Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • Nur mal so ein Gedanke: Wenn die Mehrheit der Fairr-Kunden nichts mehr einzahlt, sondern ihre Verträge ruhen lässt (und eventuell woanders einen neuen Riestervertrag abschließt), MÜSSEN die bei Sutor ihr Konzept nochmal ändern und eine gewinnbringendere Strategie fahren.


    Die wollen schließlich nicht jahrelang arbeiten, um dann am Ende die Verluste von zig Verträgen ausgleichen zu müssen. Die wollen eigentlich Geld verdienen.

  • Denke das ist ein Trugschluss. Genau dann werden sie NICHT wieder mehr Risiko fahren, denn für die aktuelle Differenz müssen die Rücklagen ja schon da sein - deswegen kam es ja zum Verkauf! Wenn man nun wieder mehr Risiko fahren würde, weil keiner mehr was einzahlt, dann bestünde auch die Gefahr, dass das Delta größer würde, als die Rücklagen...

  • Jeden Tag vier Transaktionen im Depot. Wer zahlt das? Könnt nur heulen, wenn ich da rein schaue.

    Habe Deinen Beitrag zum Anlass genommen Fair zufragen:


    "Guten Tag, sehr häufig (fast täglich) sehe ich in den Umsätzen Verkäufe und Wiederanlagen entsprechend Ihrer neuen Anlagestrategie: Dies häufigen Umsätze verursachen doch Kosten? Wie verträgt sich das mit Ihrem Anspruch ein kostengünstiges Produkt zu offerieren? Mit bestem Gruß "


    Umgehende Antwort:


    "Die Ziel-Aktien­quote wird für jeden Vertrag individuell täglich neu berechnet und stützt sich neben der Rest­lauf­zeit auf Einzahlungen, Depotwert und Markt­vola­tilität. Da dies der Risikosteuerung dient ist die Möglichkeit schnell zu handeln von Relevanz, da man sonst in Krisen wie der vergangenen deutlich zu spät handeln würde.
    Somit wird das Vertragsguthaben zwischen den Aktien- und Staats­anleihen-ETFs regel­mäßig in Richtung der vertrags­indi­vidu­ellen Ziel-Aktien­quote rebalanciert und verteilt. Um überflüssige Transaktionen aufgrund üblicher Kursbewegungen zu minimieren, ist eine Umschichtung erst ab einer gewissen Differenz zwischen Soll- und Ist-Aktienquote vorgesehen. Diese Differenz liegt aktuell bei ca. 2%.
    Die Anpassungen in dem fairriester betreffen in der Regel nur einen gewissen Anteil Deines Vermögens und werden transaktionskostenfrei außerbörslicher für alle fairriester-Sparer gesammelt zu sehr geringen Spreads durchgeführt.
    Wir können Deine Kritikpunkte dennoch nachvollziehen und haben dies auch
    bereits persönlich intern angesprochen.

    Weitere Informationen zum neuen Anlagemodell findest Du auf folgender Seite:

    https://www.fairr.de/produkte/fairriester/investment

  • Das hatte ich auch getan, allerdings direkt bei Sutor. Und der Mitarbeiter am Telefon hat mir gesagt, dies sei nicht möglich. Interessant, das verbessert den ohnehin schlechten Eindruck der Bank nicht gerade.

    So, ich antworte mir mal selbst, der Fair(r)ness halber </grandioser Wortwitz>.


    Nach einem Anruf bei Fairr antwortete nun die Sutor Bank, dass die Depotgebühren ab sofort meinem Depotvermögen entnommen werden.

  • Habe meinen fairr Riester soeben beitragsfrei gestellt. Für mich ist das Experiment Riester leider nun endgültig gescheitert. Ich bin vor 3-4 Jahren von einem SV Banksparplan zu fairr gewechselt, da sich das Konzept echt gut angehört hat: Riester auf einer passiven ETF Anlage, dazu noch die Zulagen und Steuervorteile, transparente, geringe laufende Kosten, keine Abschlussgebühr - perfekt! Die Rendite konnte sich bis Anfang dieses Jahr echt sehen lassen...
    Aber wie kann die Sutor Bank auf die Idee kommen beim ersten heftigen Gewitter an den Börsen ALLE Depots zu liquidieren? Hätte es nicht gereicht, wenn man das mit den Depots mit <5 Jahren Restlaufzeit (teilweise) gemacht hätte? Ich meine mein Vertrag läuft noch knapp 35 Jahre, da liegt die Wahrscheinlichkeit bei 99,9%, dass ich im Plus bin.
    Mit dem neuen Anlagemodell kann ich mich jedenfalls nicht anfreunden: buy high, sell low...Da fällt es vielleicht leicht die Garantie zu decken, aber rumkommen wird dabei wenig bis nichts, da die Gebühren ständig dran nagen.

  • Fair oder die Sutor haben alles falsch gemacht was man nur falsch machen konnte.Wenn man 14 Jahre in den MSCI World investiert hätte, dann hätte man nie Verlust gemacht. Aber vom 1 mal 1 des Anlegens hat Fair/Sutor überhaupt keine Ahnung, keine Kompetenz. Da sind nur schwachmaten am Werk. Die können nichts. Die sollten lieber in der Wüste Golf spielen gehen., aber keine Riester Rente verkaufen. Diese zu Leiten oder zu verwalten. Dazu fehlt denen einfach die Kompetenz!

  • Ich habe es nicht glauben wollen, aber mit diesem wilden Aktionismus in meinem Depot und generell dem gesamten Habitus der Fair- Du-sag-Bubis komme ich nun auch nicht mehr klar. Vor allem aufgrund folgendem:


    - der Wiedereinstieg meines 23.000 Euro Festgeld (Garantiesumme 26.500 Euro) geschah an lächerlichen 10-14 Bankarbeitstagen. In der Minizeit in Relation zu 16 Jahren Riestersparen bilde ich keinerlei Cost Average Effekt ab.


    - die in $ angelegten ETFs wurden in so kurzen Abständen gekauft, dass insbesondere das auftretende Wechselkursverhältnis ebenfalls 0,0 Cost Average Effekt abbildet.


    - die ETF Auswahl ist in der Tat dermaßen unattraktiv, dass meine Performance und Bestandsentwicklung trotz Wiederaufnahme der Zahlungen in 2020 in Höhe von gut 200 Euro gleichbleibend mies ist.


    - die Anfrage bei Fair und Sutor wie das nun weiter geht und woher die beiden zusätzlichen ETF kommen, wurde mit „Performance“ Steigerung argumentiert.


    - zum Verkauf des Depotbestands im März hatte ich eine analoge Watchlist aller Werte und Bestände angefertigt. Ich läge längst wieder deutlich im „Guthaben“ oberhalb meiner Garantiebeträge.


    - dieser genialen Empfehlung das Endalter auf 83 hoch zu setzen bin ich vor zwei Jahren auch gefolgt und habe das nun zuerst mal revidiert. Wenn das durch ist werde ich den Vertrag beitragsfrei stellen.


    - als t0 jähriger bekomme ich Riesterseitig nix vgl. mehr und will auch keine Gesellschaften durch weitere Wechsel reich machen


    - mein Geld bleibt da stehen und dann sollen Sie sich anstrengen die Lücke von gut 3.600 Euro aufzufüllen.


    Fazit: Ein Trauerspiel was uns der Schröder, Maschmeyer, Riester, Rürup da eingebrockt haben. Naja, deren Kassen sind ja voll.


    PS.: Habe übrigens auch sehr kritisch an Finanztest geschrieben. Deren Antworten sind von Unverbindlichkeit nicht zu überbieten. Letztlich war deren Expertise mein Impuls 2016 von der Allianz nach Fair zu wechseln. Nach der ersten Umstrukturierung hätte ich eigentlich bereits den Deckel drauf machen sollen, weil es schon damals unlukrativ zu werden drohte. Habe mich aber mit dem Endalter 83 wegen der höheren Aktienquote belabern lassen. Nun ist Feierabend...


    PPS: Als ehemaliger AWD Geschädigter 8DLF Fonds) und sonst absolut eigenständiger Mensch in Sachen Finanzen hätte ich im Lebtag nicht dran gedacht auf so eine Nummer nochmals rein zu fallen.

  • Du hegst also immensen Groll und deine Reaktion ist einfach beitragsfrei stellen und liegen lassen?!


    Wie sieht's mit anderen Alternativen aus? Ombudsmann, BaFin, Anwalt? Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, dann versuche ich das per Mediator zu klären, aber gebe nicht einfach klein bei.

  • Bei meiner AWD Story wird von Anwälten animiert zu Sammelklagen ca 5 Jahre vor Ablauf des Fonds aufgefordert. Alle die da mitgemacht haben, haben weniger raus bekommen als ich und hatten noch die anteiligen Anwaltskosten an der Backe.


    Nein, ich werde nicht noch mehr Leute nach dieser Erfahrung reich machen. Nen Mediator kenne ich eher aus dem persönlichen Konfliktumfeld oder auch wegen meiner beruflichen.


    Ich werde nichts weiter unternehmen. Nein. Sie müssen zusehen, dass mein Endalter korrigiert und die Differenz des Garantiebetrags zum jetzigen Trauerrestkapital in lahmen und halbtoten Pferden investiert die Performance bringt.

  • Da fehlen einem die Worte. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man nur noch drüber lachen. Selbst die Aufstockung von zwei auf vier ETFs wurde zumindest mir nicht kommuniziert. Nun also noch ein fünfter?!
    Wofür dann der große Aufriss der Information am 13.06.? Wohlgemerkt einen Tag NACH Beginn der Wiederanlage...
    Das Ganze wird immer lächerlicher...

  • Meiner meinung nach ist das an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, ich habe mittlerweile auch 5 Fonds im Protfolio, das ist das allerletzte. Wieder keine mitteilung kein überhauptnichts. Das ist immerhin noch unser aller Geld mit dem hier herum Experimentiert. wird Es kommt der Tag der Abrechnung.....Wer zuletzt Lacht der lacht am besten......Geheimnissvoll :-)

  • Da fehlen einem die Worte. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man nur noch drüber lachen. Selbst die Aufstockung von zwei auf vier ETFs wurde zumindest mir nicht kommuniziert. Nun also noch ein fünfter?!
    Wofür dann der große Aufriss der Information am 13.06.? Wohlgemerkt einen Tag NACH Beginn der Wiederanlage...
    Das Ganze wird immer lächerlicher...

    Die einzig ehrliche Verlautbarung den Kunden gegenüber wäre wohl in etwa gewesen:


    "Lieber Kunde, aufgrund der überkommenen Beitragsgarantie und unzureichender eigener Risikobetrachtung mussten wir leider Verluste realisieren. Wir wissen noch nicht, wie wir sie wieder ausgleichen können und müssen daher iterativ vorgehen. Wir investieren zunächst in nur zwei Fonds, beobachten die Performance und entscheiden dann ggf. neu."


    Wäre zumindest ehrlich, aber erwarte ich das von einem Unternehmen, das seine Kunden duzt?


    Mir persönlich ist das inzwischen egal. Die fehlenden Beiträge zum Erreichen der Zulage im nächsten Jahr zahle ich noch, danach wird der Vertrag beitragsfrei gestellt, um das Risiko im Fall einer Insolvenz der Sutor-Bank nicht noch weiter zu vergrößern und dann sollen sie sehen, wie sie die Verluste ausgleichen.


    Ich habe noch einen Rürup bei denen, der läuft bis jetzt problemlos.