Fairr Riester verkauft alle Depotwerte

    • Ich glaube Sutor ist nicht gut beraten, auf den VIX zu achten.

      Mache das seit Jahre täglich hier: vixcentral.com/

      Leider wurde der VIX auch schon manipuliert.

      handelsblatt.com/finanzen/maer…loest-haben/20959410.html
      Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford
    • tom70794 schrieb:

      Im Sutor portal ist der VIX Grad der der Anlage zugrunde liegt nicht zu sehen.
      Stimmt leider. Aber in dem Rechner auf der Fairr Seite ist immer der aktuelle VIX Wert voreingestellt. Immer abgerundet auf die nächsten ganzzahligen Wert.

      Ich persönlich habe jetzt kein Cash mehr, selbst mein Junibeitrag ist bereits angelegt. Was ich jetzt spannend finde ist, ob die meine 70% Aktien jetzt wieder reduzieren oder wie groß da der Puffer ist, denn eigentlich stehen mir bei einen VIX von 35 lediglich 65% Aktien zu.
      Allerdings könnte ich mich schon jetzt über diese Umschichterei ärgern. Am 15.06. wurde eine Tranche Renten gekauft, die am 17.06. mit 2 cent verlust je Anteil verkauft wurden, nur um dann gestern(19.06.) wieder teuer gewordene mit meinem letzten Cash zu kaufen.... was ein Quatsch, der einzige der dabei gewinnt ist der Marketmaker der ETFs mit dem Sutor zusammenarbeitet. (Wobei ich zugebe das ich nicht weiß ob wie Sutor die Anteile erwirbt)
      Weiß zufällig jemand ob das mal irgendwo stand, wann die wo kaufen? Börslich/Direkthandel?
    • Ich hoffe, das liegt nicht daran, dass die Quote taggenau an kleinsten Änderungen des VIX ausgerichtet wird. Der zappelt doch ständig, da muss man ggf. Schwellen definieren und gerät dann aber wieder in Hysterese-Probleme. Dass diesen Modellen eine passive Anlage überlegen ist, wurde regelmäßig wissenschaftlich belegt und war ja auch das Versprechen zu Vertragsbeginn.
    • @tobiasweiss: Ja wie bzw. mit welcher Toleranz die Schwellen zur Umschichtung definiert sind, wär tatsächlich interessant zu wissen.

      Hatte wegen des kompletten Anleihen-Verkaufs in meinem Depot bei Fairr nachgefragt und der Grund ist, dass ich momentan mit 100% Aktienquote fahren soll, also das Geld aus dem Verkauf des Anleihenanteils jetzt auch sukzessive in den Aktien-ETF fließt.
      Bei meinen Parametern (Einzahlungen bisher: 4.500€, aktuelles Vertragsguthaben 3.700€) und einer Restlaufzeit von 50 Jahren (hab als Rentenbeginn 83 Jahre gewählt) bin ich auch laut des Fairr-Rechners bis zu einem VIX von 39 bei 100% Aktienquote. Das ist ja erstmal wirklich gut und wenn es gut läuft, besteht auch dauerhaft eine realistische Chance auf eine hohe Aktienquote bei meinen Parametern.
      Dass Sutor zum Wiedereinstieg bei mir (und anderen auch, wie man das hier so mitlesen konnte) erstmal genau eine 50/50 Aufteilung in Aktien und Anleihen vorgenommen hat, unabhängig von den persönlichen Parametern, macht irgendwie trotzdem keinen Sinn. Schließlich haben sich ja weder meine persönlichen Parameter noch der VIX in den letzten Wochen nennenswert geändert.
      Aber sei es drum...ich schau mir das vorerst weiter mal an und entscheide dann später (nächtes Jahr), ob ich den Vertrag wirklich fortführe und vielleicht sogarr wieder regelmäßig bespare.
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      Also wenn ich mir das Video anschaue mit diesen wilden Käufen, Verkäufen und Stornos von Käufen, wirkt das auf mich, als würden die Leute bei Sutor im Nebel stochern und nicht wirklich wissen, was sie tun. Ich habe den Eindruck, dass die noch verbliebenen Fairriester-Kunden als Versuchskaninchen dienen.

      Dort weiterhin Geld zu investieren halte ich persönlich für grob fahrlässig. Da ist es auf jeden Fall besser, den Vertrag ruhend zu stellen und zu hoffen, dass die Bank zum Rentenbeginn liquide genug ist, um die von ihr verursachten Verluste auszugleichen.

      Das, was man bisher monatlich bei Fairr eingezahlt hat, kann man ja entweder in ein anderes Riesterprodukt oder privat in einen ETF einzahlen. Meiner Meinung nach ist das alles besser, als für die Sutor-"Experten" als Übungsobjekt zu dienen und bei denen weiter zu investieren!
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      valdifra schrieb:

      sueddeutsche.de/wirtschaft/rie…-umschichtungen-1.4951235

      Hat jemand von euch da ein Abo und kann berichten. Soll um Alternativen gehen.....
      Nein, ein Abo habe ich leider auch nicht. Bin aber neugierig, was diese "Alternative" sein soll. Vielleicht selbst in ETF zu investieren?

      Der dazugehörige SZ-Artikel sueddeutsche.de/wirtschaft/gel…ig-fairriestert-1.4951237 (beide sind vom 29. Juni, 16:49 Uhr) beschreibt, was bei Fairr schiefgelaufen ist. Hier wird aber auch nur das empfohlen, was wir bereits wissen:
      "Wer kein Vertrauen mehr zu dem Anbieter hat, kann seinen Vertrag beitragsfrei stellen - also kein neues Geld mehr einzahlen." Und: "Wenn das eigene Portfolio trotz des Kurssturzes heute höher steht als die eingezahlten Beiträge, können Anleger mit dem Geld auch zu einem anderen Riester-Anbieter umziehen."
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      Ahoi. Mein erster Beitrag hier. Nett bei euch.

      Lese diesen Thread schon eine Weile mit und hatte mich leider auch fairriestern lassen. Was mich in meinem Fall irritiert:

      Nachdem mein Depot durch die Panikverkäufe ca. 10% unter der Beitragsgarantie lag, wurde wieder angelegt, und zwar in einem Verhältnis von ca. 40% Atkien zu 60% Anleihen.

      Das hatte mich schon ziemlich gewundert, weil ich gemäß der Verluste und der nur noch 17 Jahre bis zum Renteneintritt eine sehr hohe Anleihenquote nach dem neuen Modell erwartet hätte.

      Möglicherweise ist das jetzt auch der Sutor Bank aufgefallen, denn jetzt werden meine Aktien-Fondsanteile wieder alle verkauft und die ohnehin schon großen Verluste noch weiter vergrößert, ich finde so viel planlosen Aktionismus schon bemerkenswert.

      Ursprünglich hatte ich vor, den Vertrag für dieses Jahr noch mit dem Mindestbeitrag zum Erreichen der Förderung zu besparen und dann am Jahresende zu entscheiden, ob es weitergeht, aber meine Einschätzung, ob die Sutor Bank mit solch einem Verhalten überhaupt imstande sein wird, auch nur die Garantie zu erfüllen, ist nicht sehr optimistisch.
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      valdifra schrieb:

      sueddeutsche.de/wirtschaft/rie…-umschichtungen-1.4951235

      Hat jemand von euch da ein Abo und kann berichten. Soll um Alternativen gehen.....
      Man kann ja schnell ein kostenloses Probeabo abschließen.
      Die Alternative ist die Einzahlung (also freiwillig mehr, als das was vom Lohn abgeht) in die gesetzliche Rentenkasse, die in manchen Konstellationen mehr bringen kann als Riester.
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      SODL schrieb:

      Die Alternative ist die Einzahlung (also freiwillig mehr, als das was vom Lohn abgeht) in die gesetzliche Rentenkasse, die in manchen Konstellationen mehr bringen kann als Riester.
      Danke für die Info. Riester ist ja aufgrund der staatlichen Zulagen und der Steuervorteile interessant, ansonsten bringt natürlich ein ETF-Sparplan auf Dauer deutlich mehr.

      Ich vermute mal, für zusätzliche Einzahlungen in die gesetzliche Rente gibt es weder Steuervorteile noch Zulagen, und die Rendite ist auch geringer als die eines ETFs? Sagt der Artikel zufällig etwas dazu?
    • Neu

      MioTB schrieb:

      Ich habe dieses Jahr noch Januar - März in meinen fairrriester eingezahlt und dann beitragsfrei gestellt.
      Jetzt wollte ich diese drei Monatsbeiträge zurückfordern, da ich für diese bisher ja weder eine Zulage noch steuerliche Vorteile bekommen habe. Sutor schreibt mir aber dass das nicht möglich ist.
      Stimmt das so? Oder habt ihr Tipps wie ich das machen kann?
      Die steuerlichen Vorteile bekommst du erst, wenn du deine Steuererklärung für dieses Jahr eingereicht und dort die Riesterbeiträge geltend gemacht hast.

      Ob die Zulagen schon beantragt und gezahlt wurden, weiß ich nicht, da ich Anfang April eine Sonderkündigung ausgesprochen habe. Da können dir andere hier weiterhelfen. Sonst einfach bei Fairr nachfragen, was da los ist.

      Monatsbeiträge kann man leider nicht zurückfordern - sonst hätte ich meine Monatsbeiträge aus den vergangenen Jahren zurückgefordert und stünde besser da als jetzt, weil ich durch den Verkauf zum Tiefststand ca. 5.000 Euro verloren habe.Die Summe muss ich abschreiben unter "Mein Geld leider komplett unfähigen Menschen anvertraut" und daraus lernen.
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      Zitronenelch schrieb:

      SODL schrieb:

      Die Alternative ist die Einzahlung (also freiwillig mehr, als das was vom Lohn abgeht) in die gesetzliche Rentenkasse, die in manchen Konstellationen mehr bringen kann als Riester.
      Danke für die Info. Riester ist ja aufgrund der staatlichen Zulagen und der Steuervorteile interessant, ansonsten bringt natürlich ein ETF-Sparplan auf Dauer deutlich mehr.
      Ich vermute mal, für zusätzliche Einzahlungen in die gesetzliche Rente gibt es weder Steuervorteile noch Zulagen, und die Rendite ist auch geringer als die eines ETFs? Sagt der Artikel zufällig etwas dazu?
      Das ist der Part in dem es um die gesetzliche Rente geht...
      "Hätte der Sparer - etwaals nicht pflichtversicherter Beamter oder Selbständiger - im selben Zeitraum jährlich 2100 Eurofreiwillig in die gesetzliche Rente eingezahlt, läge seine Monatsrente bei rund 113 Euro. Seineeingezahlten Beiträge hätte er dann nach knapp 18 Jahren wieder drin.
      Zwar bekomme der Anleger dabei im Gegensatz zum Riester-Fall in der Ansparphase keine Zu-lagen, erläutert Siepe. Dafür jedoch könne er die Einzahlungen in die gesetzliche Rente zum gro-ßen Teil von der Steuer absetzen. "Die gesetzliche Rente", sagt Siepe daher, "kann mit der Ries-ter-Rente durchaus konkurrieren - und schlägt diese häufig sogar deutlich."
      Auch Verbraucherschützer Nauhauser hält Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherungfür eine Möglichkeit, fürs Alter vorzusorgen: "Wir raten dazu, das zu prüfen." Dabei sind für Ar-beitnehmer, die gesetzlich pflichtversichert sind, freiwillige Einzahlungen zwar nicht möglich.Ab einem Alter von 50 Jahren können sie aber Sonderbeiträge zahlen, um Abschläge für einenvorzeitigen Ruhestand auszugleichen. "Wer kurz vor der Rente eine größere Summe an Geld zurVerfügung hat, sollte sich durchrechnen lassen, was ihm eine Sonderzahlung an monatlicher ge-setzlicher Rente bringen würde", rät Nauhauser."