Kündigung fondsgebundene Rentenversicherung (Allianz Privatrente InvestFlex)

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    • Kündigung fondsgebundene Rentenversicherung (Allianz Privatrente InvestFlex)

      Liebe Community,

      ich habe 2017 aus Naivität und mangelnder Kenntnis eine fondgebundene Rentenversicherung (Allianz Privatrente InvestFlex) über MLP abgeschlossen. Damals mit einer Einmalzahlung von 20000 EUR und einer aktuellen monatlichen Sparrate von 150 EUR. Das Geld fließt zu 90% in die Altersvorsorge (3 ETFs hinterlegt) und zu 10% in einen zusätzlichen Versicherungsschutz (Beitragsbefreiung bei BU).

      Nachdem ich mich nun etwas mehr mit dem Thema befasst habe bin ich immer wieder darüber gestolpert, dass an diesen Produkten überwiegend der Versicherer verdient und man mit einem alleinigen ETF-Sparplan über einen Onlinebroker höhere Renditen erzielen kann.

      Ich bin aktuell 28 Jahre alt und Berufseinsteiger. Ich bin daher am Überlegen ob ich jetzt die Reißleine ziehen soll und die noch fast 40 Jahre bis zur Rente in einen ETF-Sparplan investiere. Nun ist es jedoch so, dass bei Renteneintritt beim ETF-Sparplan die 25% Abgeltungssteuer auf alle Kapitalerträge fällig werden und bei der Rentenversicherug nur auf 50%.

      Haltet ihr dennoch einen Wechsel für sinnvoll? Werden bei Kündigung des Vertrages (Rückkaufswert aktuell ca. 19500 EUR) Steuern und weitere Kosten fällig?
      Ich freue mich über Ratschläge, Erfahrungsberichte oder Hinweise.

      Liebe Grüße
    • Hallo.

      Es ist sehr gut sich den Sachverstand selbst anzueignen und nicht auf "Berater" angewiesen zu sein. Wenn man sich derer dann doch bedient, muss man sicherstellen, dass sie im Kundeninteresse handeln.

      Wenn man ein Produkt hat mit dem man (nicht mehr) zufrieden ist, dann muss man schauen, ob es sich lohnt dieses Produkt loszuwerden.

      Jetzt ist zwar schon Geld in den Vertrag geflossen, aber deswegen muss man nicht noch zusätzlich Geld hinterherschicken.

      Kurz gesagt:
      Wenn Unzufriedenheit besteht, dann raus aus dem Vertrag und um selbst um den Vermögensaufbau (und damit auch um die Altersvorsorge) kümmern.

      Um eine "echte" BU sollte man sich aber auch Gedanken machen.

      Viel Erfolg! :thumbup:
    • Folgendes habe ich im Internet gefunden:

      "Haben Sie Ihren Versicherungsvertrag nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen, kommt auf Sie (seit 2009) die Abgeltungssteuer zu, wenn Sie Ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen, denn dieses Einkommen ist steuerpflichtig. Dabei handelt es sich um eine Art der Einkommenssteuer, die Erträge aus Kapitalanlagen mit Abgaben belegt. Sofern eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren abgewartet wird, reduziert sich der Betrag der Steuern um 50 Prozent. Die Auszahlung darf dann aber erst ab dem 60. Lebensjahr erfolgen."

      Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich keine Haftung übernehmen.
      Im Zweifel die Fachperson in Sachen Steuern ansprechen.

      Ob man bei einem Rückkaufswert unterhalb der Summe der eingezahlten Beiträge überhaupt von einem (Kapital-)Ertrag sprechen kann, wäre noch die nächste Frage. ?(