Heizung ganz abdrehen, wenn man außer Haus ist?

  • Hallo nochmal, ich frage mich, ob ich meine Heizung nun ganz abdrehen kann, wenn ich längere Zeit außer Haus bin...also mehrere Tage/Wochen - oder sollte man immer eine Mindesttemperatur in der Wohnung haben? Ich habe halt recht hohe Heizkosten und ich möchte ja nicht unnötig heizen, wenn ich sowieso nicht in der Wohnung bin...wie würdet ihr das machen?

  • Danke dir für die rasche Antwort! :-) Naja, soooo hoch sind die Heizkosten jetzt nicht...es ist halt ein Altbau und da sind die Heizkosten recht hoch...und ich alleine kann jetzt gegen schlechte Dämmung auch nichts machen...außer umziehen...dafür ist die Miete recht günstig...ich habe zwar auch recht neue Fenster, aber ja, im Winter läuft die Heizung doch relativ oft...
    Welche Probleme meinst du, können den auftreten bei der Bausubstanz, wenn nicht länger geheizt wird? Ich meine ja, dass die Nachbarn sowieso heizen...sozusagen könnten sie für mich mitheizen? :-) mir kommt es jetzt nicht auf die paar Euro an, die ich mehr verheize, allerdings finde ich es unnötig, Strom und Gas zu verschwenden, wenn ich es ja eigentlich nicht brauche.

  • Naja, so dass keine Frostschäden entstehen, müsste man schon heizen.
    Ansonsten ist Schimmel ja immer eine Sache. (Aber da geht es ja um Heizen und Lüften im Zusammenspiel.)


    Wenn die Leitungen für die Nachbarwohnung durch die eigene Wohnung laufen, dann heizen die natürlich auch ein wenig mit.


    Ich kenne die Gegebenheiten vor Ort nicht. Aber wenn es nach Rückkehr in die Wohnung gefühlt ewig dauert, bis es wieder bewohnbar warm ist, dann hätte die Heizung besser auf niedriger Stufe weiterlaufen sollen.

  • Auf den üblichen Thermostaten ist ja eine Schneeflocke drauf, "Frostschutz". Das soll wohl 7°C (Raumtemperatur) entsprechen - und halte ich nicht für empfehlenswert.
    Wenn du nur wenige Tage weg bist, dann würde ich den Thermostat vielleicht auf Stufe 2 drehen (soll 16°C entsprechen) - auch unter dem Aspekt, dass es sonst ewig dauert bis deine Wohnung wieder warm ist.
    Selbst wenn du deutlich länger weg bist, würde ich keine niedrigere Raumtemperatur empfehlen, wie schon genannt wegen des Schimmels. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen und das letzte was du willst ist dass die Luftfeuchtigkeit an den Wänden kondensiert.

  • Hmmm.... Ob das bei einer Wohnung so gut ist, dass scheint mir keine so gute Idee zu sein. Denn wenn eine Wohnung nicht heizt, dass kan man auch schon in den Nachbarwohnungen spüren. Zum Beispiel, wenn mein Nachbar unter mir nicht heizt, dann ist mein Fußboden extrem kalt und meine Heizung kommt auch nicht so sehr hinterher. Also in Abwesenheit ist es aus meiner Sicht am besten, die Heizung auf 1 zu stellen,

  • Hi HerberB, deine Position ist verständlich. Ich kenne dieses Phänomen auch. Es fällt schon auf, wenn ein Nachbar nicht heizt. Aber ich kann es auch verstehen, wenn ein Nachbar die Energiekosten möglichst gering halten kann. Das ist echt ein Thema über das man Stundenlang philosophieren könnte.

  • Den Gedanken Energie sparen zu wollen, kann ich schon verstehen. Aber wenn man Schäden am Gebäude riskiert, kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Ich lebe derzeit noch in einem schlecht isolierten Altbau. Würde ich hier bei Abwesenheit gar nicht heizen, würden die Topfpflanzen drinnen recht sicher erfrieren. Und ich glaube nicht, dass Frost in der Wohnung erstrebenswert ist. Ich heize minimal, wenn ich in der kalten Jahreszeit eine Weile fort bin, und fahre damit recht gut.

  • Ich bin mit meiner Frau im Winter 2010 über Weihnachten für 10 Tage nach Polen geflogen.


    In München gut 2 Stunden an Flughafen gewartet und anschließend so gerade noch in den Ersatzflieger (der andere hing in Bremen fest, weil die Enteisungs nicht schnell genug ging) rein gekommen, 20 andere mussten auf den nächsten Flieger warten.


    Dafür war der Ersatzflieger halt so voll, dass wir in der ersten Klasse sitzen "mussten".
    Ich mag das, weil die Verpflegung da viel besser ist, als in Economy.
    Habe mir dann den Meeresfrüchtesalat gleich zweimal reingehauen, weil meine Frau im Flieger (Flugangst) kaum was runter bekommt.


    Nach unserer Rückkehr (die ganze Zeit so -5C bis -10°C) war unsere Wohnung (nicht isolierter Altbau[1899] ,Heizung auf Sternchen, also Frostwächter) auf 6°C runtergekühlt.
    Während meine Frau sofort mit Wärmeflasche ins Bett ging, habe ich unter einer Decke vor dem Fernseher gesessen. Nach knapp 2 Stunden waren die Temperaturen wieder erträglich und Feuchtigkeit an den Wänden hatten wir auch nicht.


    Meiner Meinung nach ist der Frostwächter der Heizung absolut ausreichend.


    Allerdings hatten wir auch Nachbarn unter uns, die immer im Warmen sitzen, ich denke, das spielt auch einer Rolle!

  • Hi HerberB, deine Position ist verständlich. Ich kenne dieses Phänomen auch. Es fällt schon auf, wenn ein Nachbar nicht heizt. Aber ich kann es auch verstehen, wenn ein Nachbar die Energiekosten möglichst gering halten kann. Das ist echt ein Thema über das man Stundenlang philosophieren könnte.

    Da hast du recht. Das ist halt ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich in der Situation wäre weniger Heizen zu wollen, so würde ich wohl auch mit dem Gedanken spielen, die Heizung abzuschalten.