ETF Fonds wechseln und Steuern beim ETF Verkauf

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    • ETF Fonds wechseln und Steuern beim ETF Verkauf

      Ich spare für mein Alter mittels ETF Sparplan an.Nun habe ich bemerkt, dass ich 3 ausschüttende ETF Sparpläne bediene.
      Für den Zinszins-Effekt würde ich die ETFs gegen thesaurierende ETFs austauschen wollen.
      Lege ich die Ausschüttungsbeträge selbst an, fallen ja Kosten beim Kauf der Anteile an.


      Bislang habe ich folgende Erfolg mit den ETFs

      • CHINA ETF : + 14% / + ca. 180 €
      • Europa ETF : + 9% / + ca. 140 €
      • Welt ETF : + 14 % / + ca. 145 €


      Was ist aus steuerlicher Sicht zu empfehlen?


      Variante A)

      JETZT - Verkauf der ausschüttenden ETFs Fonds und Kauf thesaur. ETFs Fonds mit gleicher Anlagestrategie.


      Variante B)

      JETZT - Beenden der ausschütt. ETF Sparpläne und Neuanlegen von thesau. ETFs Sparplänen.

      Die alten ETFs werden gehalten. Dadurch gehen die Dividenden dieser ETFs für die Zukunft verloren.


      Variante C)

      JETZT - Beenden der ausschütt. ETF Sparpläne und Neuanlegen von thesau. ETFs Sparplänen.

      SPÄTER - Verkauf der bisherigen thesaur. ETFs, wenn sie im Minus sind und keine Steuern anfallen. Stimmt diese Annahme von mir?


      Frageteil 2:


      Fallen Steuern an, wenn ich ETFs Fonds verkaufe? Kann man anhand der gemachten Angaben zur Höhe machen?



      Vielen Dank für den Austausch :)
    • Zu Frage 2

      Seit 2018 gilt: Es wird die Differenz zwischen Anschaffungs- und Verkaufspreis, ggf. vermindert um angefallene Vorabpauschalen, ggf. vermindert um Teilfreistellung, versteuert.

      Wenn man in Deinem Beispiel Anschaffung ab 2018, TFS 30%, keine Vorabpauschale wegen Ausschütter unterstellt wären (180 + 140 +145)*0,7 = 325,50 € steuerpflichtig, darauf 25% Abgeltungssteuer zzgl. 5.5% Soli zzgl. ggf. KiSt 8/9%..

      Zum ersten Frageteil:

      Ganz allgemein macht es Sinn nicht ausgeschöpfte Freibeträge zu nutzen. Wenn Du also sonst nichts an Kapitalerträgen hast spricht nichts dagegen jetzt zu verkaufen, da dann der Wertzuwachs steuerfrei bei Dir bleibt. Natürlich nur dann wenn die Transaktionskosten nicht immens sind. Da Du drei ETF hast kannst Du das ja auch nur bei einem oder zweien machen, je nach dem wieviel Platz im Pauschbetrag ist.

      Variante B kann man nehmen wenn der Pauschbetrag ausgeschöpft ist. Wenn Du Deinen Sparplan um den Betrag der Ausschüttungen erhöhst hast Du Wiederanlage zu geringen / keinen Kosten.

      Variante C ist zwar naheliegend, warum aber bei Verlust verkaufen wenn die Anlagestrategie weiter stimmt?
    • Hallo @Sag-es-mir,
      Bei mir kommt da eine Frage auf.
      Variante B) der ausschüttende Sparplan wird beendet. Die Fonds bleiben aber im Depot.
      Wieso sollen die Dividenten dieser Fonds verlorengehen ?
      Als richtig sehe ich, dass der Teil, der durch den Sparplan eigezahlt worden währe als Dividentengeber verloren geht. Aber das sollte in der Regel ein kleinerer Teil sein. Der größere Teil kommt vermutlich aus dem Fondsbestand im Depot. Der bleibt aber im Depot vorhanden und schüttet weiterhin Dividente aus, auch wenn kein Sparplan mehr läuft.
      Gruß

      Altsachse
    • "Wenn der TE vorrangig Thesaurierer hat bekommt er eben fast nichts im Jahr sofern er nicht etwas verkauft und muss auf lange Sicht durch die Vorabpauschale sogar Geld mitbringen. "

      Gerade hier sehr ich ein weiteres Problem. Ich muss also zusätzlich zu meinem ETF Sparen noch für das Versteuern sparen?

      Wie kann ich pi mal Daumen abschätzen, wie viel Steuern da auf mich zukommen können?

      So gesehen, wäre es fast gut, wenn ich die alten Ausschütter ETFs behalte, um damit die Steuern zu zahlen... oder?


      Ich habe nichts gegen Steuern, aber bitte erst wenn der Gewinn realisiert ist und nicht zwischendurch, wo ich noch kein Geld in der Hand habe sondern nur virtuell in Depot.
    • Hallo @Sag-es-mir,
      ich habe heute von meiner Bank eine Abrechnung zur Vorabpauschale bekommen. Darin steht :
      Vorabpauschale pro St. 0,033961200 EUR
      mit Teilfreistellung (Aktienfonds) 0,023772840 EUR

      Der letzte Betrag müsste mit der Anzahl der Fondsanteile multipliziert werden. Das währe dann der Kapitalertragsteuerpflichtige Ertrag nach Teilfreistellung.
      Da ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung habe, kommt bei mir dann :
      Berechnungsgrundlage für die Kapitalertragsteuer 0,00 EUR
      So kannst Du Dir auch die Vorabpauschale für dieses Jahr berechnen.
      Gruß

      Altsachse
    • @Altsachse
      Ich glaube nicht, dass das so geht. mMn fehlt in Deiner Betrachtung der Wert der Fondsanteile. Die müssten Anfang 2019 ca. 9,33 € wert gewesen sein.

      Habe meinen Rechenweg gerade noch mal an der realen Abrechnung gegengeprüft.

      @Sag-es-mir

      Im Satz oben ist ein Fehler, er müsste lauten

      D.h. bei einem üblichen Aktien-ETF 0,52*0,7*0,7 % = 0,002548 * des Werts des Fonds am Jahresanfang 2019.
    • Hallo @Kater.Ka,
      das ist nicht meine Betrachtung, sondern die Information meiner Bank.
      Der Fonds ist der LU1864952335. Die von meiner Bank gelieferten Daten treffen dann warscheinlich nur auf den von mir gehaltenen Fonds zu.
      Leider hat die Bank keine Informationen geliefert, wie sie zu den Faktoren kommt. Der von Dir errechnete Wert von 9,33 € kann stimmen, heute steht er bei 12,05 €.
      Ich wollte für @Sag-es-mir nur mal die Größenordnung klar machen. Aber wie Du schon sagst geht der Fondswert von Anfang 2019 mit in die Rechnung ein. Meine Bank hat das vermutlich schon gemacht, ich habe das aber nicht gemerkt.
      Gruß

      Altsachse