Grundsatzfrage zu ETFs

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    • Grundsatzfrage zu ETFs

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      Hallo Zusammen,
      ich habe erst vor kurzem angefangen, mit einem Sparplan in einen ETF zu investieren. Nun habe ich mitbekommen, dass aktuell über das kirsenverstärkende Potenzial von ETFs diskutiert wird und frage mich, ob meine Grundannahame zur Funktionsweise von ETFs überhaupt richtig ist. Daher meine (banale) Frage: Kauft bei einem ETF die ausgebende Fondgesellschaft tatsächlich Aktien, die im Referenzindex enthalten sind? ... In derselben Gewichtung, wie sie im Referenzindex vertreten sind? Oder gebe ich letztlich nur eine Anleihe zum Kauf von Aktien, die im Referenzindex liegen?
      Insbesondere der folgende Artikel verunsichert, weil hier die Begriffe Anleihe-ETF und Indexfonds aus Anfängersicht vermischt verden. Kann mir das jemand erklären?
      handelsblatt.com/finanzen/anla…ihemaerkten/25681564.html

      Viele Grüße,
      Gabriel
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      Hallo @grabs86, willkommen in der Community.

      Der verlinkte Artikel ist hinter einer Paywall, daher kann ich nicht präzise antworten, habe aber eine Idee um was es geht.

      Neben Aktien-ETF gibt es u.a. auch Anleihen-ETF, die eben die Gelder in Anleihen anlegen. ETF sind ja im allgemeinen liquide handelbar, das gilt für bestimmte Anleihen allerdings nicht. Das kann dazu führen, dass die Kurse der Anleihen dramatisch sinken und entsprechend die ETF weniger wert sind und dann noch mehr Leute verkaufen wollen usw. Die sinkenden Kurse bedeuten umgekehrt eine Zinserhöhung und das kann die Realwirtschaft gerade gar nicht gebrauchen.

      grabs86 schrieb:

      Kauft bei einem ETF die ausgebende Fondgesellschaft tatsächlich Aktien, die im Referenzindex enthalten sind?
      Das kommt darauf an was das für ein ETF ist. Sog. Swap-ETF kaufen "irgendwas" und ein Swap-Partner garantiert der ausgebenden KVG die Differenz zur Entwicklung des Index. Hier besteht ein theoretisches Risiko, da diese Geschäfte besichert bzw. über-besichert sind, ist der Eintritt dieses Risikos sehr unwahrscheinlich. Finanztip hat dazu einen Absatz in nachfolgendem Artikel finanztip.de/indexfonds-etf/#c75845

      Üblich ist ein optimiertes Sampling, das bedeutet, dass die Aktien mit großem Indexgewicht gekauft werden. Diese sind i.d.R. sehr liquide, d.h. sie können immer zu einem fairen Preis gekauft und verkauft werden, so dass der oben bei Anleihen beschriebene Effekt nicht auftritt. Positionen mit sehr kleinem Indexgewicht, die dann auch nicht so liquide sind und daher im Handel auch mehr kosten, werden nicht gekauft sondern über den restlichen Aktienkorb abgebildet.

      Empfehlung, die aber mit Arbeit verbunden ist: Lade Dir die Dokumente Deines ETF, also Wertpapierprospekt und Rechenschaftsbericht. Im ersten steht wie die Abbildung läuft und für was Leih- und Swapgeschäfte vorgenommen werden. Im zweiten kannst Du erkennen was Dein Fonds zum Stichtag tatsächlich hatte, speziell ob die kleinen Positionen drin sind.

      Kleiner Gag; ich hatte mal einen Anleihen-ETF, der im Bericht japanische Aktien hatte ...