Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

  • Ich habe Sutor dazu mal angeschrieben mit dem Hinweis, mir nicht ihr Standardblabla zu schicken. Werde es hier veröffentlichen und empfehle jedem es mir gleich zu tun..

  • Gegenfrage: Warum sollten sie nicht wieder zu 100 % in Aktien (ETF) gehen, wenn sich der Staub gelegt hat. Verstehe den Wechselgedanken nicht, wenn alle Anbieter dieses Umschichten betreiben...

    Weil das bei meinem Vertrag nicht vorgesehen ist, sog. "lock-in".


    Wie sich das bei den anderen Anbietern abseits UI verhält, weiß ich nicht. Ich würde wohl zunächst versuchen wollen, in das aktuelle Modell der UI zu wechseln, wo kein lock-in mehr vorgesehen ist. Mal sehen wie der Anbieter reagiert

  • Zu 1.geht bei alten Verträgen nicht,da 2015 eine Umschichtung in den UniGlobal Vorsorge ich widersprochen habe.Zu 2. zu welchem? Bei Aktienfond haben m.E.alle umgeschichtet.


    Es gibt noch eine vielleicht dritte und vierte Möglichkeit:
    3.Man lässt den Fond beitragsfrei weiterlaufen und spart das Geld in eigene ETF´s.
    4.Man stellt eine Anfrage an UnionInvestment um aus Kulanzgründen doch noch in den Uniglobal Vorsorge zu wechseln,der den Aktienanteil steuern kann um eine Umschichtung in Renten zu vermeiden.Aber wer weiß das schon genau.


    Gruß Bruno

    Zu 1. - Habe ich auch. Daher möchte ich eine Lösung mit UI erarbeiten


    Zu 2. - Mal Finanztip durchforsten :) - Ehrlich gesagt, ich erhoffe mir eine Lösung mit UI. Wenn nicht, dann vergleichen


    Zu 3. - Man verzichtet dann aber auf die Zulagen


    Zu 4. - Vgl. 1.

  • Der garantierte Rentenfaktor ist leider nur ein Werbegag und ich begründe auch gleich warum. Doch zuvor zur Ehrenrettung: Ja, fairr hat einen garantierten Rentenfaktor, den z.B. Union und DWS nicht haben. Zudem sind die garantierten Rentenfaktoren der allermeisten Anbieter einfach nur Papiertiger und eher theoretischer als praktischer Natur.
    Die Gründe warum der bei fairr garantierte Rentenfaktor ein Werbegag ist:

    • Bei einer Verschiebung des bei Vertragsabschluss vereinbarten Auszahlungsbeginns, ist der bei Abschluss des Altersvorsorgevertrages garantierte Rentenfaktor nicht mehr maßgebend, sondern es wird (auf Basis der dann gültigen Rechnungsgrundlagen) ein neuer Rentenfaktor berechnet. Es wird zwar für unterschiedliche Renteneintrittsalter der Rentenfaktor angezeigt, man muss dieses Alter aber zu Vertragsbeginn festlegen. Bei einer späteren Änderung, gilt der einstmals festgelegte garantierte Rentenfaktor nicht mehr.
    • Bei Änderung der Art der Hinterbliebenenversorgung ist der bei Abschluss des Altersvorsorgevertrages garantierte Rentenfaktor nicht mehr maßgebend, sondern es wird (auf Basis der dann gültigen Rechnungsgrundlagen) ein neuer Rentenfaktor berechnet.
    • Wählt man anstelle der sofortbeginnenden Rente der My Life zu Rentenbeginn den Auszahlungsplan über die Bank, was zumindest aus heutiger Sicht sehr attraktiv erscheint, entfällt das Thema garantierter Rentenfaktor ebenfalls. In Dem Fall gibt es Auszahlungen bis zum 85. Lebensjahr und erst dann wird das Geld dem dann aktuellen Versicherungspartner gegeben zur Verrentung über die restliche Lebenszeit. !Wichtig! Es muss aber zum Rentenbeginn festgelegt werden wie viel vom gebildeten Kapital zurückbehalten werden muss, um für das sehr lange Leben gerüstet zu sein. Schon DWS und Union haben sich in den 00-Jahren verzettelt. Zunächst kalkulierte man mit 10.000 von 100.000 Euro, was sich schließlich fast verdreifachte auf 28.000 Euro.

    [Blockierte Grafik: https://www.meinvorsorgemanage…020/03/image-1024x385.png]



    Man sollte bei einem Vertrag, der noch 30 oder 40 Jahre geht doch ein klein wenig Flexibiliät und verbundene Sicherheit erwarten können - zumal die von My Life in Aussicht gestellten erwarteten Rentenfaktoren völlig illusorisch sind und somit vor allem auf die Garantie zu blicken ist.
    Wenn ich also wie in meinem Berechnungsbeispiel aus welchen Gründen auch immer nicht zum 01.04.2046 in Rente gehe wird auf Grundlage der dann existierenden (schlechteren) Rechnungsgrundlagen kalkuliert. Was können Gründe sein:

    • Änderung des gesetzlichen Renteneintrittsalters - Für wie wahrscheinlich haltet Ihr es, dass 67 auch in 3 oder 4 Jahrzehnten noch das gesetzliche Renteneintrittsalter is und nicht 69 oder 71 oder eine fällige völlige Flexibilisierung? Gehe ich auch nur einen Monat früher oder später in Rente als vor Jahrzehnten festgelegt, verliere ich meinen garantierten Rentenfaktor.
    • Der individuelle berufliche Weg - es ist heute im Berufsleben so gut wie nichts mehr in Stein gemeißelt. Das ist im Grunde jedem klar, 40 Jahre bei der selben Firma und dann Rente ist eine sehr seltene Ausnahme. Ich kann mir z.B. sehr gut vorstellen, dass ich auch noch nach 67 weiter arbeite - halt solange es mir Spaß macht.
    • Berufs-/Erwerbsunfähigkeit - in dem Fall werde ich sehr wahrscheinlich früher meine Riesterrente in Anspruch nehmen wollen, allein schon weil nicht wenige gesundheitliche Beeinträchtigungen mit einem kürzerem Leben einhergehen.

    Jetzt wird sich der ein oder andere Fragen: Aber warum denn nicht trotzdem die Kohle einfach mit 67 nehmen, damit der garantierte Rentenfaktor erhalten bleibt?
    Nun, bei BU stellt sich mir die Frage nicht. Wenn ich auf Grund eigenen Willen oder gestiegenem Renteneintrittsalter später in Rente gehe und dann trotzdem schon Riesterrente erhalte, habe ich sehr wahrscheinlich einen deutlich höheren Steuersatz auf meine ohnehin schon hoch zu versteuernde Riesterrente, weil man natürlich noch ein Arbeitseinkommen hat und überdies würde ein nach hinten legen des Renteneintritts ja dazu führen, dass ich bei Weiterzahlung der Beiträge weiterhin statt Steuernachteilen, Steuervorteile habe und in den Genuß meiner Riesterzulage komme.


    Versprochen wird in der Berechnung auf der Website zuvor das:



    Die 28,68 sind aber - wie man später erfährt nur dann der garantierte Rentenfaktor, wenn man von vornherein keine Todesfallleistung wählt. Das heißt, ich sterbe blöderweise mit 68 und meine Frau geht völlig leer aus. Das ist aberwitzig. Nun kann man auch 10 Jahre Rentengarantiezeit einstellen, so dass meine Frau in dem Beispiel noch 9 Jahre Rente ausbezahlt bekommt. In der Zeit wurde dann freilich nicht einmal die Hälfte meines angesparten Geldes ausbezahlt...
    Die Variante Restkapitalerhalt reduziert dann den garantierten Rentenfaktor auf die angezeigten 25. Wer seinen Partner also wohlgesonnen ist, wird wohl oder übel diesen gut verschleierten Verzicht üben müssen.Wie oben schon zu sehen, entfällt der garantierte Rentenfaktor auch für über 300.000 Euro hinaus gebildetes Kapital. Das mag aus derzeitiger Sicht nur wenige Leute treffen - allerdings muss dies bei einem Anbieter, der das "Übersparen" in Riester seinen Kunden so stark ans Herz legt, auch thematisiert wird. Es ist außerdem immer Mal wieder die rede davon, dass man den seit über einem Jahrzehnt festen Förderhöchstbetrag von 2.100 Euro (Summe aus Eigenbeiträgen und Zulagen) pro Person auch einmal erhöht. Aus meiner persönlichen Sicht ist das längst fällig. Man hat über 3 Jahrzehnte oft 100% Nominallohnsteigerung, da kann die stattlich geförderte Vorsorge nicht ewig verharren bei relativ geringen Werten.
    Was für ein Versicherer macht so etwas?
    Die Sutor Bank garantiert über Ihren Versicherungspartner (derzeit My Life) seinen Kunden einen Rentenfaktor. Abgesehen davon, dass nicht wirklich klar ist was bei einem Wechsel des Versicherungspartner oder dessen Schieflage passiert, ist das vorgehen Garantien zu stellen ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten zum Zeitpunkt der Garantiestellung, höchst fragwürdig.
    Würdest Du jemanden mitteilen: "In 40 Jahren bekommst Du für 100.000 Euro von mir eine lebenslange Rente von 280 Euro. Mir ist egal wie alt Du wirst - ich zahle solange Du lebst, ohne wenn und aber. Und das Beste: Du musst mir heute für diese Sicherheit nicht einen einzigen Euro zahlen."
    Ob bis da hin die Krebsheilung erfunden wurde oder weitere medizinische Fortschritte und solche in Ernährungsfragen dazu führen, dass Menschen im Durchschnitt 110 Jahre alt werden - alles egal.
    Von der Spekulation zurück zu den Fakten:

    • In den letzten 40 Jahren ist die Lebenserwartung in Deutschland um rund 10 Jahre gestiegen.
    • Nachweislich kann die Lebenserwartung auch ohne medizinische Fortschritte durch einfachste Umsetzung einer sinnvollen Ernährung deutlcih erhöht werden (Vgl. Ernährungskompass, Bas Kast und viele andere).
    • Zudem schließen Menschen, die bereits heute gesundheitlich beeinträchtigt sind und solche die erblich vorbelastet sind (z.B. früher Tod naher Angehöriger, insbesondere Eltern und Großeltern) mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine Rentenversicherung ab, so dass tendenziell Menschen mit höherer Lebenserwartung mehr Geld in Altersvorsorge investieren.

    All diese Fakten kennen seriöse Versicherer natürlich und berücksichtigen dies unterschiedlich in Ihren Versicherungsbedingungen. Im Gegensatz zu My Life erhalten alle diese Versicherer vom Tag des Riestervertragsabschluss' Geld von Ihren Kunden, z.B. um hervorragende Versicherungsmathematiker und Aktuare bezahlen zu können. ;)
    Was können die Gründe sein, warum My Life ohne direkte Gegenleistung eine Garantie ausspricht, die auch noch marktunüblich hoch ist?

    • Der Versicherer ist nach wie vor sehr klein und hat eine eher unrühmliche Vorgeschichte (siehe Versicherungsbote aus 2015: "Vormals firmierte der neue Fairr-Versicherer als Fortis, davor als Gutingia. Unter diesem Namen war der Rechtsvorgänger von MyLife damals mit der Pleite-Firma Göttinger Gruppe (1986 bis 2007) verstrickt. Bei der Göttinger Gruppe verloren etwa 37.000 Anleger mehr als 800 Millionen Euro."). Dementsprechend braucht man natürlich positive Nachrichten und möglichst wirksame Werbeeffekte in einem sehr stark gesättigtem Markt, in dem viel hin und her geschoben wird, aber vergleichsweise wenig Neues verkauft wird.
    • My Life ist auch fairr- bzw. Sutor-Versicherungspartner in Produkten wo schon in der Einzahlungsphase Gelder und somit auch anteilig Gebühren vereinnahmt werden - aktuell fairrbav und fairrelax (Vgl fairr Website).

    Die Strategie von My Life ausschließlich Nettotarife zu vermitteln ist aller Ehre wert. Es entbindet einen Anbieter aber natürlich nicht davon seinen Kunden ein möglichst nachhaltiges Geschäftsmodell zu bieten.

  • Hier auch unser Blog-Artikel dazu: finanztip.de/blog/fairr-riester-verkauft-etfs/
    Allerdings warten auch wir weiterhin auf Infos...

    Das war völlig absehbar und es wurde darüber x-fach geschrieben, aber Ihr habt es ignoriert und so getan als hätte es - wenn überhaupt - nur sehr kleine Nachteile auf fairr - Riester zu gehen. Das ist sehr gut dokumentiert und ich hoffe, Ihr bleibt in dieser Frage weiter offen und tut nicht so als ob Ihr es nicht hättet wissen können und es nicht auch besser gegangen wäre.


    Die Cash-Lock-Falle wurde von fairr stets geleugnet - auch auf eine Vielzahl von Nachfragen und Ihr habt es schlicht geglaubt obwohl Gegebenheit und Gesetzmäßigkeiten dem klar entgegen standen. Jetzt heißt es zu Fehlern zu stehen.


    https://www.fairr.de/docs/pres…pm_schutz_rentenfalle.pdf


    "fairriester-Anleger müssen die Rentenfalle nicht fürchten und können dies im Kundenportalnachvollziehen. Die Anlagen werden nicht durch Computerprogramme gesteuert, sonderndurch den erfahrenen Anlageausschuss der Sutor Bank. Alle Sparbeiträge fließen je nachzeitlichem Abstand zum Rentenbeginn bei voller Beitragsgarantie in einen breiten Mix anAktien- und Rentenfonds, den die Sutor Bank nach wissenschaftlichen Kriterienzusammenstellt."


    https://www.landshut-versicher…r-ist-das-wirklich-fairr/


    http://www.portfolio-internati…ble-riester-garantie.html


    https://www.wertpapier-forum.d…eter-fairriester/page/10/

  • Das ganze "Ich-hab's-Euch-ja-gesagt!"-Gerede hilft niemand weiter.

    Das sehe ich komplett anders, denn der Mensch ist Gerüchten folgend durchaus lernfähig und glaubt vielleicht demnächst dann auch Mal weniger an die fair(r)e eierlegende Wollmilchsau.


    Und geht Mal wenige Jahre oder auch Monate zurück. Hat oder hat sich fairr nicht als diejenigen geriert, die alles sehr viel besser machen als andere?


    Diejenigen, die den Leuten gesagt haben: "Cash-Lock? Das kann Dir bei uns, bei fairr Riester nicht passieren." haben sich nun zu stellen und die Konsequenzen zu tragen - gerade dann wenn man sich zuvor als weißer Ritter, der alles zugunsten von Verbrauchern tut, aufgespielt hat und sich am Ende herausstellt, dass auch die nur mir Wasser kochen.


    Zudem wird durch die Aufarbeitung des Themas auch denjenigen gedient, die nun auch mehr wissen wollen zu anderen Nachteilen des Produktes, die ebenso wie die Cash-Lock-Falle komplett kleingeredet wurden.


    Und wenn es Menschen gab, die die Cash-Lock-Falle bei fairr-Riester eben ganz und agr nicht ausgeschlossen haben, dann sollte man die heute befragen und denen mehr Gehör schenken. Eigentlich völlig logisch.

  • Man verzichtet dann aber auf die Zulagen

    das ist richtig,aber hast du dir schon mal deine Jahresabrechnung für 2019 angesehen?
    Da steht bei mir knapp 110€ für Ausgabeaufschläge und Depotgebühren plus Kosten für die Verwaltung des gebildeten Kapital für den UniGlobal von 1,47% und UniEuroRenta von 0,73% !!!!,was bleibt mir von der staatlichen Subvention,bei mir 175€, noch übrig?????!!!!!.Da verdienen sich andere Leute eine goldene Nase dran und wenn ich dass von "schatzmeister " lese,bleibt nur beitragsfrei weiterführen ,Kohle nehmen und selbst anlegen,oder ausgeben.


    Gruß Bruno

  • Ja, wenn die Zulage von den Kosten aufgefressen wird, fragt man sich natürlich, ob es das Ganze nicht auch ertragreicher und nicht nachgelagert besteuert gibt.


    Das ist wohl wieder diese Sache mit dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach. :huh:

  • das ist richtig,aber hast du dir schon mal deine Jahresabrechnung für 2019 angesehen?Da steht bei mir knapp 110€ für Ausgabeaufschläge und Depotgebühren plus Kosten für die Verwaltung des gebildeten Kapital für den UniGlobal von 1,47% und UniEuroRenta von 0,73% !!!!,was bleibt mir von der staatlichen Subvention,bei mir 175€, noch übrig?????!!!!!.Da verdienen sich andere Leute eine goldene Nase dran und wenn ich dass von "schatzmeister " lese,bleibt nur beitragsfrei weiterführen ,Kohle nehmen und selbst anlegen,oder ausgeben.


    Gruß Bruno

    Ich hatte gestern mit UI tel.


    Es ist möglich, kostenlos in den UniGlobalVorsorge umzuschichten. Das würde bedeuten, dass das bisher "gelockte" Kapital wieder in Aktien investiert werden kann.


    Ehrlich gesagt, noch nicht, mache ich gleich mal :)


    *Edit*: So, habe nachgeschaut. Ich komme nicht auf einen derart hohen Betrag wie Du ihn nennst ?( Deine genannten Kosten für Verwaltung des gebildeten Kapitals fallen m.E. nicht separat an, sondern müssten inkludiert sein? Ich leiste jedenfalls keine separaten Beiträge an irgendjemanden zusätzlich ?( Du bezahlst

    • die Ausgabeaufschläge (sind genannt)
    • und die einmalige Depotgebühr p.a. (ist genannt).


    Hier der Passus:


    10 Mit Ausnahme der ggfs. entnommenen Depotgebühren werden die Kosten für die Verwaltung des gebildeten
    Kapitals nicht Ihrem Altersvorsorgevertrag belastet, sondern fallen direkt auf Ebene der jeweiligen Investmentfonds
    an, die im Rahmen Ihres Altersvorsorgevertrages erworben wurden. Als Kosten für die Verwaltung
    des gebildeten Kapitals geben wir die laufenden Kosten an. Sie drücken die Summe der Kosten und Gebühren
    eines Fonds als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens innerhalb des jeweils letzten Geschäftsjahres
    aus. Auch wenn hier die Kosten für sämtliche Fonds des Altersvorsorgevertrages aufgelistet
    werden, sind für Sie selbstverständlich nur die Kosten derjenigen Fonds relevant, die Sie im betrachteten
    Jahr in Ihrem Depot hatten.

  • Hi Mitbetroffene,


    ich habe Antwort von fairr bekommen. Ich stelle diese (Namen entfernt) mal hier rein.


    Hallo XXX


    vielen Dank für Deine Nachricht und Dein ehrliches Feedback!
    Wir können Deine Enttäuschung verstehen, doch um die staatliche Förderung und die Steuervorteile eines Riester-Produktes zu ermöglichen, muss die Sutor Bank die gesetzlichen Anforderungen an ein Riester-Produkt erfüllen, zu denen auch die Beitragsgarantie gehört.
    Während die Beitragsgarantie aus Kundensicht grundsätzlich zum Ende der Ansparphase gilt, ist die kaufmännische und aufsichtsrechtliche Risikobetrachtung während der Laufzeit jedoch eine andere. Hier gibt es klare Vorgaben, dass der Wert der Kundenportfolios permanent mit den (abgezinsten) Verpflichtungen aus den Beitragsgarantien abzugleichen ist (sog. Mark-to-Market Betrachtung). Diese Vorgaben gelten für alle Riester-Anbieter und dienen nicht zuletzt dem Schutz der Kunden, um sicherzustellen, dass jeder Riester-Anbieter seinen Verpflichtungen nachkommen kann.
    Durch immense Schwankungen an den Finanzmärkten (Aktien und Zinsen) ließ sich das Verhältnis von Kunden-Portfolios mit den (abgezinsten) Verpflichtungen aus der Beitragsgarantie in den vergangenen Wochen nicht mehr verlässlich berechnen. Zudem war die Preisstellung und Handelbarkeit vieler Finanzinstrumente nicht mehr gegeben. Insbesondere die amerikanischen Börsen wurden wiederholt vom Handel ausgesetzt.
    Für den Anlageausschuss der Sutor Bank war daher ein Umschichten in Cash notwendig, um eine stabilere Risikobewertung zu erreichen.


    Die Frage, ob Kurse aufgrund von Vergangenheitsbetrachtungen über lange Zeiträume wieder ansteigen können, spielt dabei aufsichtsrechtlich keine Rolle, da solche Anstiege zwar wahrscheinlich, aber nicht garantiert sind. Vielmehr betrafen die Schwankungen alle Portfolios, insbesondere solche mit langer Restlaufzeit.
    Aktuell befinden wir uns im Austausch mit dem Anlageausschuss der Sutor Bank und erwarten, dass eine Wiederanlage vorgenommen wird, sobald dies möglich ist. Wann das der Fall ist, können wir noch nicht abschätzen.


    XXXXXXXXXXXXXX