Axa TwinStar Klassik Riester einstampfen / wechseln

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    • Axa TwinStar Klassik Riester einstampfen / wechseln

      Liebe Community,

      bitte stellt euch vor, ihr hättet einen Axa TwinStar Riester-Rente Klassik Vertrag.

      Vertragsbeginn 01.10.2007
      Rentenbeginn 01.10.2054
      Monatliche Einzahlung: 35,33€
      Derzeitiges Kapital: ca. 4500€
      Garantierte Monatliche Rente zum Rentenbeginn: 152,69€

      Ihr seid weiblich, nicht verheiratet, BJ 1987, keine Kinder und verdient als Angestellte im TVÖD ca. 43.500€ pa.

      Die Zulage in 2018 betrug 54,75€. Verwaltungskosten in 2019 waren 49,07€.

      Was würdet ihr tun? Vertrag bis zur Rente stilllegen? Wechsel in einen anderen Vertrag (z.B. FairRiester)? Kündigen und die bisher erhaltenen Zulagen i.H. von ca. 1400€ zurückzahlen?

      Parallel läuft ein ETF-Sparplan auf den MSCI World seit Juli 2019. Monatlicher Beitrag ab nächsten Monat 300€. Es sind jetzt ca. 2.000€ im Depot.

      Ein Kauf einer Immobilie mit dem Partner ist wegen EK-Bildung erst in ca. 3 Jahren vorstellbar.


      Danke für eure Vorschläge und viele Grüße
      Entenklemmer
    • Hallo,
      Hast du Infos zu prozentualen Kosten, "Vermögen bei x% Rendite in 2054", Fondskosten? Willst du Kinder? Eher 0,1,2,3,4,5? Hast du eine Rentengarantiezeit? Wenn du die Fragen (teilweise) beantwortest, können wir dir besser helfen.

      Aus der Info oben lese ich nur Kosten 49 Euro - Einzahlung 420 Euro. Was ein schlechtes Verhältnis ist und gegen die Fortführung spricht. Wenn du keine Kinder willst, macht der Vertrag wohl keinen Sinn. Bei 2 oder mehr wird es interessanter, dann muss man aber auf die Gesamtkosten schauen, nämlich die bereits angefallenen, die du ja nicht zurückholen kannst, und die zukünftigen, vermeidbaren.
    • Hallo.

      Bei Riester gilt:
      Bei niedrigen Einkommen erfolgt die Förderung über die Zulage, bei hohen Einkommen zusätzlich durch die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge.
      Daher spricht viel dafür, den Beitrag so hoch zu wählen, dass die volle Zulage gewährt wird.

      Die Riester-Förderung ist eine tolle Sache für bestimmte Personenkreise, aber nicht für alle. Daher könnten sowohl Produkt- und Anbieterwechsel als auch Kündigung und schädliche Verwendung eine Berechtigung haben.

      Die Riester-Rente wird später etwas an laufendem Einkommen bereitstellen, daher kann sie eine Ergänzung zur gesetzlichen Rente sein. Zur Absicherung im Alter wird das ETF-Sparen aber wahrscheinlich deutlich mehr beitragen.

      Ich würde noch einmal einen Blick rüber zum Fairriester wagen, aber auch das "freie" ETF-Sparen hat zurecht seine Freunde.

      Viel Erfolg bei der Entscheidung. :thumbup:
    • Hi,
      du kannst dich nach Google Funden orientieren, du kannst deinem Gefühl folgen, du kannst so eine Rente "hemdsärmelig" analysieren (so mach ich das meist) oder du kannst einen Profi bezahlen, der da mit Profiwissen und Versicherungsmathematik rangeht. Für die letzten beiden Optionen brauchst du mehr Zahlen, als das was du oben lieferst.

      Ohne Kinder ist Riester noch weniger renditestark als mit Kindern. Deine Zulage in 2019 wurde durch deine Kosten quasi aufgefressen, ob das immer so ist, weißt du nur, wenn du mehr Zahlen hast. Der Steuervorteil ist zunächst einmal eine Steuerstundung. Du musst heute auf die Beiträge keine Steuern zahlen, dafür versteuerst du in 30+ Jahren die Rente. Der Vorteil entsteht, wenn du heute mehr Steuern (bis zu 42%) zahlst, als in 2057 (eventuell nur 15%). Die Differenz ist dein Seuervorteil. Wie hoch er sein wird, weißt du in 2057, weil dann erst die Steuergesetzgebung feststeht. Sind also viele Variablen drin in dem Spiel.
    • Riester Rente - Tipps und Tricks | Erklärungen, Beispielrechnungen, Links, Threadsammlung

      Ich habe im Wertpapier-Forum eine Anleitung gefunden, die die grundlegendsten Informationen gut aufbereitet hat.
      Zwar ist diese etwas veraltet (2011), aber nicht alles muss deswegen seine Richtigkeit verloren haben.
      Vor allem die Entscheidungspfade sowie den Förderrechner fand ich für mich persönlich hilfreich.
    • Referat Janders schrieb:

      Hallo.

      Bei Riester gilt:
      Bei niedrigen Einkommen erfolgt die Förderung über die Zulage, bei hohen Einkommen zusätzlich durch die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge.
      Daher spricht viel dafür, den Beitrag so hoch zu wählen, dass die volle Zulage gewährt wird.

      Als was bezeichnest du denn die 40500€ Jahreseinkommen? Niedrig (Zulage) oder hoch (Steuervorteil)?
      Für die volle Zulage müsste man ca. 115€ pro Monat einzahlen. Entspricht einer Förderquote von ca. 33%

      Ich habe mit dem Rechner von Fairriester gespielt:


      Das bereits angesparte Geld im Axa Vertrag mit eingerechnet. Was bleibt denn über den Daumen gepeilt von den 440€ monatlich über? 220€? :D (I know, Glaskugel wegen Steuer in der Zukunft schwierig).

      Wir werden aber definitiv den zweiten Riestevertrag zu Fairriester schieben. DWS Riester Rente Premium. Derzeit ca. 20.000€ im Topf. 59.500€ Bruttoeinkommen. Überwiegend den max. Betrag jährlich eingezahlt. Förderquote 40%.