
    • Staat will Kinderaufzucht fördern
    • Kinder kriegen das Geld angespart und mit 18j ausgezahlt

    Ich kenne verschiedene Varianten und jede hat meist ihre Berechtigung. Unsere sind 5j und 2j, das Kindergeld geht in den Alltag ein, dafür zahlen wir alles und wollen sie bis zum Ende von Ausbildung/Studium unseren Möglichkeiten entsprechend unterstützen. Bei uns sparen Oma und Opa monatlich in ETF.

  • Macht es da Sinn das Kindergeld in ETFs anzulegen, oder sollte man das erstmal für den Aufbau von Eigenkapital nutzen?

    Nachdem das Kindergeld angelegt werden soll sehe ich keinen Widerspruch zwischen beiden Varianten, sofern der Zeitpunkt des Immobilienkaufs genügend weit in der Zukunft liegt.. Es wäre hier dann sauberer auf Namen der Eltern anzulegen-

  • Vielleicht kann ich mich mit einem Spezialaspekt auch noch hier anhängen.


    Für meine beiden Enkel habe ich seit deren Geburt einen Sparplan eingerichtet, mit den hier üblichen ETFs (ausschüttend). Ich rolliere auch gelegentlich, um den jeweiligen Sparerfreibetrag auszunutzen.


    Beim älteren Enkel (6 J.) liegt der Marktwert der Anlage z.Zt. bei 6500, ich habe ausgerechnet, dass der junge Mann zu seinem 16. Geburtstag ca. 17000 EUR zur Verfügung haben sollte (bei 5% Rendite).


    Jetzt zu meiner Frage: Welche Tücken bzw. Hürden sollte ich beachten um dem jungen Mann (bzw. seinen Eltern) kein Bein zu stellen, meine Stichworte: Bafög, Sozialabgaben, Steuern (möglicherweise gibt’s ja noch mehr).


    Danke für jeden konstruktiven Beitrag!

  • Es gibt bei der Mitversicherung in der GKV eine Grenze https://www.finanztip.de/gkv/familienversicherung/ die niedriger ist als der Grundfreibetrag.


    Rollen kann bis zu dieser Grenze optimiert werden über eine NV-Bescheinigung, das mache ich bei meinen Kindern so.
    Bei PKV individuell nachfragen, wenn dort keine Beschränkung geht die NV bis 9.408€


    Bafög ist insofern kritisch, da zunächst eigenes Vermögen verwendet werden muss. https://www.finanztip.de/bafoeg/


    Das würde mich aber nicht abhalten,
    .

  • Danke, die NV ist mir noch nicht ganz klar: Angenommen, ich schenke dem Enkel (6J.) Wertpapiere im Umfang von 100 K. Diese sollen 2%, d.h. jährlich 2000 EUR, ausschütten.
    Reicht hier nun die NV aus oder muss der Enkel eine EKST-Erklärung abgeben.