Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

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    • Spacefly schrieb:

      @Zitronenelch

      Da Riester ja aber nur eine zusätzliche Säule, nach der gesetzlichen rente, ist kann man sich natürlich die Frage stellen ob hier weniger spekulativ der bessere weg ist. Es muss ja nicht ETF-Sparen oder Riester sein. Es wird ja auch immer wieder gesagt das beides sinn machen kann.

      Also warum spekulativ und mit Chance auf Rendite nicht im eigenen Spar-Plan und als sicheren Baustein Reister dazu ? Das ist gerade meine Überlegung
      Meine ganz persönliche Situation ist die, dass ich als zusätzlichen sicheren Baustein bereits eine Lebensversicherung mit Kapitalwahlrecht habe. Die läuft seit 2003 und hat einen Garantiezins von 3,25 Prozent. Für mich stellt sich daher nur die Frage, ob ich als weiteren Baustein für meine Altersvorsorge entweder privat in ETF investiere, oder mit einem Riesterprodukt.

      Ich habe mir noch keinen genauen Überblick über die Alternativen auf dem Markt verschafft (DWS TopRente, UniProfiRente, Deka Zukunftsplan & Co.), befürchte aber, dass bei einem Wechsel Abschlusskosten anfallen, die die Zulagen und Renditen auffressen. Da erscheint mir der Verkauf von meinem Fairriester und die Investition in eigene Sparpläne als die klügste Lösung, je mehr ich darüber nachdenke.

      Ich bin aber dankbar, wenn jemand eine bessere Idee hat.
    • Also ich bin auch auf der Suche nach einer Alternative. Denke das Produkt bei fairr ist tot. Wahrscheinlich investiert man wieder wenn das gröbste vorbei ist und loggt den Verlust ein, da man für das Kapitel weniger Anteile erhält.
      Das gewichtigste Argument für mich ist jedoch, wenn der Anbieter und/oder sein Partner nicht an das (gute und schlüssige) Konzept glaubt, warum sollte ich dem Anbieter vertrauen?
      Auf meiner Suche bin ich auch auf mylife gestoßen, das ist die Versicherung hinter dem fairriester. Die haben ein sehr ähnliches Konzept wie fairr und als Versicherung evtl. Mehr Risikotragfähigkeit um größere Schwankungen auszuhalten.
      Hat jemand Erfahrungen mit dem Anbieter?
    • Referat Janders schrieb:

      Das stimmt schon, aber wenn am Ende nur die Beitragsgarantie bleibt, dann hätte ich ja gleich einen Riester-Banksparplan nehmen können. X/

      Wir müssen abwarten, was da kommt. Besser was Gutes! :D
      Na, es wäre zumindest wünschenswert wenn da eine positive Meldung oder Reaktion kommt :)

      Das stimmt. Wenn nur noch die Beitragsgarantie übrig bleibt hätte man auch andere Produkte wählen können. Bei einem Banksparplan hätte man zumindest die Förderung als Sichere Rendite gehabt bei sehr sehr geringen Kosten. Aber da aist das letzte Produkt ende 2019 ja auch vom markt gegangen.


      Aber auch sonst gestaltet es sich, zumindest das was ich bisher gefunden habe, als schwierig. :(
      Entweder, wie schon erwähnt, bieten viele keinen Kapital-Wechsel aus einem alten Vertrag an.
      Oder/Und sind z.T. nicht unter jährig abzuschließen bzw. dann erst mit start zum 01.01.21 oder Rückwirkend zum 01.01.20 wobei dann aber die monatlichen Raten rückwirkend fällig werden.

      Das trifft im übrigen auch auf beide Finanztip Empfehlungen zu. ;) Und sind damit für mich, trotz schlanker kosten, keine Empfehlung :(

      Das war/ist halt auch einer der großen Vorteile von Fairr Riester. Die Kosten, flexibel bei den Beiträgen oder zusätzlichen Zahlungen oder gar aussetzten der Raten. Übersichtlich und ohne große "Märchenstunde" von der Versicherungs-Verkäufern abzuschließen und zu verwalten.
      Das waren/sind eigentlich die Hauptgründe warum wir uns für Fairr entschieden hatten.

      Eine Möglichkeit wäre eventuell noch innerhalb von Fairr das Produkt zu wechseln. Das könnte Problemlos möglich sein, müsste man mal erfragen. Aber dann hat man weiterhin die MyLife als Versicherung hinter dem Produkt. Wobei die MyLife in den letzten Ratings und Belastungstest ja auch immer sehr gut war.
    • lars263 schrieb:

      Ich werde Morgen ein Termin beim Anwalt machen und dann mal klären lassen ob Fairr/Sutor korrekt und laut Vertragsunterlagen/Bedingungen korrekt gehandelt hat, zum Glück gibt es bei mir in der nähe eine Fachanwältin für Bankenrecht....Wenn ich näheres weiß dann melde ich mich hier wieder. Egal wie das Ergebnis ist...

      Meine Rechtsschutz Versicherung bezahlt das, das habe ich schon geklärt...
      Ich will Dich nicht aufhalten, aber nur zur Info:
      Nach unserer Einschätzung handelt Fairr leider im Rahmen dessen, was die AGBs erlauben. (Ohne deren Handeln verteidigen zu wollen!)

      Eine Rechtseinschätzung kann natürlich nie schaden...
    • Das Handelsblatt berichtet jetzt auch:
      msn.com/de-de/nachrichten/fina…n-problem-ist/ar-BB12hnHF

      Solange fairr nicht die zukünftige Strategie bekannt gibt, habe ich die Zahlungen gestoppt. Geld auf dem Girokonto parken kann ich auch selber. :(

      Wie sollte es möglich sein, mit Anleihen jemals 20% Verlust reinholen, um die Beitragsgarantie zu erfüllen? Anleihen rentieren nahe null und die EZB pumpt pausenlos Geld in den Markt.
    • Ich bin auch selbst betroffen, bin enttäuscht und warte aktuell ab. Die Summen in den Riester-Verträgen sind ja nicht so hoch, dass es einen großen Unterschied macht. Ich habe erst Anfang des Jahres zu fairr gewechselt, um dann bei Renteneintritt vielleicht 300-400 statt nur 200 EUR als Monatsrente in Aussicht zu haben. Im Vergleich zur privaten Vorsorge mit ETF ist das eher wenig.

      Hauptgrund meines Wartens: Für die nächsten Jahre gehe ich von einer Reform der Riester-Rente aus. Daher werden die Produkte in der heutigen Form evtl. eh in etwas Intelligenteres umgewandelt. Ich hoffe auf die staatliche Einsicht, dass langfristiges ETF-Sparen für die breite Bevölkerung optimal ist. Bitte ohne Versicherungsmantel und ohne Beitragsgarantie (falls heute noch nicht durchsetzbar, soll die bitte der Staat übernehmen, also ein echtes Kollektiv mit langfristigem Horizont).

      Und wenn wir schon beim Wünschen sind: Steuerfreiheit nach "Spekulationsfrist" wieder einführen, z.B. Kapitalertragsteuer 25% anfangs und nach jedem Jahr Haltedauer 1 %-Punkt weniger.
    • Inzwischen hat Fairr eine neue Produktbroschüre herausgegeben, mit Stand vom 01.04.2020, also nach dem Cash-Lock.

      Darin sind mir nun 2 Dinge aufgefallen:
      Eine Feinsteuerung kann stattfinden: Sollten sich grundlegende Dinge wie z.B. rechtliche Änderungen oder Veränderungen an den Kapitalmärkten ergeben, kann der Anlageausschuss korrigiernd eingreifen.
      Wurde geändert in
      Eine Portfoliosteuerung kann stattfinden: Sollten sich grundlegende
      Dinge wie z.B. rechtliche Änderungen oder Veränderung an den Kapitalmärkten ergeben, kann der Anlageausschuss korrigierend eingreifen

      Und viel wichtiger:
      Punkt 4 in der Broschüre, das Ablaufmanagement, wurde komplett gestrichen und den Oberbegriff Portofoliosteuerung ersetzt.

      Im Ablaufmanagement wurde beschrieben wie sich die Investitionen mit den Jahren verändert. Je näher die Rente kommt desto weniger wird in Aktien investiert.
      Dieser Punkt ist nun komplett abgekürzt und durch diesen Textbaustein ersetzt worden.
      Zu Rentenbeginn stehen Dir mindestens alle eingezahlten Beiträge und Zulagen zur Verfügung. Damit die
      Sutor Bank Dir diese Beitragsgarantie gewährleisten
      kann, wird das Portfolio laufend überwacht und ggf.
      angepasst.
      Hinzu kommt das der Link zur Ansicht der Ablaufmanagement-Tabelle nun auch tot ist. Zumindest bei mir. Bei welcher Restlaufzeit wie viel in Aktien investiert wird kann man nun/z.Zt. also nicht mehr einsehen.
    • Guten Morgen,

      auch ich besitze seit November letzten Jahres ein Fairriester Depot, welches ich monatlich maximal bespare. Jetzt hatte ich das Glück, dass sich der Wechsel meiner alten Riester Verträge von der Allianz zu Fairr etwas gezogen hat und ich so nur vergleichsweise geringe Verluste auf meine Sparraten bei Fairr seit November hinnehmen musste. Das Vermögen aus den alten Verträgen war bei Fairr nie in Aktien und daher völlig verlustfrei.

      Nun zu meiner Frage. Sitzt denn bei Sutor Bank nur ein Mensch, oder gar keiner, der entscheidet, wann der Schleudersitz ausgelöst wird? Es muss doch eine differenzierte Betrachtung für jedes einzelne Depot erfolgen und nicht für alle gleichzeitig die Reißleine gezogen werden? Jedes Depot hat doch andere Vorzeichen und muss differenziert gemanaged werden? Meine Verluste, bezogen auf meinen Depotwert liegen bei ~1%. Warum wird, oder wurde, dann nicht längst auf den Tiefstständen wieder angelegt? Bis zur Rente sind es noch 30 Jahre?

      Mich beschleicht das Gefühl, dass aufgrund der Börsenlage die Sutor ein kurzfristiges Liquiditätsproblem hat/hatte und die Riesterguthaben dafür herhalten mussten. Ist das möglich?
    • Spacefly schrieb:

      Referat Janders schrieb:

      Das stimmt schon, aber wenn am Ende nur die Beitragsgarantie bleibt, dann hätte ich ja gleich einen Riester-Banksparplan nehmen können. X/

      Wir müssen abwarten, was da kommt. Besser was Gutes! :D
      Na, es wäre zumindest wünschenswert wenn da eine positive Meldung oder Reaktion kommt :)
      Das stimmt. Wenn nur noch die Beitragsgarantie übrig bleibt hätte man auch andere Produkte wählen können. Bei einem Banksparplan hätte man zumindest die Förderung als Sichere Rendite gehabt bei sehr sehr geringen Kosten. Aber da aist das letzte Produkt ende 2019 ja auch vom markt gegangen.


      Aber auch sonst gestaltet es sich, zumindest das was ich bisher gefunden habe, als schwierig. :(
      Entweder, wie schon erwähnt, bieten viele keinen Kapital-Wechsel aus einem alten Vertrag an.
      Oder/Und sind z.T. nicht unter jährig abzuschließen bzw. dann erst mit start zum 01.01.21 oder Rückwirkend zum 01.01.20 wobei dann aber die monatlichen Raten rückwirkend fällig werden.

      Das trifft im übrigen auch auf beide Finanztip Empfehlungen zu. ;) Und sind damit für mich, trotz schlanker kosten, keine Empfehlung :(

      Das war/ist halt auch einer der großen Vorteile von Fairr Riester. Die Kosten, flexibel bei den Beiträgen oder zusätzlichen Zahlungen oder gar aussetzten der Raten. Übersichtlich und ohne große "Märchenstunde" von der Versicherungs-Verkäufern abzuschließen und zu verwalten.
      Das waren/sind eigentlich die Hauptgründe warum wir uns für Fairr entschieden hatten.

      Eine Möglichkeit wäre eventuell noch innerhalb von Fairr das Produkt zu wechseln. Das könnte Problemlos möglich sein, müsste man mal erfragen. Aber dann hat man weiterhin die MyLife als Versicherung hinter dem Produkt. Wobei die MyLife in den letzten Ratings und Belastungstest ja auch immer sehr gut war.
      Nein, es handelt sich um eine Art "Ausschuss". Die Sutor hat mir inzwischen geantwortet und betont, dass Schrittweise wieder investiert wird, sobald sich die Lage bessert.
    • valdifra schrieb:

      Nein, es handelt sich um eine Art "Ausschuss". Die Sutor hat mir inzwischen geantwortet und betont, dass Schrittweise wieder investiert wird, sobald sich die Lage bessert.
      Also im schlimmsten Fall bedeutet das, dass dieser Ausschuss wieder investieren, wenn die Kurse gestiegen sind und in der nächsten Krise in ein paar Jahren wieder panisch verkaufen, sobald die Kurse wieder gefallen sind? Na, schönen Dank auch!
    • Zitronenelch schrieb:

      valdifra schrieb:

      Nein, es handelt sich um eine Art "Ausschuss". Die Sutor hat mir inzwischen geantwortet und betont, dass Schrittweise wieder investiert wird, sobald sich die Lage bessert.
      Also im schlimmsten Fall bedeutet das, dass dieser Ausschuss wieder investieren, wenn die Kurse gestiegen sind und in der nächsten Krise in ein paar Jahren wieder panisch verkaufen, sobald die Kurse wieder gefallen sind? Na, schönen Dank auch!
      So ähnlich wird es von außen wohl aussehen, in der Innenansicht wahrscheinlich etwas anders.

      Also nix mit "langfristig steigt der Markt", sondern "Markettiming der Garantie wegen". :/
    • Comandante schrieb:

      lars263 schrieb:

      Meine Freundin habe eine DWS Top rente,sie hat noch ca 20% Aktien Quote..Heute wurde ein Teil zurück in Aktien Fonds umgeschichtet
      Bin derzeit noch bei UI und spiele mit dem Gedanken, zur DWS zu wechseln. Sie werben damit, dass es im Gegensatz zu den anderen Anbietern keinen cash-lock gibt.
      Ich muss mir das noch etwas genauer anschauen. Schön wäre es auch, wenn @Saidi bzw. @finanztip hier noch einmal detaillierter das Produkt analysieren könnte, da ja anscheinend nun einige mit Wechselgedanken spielen.
      Den Gedanken habe ich auch schon länger. Bin bei UI im UniGlobal Vorsorge. Der hat weniger Rendite In der guten Zeit als der UniGlobal gemacht und aktuell mehr Verlust. Was die Umstellung sollte, verstehe ich nicht. Halt mich mal auf dem Laufenden, ob du wechselst.
    • Ltotheeon schrieb:

      Comandante schrieb:

      lars263 schrieb:

      Meine Freundin habe eine DWS Top rente,sie hat noch ca 20% Aktien Quote..Heute wurde ein Teil zurück in Aktien Fonds umgeschichtet
      Bin derzeit noch bei UI und spiele mit dem Gedanken, zur DWS zu wechseln. Sie werben damit, dass es im Gegensatz zu den anderen Anbietern keinen cash-lock gibt.Ich muss mir das noch etwas genauer anschauen. Schön wäre es auch, wenn @Saidi bzw. @finanztip hier noch einmal detaillierter das Produkt analysieren könnte, da ja anscheinend nun einige mit Wechselgedanken spielen.
      Den Gedanken habe ich auch schon länger. Bin bei UI im UniGlobal Vorsorge. Der hat weniger Rendite In der guten Zeit als der UniGlobal gemacht und aktuell mehr Verlust. Was die Umstellung sollte, verstehe ich nicht. Halt mich mal auf dem Laufenden, ob du wechselst.
      Ein Vertreter von fonds for less hat mir mitgeteilt, dass bei meiner Restlaufzeit (27 Jahre) nur noch ein geringer Anteil in den Aktienfonds DWS TopDynamik investiert werde. Hä?

      Ähm ich glaube, das überlege ich mir nochmal lieber gut :)

      @lars263: Kann man eigentlich irgendwo die derzeitige Zusammensetzung des UniGlobal Vorsorge sehen? Wird ja anscheinend regelmäßig geändert je nach Marktlage?
    • @valdifra
      Ja richtig, da sitzen keine einzel Personen und entscheiden über einzelne Konten. Wie sollte das auch gehen wenn man vielleicht 5-10 Mitbearbeiter hat die plötzlich 15-20.000 Konten jeweils einzeln bewerten und eine Einzelfall Entscheidung über die Umschichtung treffen sollen.
      Das funktioniert nicht.
      Und das die Sutor sagt sie investieren wieder ist klar. Das gehört zum Vertrag. Was sollen sie auch sonst sagen das es irgendwann wieder losgeht ;)

      @Zitronenelch
      das ist auch meine Befürchtung. Was zum einen eben an der Beitragsgarantie liegt als auch an den Entscheidungsträgern. Andere können es ja auch, oder zumindest wird es (etwas) anders umgesetzt.

      @Referat Janders
      Ich gehe auch davon aus das die Sutor, beim nächsten Crash, wieder so handeln wird, oder handeln muss. Nur finde ich "Markettiming" trifft es hier bis jetzt irgendwie nicht richtig. Man hätte den cash-Lock auch viel früher machen können, der Crash lief das schon als Verkauft wurde.
      Und zum guten Timming gehört auch das richtige Re-Investieren zum richtigen Zeitpunkt. Ob das hier klappen wird, ich zweifel etwas.


      Was mir wirklich aufstößt ist eigentlich die Tatsache das man das Produkt quasi über Nacht über den Haufen geworfen hat. Die Philosophie war eigentlich eine andere: Ablaufmanagement mit steuernden Eingriffen. Ob das die Bessere wahl ist steht auf einem anderen Blatt und würde man im Rentenalter erst wissen.
      Jetzt ist nur noch von einer Portfolio Strategie die rede von der niemand weiß wie diese aussehen soll.
      Man legt jetzt also das Geld in die Hände der Sutorbank und hat im Grunde keinen schimmer was genau damit passieren wird bzw. welche Strategie die Bank verfolgt. Immer mit dem Hintergrund, den wir alle gerade erleben, das die Sutorbank alles auf den Kopf stellen kann.
      Vielleicht ändert sich diese ja auch nicht, jedenfalls ist für mich die Abschaffung des Ablaufmanagement ein großer Eingriff in das Produkt welches wir alle unter anderen Voraussetzungen abgeschlossen haben. Ja, man könnte fast sagen, es ist nicht mehr das gleiche Produkt.
      Was für mich nicht nur ein großer "Schnitzer" ist, sondern ein echtes "NoGo"
    • Spacefly schrieb:



      Was mir wirklich aufstößt ist eigentlich die Tatsache das man das Produkt quasi über Nacht über den Haufen geworfen hat. Die Philosophie war eigentlich eine andere: Ablaufmanagement mit steuernden Eingriffen. Ob das die Bessere wahl ist steht auf einem anderen Blatt und würde man im Rentenalter erst wissenJetzt ist nur noch von einer Portfolio Strategie die rede von der niemand weiß wie diese aussehen soll.
      Man legt jetzt also das Geld in die Hände der Sutorbank und hat im Grunde keinen schimmer was genau damit passieren wird bzw. welche Strategie die Bank verfolgt. Immer mit dem Hintergrund, den wir alle gerade erleben, das die Sutorbank alles auf den Kopf stellen kann.
      Vielleicht ändert sich diese ja auch nicht, jedenfalls ist für mich die Abschaffung des Ablaufmanagement ein großer Eingriff in das Produkt welches wir alle unter anderen Voraussetzungen abgeschlossen haben. Ja, man könnte fast sagen, es ist nicht mehr das gleiche Produkt.
      Was für mich nicht nur ein großer "Schnitzer" ist, sondern ein echtes "NoGo"
      Dem stimme ich zu! Ich habe für mich daher entschieden, meinen Fairriester zu kündigen. Ja, ich verliere dadurch die erhaltenen Zulagen. Aber der Betrag scheint mir geringer als das Geld, das ich in den kommenden 23 Jahren verlieren werde, wenn die Experten der Surorbank weiterhin willkürlich eingreifen. Und ja, ich muss Steuervorteile zurückzahlen. Aber wenn ich die Riesterrente später ausgezahlt bekomme, werde ich diese auch komplett versteuern müssen. Also lieber jetzt die Reißleine ziehen und das, was noch übrig ist, selbst investieren (und dann nur die Gewinne versteuern).

      Ich habe mich zuerst gefragt, ob ich noch etwas mit der Kündigung warten soll. Jetzt liegt alles im Cash. Meine Überlegung war: Kann ich darauf vertrauen, dass Sutor zu einem halbwegs vernünftigen Zeitpunkt investiert und ich zumindest etwas aus dem Minus rauskomme? Aber je eher ich das Geld habe, desto eher kann ich es selbst anlegen und dann vom Aufschwung der Börsen profitieren. Daher werde ich nicht mehr warten, worauf auch?
    • Nun ja, aktuell haben sich die Kurse im Vergleich zum 12.03. etwa 15% erholt. Aktuell wurde also 15% Erholung verschenkt. Ärgerlich.

      Ich glaube allerdings nicht, dass es in den kommenden Wochen bei einer Erholung, besonders in diesem Tempo, bleibt. Spätestens wenn sich zeigt, dass die Lockerungen der Maßnahmen einzelner Regierungen in der Corona-Krisez.T. zu früh kommen bzw. kamen oder der Arbeitsmarktbericht der USA für April schlimmer als erwartet ausfällt, wird nochmal Panik ausbrechen. Das Sutor davor schon zukauft und weitere Verluste riskiert, glaube ich nicht.
    • Es gibt ja auch immer weniger Anbieter, die den Riester noch im Angebot haben. Zuletzt ist die Debeka vorerst aus dem Neugeschäft ausgestiegen mit der Maxime zu warten, ob die Politik an den Grundlagen des Produkts etwas ändert. Diese Beitragsgarantie ist auch das was uns allen mit Fairr und auch anderen Anbietern in Crash Zeiten Probleme bereitet. Ich bin mal gespannt, ob die Politik zeitnah etwas ändert. Dringend notwendig ist das meiner Meinung nach.

      Ich glaube, soweit ich das im Kopf habe, werden mittlerweile knapp 20% der vorhandenen Riesterverträge nichtmal mehr bespart.