Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • Sehr geehrter Herr xxxxx,
    gute Nachrichten für alle Raisin Pension Riester Kunden: Die Sutor Bank gewährt allen Kunden mit einem Auszahlungs­beginn im 83. Lebens­jahr per sofort und dauerhaft einen Rabatt in Höhe von 50 % auf die fixe Konto­führungs- und Depot­gebühr. Dies ist unab­hängig davon, ob Sie diesen Auszahlungs­beginn bereits fest­gelegt hatten oder auf diesen verschieben.
    Die Möglich­keit, während der Anspar­phase den Auszahlungs­beginn zu verschieben, wurde von der Sutor Bank in Ihrem Riester-Vertrag vereinfacht. Die Bedingungen für eine Verschiebung sind nun detailliert aufgeführt und somit für Sie einfacher nachzuvollziehen.
    Hervorzuheben ist darüber hinaus, dass Sie auch bei einer Verschiebung des Auszahlungsbeginns auf das 83. Lebens­jahr den bei Vertrags­abschluss zuge­sagten garan­tierten Renten­faktor nicht mehr verlieren, sondern dieser bei Erfüllung bestimmter Voraus­setzungen Gültig­keit behält. Eine vollständige Übersicht über die neuen Möglich­keiten finden Sie im Merkblatt der Sutor Bank im Anhang.
    Durch das Hinausschieben des Auszahlungsbeginns auf das 83. Lebens­jahr und der damit einhergehenden Verlängerung der Vertrags­laufzeit kann sich der Anteil des in Aktien­fonds investierten Kapitals erhöhen.
    Mit dem Schnell­rechner können Sie nach­voll­ziehen, wie die Veränderung der Rest­lauf­zeit auf Ihre aktuelle Ziel-Aktien­quote wirkt und die Änderung beauf­tragen:


    Ein garan­tierter Renten­faktor und eine Hinterbliebenen­absicherung können bei Renten­beginn mit 83 nicht vergeben werden, aber:
    So können Sie Ihren aktuellen garan­tierten Renten­faktor und die aktuelle Hinterbliebenen­absicherung bei Verschiebung des Renten­beginns auf 83 behalten.
    Verschieben Sie den Auszahlungs­beginn von 83 unter den unten aufgezeigten Bedingungen wieder auf den ursprünglich vereinbarten Renten­beginn zurück (vorausgesetzt dieser liegt zwischen dem 62. und 67. Lebens­jahr), wird der dabei festgesetzte garan­tierte Renten­faktor und die ggf. gewählte Hinterbliebenen­absicherung wieder aktiviert, vorausgesetzt, ein während der Vertrags­laufzeit neu vereinbarter Auszahlungs­beginn liegt niemals vor dem Auszahlungs­beginn, der bei Vertrags­schluss fest­gelegt wurde.
    So funktio­niert’s:
    Sie haben beispiels­weise bei Vertrags­schluss den Renten­beginn mit 65 vereinbart und erhöhen den Auszahlungs­beginn nun auf 83. Falls Sie den Renten­beginn später wieder auf 65 zurück­setzen, bleibt Ihr bei Vertrags­beginn vergebener garan­tierter Renten­faktor erhalten.
    Beachten Sie bitte, dass für das spätere Vorziehen des Renten­beginns wegen der gesetz­lichen Riester-Beitrags­garantie folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:

    • Der neue Auszahlungszeitpunkt liegt weiterhin nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres
    • Die Mindest­laufzeit von 12 Jahren seit Vertrags­beginn in der Anspar­phase ist weiterhin erfüllt.
    • Das Depotvolumen zum Zeitpunkt des Eingangs des Änderungsauftrages bei der Sutor Bank liegt mehr als 2 % über der Summe der bis zu diesem Zeitpunkt einge­zahlten Alters­vorsorge­beiträge (eigene Beiträge und Zulagen), einschließ­lich Zusatzzahlungen und Eingänge aus Kapitalübertragungen.
    • Das Depotvolumen zum Zeitpunkt des Eingangs des Änderungsauftrages bei der Sutor Bank beträgt mindestens 10.000 EUR.
    • Die Beantragung erfolgt a) zwischen dem 13. und 24. Monat vor dem neuen Auszahlungs­beginn oder b) mindestens fünf Jahre vor dem neuen Auszahlungs­beginn.

    Beispiel 1: Sie möchten mit 59 Jahren Ihren Auszahlungs­beginn von 83 auf den ursprünglich vereinbarten Renten­beginn mit 65 zurück­setzen. Ihr garantiertes Guthaben beträgt 80.000 EUR, der aktuelle Vertragswert beträgt 90.000 EUR. Das Vorziehen ist möglich, da Ihr Vertragswert mehr als 2 % über dem garan­tierten Guthaben liegt und der Zeitraum bis zum Beginn der Auszahlungs­phase bei 5 Jahren liegt.
    Beispiel 2: Sie möchten mit 64 Jahren Ihren Renten­beginn von 83 auf 65 zurück­setzen. Ihr garantiertes Guthaben beträgt 80.000 EUR, der aktuelle Vertragswert beträgt 81.500 EUR. Das Vorziehen ist nicht möglich, da Ihr Vertragswert weniger als 2 % über dem garan­tierten Guthaben liegt. Außerdem liegt der Zeitraum bis zu Beginn des neuen Auszahlungsbeginns bei weniger als 13 Monaten.
    Beachten Sie bitte, dass bei einer Laufzeitänderung die gesetzliche Riester-Beitrags­garantie zum neu festgelegten Renten­beginn greift.
    Die Laufzeitänderung und die Auswir­kungen auf die Ziel-Aktien­quote werden wenige Tagen nach Beauftragung gültig. Eine Bestäti­gung der Sutor Bank erfolgt im Cockpit unter „Dokumente“. Die Depot­zusammen­setzung und das Anlage­modell werden im Rahmen der Vermögens­verwaltung vom Anlage­ausschuss der Sutor Bank überwacht und gegebenen­falls angepasst. Zukünftige Änderungen sind nicht ausgeschlossen.
    Falls Sie noch Fragen haben, können Sie direkt auf diese E-Mail antworten oder anrufen unter 030 770 191 294.
    Wir danken Ihnen für das entgegen­gebrachte Vertrauen.

    Freundliche Grüße

    Ihr Raisin Pension Team

  • Liest sich für mich, als ginge denen das Popöchen auf Grundeis.

    Ich soll meinen Rentenbeginn auf 83 Jahre legen. Aha.

    Sie können dann eine höhere Aktienquote realisieren und das Risiko der Unterschreitung des Garantiebetrags besser abbilden. Vorausgesetzt, es wird nicht bei der nächsten Krise wieder alles verkauft. Was ich allerdings vermuten würde, sie hatten sich ja schon vor Corona verschätzt.

    Wird der Garantiebetrag dann trotz längerer Laufzeit und höherer Aktienquote unterschritten bzw. nicht ausreichend überschritten, müssen sie weniger auszahlen, weil statistisch mehr Leute vorher sterben. Zurück zum Rentenbeginn mit 67 kann ich dann ja nicht mehr.

    Freundlicherweise weisen sie am Ende der Nachricht auf die Zielgruppe der Nachricht hin: Menschen mit einer gewissen Naivität - Menschen, die Fairr/Raisin vertrauen.

    Ich frage mich, wen sie damit meinen. Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen.
    Fairr hat es verbockt, Fairr löffelt die Suppe auch schön wieder aus. So einfach ist das für mich. Inklusive einer von mir aus zehnfachen Kontoführungs- und Depotgebühr - was interessiert mich die bei einem Depotstand unterhalb des Garantiebetrags?

  • Dieser Trick, den nominellen Rentenbeginn erst auf 83 zu schieben und später wieder zurückzuziehen, um die Restriktionen der Beitragsgarantie zu mildern und die Aktienquote lange hochhalten zu können, wurde schon in Vor-Corona Zeiten genannt. Wenn ich das richtig erinnere allerdings nie als offizielle Empfehlung.


    Das war allerdings bisher immer verbunden mit dem Verlust des garantierten Rentenfaktors (der ja schon ohnehin eine Besonderheit unter den Riester-Fondssparplänen darstellt).


    Diese Einschränkung scheint nun zu fallen (wobei für die Erklärung der näheren Umstände sehr viel Text benötigt wird) und es sieht so aus, als wolle Raisin das als Standardweg etablieren, um möglichst viel vom ursprünglichen Konzept zu retten.


    Auf den ersten Blick erscheint das für mich plausibel. Auf jeden Fall ist für Gesprächsstoff gesorgt...

  • Was ich besonders perfide finde ist, dass man das Risiko für dieses Abenteuer selbst trägt. Ist man zum spätestens Zeitpunkt für die Rücksetzung des

    Eintrittsalters im Minus, gilt auch der Rentenfaktor nicht mehr. Das Angebot der sutorbank für die Übernahme des Risikos sind geringere Kosten des Vertrages an sich. Ich warte weiter auf eine Reform des Riester Systems und orientiere mich dann neu.

  • ... bald 800 Kommentare zu einer solchen „weichen, braunen Masse“! Wow!


    Weshalb wird nicht endlich eine Alternative geschaffen? Jeder darf maximal 5.000€ pro Jahr spenden und die Spende absetzen. Die Spendengelder wandern in einen großen Topf; 1% der Spendeneinnahmen wird an geistig Behinderte gezahlt (unter der Politikern dürften sich schon genügend Behinderte finden lassen)! Der Rest wird über eigens geheuerte Hedge-Fonds-Manager investiert... und unter den Spendern, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, werden Monatsrenten in Relation zum individuellen Spendenaufkommen verlost. Jedes Los gewinnt... und Gewinne sind steuerfrei.

    Das wäre doch mal etwas, oder? So ähnlich wie ein Überraschungsei...

  • Das ganze „Angebot“ stinkt doch zum Himmel. Die Aktien-ETf‘s in die aktuell investierst wird, sind doch ein schlechter Witz im Vergleich zu der vernünftigen Struktur des Portfolios vor der Krise. Trotz weltweitem Aufwärtstrend seit Juni und dem besten Börsenmonat November seit 30 Jahren, bewegt sich das Konto meiner Frau noch immer mit 2% im Minus. Die „ETF‘s“ performen dabei im 0,x Bereich, während der ETF-World gleichzeitig um >10% gestiegen ist. Traurige Realität, aber eben die neue Strategie der Sutor-Bank.


    Das meine Frau aber nun für 50% weniger Depotgebühren (0,3% des Kontobestandes; bei 10.000€ im Jahr also 30€ Ersparnis) die Chance bekommt, das Rentenalter auf 83 Jahre zu verschieben, dabei „womöglich mehr“ in diese grandios performenden Aktien-ETfˋs darf und im Gegenzug das volle Risiko der Sutor tragen soll, wenn der Depotwert nicht mindestens 2% über der Garantiesumme liegt, ist Bauernfängerei und Trickserei am Kunden.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass beim nächsten Crash (und der kommt sicher) aufgrund der aktuellen Mechanik, die die Sutor betreibt, das Konto nicht im Plus ist, ist riesig und damit auch das Risiko eben nicht 2% zu erreichen und dann im schlimmsten Fall keine Rente zu erhalten, weil man das 83. LJ nicht erreicht. Hinterbliebenenabsicherung fällt ja auch flach...


    Wenn man nun richtig fies argumentiert, bietet sich der Sutor sogar die Möglichkeit das Konto bewusst knapp UNTER der 2% Marke zu halten, um dem Kunden im Zweifel kein Geld auszahlen zu müssen.


    Klarer „Fall“ von meiner Seite an die Adresse Sutor, Raisin und Konsorten.

  • ... bald 800 Kommentare zu einer solchen „weichen, braunen Masse“! Wow!


    Weshalb wird nicht endlich eine Alternative geschaffen? Jeder darf maximal 5.000€ pro Jahr spenden und die Spende absetzen. Die Spendengelder wandern in einen großen Topf; 1% der Spendeneinnahmen wird an geistig Behinderte gezahlt (unter der Politikern dürften sich schon genügend Behinderte finden lassen)! Der Rest wird über eigens geheuerte Hedge-Fonds-Manager investiert... und unter den Spendern, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, werden Monatsrenten in Relation zum individuellen Spendenaufkommen verlost. Jedes Los gewinnt... und Gewinne sind steuerfrei.

    Das wäre doch mal etwas, oder? So ähnlich wie ein Überraschungsei...

    Das klingt irgendwie verbittert. ;(

  • Das klingt irgendwie verbittert. ;(

    Nein, wirklich nicht! Nur ein bisschen provokantes Geblödel, das 2 Leuten scheinbar gar nicht gefällt.


    Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, weshalb man sich über Dinge derart aufregt, die man nicht ändern kann, die quasi „systembedingt“ einer Totgeburt vergleichbar sind. Daher ist es beruhigen zu lesen, dass es doch einige Leute geschnallt haben, die entsprechende Änderungen vorgenommen haben... so wie man es bei anderen Finanzprodukten auch macht, wenn diese nicht „performen“.


    Euch allen ein schönes Wochenende. Nicht vergessen die 3. Kerze anzuzünden!

  • In die Grube mit den 83 Jahren bin ich auch reingefallen. Wollte ja schön lange in Aktien investiert sein. Du darfst nur zurück, z.B. auf 65 Jahre, wenn das Konto im Plus ist. Das hätte bei mir wohl ewig gedauert. Jetzt investiere ich selbst, ohne Netz und doppelten Boden, dafür in die Papiere, die ich gut finde.

  • In die Grube mit den 83 Jahren bin ich auch reingefallen. Wollte ja schön lange in Aktien-ETFs investiert sein. Du darfst nur zurück, z.B. auf 65 Jahre, wenn das Konto im Plus ist. Das hätte bei mir wohl ewig gedauert. Jetzt investiere ich selbst, ohne Netz und doppelten Boden, dafür in die Papiere, die ich gut finde.

  • Bitte erzähle mehr davon.

    Ich übernehme das mal. Habe mich noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt, freue mich über Meinungen/Tipps/Input. Ich hatte bisher 65 als Renteneintrittsalter angegeben.


    Mailanhang (ursprünglich ein PDF):


    Inhalt der Mail:

  • Gibt es dann nicht höhere Aktienquote und die Möglichkeit, trotzdem wieder zurückzudrehen, d.h. mit 67 in Rente?

    Möglicherweise gibt es dann eine höhere Aktienquote. Oder auch nicht, das garantiert dir niemand. Sicher ist nur, dass du nicht zurück zum Eintrittsalter 67 kannst, solange dein Depotwert nicht ausreichend über den Einzahlungen liegt.


    Was dann beim nächsten Crash, der ziemlich sicher und genau wie Corona absolut unvorhersehbar kommen wird, mit deinen ETF-Anteilen passiert, kann dir auch niemand sagen. Vielleicht bieten sie dann nach dem Panikverkauf den Renteneintritt mit 99 (67 + Anzahl der Crashes * 16) Jahren an bei eventuell erhöhter Aktienquote, wer weiß?


    Die Beitragsgarantie verhindert in den alten Konditionen ziemlich sicher eine mögliche Rendite. Aber sie garantiert wenigstens die Auszahlung der eingezahlten Beiträge.

    Darauf wegen einer mehr als vagen Aussage über einen höheren Aktienanteil zu verzichten scheint mir ein sehr gutes Geschäft zu sein - allerdings nicht für den Kunden.