Depot Umstrukturierung in der Krise?

  • Hallo Community,


    ich besitze seit 2017 ein Depot mit hauptsächlich aktiv gemanagten Aktien Fonds. Das Depot wurde in Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen mit drei großen Buchstaben angelegt. Ich habe 2019 angefangen mich mehr und mehr mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen. Eingrund hierfür war, dass ich mit den "Beratungs- / Verkaufsleistungen" des Unternehmens nicht mehr zufrieden war. Ich habe den Entschluss gefasst, meine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Seitdem habe ich mir viele Informationen durch das Internet (Finanztip) und gängiger Literatur (Kommer) angelesen. Leider habe ich mich bisher nicht getraut, eine Umstrukturierung des Depot vor zunehmen. Ist das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sinnvoll?


    Anbei das Depot:

    1 Name WKN Ausschüttungsart Ausgabeaufschlag (Load/Agio) TER Prozent Verteilung im Depot
    2 ACAT.GANE VALUE EVENT F.A A0X754 thesaurierend 5,00% 1,79% 24,51%
    3 BASIS-FONDS I 847809 thesaurierend 0,00% 0,53% 26,47%
    4 ROUVIER-PATRIMOINE CCAPEO A12GBS thesaurierend 1,00% 1,04% 29,41%
    5 BKC TREUHAND PORTFOLIO I A0YFQ9 ausschüttend 2,00% 0,73% 4,90%
    6 FLOSSB.V.STORCH-MUL.OPP.R A0M430 ausschüttend 5,00% 1,63% 4,90%
    7 FRANKF.AKTIENFO.F.STIFT.T A0M8HD ausschüttend 5,00% 1,24% 4,90%
    8 PICTET-WATER NAM.P EO 933349 thesaurierend 5,00% 2,00% 4,90%


    Bis Ende 2019 war das Depot ca. 9%. im plus.
    Ich nutze es zum Vermögensaufbau für den Ruhestand. Bis dahin vergehen noch einige Dekaden. Kurzfristig (1-2 Jahre) würde ich etwas Geld entnehmen um ein Eigenheim zu finanzieren.


    Ziel Sollte es sein, das Depot zu verschlanken.


    So z.B.
    80% UBS ETF (LU) MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-disISIN LU0629459743, WKN A1JA1R
    20% UBS ETF (LU) MSCI Emerging Markets Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-disISIN LU1048313891, WKN A110QD


    Ein Teil sollte nach der Krise, wenn sich die Kurse normalisiert haben, in ein Tages- oder Festgeldkonto für den Immobilienerwerb angelegt werden.


    Ich erhoffe mir davon, zum einen langfristig bessere Renditen zu erhalten und zum anderen, sofern ich jetzt die Umstrukturierung vornehme, den steigenden Kursen nach der Krise zu profitieren.



    Viele Grüße
    Chris

  • Hallo @ChrisKenobi


    Willkommen in der Community.


    Prinzipiell machst du alles richtig. Wenn es ein kleines bis mittleres Depot ist, reicht auch ein ETF, das wäre dann dein A1JA1R. Den perfekten Zeitpunkt zur Umstellung wirst du nicht treffen. Kannst höchstens schauen, ob dir einer deiner aktiven gefällt und ihn behalten. Der Rest wird getauscht. Fertig.


    Viel Erfolg.

  • Kleine Anmerkung meinerseits; Quelle und Ziel passen nicht zusammen, In Deinem Depot sind einige Mischfonds drin, d.h. es ist ein Sicherheitsbaustein über Anleihen und z.T. auch Gold enthalten. Finanztip empfiehlt einen je nach Risikoneigung gestaffelten Sicherheitsbaustein in Form von Fest- oder Tagesgeld. Auch hier wird dann die Rendite nicht so hoch sein wie bei einem reinen Aktien-ETF.


    Grundlagen-Artikel s. hier https://www.finanztip.de/geldanlage/#c23359 speziell auf die prozentuale Verteilung in den Musterportfolios schauen und mit Deinem Bestand und Deinem Plan vergleichen.


    Falls Du Hilfe bei der Analyse brauchst bitte Bescheid sagen.

  • Hallo,


    vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen.


    Ich habe mir die einzelnen Fonds angeschaut. Aufgrund der prozentualen Verteilung im Depot, habe ich mich erst mal auf die großen Positionen beschränkt.


    ACAT.GANE VALUE EVENT F.A - A0X754 - Unternehmen mit hoher Business-Qualität, Es können Zinspapiere und Anleihen beigemischt werden, wobei über 35% des Wertes des Fonds in Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen der Bundesrepublik Deutschland angelegt werden können. Hat über die gesamte Laufzeit positive Rendite erzielt.


    BASIS-FONDS I - 847809 - Basis-Fonds I legen Sie aktiv in verzinsliche Wertpapiere mit kürzeren Laufzeiten an. Als Anlagen kommen vor allem Staats- anleihen, Covered Bonds sowie Unternehmensanleihen, welche auf Euro lauten, in Betracht. Anleihen in Fremdwährungen können in einem begrenzten Umfang beigemischt werden. - Hat über die gesamte Laufzeit nur Geld gekostet...


    ROUVIER-PATRIMOINE CCAPEO - A12GBS - 70% seiner Akva in auf Euro lautenden An- leihen und 30% in Aktien von Gesellschaen, die an geregelten Märkten der OECD-Länder notiert sind oder in indexierten Schuldteln (Wandelanleihen, OCEANE-Wandelanleihen, Anleihen, umlauf- fähige Schuldtel) oder in Anleihen mit festen oder variablen Zinssätzen.



    BKC TREUHAND PORTFOLIO I - A0YFQ9- hat über die gesamte Laufzeit positive Rendite erzielt.
    FLOSSB.V.STORCH-MUL.OPP.R - A0M430- hat über die gesamte Laufzeit positive Rendite erzielt.
    FRANKF.AKTIENFO.F.STIFT.T - A0M8HD - Hat über die gesamte Laufzeit nur Geld gekostet.
    PICTET-WATER NAM.P EO - 933349 - hat über die gesamte Laufzeit positive Rendite erzielt.


    @Kater.Ka
    Fest- oder Tagesgeld sollen folgen, sofern das Depot wieder Break Even ist. Ich habe die Befürchtung, dass wenn ich jetzt Fonds auflöse und in Tages- oder Festgeld überführe, am meisten Verluste mache, da aktuell so gut wie alle Positionen im Depot im Minus sind. Eine Überführung in Tages- oder Festgeld bietet evtl. nicht die Renditen, die möglich wären, wenn die Kurse nach der Krise wieder steigen.


    Ich bin für jeden weiteren Tip dankbar.


    Ich würde das Depot von meinem bisherigen Anbieter zu einem von Finanztip empfohlenen transferieren und dann die einzelnen Positionen verkaufen. Aber wie am besten? Alle auf ein mal? Dann warten bis die Transaktionen getätigt wurden und dann neu anlegen?


    VG


    Chris

  • Wo liegen die Fonds denn jetzt?


    Neues Depot ist gut, ich habe sowohl Smartbroker als auch TR sofern Fragen bestehen.


    Hinsichtlich der Analyse der Fonds schau ich noch mal drauf, dauert aber ein bisschen. Es geht mehr um die aktuelle Allokation, die findet man aus dem Factsheet. Der Gane hatte Ende Feb z.B. 69% Aktien, 15% Anleihen, Rest Kasse.

  • Aktuell liegen die Fonds in meinem Depot bei der MLP.


    Für einen neuen Depotanbieter habe ich mich noch nicht entschieden, da ich erst schauen wollte welche ETFs in Frage kommen und ob es ggf bei Anbiertern sonder Konditionen gibt.


    Vielen Dank :)

  • @ChrisKenobi


    wir haben nicht nur einen Teil des Nicknames gemeinsam, sondern auch eine unrühmliche Geschäftsbeziehung mit MLP. Ich hab da auch ein paar Böcke geschossen. Riester, Rürup, Riester meiner Frau, Fondsanlage, Hausratversicherung. Der Riester meiner Frau ist aufgrund entstandener Kosten wettbewerbsfähig, den Rest hab ich gecancellt. War übrigens in Mannheim beim Berater. Vorname O. Naja, lieber in jungen Jahren auf die harte Tour lernen, als später.

  • Wie besprochen habe ich mich ein wenig an Analyse versucht. Ich bin interessierter Laie, kann und darf nicht beraten, äußere also hier meine irrtumsbehaftete Meinung.


    Referenz ist eine Anlage nach Finanztip mit einem MSCI World ETF und Festgeld. Dazu habe ich die 5 Jahres-Performance des ETF110 in € mit 18,86% und Festgeld mit 5% über 5 Jahre unterstellt. Das ergibt dann 5 Jahresrenditen bei 30 / 50 / 70% ETF-Anteil von 9,15 / 11,93 / 14,72%


    Die drei großen Fonds haben Aktienanteile von 69 / 0 / 18 %. Wenn ich das so gewichtet auf 100% hochrechne liegt Dein Aktienanteil bei rund 30%. Ich würde vermuten, dass Du Dich bei MLP eher als konservativ eingestuft hast. Wie oben schon gesagt überlegen in wie weit Dein neuer Anlagestil angemessen ist.


    Da Du das Depot seit 2017 hast:: ein 3.Jahreswert bei 30% ETF110 wäre rund 8,4 %. Die Werte im Moment aufgrund des starken Schwankungen sehr vorsichtig benutzen i.S. einer groben Orientierung.


    Zu den Fonds:


    Der Basis-Fonds hat kurzlaufende Anleihen. Durch die gesunkenen Renditen hat er gelitten, da wird es aber nur bedingt Erholungspotenzial geben durch das Anleihenkaufprogramm der EZB.


    Ähnliches gilt für den Rouvier, der durch den wenn auch geringen Aktienanteil ein wenig mehr Erholungspotenzial hat.


    Wenn es also um kurzfristiges Liquidieren geht dürfte hier der geringste Schaden eintreten, umgekehrt sind es Deine sichersten Anlagen.


    Bei Gané bin ich von der Entwicklung enttäuscht, könnte mir bei allgemeiner Börsenerholung ebenfalls eine Erholung vorstellen. Ich habe den selber und beobachte das.


    Der BKC hat sich überraschend gut geschlagen trotz Dachfonds, was teuer ist. Da ist auch Gold und Silber drin. Eher sicher aber keine großen Sprünge zu erwarten.


    Flossbach hat sich sehr gut geschlagen, sowohl bei den Kindern als auch bei uns die größte Position und den werden wir auch nicht verkaufen.


    Der Frankfurter war gut, hat aber schon länger Probleme.


    Der Pictet Water ist ziemlich gut mit defensiven Aktien drin. Ich habe ihn nicht aber etliche der enthaltenen Aktien als Dauer-Investment.

  • @chris2702 Ja, das geht mir ähnlich. MLP ist bei uns im hohen Norden an Fachhochschulen und Universitäten sehr präsent, um dort neue Kunden zu akquirieren. So hat es mich erwischt. Obwohl ich ein Studium mit Wirtschaftsanteilen absolviert habe, lernt man nichts über Geldanlage, Altersvorsorge oder Versicherungen. Habe bei MLP ebenfalls einige Versicherungen (Hausrat, priv Haftpflicht, BU) abgeschlossen, aber als ich gemerkt habe, dass der Berater / Verkäufer mir unbedingt eine weitere Altersvorsorge andrehen wollte habe ich davon abstand genommen. Derzeit laufen meine Verträge noch.


    @Kater.Ka Wow, vielen dank für deine Mühe.


    Ja, ich habe mich zum damaligen Zeitpunkt eher als konservativ eingestuft. Ich hatte mich noch nicht mit Geldanlage beschäftigt und wollte einen Betrag den ich angespart hatte "sicher" anlegen. Insgesamt unter der Prämisse, dass der angelegte Betrag erstmal nicht weniger wird und gegen die Inflation ankämpft. Sofern ich mich mehr mit dem Thema auseinander gesetzt habe, was jetzt der Fall ist, wollte ich, die Anlagestrategie überdenken / überarbeiten.


    "ein 3.Jahreswert bei 30% ETF110 wäre rund 8,4 %" - Tatsächlich war mein Depot Ende 2019 nach 3 Jahren ca. 8% im plus.


    Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war Hauptsächlich der GANE, welche die Verluste aus dem BASIS Fonds und dem Rouvier mehr als ausgeglichen hat.


    Bei den kleineren Positionen waren es der Flossbach und der PICTET, die mMn gut performt haben. Die beiden kosten allerdings auch einiges.


    Ich frage mich, ob diese kleinen Positionen überhaupt sinnvoll sind und ein schlankes Portfolio mit wenig Kosten, wie es von Finanztip empfohlen wird, nicht passender wäre.
    Mir wurde es damals so verkauft, dass die 3 Großen Positionen für Sicherheit und wenig Rendite sorgen und ich mich bei den kleinen Positionen "austoben" kann. Ich habe geäußert, dass ich diese gerne in nachhaltige Wirtschaftsobjekte investieren würde.


    Meine Überlegung ist vor erst den BASIS, Rouvier, BKC und Frankfurter zu liquidieren und in einen ETF (LU0950674332) anzulegen. Dadurch steigt der Aktienanteil natürlich exorbitant und die Sicherheit geht verloren. Wahrscheinlich hätte ich dann einen Aktienanteil von ca. 85%.


    Wenn der GANE wieder Break Even ist, dann wandert der Anteil in ein Tages - Festgeldkonto.
    Dann bin ich bei ca. 75/25


    Pictet und Flossbach würde ich behalten.


    Außerdem soll ein Sparplan folgen.

  • Nur als Anmerkung: Kosten sind zweitrangig, Rendite zählt. Bestätigst Du ja im Grunde selbst, dass Dein Portfolio trotz Kosten ähnlich wie ein Finanztip-Portfolio performt hat. Das ist im übrigen erfreulich, Dir sind Fonds verkauft worden die ganz OK sind, da hatten wir schon andere Fälle. Das ist ausdrücklich nur neutral und nicht als Argument für/gegen Deine neue Strategie gemeint.


    Solange das Depot eher klein ist ist ein schlanker Ansatz auf jeden Fall OK. Falls Du dann mal mehr angespart hast und Lust hast Dich mehr damit zu beschäftigen kannst Du immer noch diversifizieren,

  • Moin,


    das mit den Kosten stimmt natürlich. Ich habe nur immer die Aussage im Hinterkopf, dass aktiv gemanagte Fonds bezüglich ihrer Rendite idR nicht viel besser abschneiden als vergleichbare passive. Und passive Fonds, auf langer Sicht, besser performenen, da sie weniger kosten erzeugen. Daher war die Überlegung komplett auf passive Anlagen umzusteigen.


    Mir fällt es schwer unterschiedliche Anlagemöglichkeiten direkt mit einander zu vergleichen. Einzelne Kennzahlen Volatilität, TER,TCO, Rendite sagen mir zwar was, aber vllt fehlt mir auch das richtige Werkzeug. Ich würde mir ein Depot bei Smartbroker erstellen und mich mit der Oberfläche auseinander setzen. Und dann mal schauen, ob ich mein Depot dorthin transferiere.

  • ch habe nur immer die Aussage im Hinterkopf, dass aktiv gemanagte Fonds bezüglich ihrer Rendite idR nicht viel besser abschneiden als vergleichbare passive

    Diese Aussage trifft für weltweit breit anlegende Fonds im Durchschnitt zu. Es gibt - weil Durchschnitt - eben durchaus Fonds die besser abschneiden. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht sehr groß. Daher die positive Aussage zu Deinem Depot.


    Falls es Dich irgendwann mal interessiert gibt es auf Morningstar zu dem Thema aktiv vs. passiv sowie Kosten sehr gute weil differenzierte Artikel. Da Morningstar eher mit der Bewertung aktiver Fonds Geld verdient, in diesen Artikeln diese aber gut fundiert kritisiert ist das für mich glaubwürdiger als manch andere Quelle.

  • Moin,


    ich habe letzte Woche ein Depot bei Smartbroker eröffnet und werde nun mein MLP Depot dort hin transferieren.


    Beim Verkauf meiner Positionen sollte ich nichts versteuern müssen, da ich durch den Verkauf keinen Gewinn erziele, oder?


    Da es sich hierbei um Fonds handelt, habe ich die Möglichkeit die Anteile der Fondsgesellschaft zurückzugeben oder die Anteile über die Börse zu verkaufen, wenn ich richtig informiert bin. Was ist die gängige Praxis?
    Erfolgt die Rückgabe an die Fondsgesellschaft auch über Smartbroker, oder wie ist das geregelt?


    Pro verkaufter Position muss ich mit 4 Euro Odergebühren rechnen, egal wieviele Anteile verkauft werden. Kommen noch weitere Kosten hinzu? Sind die Kosten bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft bzw. verkauf über die Börse identisch?

  • Beim Verkauf meiner Positionen sollte ich nichts versteuern müssen, da ich durch den Verkauf keinen Gewinn erziele, oder?

    Ich hatte verstanden, dass einige Positionen im Plus sind. Insofern fallen dann Steuern auf den Wertzuwachs an.
    Das kann man über Freistellungsauftrag ggf. vermeiden.

    Da es sich hierbei um Fonds handelt, habe ich die Möglichkeit die Anteile der Fondsgesellschaft zurückzugeben oder die Anteile über die Börse zu verkaufen, wenn ich richtig informiert bin. Was ist die gängige Praxis?

    Würde ich über die KVG machen, da dort zum Inventarwert, wogegen an der Börse über den Spread ggf. ein niedrigerer Kurs zustande kommt.

    Erfolgt die Rückgabe an die Fondsgesellschaft auch über Smartbroker, oder wie ist das geregelt?


    Pro verkaufter Position muss ich mit 4 Euro Odergebühren rechnen, egal wieviele Anteile verkauft werden. Kommen noch weitere Kosten hinzu? Sind die Kosten bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft bzw. verkauf über die Börse identisch?

    Geht lt. PLV bei Smartbroker auch über KVG für 4 €. An der Börse kommen lt. PLV Handelsplatgebühren dazu s. https://assets.smartbroker.de/…rzeichnis-Smartbroker.pdf


    Ich würde mal bei der MLP fragen was in Deinem Fall eine Fondsrückgabe kostet, da ich aus deren PLV in der Vielzahl der Kontomodelle nicht schlau werde.


    Wie immer - falls zu knapp oder unverständlich bitte nachfragen.

  • Moin,


    ich wollte erstmal nur zwei Positionen verkaufen. Diese sind im Vergleich zum Kaufdatum im leicht im Minus.


    Habe gerade die Rückmeldung bekommen, dass die Depoteinrichtung bei Smartbroker aktuell 4 Wochen dauert :/
    Dann werde ich die Geschäfte wohl doch noch über MLP abwickeln müssen und mich dort nach den Preisen erkundigen.


    Danke für die Tipps!

  • Moin @Altsachse,


    danke für den Hinweis, das ist gut zu wissen. Die Depotübertragung hatte ich zum Glück bisher noch nicht veranlasst.


    Allerdings musste ich feststellen, dass ich bei MLP nur ein Vermögensdepot besitze und kein Online Wertpapier Depot mit dem ich aktiv handeln kann. Von daher gehe ich aktuell aus, dass ich meine geplante Umstrukturierung nicht kurzfristig umsetzen kann. Ärgerlich.


    Ich überlege gerade, ob es sinnvoll ist jetzt noch ein Online Wertpapier Depot beim MLP anlegen zu lassen. Aber wer weiß, wie lange das dauert...


    VG


    Chris

  • Hey Chris,


    habe deine Thread gelesen und mir gedacht: Beschreibt der mich? Ich habe eine ähnliche Story hinter mir und bin auch hauptsächlich durch Eigenrecherche (vor allem Kommer und finanztip) zum Entschluss gekommen, dass ich MLP nicht mehr benötige. Einer meiner Grundsätze ist inzwischen: Niemand zwischen mir und meinem Geld.


    Ich habe zum Glück noch im Januar, noch nichts ahnend vom bald folgenden Crash, alle MLP Fonds mit insgesamt ca. 9% Rendite verkauft. Mein Depot habe ich schon ein paar Monate davor bei Onvista angelegt. Habe leider auch noch einen Bauspartvertrag und eine Lebensversicherung (hatte ich schon vor MLP) im Portfolio gehabt. Bausparvertrag habe ich gekündigt und denke, dass ich den Verlust (durch Abschlussgebühr und schlechte Guthabenzinsen) bis zum Renteneintritt in einem ETF auf MSCI World wieder reingeholt habe. Die Lebensversicherung habe ich über den finanztip Artikel Lebensversicherung verkaufen auf dem Zweitmarkt an Winninger verkauft.


    Ich lese gerade noch "Souverän investieren für Einsteiger: Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden." von Kommer und werde danach meine Reinvestitionen tätigen. Vermutlich wird aber der Hauptteil meines Investments, wie auch du eingangs schon beschrieben hast, in einen ETF auf den MSCI World laufen.


    Abgeleitet von Zinnecker S. & Kayl M. (2020, März 16). Sichere Geldanlage: So legen Sie Ihr Geld einfach und sicher an. Abgerufen 30. März 2020, von https://www.finanztip.de/geldanlage/


    will ich mein Portfolio in etwa so aufteilen.


    Assetklasse Gewichtung %
    Tagesgeld 15%
    Festgeld 5%
    Aktienfonds (ETFs) 65%
    Spekulationsaktien 5%
    Dividendenaktien 5%
    FinTech 5%


    Da ich Minimalist bin verfolge ich das Ziel von FIRE (Financially Independent Retire Early). Hast du davon schon mal gehört? Einen guten Einstieg in die Thematik gibt der Film Playing with FIRE oder der Blog frugalisten.de.


    Du hattest auch noch erwähnt, dass du dir evtl. eine Immobilie zulegen willst? Hast du schon das Buch von Kommer "Kaufen oder mieten?" gelesen. Ich komme aus dem Schwabenland wo das Sprichwort "Schaffe, schaffe Häusle bauen gilt" wohne aber momentan zu so guten Mietkonditionen, dass sich ein Immobilienkauf für mich vermutlich nicht rentiert. Das kann sich im Alter natürlich ändern, es gibt aber auch noch die Immobilie der Eltern. Werde mich auf jeden Fall mall durch Kommers Betrachtungen inspirieren lassen.


    Gruß
    Fireproof