Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • In meinem Sprachgebrauch beinhaltet ein "Depot" auch Wertpapiere und Liquidität. Beim "Depotvolumen" würde ich also auch die nicht investierten Gelder mitrechnen.

    Naja ist ja eigentlich aber relativ klar. Das Depot ist leer, das Geld liegt gerade auf dem Verrechnungskonto. Deswegen ist Cash ja auch kein Sondervermögen und dementsprechend bei einer einer Pleite der Sutor besonders geschützt, sondern "nur" durch die Einlagensicherung der Bank.

  • Hier ist es ruhig geworden in den letzten 3 Tagen ;)


    Ich habe ja meinen Fairriester beitragsfrei stellen lassen und bin gerade dabei einen wechsel vorzubereiten.
    Heute morgen habe ich mich bei der Sutor (direkt) eingeloggt und siehe da, der Vertrag ist pünktlich zum 01.05. von aktiv auf Ruhend gestellt worden.


    Damit dürfte mein Cash auf dem Verrechnungskonto ja nun auch "eingefroren" sein und ich würde/dürfte bei einem Wiedereinstieg der Sutor nicht dran teilhaben, oder doch?


    Denn wenn ich den Vertrag nun z.B. die nächsten 25 Jahre Ruhestelle und 2 Jahre vor der Rente aktiviere hätte die Sutor nur 2 Jahre zeit um die Differenz zur Beitragsgarantie zu erwirtschaften ohne selbst Verlust zu machen.

  • Ruhend bzw. beitragsfrei stellen heißt erstmal ja nur, dass du aktuell keine Einzahlungen vornimmst. Mit deinem vorhandenen Vertragsguthaben kann die Sutor trotzdem auch wieder Anleihen oder Aktien für dein Depot erwerben, wenn sie denn will. Da spricht ja prinzipiell nichts gegen.

  • @Spacefly, Ich würde das genauso interpretieren wie @nielsk: Es gibt aktuell keine Einzahlungen und keine Zulagen, aber trotzdem kann irgendwann der Betrag auf deinem Verrechnungskonto von Sutor wieder investiert werden.


    Ich habe auch gerade mal in mein Sutor Kundenportal reingeschaut: Nach meiner Sonderkündigung wurden am 20. April die anteiligen Kontoführungs- und Depotgebühren sowie anteilig die Verwaltungsgebühr und die Betriebskosten abgebucht und der Status steht jetzt auf "Depotauflösung".

  • Zulagen für 2019 kommen trotzdem, wurde schon bestätigt.
    Gibt ja keine Grund das diese nicht kommen wenn der Vertrag ruht, die Bedingungen 2019 erfüllt waren und ich (theoretisch) wieder aktivieren kann.


    Bei einem Umzug zum 30.09. würde dann halt alles umziehen incl. Zulagen 2019

  • Kann sich das mal jemand anschauen? Hier steht, dass das Geld dort, wo es gegenwärtig lagert, eben nicht durch die Einlagensicherung save ist und auch kein Sondevermögen ist.


    https://www.finanzberatung-bie…ter-ging-nach-hinten-los/


    Uff! Abgesehen von den vielen Fehlern in Rechtschreibung und Grammatik auf dieser Seite erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht, warum die Einlagensicherung nicht greifen sollte. Dass das Geld, solange es nicht investiert ist, kein Sondervermögen ist, war uns ja bereits klar. Aber die Einlagensicherung gilt bis zu 100.000,- Euro Guthaben pro Kunde bei allen Banken in Deutschland. Warum also sollte das, was auf dem Verrechnungskonto liegt, nicht darunterfallen? Bierl schreibt: "Bei Fairr Riester geht es aber nicht um Kontoguthaben, deshalb greift diese nicht." Das Verrechnungskonto ist also kein Konto? Was ist es denn bitteschön dann?


    Sutor schreibt: "Das in Deutschland geltende Einlagen­sicherungs­gesetz (EinSiG) besagt: Deine Einzahlungen, die zwischen Geld­eingang und Fondskauf für kurze Zeit auf Deinem Verrechnungs­konto liegen, sind geschützt. Und zwar bis zu einer Höhe von 100.000 €."


    Ich würde mal behaupten, dass Bierl hier versucht, den Kunden von Fairriester ihre eigenen Produkte anzudrehen und dafür weitere Panik schürt. Aber natürlich kann ich mich da auch irren. Und nein, ich habe kein Interesse daran, Sutor oder Fairriester zu verteidigen. Schließlich habe ich selbst ja bereits meinen Vertrag dort gekündigt und warte auf die Auszahlung. Ich möchte nur verhindern, dass jemand aus Angst auf eine Finanzberatung hereinfällt, die vielleicht in der aktuellen Situation mit nicht ganz sauberen Mitteln um Neukunden kämpft.

  • Kann sich das mal jemand anschauen? Hier steht, dass das Geld dort, wo es gegenwärtig lagert, eben nicht durch die Einlagensicherung save ist und auch kein Sondevermögen ist.


    https://www.finanzberatung-bie…ter-ging-nach-hinten-los/

    Könntest du zitieren wo genau du das im Text findest? Ich finde nur einen Absatz über die Beitragsgarantie. Die ist in der Tat an den Fortbestand der Sutor Bank gebunden. Ist diese insolvent, garantiert auch niemand mehr dafür, dass zu Rentenbeginn mindestens alle Einzahlungen plus Zulagen vorhanden sind. Die ETFs im Depot und das Geld auf dem Verrechnungskonto sind natürlich weiterhin abgesichert. Aber wenn die Kurse gerade im Minus sind steht nur die Sutor Bank dafür gerade, dies zu Rentenbeginn auszugleichen.

  • Kann sich das mal jemand anschauen? Hier steht, dass das Geld dort, wo es gegenwärtig lagert, eben nicht durch die Einlagensicherung save ist und auch kein Sondevermögen ist.


    https://www.finanzberatung-bie…ter-ging-nach-hinten-los/

    Ich würde das eine unfeine Formulierung durch BIERL nennen.
    (aber anwaltlich geprüft und Abmahn-Sicher?)


    "...Die bekannte Einlagerungssicherung für Banken greift nicht!


    Man dürfte meinen, dass es bei einer Bank einen Absicherungsmechanismus gibt mit dem Einlagensicherungsfonds. Bei Fairr Riester geht es aber nicht um Kontoguthaben, deshalb greift diese nicht...."


    (klar, es geht um gefördertes ETF-Fonds-Sparen)


    Auf der Seite wird nie erwähnt, dass FAIRR nur Vermittler ist und das Cockpit zur Verfügung steht. Dass Fairr-Riester eigentlich ein Produkt der Sutor-Bank ist... wird verschwiegen. Dass es ein Verrechnungskonto bei der Sutor-Bank gibt, wird nie erwähnt. (kleine Anfrage an Verbraucherschutz? - oder was meint finanztip dazu? )


    Gleich danach beginnt die Seite ganz sachte mit der Eigenwerbung. (Mehrere Seiten, welche Riester-Versicherungen vermitteln, schreiben wohl ganz gerne über die Probleme von Riester-Produkten von Banken oder Fondanbietern.)




    Natürlich finden sich trotzdem interessante Anmerkungen...


    "...
    ….Verschiebst Du Deinen Rentenbeginn, verändert sich Dein Rentenfaktor!..."



    Überdenkenswerter Absatz für alle, die an Bord bleiben wollen. (ich nicht nicht - ich habe Fertig)

  • Weiß jemand zufällig ob Folgendes ein gangbarer Weg, bei vorhandenen Baukredit, aus der fairr Miesere ist:


    Beitragsfreien Fairr-Riester in Wohnriester wandeln. Diesen auch beitragsfrei belassen und mit der angesparten Summe den vorhandenen Baukredit tilgen? Somit würde immerhin die Förderung erhalten bleiben.


    Oder ist der Ansatz komplett auf dem Holzweg?

  • Ich warte auf einen fairriester 3.0. Der alte Vertrag kann in der Cash-Lock-Falle bleiben, das Guthaben übertrage ich in den neuen Vertrag (aktueller Wert ggf. unterhalb der Einzahlungen) und der kann sofort wieder in Aktien anlegen, weil er keine alten Zusagen garantieren muss.


    Wäre das nicht eine Idee, aus dieser regulatorischen Falle rauszukommen? Fairr würde den alten Vertrag los, und ich hätte wieder meine Aktienquote.

  • @jucheeee


    Unter bestimmten Umständen ist ein wechsel auf ein Wohn-Riester Produkt überhaupt nicht notwendig.
    Allerdings muss hierfür mindestens 3000 € im aktuellen Riester-Vertrag enthalten sein.


    Diese kann man auch entnehmen und zum Bau oder Finanzierung der eigenen 4 Wände nutzen ohne förder schädlich zu sein.
    Ob das aber z.B. für eine Sondertilgung einer laufenden Finanzierung gilt, oder andere Konstellationen möglich sind, bin auch ich überfragt.
    Aber hier bei Finanztip wird schon einiges dazu geschrieben.

  • @tobiasweiss


    Theoretisch ist das bestimmt möglich. Praktisch sicherlich auch.
    Es ändert, auch für Fairriester 3.0 (und alle die Folgen würden) , ja nichts an der Konstellation das man Gefahr läuft beim nächsten Crash umgeschichtet oder verkauft und ein Cash-Lock gemacht wird.


    Dadurch wird, nach dem aktuellen "Rendite-Killer-Aktion" nur die nächste folgen. Im Crash Fall wird wieder umgeschichtet wenn die "Magische-Verlust-Grenze" erreicht ist. Und wieder wird Kapital vernichtet weil nicht ausgesessen werden kann.
    Die Frage ist da dann schon, wie viel Rendite kann so ein Produkt überhaupt noch abwerfen wenn ich jetzt schon Verlust gemacht habe und Gefahr laufe, auch bei anfänglichen 100 % Aktienquote, wieder die Rendite oder einen teil vernichtet bekomme.


    Ich kann für mich nur sagen: Riester und Aktien ist für mich Tot, zumindest so lange wie die Beitragsgarantie gilt. Ich habe mich damit nun einige Zeit auseinander gesetzt und dabei nichts gefunden was mich überzeugt.
    Wir sind gerade dabei einen anderen Plan zu verfolgen und sind hierbei auf den letzten Metern.

  • @Spacefly


    Danke für den Hinweis. Ist schon mal was. Jetzt muss man nur noch herausfinden, ob Sutor sowas zulässt!?


    Puh... Die 20% werden schwer zu kompensieren und am das Geld rankommen noch schwieriger...

    Wenn du einen Riester-Vertrag auszahlen lassen möchtest ohne Förderschädlich zu handeln weil du es in deine eigenen 4 Wände stecken willst mit du dich wohl mit der ZFA in Verbindung setzten.
    Denn die entscheiden ob sie ihre Förderung zurück haben wollen oder ob die Förderrichtlinien eingehalten werden, nicht der Anbieter wie Sutor.


    Aber wie gesagt, in dem Thema bin ich nicht so wirklich auf dem laufenden. Bitte nochmal Informieren

  • "...Die bekannte Einlagerungssicherung für Banken greift nicht!


    Man dürfte meinen, dass es bei einer Bank einen Absicherungsmechanismus gibt mit dem Einlagensicherungsfonds. Bei Fairr Riester geht es aber nicht um Kontoguthaben, deshalb greift diese nicht...."


    (klar, es geht um gefördertes ETF-Fonds-Sparen)

    Genau diesen Absatz meine ich. Könnte @Saidi mal dazu Stellung beziehen? Unterliegt das Geld auf dem Konto von Sutor NICHT der gesetzlichen Einlagensicherung?

  • Ich weiß immer noch nicht was ich machen soll. Das klügste ist wahrscheinlich (so denn die Einlagensicherung greift, was zu klären wäre), dass Ding einfach ohne neue Einzahlungen weiterlaufen zu lassen und die Sutor einfach den Fehlbetrag bei Rentenbeginn übernehmen zu lassen. Gleichzeitig - je nach dem, ob es sich lohnt (Zulagen) einen neuen Vertrag eingehen, oder ungefördert sparen. Auch das hat Risiken z.B. bei Arbeitslosigkeit.

  • @valdifra


    Die Einlagensicherung gilt auch für das Verrechnungskonto der Sutor-Bank, wo dein fairr-Geld rumgammelt. Punkt


    Die Formulierung der Finanzberatung ist so...
    - dass es nicht so einfach, ihr einen Strick zu drehen
    - nimm dein Geld, und lege es via BIERL an...


    Im Ernst, Finanz-Berater wollen nur dein Bestes (dein Geld) ...

  • Genau diesen Absatz meine ich. Könnte @Saidi mal dazu Stellung beziehen? Unterliegt das Geld auf dem Konto von Sutor NICHT der gesetzlichen Einlagensicherung?

    Naja, das ist vielleicht etwas reißerisch formuliert, aber man muss schon sehen, dass dies unter der Überschrift "Beitragsgarantie" steht. Und dafür stimmt die Aussage. Für den Erhalt aller Beiträge plus Zulagen garantiert nur die Sutor Bank. Diese Garantie ist nicht von der Einlagensicherung geschützt. Ist die Sutor Bank insolvent, gibt es auch keine Beitragsgarantie mehr. Das steht auch unmissverständlich im Infoblatt zum Vertrag.


    Wie gesagt ist das Guthaben auf dem Verrechnungskonto und das Depot davon nicht betroffen. Diese Gelder sind natürlich garantiert und auch abgesichert. Aber aufgrund der Kursentwicklung und der Produktkosten könnte dein Depot plus der Betrag auf deinem Verrechnungskonto zum Zeitpunkt der Verrentung ja niedriger sein als deine Einzahlungen + Zulagen. Für diese Differenz steht niemand außer der Sutor Bank gerade. Kann sie dies nicht, dann realisierst du die entsprechenden Kursverluste.