Geldanlage für späteren Immobilien-Eigentum

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    • Geldanlage für späteren Immobilien-Eigentum

      Hallo zusammen,

      ich möchte euch einmal um Rat bzgl. Geldanlage für späteres Eigenheim bitten.

      Ich bin gerade 27 Jahre alt geworden, Single, in Vollzeit angestellt, verdiene durchschnittlich bzw. für Branchenverhältnisse und mein Alter ziemlich gut (Reisebranche). Genaue Zahlen sind da jetzt, denke ich, nicht relevant.
      Mein Fokus beim Geld ansparen liegt auf Eigenheim, Rente und Auto/Reisen. Prioritäten auch in dieser Reihenfolge. Was Rente/Altersvorsorge angeht, habe ich die für mich richtigen Produkte gefunden und weiß auch, was ich da in naher und mittelfristiger Zukunft noch anlegen möchte. Zumal ich dahingehend auch guten Rat von meinem Vater bekomme, der in dieser Richtung einfach weiß was er tut.

      Was Geld anlegen speziell für ein Eigenheim angeht, hab ich mich sozusagen selbst geschult und viel eingelesen. Aber man lernt ja nicht aus, deshalb bin ich hier für eure Tipps dankbar. Ich möchte definitiv eine eigene Immobilie. Ob Wohnungs- oder Hauskauf oder Hausbau kann ich jetzt nicht sagen, aufgrund meines schon längeren Single-Daseins. Sollte sich in Richtung eigene Familie in den nächsten Jahren was tun, sehr gerne ein Haus. Ansonsten mit ca. Mitte/Ende 30 eine Eigentumswohnung. Das ist aktuell der Plan. Ich spare allerdings lieber „zu viel“ als zu wenig für die Immobilie an bzw. rechne lieber mit mehr EK, auch wenn es vielleicht am Ende doch die „günstigere“ Wohnung wird. So ganz planen kann man das eben so viele Jahre im Voraus wahrscheinlich auch einfach nicht.

      Also. Mein Wissensstand ist, dass mind. ca. 20-30% EK für die Darlehens-Finanzierung des Eigenheims empfohlen werden. Ich habe seit einer Weile zwei Direkt-Sparpläne bei VWFS laufen, mit welchen ich mit Mitte 30 ca. 40.000 EUR rausbekomme. Ich möchte allerdings ganz gerne mit 50.000 EUR planen (ich schätze das passt mal ganz grob geplant, für ne Wohnung alleine oder zu zweit oder einen Hausbau, bei dem dann - kann man ja von ausgehen...oder hoffen - noch EK vom Partner dazu kommt). D.h. ich möchte jetzt bis spätestens Ende März noch mal einen dritten Sparvertrag abschließen, um dort hinzukommen. Nun stellt sich mir aktuell die Frage, was schließe ich ab?

      Vielleicht blöde Fragen, aber ich stelle sie einfach mal.
      1. Für mich spricht im Grunde nichts dagegen, noch einen dritten Direkt-Sparplan abzuschließen. Oder haltet ihr das für sinnlos? (Stattdessen einfach die Einzahlungen der beiden bestehenden Aufstocken müsste ich mir mal durchrechnen)
      2. Was würdet ihr mir ansonsten empfehlen? Ich kenne die Möglichkeiten, die man so hat, kann aber einfach nicht entscheiden, welche nun zusätzlich noch am sinnigsten ist. Ich will einfach alles richtig und nichts falsch machen.
      3. Thema ETF-Sparplan. Ich hab mich ehrlich gesagt noch nicht wirklich eingelesen (sollte ich vielleicht mal…). Habe ab und zu angefangen, aber es gleich wieder bleiben lassen. Ich bin jemand, die sehr auf Sicherheit geht (auch sehr beeinflusst von meinem Vater, der alles was ansatzweise unsicher ist ablehnt). Wenn ich Fonds oder Aktien nur höre, ist mir das schon zu heikel. Könnt ihr mir dazu was i.V.m. meinen Zielen sagen? Wie viel Sinn macht das? Wie hoch sind die Risiken? Mein Informationsstand ist eigentlich, dass bei Eigenheim-Finanzierung schwankungsanfällige Kapitalanlagen von Kreditgebern nicht unbedingt gerne gesehen sind (was ja auch logisch ist).

      Bausparen kommt für mich nicht in Frage. Über das Thema habe ich mich rauf und runter belesen und für mich entschieden, dass ich persönlich damit – u.a. aufgrund meines Alters – keine wirklichen Vorteile mehr habe. Daher dürft ihr diese Variante gerne aus euren Antworten ausschließen.

      Freue mich über euren Input und vielen Dank für eure Zeit!

      LG
      Bianca
    • Hallo.

      Ein ETF-Sparplan ist nach menschlichem Ermessen sicher, wenn er lange genug läuft. Da sind 10 Jahre eher die untere Grenze, besser wären 15 Jahre. Daher ist für dieses "Zwischen-Sparen" ein ETF-Sparplan nicht optimal.

      Ob ein "organisiertes" Sparprodukt besser ist als ein Tagesgeldkonto, hängt vom Produkt ab. Spontan wäre ich eher bei Tagesgeld (ggf. anteilig Festgeld).
    • Finanztip empfiehlt für das Ansparen von Immobilien in dem eher kurzen Zeitraum bis Mitte 30 - das wären 8 Jahre - keine Anlage in ETF. Ich würde aufgrund der schlechten Zinssituation trotzdem einen kleinen Anteil in Erwägung ziehen.

      Ansonsten bleibt nur die von @Referat Janders genanntte Variante Tagesgeld / gestaffeltes Festgeld, wobei nach Steuern und Inflation die von @Altsachse aufgezeigte Negativrendite greift.

      Die Konditionen der VWFS überzeugen mich nicht so recht. Bitte vergleiche selbst finanztip.de/festgeld-vergleich/

      Grundsatzartikel zur Geldanlage finanztip.de/geldanlage/
    • Meine Meinung: Trotzdem ETF!

      Ja, es besteht die Möglichkeit, dass er zum Tag X, in 5 oder 8 Jahren, im Minus steht.
      Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er auf Gewinn stehen wird, ist höher! (Das ist mathematisch nachweisbar, wenn man von der Prämisse ausgeht, dass weltweite ETFs zumindest langfristig immer steigen.)

      Demzufolge hat man einen günstigen Erwartungswert; die Entscheidung, auf ETFs zu setzen ist (mathematisch) richtig, weil die Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die Verlustwahrscheinlichkeit.

      Etwas anderes würde m. E. nur gelten, wenn das Endziel (Immobilienfinanzierung) mit dem Erfolg des ETFs steht und fällt. (Nur) Dann sollte man eine sicherere Alternative suchen.

      Aber ernsthaft: wird die angesparte Summe abzüglich 5% Verlust -gegenüber vielleicht erhofften 7% Gewinn- die gesamte Immobilienfinanzierung zu Fall bringen??
      Wohl kaum...