Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • Muss euch mitteilen, dass wir vermutlich mit allen Anbietern im gleichen Boot sind. Bei mir hat es die Deka auch alles zu nahezu 100 in Anleihen. Und die verlieren gerade auch. Da kann man fast mit der Cash Variante der sutor noch froh sein...


    Ach übrigens, das umschichten kann nach dem 3ten Rutsch. Nicht nach dem ersten oder zweiten...

  • Also Anleihen sind im Zuge der aufkommenden Krise ja mal eine richtig blöde Idee. Ob Unternehmen oder Staasanleihen.


    Was mich mal interessieren würde: Sollten die wieder in ETF umschichten, entstehen ja Kaufkosten. Die müssen dann sicherlich wir tragen, oder?


    Muss sagen, dass ich bisher davon ausgegangen bin.das die Gesellschaften in irgend einer Form für Ausfälle versichert sind (also wenn Kunden dann in die Auszahlphase kommen und weniger drin ist als eingezahlt wurde inkl. der Zulagen). Dann währen solche Harakiriaktionen nicht notwendig...

  • Habe hier noch ein kleines Depot aus alten Zeiten: Aktienquote liegt aktuell bei rund 50 Prozent. Bei 17 Jahren Restlaufzeit und in diesen Zeiten durchaus vertretbar.

    Das wäre natürlich, neben der besseren angenommenen Liquidität des Anbieters gegenüber Fairr/Sutorbank, ein gewichtiges Argument bei der Überlegung, einen Riester-Fondsparplan umzuziehen.

  • Wollen jetzt die wenigsten hören, aber ich hab's Euch ja gesagt :!:;)


    Nie und nimmer geht eine so kleine und kaum beleumundeter Garantiegeber (Sutor) durch eine echte Finanzkrise mit fairr ohne das massiv in Geld- und Rentenmarkt umgeschichtet wird. fairr hat da auch bei weitem nicht das letzte Wort. Das hat Sutor - eigentlich logisch und findet sich vermutlich in den Untiefen der Vertragsbedingungen und zugehöriger Gesetze wider. Wenn nicht, erwartet fairr ohnehin eine Klagewelle.


    Es wurde auf vielen Webseiten und auch im Wertpapierforum (dort natürlich mit vielen unqualifizierten Gegenmeinungen, die jetzt auch "ich hab's Euch ja gesagt" lesen müssen) erklärt: Wenn fairr-Depots (bzw. jeder ander Dondsdepot-Riester auch) "unter Wasser" sind, muss der Garantiegeber nicht mehr nur eine gute Mine machen und mitteilen er sei der beste, tollste usw., er muss echtes Geld einsetzen, um die Sicherheit darstellen zu können.
    Das hat Finanztip zu keiner Zeit als echte Gefahr gesehen und ist über Jahre Hauptlieferant für fairr-Neukunden-Ergebnisse gewesen - natürlich nicht ohne ansprechende Affiliate-Vergütung. Und Ihr habt wirklich geglaubt, Finanztip sei werbefrei (wurde ja inzwischen gerichtlich verboten - siehe: https://www.zahnzusatzversiche…egen-schleichwerbung.html)


    Nachdem unter anderem und vor allem Finanztip aus Fairr einen Vertriebserfolg gemacht hat, schlägt nun die Krise voll und ganz zu. Die Sutor Bank ist eben nicht die Sparkasse oder ne große Bank, sondern hat bilanzielle recht enge Grenzen, die nicht gemacht sind, um für hunderttausend und mehr Menschen eine Riester-Garantie zu geben.


    Mir ist klar, dass die meisten, die meine Zeilen lesen nicht verstehen werden. Dazu müsste man erst einmal verstehen was eine Garantie im Falle Riester bedeutet. Welche Summen da wie abgesichert werden müssen. Und wer immer noch glaubt, dass fairr so gut ist weil es ja billig ist, hat 1. den Knall noch nicht vernommen und 2. sollte einfach bis zum Schluss dabei bleiben und dann seine spätere Rente mit erfolgreichen Konzepten vergleichen.


    Schaut es Euch in Ruhe an. Hat sich bisher Mal jemand dafür interessiert, dass fairr keinen garantierten Rentenfaktor und somit keine garantierte Rente hat? Achso, dafür müsste man erstmal verstehen worum es bei der Rentenvorsorge geht.


    Versteht mich nicht falsch Finanztip trägt in vielen Dingen viel Gutes bei, aber es ist immer unklug sich so unfassbar weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn die Sicherheit völlig fehlt. Oder anders, auch wenn ich jahrelang auf einem Hochseil geübt habe, hätte ich dennoch gerne ein Sicherheitsnetz. Das gilt umso mehr, wenn an mir und meinen Empfehlungen die Rentenvorsorge hunderttausender Menschen hängt.


    Und zu "ich hab's Euch ja gesagt" könnt Ihr gerne Finanztip Kritik oder fairr Kritik googeln. Öffnet Augen... :!:

  • Kein garantierter Rentenfaktor? Sicher? Ich war der Meinung, dass im Prospekt derartiges drinsteht.

    Es gab und gibt keinen Fondsspar-Riester mit garantierten Renten. Dass die Eigenbeiträge und eingegangenen Zulagen zum Ablauf garantiert sind, sagt ja noch lange nicht welche Rente man dafür bekommt. Ich theoretisch von Anbieter A bei 50.000 Euro Ablaufleistung eine höhere Rente bekommen als von B mit 100.000 Euro.


    Finanztip weiß das, hat hier aber stets abgewiegelt mit dem Bullshit-Argument man könne ja später einen anderen Anbieter mit der Rentenzahlung beauftragen. Bullshit, weil:


    • Kein Rechtsanspruch besteht, dass ein Anbieter derartiges anbieten muss. Vor dem Hintergrund ist es nochmal zusätzlich fadenscheinig, dass Finanztip fairr schon über den grünen Klee lobte als es dort noch nicht Mal einen Partner für die Verrentung gab, auch als dieser händeringend zunächst nicht gefunden werden konnte. Es wurde wie wir alle wissen am Ende MyLife (so wie Sutor auch mit Vorgeschichte - bei Sutor z.B. Goldsparpläne und bei My Life die Göttinger Gruppe).
    • Es aktuell keine anderen Anbieter gibt , die Riestervermögen übernehmen und verrenten. Es gibt auch keinen konkreten Anlass, optimistisch dahingehend zu sein, dass der künftige Rentner dann frei das beste vom besten wählen zu können - wenn überhaupt wird es die Wahl zwischen Not und Elend.
  • Das ganze "Ich-hab's-Euch-ja-gesagt!"-Gerede hilft niemand weiter.

    Sehe ich auch so.
    Im Grunde war das eine Masse an Text mit sehr wenig Inhalt. Denn das meiste ist bekannt und wird sogar offen von Fairr publiziert.
    Und die Schlauberger sind hinterher sowieso immer die "Schlauesten" ;)


    Ich persönlich sehe den Verkauf selbst auch nicht unbedingt das Problem an, auch wenn "aussitzen" ja immer und immer wieder empfohlen wird.


    Was ich "Blöde" finde/empfand ist das man einfach Zeitnah nicht über die Aktion informiert wurde. Und damit meine ich nicht vor dem Verkauf sondern man hätte auch innerhalb von 24 Stunden nach dem Verkauf allen Kunden eine Info zukommen lassen können und nicht erst fast 1 Woche später nachdem sich viele Kunden bei Fairr gemeldet hatten. Das wäre sicherlich anders aufgenommen worden als in sein Depot zu gucken welchen plötzlich leer ist.


    Für mich sind aber eher die Wichtige Fragen:
    Wie und wann geht es weiter mit den Käufen und in welchen Verhältnissen.
    Das ist für mich eigentlich die Entscheidende Frage

  • Aber der Verkauf IST genau das Problem. Warum verkauft man die ETF Anteile bei Restlaufzeiten größer als 15 Jahre. Das macht, auch wenn man in die Vergangenheit schaut, KEINEN SINN. Es führt nur zu weniger Gewinnen und mehr Kosten für uns. Welches Risiko hat den die SUTOR als Garantiegeber bei solch langen Laufzeiten. In 15 - 30 Jahren gibt es noch 2-6 Crashs. Was soll das? Ich hoffe Saidi & co werden sich auch zeitnah dazu äußern...

  • Aber bei einem Wechsel hättest DU die Kosten. Das darfst du nicht vergessen...

    Natürlich.


    Die Frage stellt sich vielmehr nach der Höhe der Kosten, und das muss man dann gegenüber einer perspektivischen Rendite bzw. Mehr-Verrentung in 30 Jahren sehen.


    Es ist alles ein Rechenspiel, wobei die noch ausreichende Zeit hier wohl noch eher für einen Wechsel sprechen dürfte.

  • Natürlich.
    Die Frage stellt sich vielmehr nach der Höhe der Kosten, und das muss man dann gegenüber einer perspektivischen Rendite bzw. Mehr-Verrentung in 30 Jahren sehen.


    Es ist alles ein Rechenspiel, wobei die noch ausreichende Zeit hier wohl noch eher für einen Wechsel sprechen dürfte.

    Gegenfrage: Warum sollten sie nicht wieder zu 100 % in Aktien (ETF) gehen, wenn sich der Staub gelegt hat. Verstehe den Wechselgedanken nicht, wenn alle Anbieter dieses Umschichten betreiben...

  • Gegenfrage: Warum sollten sie nicht wieder zu 100 % in Aktien (ETF) gehen, wenn sich der Staub gelegt hat. Verstehe den Wechselgedanken nicht, wenn alle Anbieter dieses Umschichten betreiben...

    Schichten wirklich alle vollumfänglich um? @netmax Einlassung in Beitrag 20 klingt so, als würde es bei DWS anders laufen.

  • Aber der Verkauf IST genau das Problem. Warum verkauft man die ETF Anteile bei Restlaufzeiten größer als 15 Jahre. Das macht, auch wenn man in die Vergangenheit schaut, KEINEN SINN. Es führt nur zu weniger Gewinnen und mehr Kosten für uns. Welches Risiko hat den die SUTOR als Garantiegeber bei solch langen Laufzeiten. In 15 - 30 Jahren gibt es noch 2-6 Crashs. Was soll das? Ich hoffe Saidi & co werden sich auch zeitnah dazu äußern...

    Wenn ich jetzt nur mal die Kosten außer acht lasse, dann würde ich persönlich aktuell noch besser fahren sofern man JETZT wieder dem kaufen in gleicher Gewichtung anfangen würde. Dann hätte ich bei aktuellem Kapital mehr Anteile als vorher.
    Denn im Grunde hat die Sutorbank, zumindest bei mir, Kapital gerettet im vergleich zu den aktuellen Kursen.


    Und deshalb genau meine Frage, die ich entscheidend finde: Zu welchem Zeitpunkt wird zu welcher Gewichtung wieder gekauft?
    Sollte man zu spät, also bei bereits gestiegenen Kursen wieder einsteigen ist es definitiv ein Verlust Geschäftft gewesen zzgl. verursachter kosten.
    Fallen die Kurse aber im Zuge von Corona und Wirtschaftskriese weiter, hat aktuell aber das Kapital gesichert und steigt bei noch tieferen Kursen ein während sich der Markt bereits erholt, so könnte man sogar besser gefahren sein mit der Aktion.
    Das Kapital ist, durch die Kursverluste, ja bereits vernichtet. Und die Sutor hat im Grunde nichts anders gemacht als einen Verlust-Stop.
    Die Frage ist also: was kommt nach dem Verlust-Stopp und wie will man den Verlust wieder ausgleichen, auch auf langer sicht.

  • Anfrage ist raus - 2 Möglichkeiten für Union: 1. die schichten wieder um, 2. Wechsel zu einem anderen Anbieter.

    Zu 1.geht bei alten Verträgen nicht,da 2015 eine Umschichtung in den UniGlobal Vorsorge ich widersprochen habe.
    Zu 2. zu welchem? Bei Aktienfond haben m.E.alle umgeschichtet.


    Es gibt noch eine vielleicht dritte und vierte Möglichkeit:
    3.Man lässt den Fond beitragsfrei weiterlaufen und spart das Geld in eigene ETF´s.
    4.Man stellt eine Anfrage an UnionInvestment um aus Kulanzgründen doch noch in den Uniglobal Vorsorge zu wechseln,der den Aktienanteil steuern kann um eine Umschichtung in Renten zu vermeiden.Aber wer weiß das schon genau.


    Gruß Bruno