Geldwerter Vorteil bei Leasing per Abzug Nettogehalt?

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    • Geldwerter Vorteil bei Leasing per Abzug Nettogehalt?

      Hallo zusammen,

      über meinen Arbeitgeber kann ich ein Auto zu 1% des UVP leasen. Versicherung, Steuern und ein einmaliges Tankguthaben, sind bereits inbegriffen.Sprit zahle ich nach Verbrauch des einmaligen Tankguthabens selbst zum normalen Preis.
      Die entsprechende Monatsrate geht aber vom Nettogehalt ab, nicht vom Brutto. Trotzdem muss ich jeden km bis zur Arbeit mit 0,03 % geldwerten Vorteil versteuern. Warum ist das so? Macht das überhaupt Sinn? Worin besteht denn mein geldwerter Vorteil, wenn alles vom Nettogehalt abgeht?

      Hier einmal ein konkretes Beispiel:
      UVP des Autos = 30.000 EUR
      100 EUR einmaliges Tankguthaben

      Monatliche Rate ist dann:
      1 % des UVP = 300 EUR
      0,03 % * 10 km bis zur Arbeit = 90 EUR
      ---
      gesamte monatliche Rate: 390 EUR (Versicherung und Steuern damit bereits bezahlt)
    • Bei uns in der Firma bekommt man ab gehobenem Management einen Dienstwagen. Dafür steht eine Leasingrate je nach Seniorität zur Verfügung. Der Manager kann sich entscheiden, privat für ein Auto zu sorgen, dann wird die Leasingrate dem Bruttogehalt zuaddiert.

      Der Manager muss dann 1% der UVP sowie 3ct pro Kilometer von Wohnort zur Arbeit versteuern (nicht bezahlen). Das ist meinem Verständnis nach das rechtliche Maximum und wird im Allgemeinen nur wenigen Leuten im Unternehmen geboten.

      Dein Leasing ist eher ein Mitarbeiterleasing, das bekommt vielleicht aucht nicht "jeder" aber eben mehr als die oberen 5%. Die Steuerlichen Pflichten (1% vom UVP plus 3ct pro km VERSTEUERN) werden hier zu BEZAHLEN verschlechtert. Dafür ist Versicherung, Steuern und ca. zwei Tankfüllungen mit drin.

      Einen echten geldwerten Vorteil im steuerlichen Sinne hast du hier nicht. Es kann aber sein, dass die Leasingrate, die dein Arbeitgeber mit dem Leasingegeber aushandelt, besser ist als das, was du selbst vom Autohaus oder einer Bank angeboten bekommen würdest.

      Ich würde verschiedene Kostenrechnungen vergleichen.
      1) Obiges Angebot
      2) Was kostet Privatleasing über die Nutzungsdauer
      3) Käme ein Kauf in Frage?
      4) Hast du weitere Optionen?
    • chris2702 schrieb:

      Einen echten geldwerten Vorteil im steuerlichen Sinne hast du hier nicht.
      Danke für deine Antwort. Ich habe gerade nochmal genauer geschaut und festgestellt, dass ich mich bei der Schilderung etwas vertan habe:
      - Die 1% werden wie beschreiben vom Netto abgezogen
      - Die 0,03 % * 10 km bis zur Arbeit = 90 EUR gehen allerdings als geldwerter Vorteil vom Brutto ab (bzw. technisch gesehen werden Sie hinzugerechnet, aber das wird dem Nutzerkreis hier geläufig sein ;-))

      Um die 1 % vom Netto komme ich nicht drum herum, dass ist aus welchen Gründen auch immer so festgelegt.
      Beim laut Arbeitgeber geldwerten Vorteil frage ich mich allerdings, ob dieser wirklich existiert und so richtig ist. Würdest du auch mit der korrigierten Schilderung dabei bleiben, dass das eigentlich falsch ist? Hast du zufällig einen "Paragraphen" dazu? Ich würde dann auch einfach mal beim Finanzamt nachfragen, informiere mich und verstehe aber gerne schon davor :) Letztlich sind das die Infos die ich brauche, um deine auch schon genannten Varianten 1-4 durchzurechnen ;)

      Und ja, es ist Mitarbeiterleasing. Die Variante mit Abzug vom Netto, sprich Infos zu dessen geldwerten Vorteil oder auch nicht, finde ich aber praktisch nirgends, im Gegensatz zum "Standardmodell" Dienstwagen mit vollständigem Abzug vom Brutto.
    • Vielleicht bringt dir der Link etwas. Ich wollte nicht sagen, dass dein Arbeitgeber etwas falsch macht und glaube das auch nicht. Steuerrechtlich muss er 1% vom Brutto plus 3ct je km versteuern lassen. Daran kommt er nicht vorbei (abgesehen von Fahrtenbuch führen oder vlt gibt es Methoden die ich nicht kenne). Deine Variante 1% vom Netto ist eine Variante, die dich stärker an den Autokosten beteiligt. Es ist "Mitarbeiterleasing" und eben nicht so großzügig wie vielleicht für euere Geschäftsführung, die "nur" aus dem Brutto versteuern muss. An den 1% plus 3ct je km vom Brutto kommt dein Arbeitgeber aus Steuergründen nicht vorbei. Vlt könntest du vereinbaren ein Fahrtenbuch zu führen. Das ist aber weniger komfortabel.

      In meiner Firma gibt es Mitarbeiterleasing mit einer "Full Service Rate". Benzin ist nicht dabei aber Steuer, Vollkasko, reguläre Inspektion, Winterreifen. Die Kosten setzen sich aus Rate plus etwaigem geldwerten Vorteil zusammen und wird aus dem Brutto bezahlt. Mir erscheint die Rate hoch ( 500 euro für a3) aber ist halt aufgrund des Pakets schwer vergleichbar. Vorerst habe ich vor weiter Gebrauchtwagen bar zu kaufen.