Wieviel Geld sollte ich mindestens in den Kauf von Unternehmensaktien pro Unternehmen investieren?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wieviel Geld sollte ich mindestens in den Kauf von Unternehmensaktien pro Unternehmen investieren?

      Liebe Community,

      Ich möchte gerne angesichts der Corona Krise und der günstigen Kurse erstmalig in Aktien investieren. Nun verfüge ich aber mit meinen 32 Jahren noch nicht über ein großes Vermögen.

      Ich frage mich, wieviel ich mindestens in Unternehmensaktien investieren muss, damit es sich lohnt. Im Netz habe ich gelesen, dass man mindestens 1000 Euro investieren sollte.

      Am liebsten wäre es mir aber, wenn ich meine Investitionen über meinen DKB Broker einfach breit streue mit jeweils 200 Euro oder 500 Euro pro Unternehmen, so dass ich in verschiedene Unternehmen investieren kann. Aber ist das sinnvoll oder verschwende ich am Ende mehr Geld als das ich welches einnehme?

      Ich würde mich über Euer Feedback freuen :)
    • Hallo.

      Sehe ich wie chris2702, einfach marktbreit und kostengünstig (sprich ETF) einsteigen. Dann muss man sich um die Gewichtung und Ähnliches keine Gedanken machen.

      In Einzeltitel und dann noch in eher überschaubarer Höhe zu investieren, macht wohl Sinn, wenn das virtuelle Depot nicht mehr spannend genug ist. Vielleicht noch aus sentimentalen Gründen ("Ich kaufe jetzt die Firma, in der mein Großvater gelernt hat."), aber als reines, kühl kalkuliertes und strategisches Investment bietet es sich meiner Meinung nach nicht an.

      Viel Erfolg. :thumbup:
    • Hallo @Investa Ich habe keine Einzelaktien, sondern nur Fonds. So mir bekannt ist, kann man bei Einzelaktien nur ganze Anteile erwerben, und keine Bruchstücke.
      Habe ich einen bestimmten Geldbetrag zur verfügung, kann ich mir eine oder zwei Aktien kaufen, dabei bleibt immer ein Rest übrig, der nicht investiert werden kann. Andererseits kann es Aktien geben, die ich mit meinen Geldbetrag gar nicht kaufen kann, weil der Kurs höher ist als mein Geldbetrag.
      Bei Aktienfonds dagegen, kann ich mir immer Fondsanteile in beliebiger Höhe kaufen, weil es da auch Bruchstücke gibt.
      Mindestanlagebeträge sind bei den Brokern unterschiedlich, sollte man dort nachlesen.
      Gruß

      Altsachse
    • Investa schrieb:

      Im Netz habe ich gelesen, dass man mindestens 1000 Euro investieren sollte.
      Da gibt es mehrere Themen
      Zur Risikostreuung sollte man breit streuen. Die gängige Meinung hier sind weltweit breit gestreute ETF, Man kann das auch mit 20-40 Aktien machen, diese müssten dann aber möglichst wenig korreliert sein. Insofern sollte man das als Anfänger nicht machen.
      Der Aktienkauf ist mit Transaktionskosten verbunden. Diese können leicht > 10 € und mehr liegen weswegen kleinere Aktienkäufe unwirtschaftlich sind.
      Ferner gibt es interessante Aktien mit hohen Kursen, z,B, liegt Alphabet = Google bei rund 1.000 €, Amazon noch höher.
    • Liebe Community,

      vielen Dank erstmal für Eure Antworten. Für den MSCI World und MSCI World Emerging Markets habe ich bereits einen ETF-Sparplan aufgesetzt. Trotzdem würde ich eben gerne auch in Aktien investieren. Irgendwann muss man ja damit mal anfangen.

      Daher nochmal meine Frage: Ist es bei Orderkosten von 10 Euro (bis 25.000 Euro Order) sinnvoll Unternehmensanteile im Wert von jeweils 200 Euro von 5 verschiedenen Unternehmen zu kaufen oder ist es notwendig mindestens 1.000 Euro pro Unternehmen in Aktien zu investieren?

      Vielen Dank an Euch
      Investa
    • Lieber @Kater.Ka,

      vielen Dank für Deine Antwort. Was bedeutet das genau, dass die 20-40 Aktien möglichst wenig korreliert sein sollten? Meinst Du damit, dass ich aus unterschiedlichen Branchen und Ländern Aktien erwerben sollte?

      Wäre denn eine Investition von 200 Euro pro Unternehmen in Aktien bei Orderkosten von 10 Euro noch ok oder steht das wirtschaftlich nicht mehr im Verhältnis?

      Und macht es denn jetzt überhaupt Sinn in teure Aktien von z.B. Amazon zu investieren, die gerade extrem von den Medien gehyped werden? Läuft man nicht gerade hier Gefahr, dass jetzt alle denken sie müssten in Amazon Aktien investieren und das Unternehmen kann dann am Ende die hohen Erwartungen der Aktionäre nicht erfüllen? Jetzt wäre doch eigentlich eher die Zeit in kriselnde Unternehmen zu investieren, deren Aktien günstig zu haben sind und die langfristig gesehen wieder in den Kursen steigen, weil sie sich wirtschaftlich erholen. Oder Unternehmen, die Potenzial in der Zukunft haben, aber die jetzt noch nicht die breite Masse auf dem Schirm hat. Oder was denkst Du dazu?

      Liebe Grüße und Danke
      Investa
    • Korrelation ist ein statistischer Begriff, hier so gemeint in wie fern Werte abhängig bzw. unabhängig in ihrer Wertentwicklung sind. Ich beziehe mich auf die Portfoliotheorie, für die Markowitz 1990 seinen Nobelpreis bekommen hat,

      Bei Interesse gibt es einen recht gut lesbaren Wikipedia.Artikel de.wikipedia.org/wiki/Risikodiversifizierung

      Die Anlage in unterschiedlichen Branchen und Ländern ist ein Ansatz die Korrelation zu reduzieren.

      Investa schrieb:

      Wäre denn eine Investition von 200 Euro pro Unternehmen in Aktien bei Orderkosten von 10 Euro noch ok oder steht das wirtschaftlich nicht mehr im Verhältnis?
      Es kommt auf den Zeitraum an.

      Wenn man davon ausgeht, dass Deine Aktienauswahl die gleiche Rendite wie ein ETF erbringt, also runde 7% p.a., muss dies gegen die Transaktionskosten von 10 € / 200 € = 5% verglichen werden.

      Sofern Du die Aktie ewig halten willst sind die Transaktionskosten unerheblich. Steigst Du nach 5 Jahren wieder mit den gleichen Kosten aus, hat der ETF 5*7= 35%, die Aktie 5*7 -5 - 5 = 25% gebracht (nur zur Veranschaulichung, die Prozentrechnung ist so falsch, bei Bedarf mache ich es richtig ;) )

      Zum Thema Aktienselektion:
      Wenn Du das weißt welche Aktien in Zukunft gut laufen kannst Du natürlich genau die auswählen. Das ist allerdings hinreichend schwierig. Gleiches gilt für Turnaround-Kandidaten. Boeing ist spottbillig, hat in einem Monat 75% verloren und wird vielleicht verstaatlicht oder geht in Gläubigerschutz oder .... Möchte ich die jetzt wirklich haben? Insofern tendiere ich dazu Aktien mit langfristig positivem Trend zu nehmen. Diese gewinnen nicht so viel wenn es gut läuft, sind aber stabiler wenn es schlecht läuft.