Zukünftige Depot-Entwicklung

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    • Zukünftige Depot-Entwicklung

      Hallo zusammen,

      ich habe vor knapp einem Jahr mit Hilfe von Finanztip das Thema "investieren" für mich entdeckt und bin schlussendlich im Juli/August letzten Jahres in MSCI World ETFs eingestiegen:

      - DE000A1C9KL8, als Ausschütter zur Ausschöpfung des Pauschbetrags
      - IE00BJ0KDQ92, als Thesaurierer zur einfachen Vermögensbildung

      Seitdem ich angefangen habe höre und lese ich relativ viel zum Thema Finanzen und habe nun eine Frage für die lange Sicht:

      Derzeit investiere ich relativ unkompliziert in den MSCI World.
      In Zukunft, wenn das Vermögen mal eine gewisse Summe erreicht hat, würde ich gerne mehr auf "Einkommen-ETFs" (bspw. ausschüttende Dividenden-ETFs, REITs, etc.) gehen, um ein gewisses passives Cashflow aufzubauen.

      Nun zu meiner Fragen:

      1. Macht es Sinn, wenn die Summe erreicht ist, die ETFs zu verkaufen und auf "Einkommen-ETFs" zu wechseln?

      2. Würde es mehr Sinn von Anfang an in die "Einkommen-ETFs" zu investieren?

      3. Macht der Wechsel überhaupt Sinn oder sollte man einfach aus dem Thesaurierer einfach durch Verkauf zum Ausschütter machen und damit sein passives Einkommen kreieren?

      Freue mich schon auf Eure Gedanken und Anregungen.

      Viele Grüße
    • Wenn du nach buy&hold Ansatz anlegen willst, entsteht ein Großteil des Vermögenszuwachses durch den ZINSESZINSeffekt. Wenn du auf den verzichtest und Rendite abschöpfst, würde ich mit näherungsweise mit 2% Ausschüttungen rechnen. Um 10.000 Euro Ausschüttung zu erhalten, brauchst du folglich 500.000 Euro Anlage in ETF.

      Ich würde grundsätzlich heute die ETFs besparen, die ich auch noch in 10 Jahren halten will. Wenn mir heute auffällt, dass mir die früher gekauften ETF nicht mehr gefallen, lasse ich sie stehen. Kann ja sein, dass ich irgendwann mal einen kleinen Betrag brauche. Und häufiges verkaufen und kaufen kostet unnötig Rendite.
    • Hallo,

      erstmal vielen Dank und Deine Antwort.

      Wenn ich mir die Rendite bspw. vom SPDR Global Aristocrats so ansehe, dann liegt die Performance lt. JustETF innerhalb der letzten 5 Jahre etwa 20% unter der des MSCI World.
      Dasselbe gilt für den FTSE All World High Dividend und je größer der Zeitraum, desto größer scheint die Diskrepanz zu sein.

      Da frage ich mich schon, bleibt am Ende trotz Abgeltungssteuer nicht mehr übrig, wenn ich nach Jahrzehnten (20-30 Jahre) des Ansparens umschichte?
    • neik schrieb:

      Wenn ich mir die Rendite bspw. vom SPDR Global Aristocrats so ansehe, dann liegt die Performance lt. JustETF innerhalb der letzten 5 Jahre etwa 20% unter der des MSCI World.
      Das würde ich nicht überbewerten. Dividendenaristokraten sind gerade nicht die Werte, die den Anstieg des MSCI World getrieben haben. Das kann sich auch wieder ändern.

      Ich würde dann in einen Dividenden-ETF (zusätzlich) investieren, wenn ich davon überzeugt bin, dass fundamentale Stärke wieder entdeckt wird bzw. wenn ich ein Gegengewicht zu den im MSCI World hoch gewichteten Werten haben möchte.

      Ein Umschichten irgendwann erschließt sich mir nicht, Bei akzeptablen Transaktionskosten kann man den Cashflow auch durch Verkauf realisieren.
    • @Kater.Ka

      Theoretisch hast du Recht mit deiner "Gegengewicht"-Theorie. Die Beta-Korrelation zwischen den Börsentreibern und den Dividendenaristokraten dürfte deutlich kleiner 1 sein. Soll heißen, wenn die Stars schwächeln, kann das die Stunde der DivAktien sein. Gabs aber bislang nicht, oder?

      Ich wollte nur anmerken, dass von Kleinanlegern immer wieder die Dividendenrendite überbewertet wird. Die kaufen ne Telekom, weil sie 5% DivRendite bringt, machen sich aber keine Gedanken, ob die Telekom je wieder zu alten Höhen zurückfindet. Was unwahrscheinlich ist. Viel wichtiger ist die Gesamtrendite aus Kurssteigerung und Dividende als die Dividende allein. Und in den letzten Jahren war die Dividendenstrategie oft (Kommer als Quelle) schwächer als ein einfacher MSCI World.

      Ich würde durchaus überlegen, in 30 Jahren in einen Hochausschütter umzuschichten. Ich will ja einen (kleinen) Zuschuss zur Rente. Da ist es praktisch, wenn einfach einmal im Quartal (vlt gibt es ja bis dahin Monatsausschütter) was auf dem Konto landet. Für dreistellige und kleine vierstellige Beträge wären mir die Transaktionskosten aktuell zu hoch. Dann müsste ich einmal im Jahr mein Taschengeld realisieren. Gefällt mir spontan weniger gut als jeden Monat x Hundert Euro auf dem Konto zu finden.
    • @chris2702

      So richtig widersprechen bei den DividendenETF tun wir uns nicht. Du extrapolierst die Historie auf die Zukunft - ich sage kann auch mal anders werden. Zumindest der 20-Jahres-Zeitraum bei Kommer zeigt die Dividenden vorne. Ich hatte mir den vom TE angesprochenen 5-Jahres-Zeitraum . des Aristokraten-ETF angesehen, da war die signifikante Outperformance in den letzten drei Jahren, daher meine Aussage ich würde es nur tun, wenn ich davon ausgehe, dass sich die Sichtweise auf Aktien ändert.

      Persönlich bin ich vor drei Jahren aus der Dividendenstrategie ausgestiegen bis auf einen, der besser läuft als der MSCI Welt.

      Bei Value sieht es übrigens ähnlich aus - auch bei Kommer. Offensichtlich funktioniert diese Strategie derzeit nicht.

      Das Umschichten in Hochausschütter kann ich weiterhin nicht nachvollziehen, da die Steuerzahlung dann früher kommt als beim Verkauf zum Bedarfszeitpunkt. Den Aspekt hoher Transaktionskosten verstehe ich, Der optimale Weg hängt dann individuell vom Steuersatz, den Transaktionskosten und der Relation der Entnahmerate zum Vermögen ab.