Genossenschaftsanteile

  • Hallo zusammen,


    wie Sicher schätzt Ihr Genossenschaftsanteile der Raiffeisenbanken ein? 1 Stück zu je 150 Euro, Nachschuss lt. Satzung 250 Euro je Stück. Bis jetzt sind ja die Banken bei Insolvenz immer für die andere Bank eingesprungen.
    Danke für Eure Einschätzung.

  • Hallo zusammen,


    wie Sicher schätzt Ihr Genossenschaftsanteile der Raiffeisenbanken ein? 1 Stück zu je 150 Euro, Nachschuss lt. Satzung 250 Euro je Stück. Bis jetzt sind ja die Banken bei Insolvenz immer für die andere Bank eingesprungen.
    Danke für Eure Einschätzung.

    Für die Zukunft würde ich mir da nicht mehr sicher sein, ob der Verband bei mehreren Schieflagen genug Geld für den Ausgleich des Ausfalls hat. Lieber genau die Bonität der betreffenden Bank prüfen, an der du Anteile hälst. Was vor Jahren noch als sicher galt, ist es heute und in Zukunft leider nicht mehr!
    Ich habe auch Genossenschaftsanteile und bin daher auf der Hut und sehe immer in die jährlichen Bilanzen, um mein Risiko abzuschätzen.

  • Einmal im Jahr gehe ich zur Mitgliederversammlung und höre mir den Geschäftsbericht an. Da kommt etwas an Information bei heraus. Wenn das Essen vernünftig und die kleine Gabe im Rahmen sind, dann mache ich mir keine Sorgen.


    "Meine" Bank bildet vernünftige Rücklagen, daher mache ich mir eher Sorgen über die Höhe der Dividende, aber an den Verlust meiner Einlage oder gar die Nachschusspflicht verschwende ich keine Gedanken.

  • Ergänzend sei noch angemerkt, es sind nicht nur Banken, die Genossenschaftsanteile ausreichen, auch (inbesondere junge) Baugenossenchaften bieten z.Zt. 3-4% jährliche Verzinsung. Bekannte von mir haben dort 6-stellige Beträge angelegt, mein Hinweis auf Klumpenrisiko wird mit der üblichen Aversion gegen Aktienmärkte begründet.


    Eine Nachschusspflicht besteht bei den mir bekannten Baugenossenschaften nicht.

  • Insbesondere bei den jungen Baugenossenschaften wäre ich grundsätzlich misstrauisch. (Da gab es schon ein paar dubiose Fälle.)


    Den ganzen Vorstand durch-googeln wird aber auch nicht ausreichen, um das Risiko zu begrenzen.

    Von jungen Baugenossenschaften lasse ich auch die Finger; unter ihnen gibt es Vorstände, die auf Betrug aus sind und gutgläubige Genossen abzocken wollen!!

  • So pauschal sehe ich das nicht, ich wohne in einem Haus, das einer Genossenschaft gehört, die gerade mal 25 Jahre alt ist, ich schaue mir regelmässig die Bilanzen an und finde sie für mein laienhaftes Verständnis nachvollziehbar und gediegen.


    Die freiwilligen Einlagen werden z.Zt. mit 3,2% verzinst. Allerdings werden momentan keine neuen Genossen mehr aufgenommen, ebenso lassen sich 'neue' Gelder nur nach einer Wartezeit anlegen.