Prämiensparvertrag

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      Prämiensparvertrag gekündigt

      Ich hatte 1994 einen Prämiensparvertrag bei meiner Hausbank abgeschlossen.
      Ich habe monatlich gespart. Im November 2019 wurde der Vertrag von meiner Bank gekündigt.
      Da ich Finanztip Leser bin, habe ich Beschwerde eingelegt, laut Musterbrief.
      Sehr geehrte Damen und Herren,
      bitte legen Sie offen, an welcher Kapitalmarktgröße sich Zinsänderungen für die laufende
      Grundverzinsung meines oben genannten Sparvertrags orientiert haben. Ich möchte nachvollziehen
      können, ob das zu Vertragsbeginn bestehende Verhältnis zwischen Vertrags- und Kapitalmarktzins
      während der Vertragslaufzeit beibehalten wurde.
      Dabei beziehe ich mich auf Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH), die auf den oben genannten
      Sparvertrag mit variabler Grundverzinsung und Bonusvereinbarung anwendbar sind (Az: XI ZR 140/03,
      XI ZR 197/09, XI ZR 52/08).
      Sollte Ihnen der geforderte Nachweis nicht möglich sein, bitte ich darum, den Vertrag rückwirkend
      gemäß Vorgaben des BGH neu und in nachvollziehbarer Weise abzurechnen und den aktuellen
      Guthabensaldo um die sich aus der Neuabrechnung ergebenden zusätzlichen Zinsansprüche
      wertstellungsneutral zu erhöhen.
      [i]Ihrer abschließenden Stellungnahme sehe ich bis zum setzen Sie hier eine angemessene Frist, z.B. 14Tage entgegen.
      Mit freundlichen Grüßen

      Daraufhin erhielt ich vor wenigen TagenPost von meiner Hausbank bezüglich des Sparvertrages. Dateianhang

      Kann und soll ich mich damit zufriedengeben?
      Oder was raten Sie mir.
      Wie kann ich auf Grund dieses Schreibens die Zinsberechnung nachvollziehen und was bedeutet die 3 jährige Verjährung.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre Meinungen schreiben


      Anmerkung der Moderation: Personenbezogene Daten (Nachname) entfernt.
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    • Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
      sehr geehrter Her Tenhagen,
      Sie haben sich u.a. im Internet zu den Kündigungen der Prämiensparverträge flexibel, einer Zinsnachrechnung dieser Verträge und der Verjährungsfrist bei Einsprüchen geäußert.
      Uns wurden zwei dieser Verträge zum Jahresende von der Sparkasse gekündigt, dem haben wir prompt widersprochen und uns auch an die Schlichtungsstelle der Sparkassen in Berlin gewandt. Diese hat die Kündigungen aufgrund der einschlägigen Urteile als rechtens gewertet. Damit sind wir nicht einverstanden.
      Bei unserer Recherche im Internet habe ich den Musterbrief zur Zinsnachrechnung dieser Verträge gefunden und ihn an die Sparkasse geschickt. Die Antwort war mehr oder weniger, dass hierfür die Verjährung schon eingetreten sei. Dennoch hat die Sparkasse eine Nachberechnung für zehn Jahre für die seit 1993 und 1997 bestehenden Verträge vorgenommen. Vergleichsweise ohne gerichtliche Auseinandersetzung hat die Sparkasse eine Zinsnachzahlung für die letzten zehn Jahre von ca. 1.500,- € vorgeschlagen. Bis zum 11.02.2020 hat sie uns hierfür eine Frist gesetzt.
      Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Da die Rendite der Sparverträge jetzt nur noch bei knapp über einem Prozent liegt, werden wir wohl gegen die Kündigungen wegen der Anwaltskosten nichts mehr unternehmen. Doch gegen die vorenthaltenen Zinsen, von denen wir erst jetzt nach Kündigung der Verträge erfahren haben, würden wir durchaus gerichtlich vorgehen, wenn das sinnvoll ist.
      Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns bezüglich unseres Anliegens Ihre Einschätzung mitteilen könnten.