Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • Was für ein nicht enden wollender Murks...
    -Ausstieg zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt
    -Wiedereinstieg nachdem der Markt hochgelaufen ist
    -eine Änderung des Anlageportfolios
    -noch eine Änderung des Anlageportfolios


    Und das Schlimme dabei ist jeweils die nicht stattfindende Kommunikation.


    Darüber hinaus, habt ihr euch mal den "neuen" ETF angeschaut... kurzlaufende "investment grade" Anleihen der öffentlichen Hand aus der Eurozone... ja OK kann ich nachvollziehen das man das brauchen kann.
    ABER dann mit dem vielversprechenden Zusatz "YIELD". Das ist ein Filter der nir die 5 Länder mit der höchsten Rendiete auswählt. Am Ende steht ein Portfolio mit extrem viel Italien und etwas Spanien und homeopatischen Dosen 3 weitere Länder...
    Ich persönlich würde lieber das Aktienmarktrisiko tragen als den sichen Teil in Italien anzulegen...
    Außerdem bringt doch selbst diese Anleihen keine Rendite mehr zu erwarten in ihren 1-3 Jahren Restlaufzeit... wozu also? Selbst wenn ich es nicht machen würde, dann doch lieber gleich ein Produkt wählen was gleich alle Eurozonen Länder beinhaltet.
    Aber der Anlageausschuss muss sich ja bicht rechtfertigen und noch nicht mal seine Handlungen erklären....also bleiben wir gespannt, die Fortsetzung folgt bestimmt ;)

  • Seit gestern bin ich schon wieder über 30% im Cash. Diese Volltrottel sollten mal nachdenken was Sie mit unserem Geld machen...



    DAS IST IMMER NOCH UNSER GELD: INS BÜRO SCHEINT BEI DENEN EINFACH ZU LANGE DIE SONNE MOMENTAN





    Wieder keine Infos, ich glaube das der Plan von denen ist, das möglichst alle Kündigen damit die Sutor am Ende nicht für die Beitragsgarantie gerade stehen muss....

  • Das kann schon sein. Man ist zumindest an keine Kündigungsfrist gebunden und kommt, nach einer förderschädlichen Kündigung, im Zweifel verdammt schnell an sein Geld. Wenigstens ein kleiner positiver Aspekt an dem ganzen Zirkus.

  • Eine Frage ist für mich auch, wie sich die Differenz zwischen dem garantierten und dem tatsächlichen Vermögen in den nächsten Monaten entwickelt, bei mir hat sie in ca. einer Woche um knapp 3% zugenommen, was natürlich noch innerhalb der normalen Schwankung liegt.


    Sollte Sutor aber mittelfristig die Differenz weiter vergrößern, dann müsste eine Beitragsfreistellung sogar im Interesse der Bank sein, weil sich dann auch deren Verbindlichkeiten nicht vergrößern. Mich würde mal interessieren, wie die Sutor Bank das sieht.


    Dass ihnen eine förderschädliche Kündigung gelegen kommt, weil sie sie aus der Haftung entlässt, ist ja klar.

  • Riester ist im Grund ein gutes Produkt. Leider sind wenige gut gemachte Angebote am Markt.


    Begründung:


    a) VL = 80 EUR
    b) WohnBau = 90,11 EUR
    c) Riester = 175 - 1.000 EUR Förderung ohne Karnickel.


    Die Deppenförderungen a + b sind mit Einkommensgrenzen.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • Ich verstehe nicht, wieso du VL als Deppenförderung bezeichnest. Meinst du damit, dass nur Deppen (=Geringverdiener) eine staatliche Förderung erhalten? Oder bezeichnest du diejenigen als Deppen, die die VL vom Arbeitgeber als Draufgabe mitnehmen, statt darauf zu verzichten?

  • Ich verstehe nicht, wieso du VL als Deppenförderung bezeichnest. Meinst du damit, dass nur Deppen (=Geringverdiener) eine staatliche Förderung erhalten? Oder bezeichnest du diejenigen als Deppen, die die VL vom Arbeitgeber als Draufgabe mitnehmen, statt darauf zu verzichten?

    Deppen sind diejenigen, die wg 80 EUR Förderung p.a. ein Produkt abschließen, dass meist wenig vorteilhaft ist und Kosten beinhaltet.


    Deppen sind auch die Gewerkschaften, die so einen Müll als Tarifleistung aushandeln. Wer den Zuschuss dann mitnimmt, ist m.E. kein Depp. :-) Ein Vermögen (so wie der Name sagt) kommt da aber nicht bei raus.


    Nur meine ganz persönliche Meinung.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • @johannesD @Zitronenelch


    Folgende Überlegung zu der hier aufkeimenden Diskussion


    Ein Großteil der Bevölkerung hat keine Ahnung von Finanzen. Woher auch. Die Eltern wussten es nicht. Die Schule vermittelt es nicht. Der Riesenbenefit von ein bisschen Wissen wird nicht erkannt. Lieber fährt man 10 Kilometer Auto, weil die App sagt, dass Diesel woanders 2 Cent günstiger ist.


    Ich mag den Ausdruck "Deppen" zwar persönlich nicht, aber das Phänomen das JohannesD meint sehe ich genau so. 175 Euro Riesterförderung von 25 bis 67 Jahre sind 7350 Euro. Wen rettet das bitte vor der Altersarmut? Den Leuten wird vorgegaukelt, sie hätten alles richtig gemacht, dabei haben sie eher sehr viel falsch gemacht.


    Steuervorteile beim Rürup können erst mit Eintritt in die Rente zielsicher quantifiziert werden. Davor schwadronieren die Versicherungsverkäufer herum mit "jetzt zahlen sie 42% Steuern, im Alter 15%, die Differenz ist Ihr Vorteil". Dieses Szenario trifft auf 1% der Vertragsinhaber zu, alle anderen haben weniger Vorteile, ganz zu Schweigen von der Nettorendite bei Tod, wenn die Kosten gewaltig sind und die Sterbetafel ambitioniert ist und man 97 werden muss, um die prognostizierte Rendite zu erhalten. Da denken die meisten aber auch nicht drüber nach, die haben überhaupt kein Verständnis für den Effekt von 2% Verwaltungskosten und 5% Ausgabeaufschlag


    Diese Liste kann man beliebig fortsetzen mit Beispiel von Euch oben und anderen. Man kanns aber auch sein lassen. Man kann nach dem Staat rufen. Das kann man aber immer tun und ich finde wir tun das in Deutschland eh schon viel zu viel, Stichwort Vollversorgermentalität. Und es gibt ja sehr gute Angebote, wie zB Finanztip. Die kann man nutzen, muss man aber nicht. Das Ergebnis von Unwissen muss letztlich jeder selbst ausbaden. Und das ist doch auch eigentlich fair.

  • Die Förderung bei Riester soll niemanden vor der Altersarmut retten, sie soll nur zum Abschluss verleiten.


    Riester insgesamt soll auch nicht vor der Altersarmut retten, sondern nur die kleine Lücke füllen, die die damalige Rentenreform geschlagen hat.


    Rente (Stand 2005) + Riester = Rente (Stand altes Jahrtausend)


    Und Rürup ist nur der Ersatz für die, die nicht riestern können.


    Wem das nicht reicht, der muss etwas zusätzlich machen und zwar außerhalb des Förderuniversums (z. B. ETF-Sparplan).


    Ob das alles Sinn macht (volkswirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen) ist eine andere Frage.

  • @Referat Janders


    Man könnte auch sagen: Riester hat nicht die geringste Chance, irgendwen vor der Altersarmut zu schützen. Nach dieser Quelle besparen nur ein Viertel der Riestersparer ihren Riester so, dass sie die volle Zulage bekommen. Und da sind viele dabei, die 60 Euro im Jahr einzahlen, nur wenige zahlen 2100 Euro ein. Wer 40 Jahre 2100 Euro bei 2% Rendite einzahlt hat 130.000 Euro Vermögen. Wenn man das bei 0 Rendite auf 30 Jahre verteilt, hat man 361 Euro im Monat mehr in der Tasche. Man gehörte aber mal zu den Arbeitnehmern, die 50.000 Euro + verdient haben mit entsprechendem Lebensstandard und Fixkosten und hat ein gesetzliches Rentenniveau von <50%. Irgendwie beruhigt mich das Verhältnis nicht.


    Alles in allem bin ich gespannt wie es weitergeht. Vielleicht hilft beten. Oder Finanztip statt Netflix.

  • @johannesD @Zitronenelch


    Folgende Überlegung zu der hier aufkeimenden Diskussion


    Ich mag den Ausdruck "Deppen" zwar persönlich nicht, aber das Phänomen das JohannesD meint sehe ich genau so. 175 Euro Riesterförderung von 25 bis 67 Jahre sind 7350 Euro. Wen rettet das bitte vor der Altersarmut? Den Leuten wird vorgegaukelt, sie hätten alles richtig gemacht, dabei haben sie eher sehr viel falsch gemacht.

    Ich verstehe, was du meinst. Es ging mir aber auch gar nicht um Riester, sondern ganz speziell um VL. Der Arbeitgeber bietet zusätzlich zum Gehalt einen monatlichen Betrag an. Den kann man mitnehmen oder darauf verzichten, und zwar völlig unabhängig von der staatlichen Förderung für Geringverdiener. Wer die VL beispielsweise in einen ETF investiert, sammelt dabei erste Erfahrungen, ohne sein eigenes Geld zu gefährden - und kommt vielleicht auf den Geschmack, sich mit Geldanlagen zu beschäftigen. Da wollte ich wissen, wen und warum @johannesD in dem Zusammenhang als Depp bezeichnet.