Wiederkehrende, hohe Überweisungen aus dem Ausland erhalten für Vermittlungstätigkeiten für Auslandsgeschäfte

    • Wiederkehrende, hohe Überweisungen aus dem Ausland erhalten für Vermittlungstätigkeiten für Auslandsgeschäfte

      Hallo zusammen,

      ich vermittle Kontakte (Käufer/Verkäufer) für medizinische Schutzausrüstung und finde hierfür Käufer für Verkäufer/Firmen die Schutzausrüstung anbieten. Hierfür soll ich je nach Anzahl der verkauften Einheiten Provisionen bekommen. Bislang kam noch kein Geschäft zustande, wofür ich eine Provision bekommen würde. Allerdings ist dies in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich und es geht dann um
      Hohe Provisionszahlungen. Wie verhält es sich im Erfolgsfall und sagen wir, ich bekomme nachweislich von einer Firma oder Privatpersonen mehrere Hunderttausende Euro auf kein Konto überwiesen. Dass ich in einem solchen Fall entsprechend die Zahlung dem
      Finanzamt mitteilen muss und werde und hierfür auch besteuert werde (30-50%) ist mir vollkommen klar. Nur so wird es auch ablaufen. Aber was muss ich sonst noch beachten!? Ich gehe mit keiner Partei einen Vertrag ein, sondern vermittle nur die Kontakte, die Geschäfte finden dann nur unter den Parteien statt und hierfür werde ich dann belohnt. Ist es hier mit einer „normalen“ Meldung an die Bank und das Finanzamt mittels Steuerberater und Nachweis der Herkunft des Geldes getan (mir wird die Provision direkt an mich schriftlich bescheinigt und beurkundet) oder muss ich sonst noch etwas beachten?! Ich freue mich auf Antworten und hoffe auf seriöse und ehrliche Antworten. Ich will nur alles richtig machen! Traurig genug dass man hierfür schon ein schlechtes Gewissen haben muss. Wenn ich meine Steuern ordnungsgemäß bezahle sollten meine Schäfchen jedoch im Trockenen sein! Der Staat verdient hier ja nicht gerade wenig mit und das für einen Nullaufwand..
    • Sie müssen ein Gewerbe bei Ihrer Wohnsitzgemeinde anmelden. Dann werden Sie vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erhalten. Den füllen Sie aus - notfalls mit Unterstützung eines Steuerberaters.

      Dann geben Sie im kommenden Jahr eine Steuererklärung ab und erklären Ihre Einkünfte aus Vermittlungstätigkeit.
      Sie werden dann einen Steuerbescheid erhalten und zahlen Ihre Einkommensteuer ganz normal - wie jeder Unternehmer.
      Alles kein Problem.

      Eine andere Frage ist die Meldepflicht von Geldeingängen aus dem Ausland nach der Außenwirtschaftsverordnung. Danach müssen Sie Zahlungseingänge von einem Schuldner, die den Betrag von 12.500,00 EUR überschreiten, melden.
      Das hat aber nichts mit Steuern zu tun, sondern ist für die Erfassung in der Handelsbilanz der Bundesrepublik Deutschland wichtig. Formulare dazu gibt es im Internet.
    • Wie @muc bereits geschrieben hat sieht es aus.

      Es muss ein Gewerbe angemeldet sein. Mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zeigen Sie das beim Finanzamt an. Von diesem bekommen Sie dann eine entsprechende Steuernummer.

      Bei Provisionen bin ich mir nicht ganz sicher, ob da Umsatzsteuer drauf entfällt. In dem Fall müssten Sie auch monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen.

      Wenn das höhere Provisionen werden, dann sollten Sie zudem Vorauszahlungen zur Einkommensteuer zahlen bzw beim Finanzamt beantragen, da sonst eine hohe Zahllast beim Steuerbescheid raus kommen könnte.
    • InvestMoe schrieb:

      Bei Provisionen bin ich mir nicht ganz sicher, ob da Umsatzsteuer drauf entfällt
      Provisionen sind als sonstige Leistung umsatzsteuerpflichtig.

      Sollte der Leistungsempfänger, also derjenige, der die Provision bezahlt, ein Unternehmer im EU-Ausland oder in der Schweiz sein, gilt das reverse-charge-Verfahren. Spätestens hier dürfte @blacky_258 überfordert sein. Denn bei sonstigen Leistungen innerhalb der EU muss auch monatlich eine Zusammenfassende Meldung beim Bundesamt für Steuern in Saarlouis abgegeben werden. Das wird ohne Unterstützung durch einen Steuerberater nur dann funktionieren, wenn man sich wirklich gut auskennt in diesen Dingen.

      Sollte der Leistungsempfänger ausserhalb der EU domizilieren, ist die Leistung von der Umsatzsteuer befreit.

      Sollten die Leistungsempfänger jedoch Privatkunden sein, gilt etwas anderes: Vermittlungsleistungen an private Kunden sind im Inland umsatzsteuerpflichtig - auch wenn der Kunde im Ausland wohnt.
    • Der TE hat sich meiner Ansicht nach als Finanzagent von irgendwelchen möglicherweise kriminellen Leuten anheuern lassen und ist kurz davor,in die sprichwörtliche Schlangengrube zu fallen.

      Er wird mit Sicherheit von seinen Provisionen nichts zu sehen bekommen und sich möglicherweise sogar strafbar machen.

      Ich fürchte allerdings,daß die €-Zeichen ihm momentan die Sinne vernebeln.

      Zur Klarstellung und Verdeutlichung:

      Sogar die zuständigen Stellen des Landes NRW haben sich trotz der Einbeziehung aller ihrer Experten bei einer Atemmaskentransaktion in Höhe eines gut zweistelligen Millionenbetrags übers Ohr hauen lassen.Es besteht keine Möglichkeit auch nur einen Cent des Betrages wiederzugewinnen.
    • Gut dass sie so genau Bescheid wissen. Ich arbeite nur mit Firmen zusammen und hierfür werde ich mich sicher nicht strafbar machen. Wow.. das Land NRW und wie sie alle heißen haben in ihrer Not bei irgendwelchen Kriminellen in Kenia und der Ukraine bestellt! Diese Länder sind bereits als Betrugsdestinationen für solches Equipment bekannt. Auf einen solchen Kommentar habe ich gewartet..
    • Nur zur Ergänzung:

      Dem Land NRW ist es tatsächlich gelungen,zwölf von den fünfzehn Mio € auf einem ausländischen Konto "einzufrieren"(ob es diese Summe tatsächlich wiederbekommt,ist noch fraglich; es verbleibt mindestens ein Schaden von drei Mio,was ja nun auch kein Pappenstiel ist.......

      Mich würde mal interessieren,aus welchen Gründen gerade Dir so ein Nutzen zukommt,daß Dir hohe(wie Du sagst) Provisionen versprochen wurden.Aber Du hälst dich ja offensichtlich für ein gewieftes Bürschchen........