Riester zum Übersparen

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    • Riester zum Übersparen

      Hallo zusammen,

      ich bin auf der Suche nach einem Riester-Vertrag, den ich nach Belieben übersparen kann. Außerdem sollte der Beitrag jederzeit flexibel anpassbar sein. Bisher kenne ich nur den Riestervertrag von Fairr der dies ermöglicht. Nachdem dort aber die angekündigte Buy-and-Hold Strategie nicht umgesetzt werden konnte, bin ich auf der Suche nach Alternativen. Kennt da jemand entsprechende Anbieter?
    • Welches Ziel möchtest du denn verfolgen?
      Deine Rendite setzt sich aus Zulage, Steuerersparnis und Wertzuwachs abzüglich von Kosten zusammen. Diese sind optimal, wenn du die 4% Regel einhältst, das heißt gerade soviel einzahlst, dass du die volle Zulage bekommst. Die maximale Einzahlung, die du leisten musst, um die volle Zulage zu erhalten, beträgt 2100 - 175 = 1925 Euro pro Jahr. Wenn du 3000 Euro einzahlst, sinkt also deine Rendite. Hinzu kommt, dass die meisten Riesterversicherungen nicht kostengünstig sind. Deine Überzahlung kann also keine optimale Rendite aufgrund der Kosten erzielen.

      Oder übersehe ich etwas?
    • chris2702 schrieb:

      Oder übersehe ich etwas?
      Wahrscheinlich hat der TE irgendwo gelesen, dass keine Abgeltungssteuer anfällt. Wurde vor einigen Jahren stark werblich herausgestellt, es gibt etliche alte Seiten im Netz mit entsprechendem Inhalt.

      Als Surrogat würde ich dann einen Thesaurierer empfehlen, da die Vorabpauschale durch die niedrigen Zinsen quasi 0 ist. Wenn ein Sicherheitsanteil drin sein soll und nicht selbst über Tagesgeld realisiert wird wäre ein Mischkonstrukt wie der AReRo oder der thesaurierende Portfolio-ETF von DWS eine Option. Letzterer hat aktuell rund zwei Drittel Aktien.
    • chris2702 schrieb:

      Welches Ziel möchtest du denn verfolgen?
      Leider kann ich die Beiträge nur entweder in eine Rürup-Rente oder in einen Riester-Vertrag einzahlen.

      Rürup-Renten würden wahrscheinlich die besseren Renditen versprechen aber ich möchte nicht in eine Leibrente investieren. Mit dem Riestervertrag bleibe ich zumindest etwas flexibler, weil ich mir das Geld dort zur Not auszahlen lassen kann. Zulagen erhalte ich auf den Vertrag nicht - ich bin gar nicht zulagenberechtigt.

      Mir ist schon klar, dass das alles andere als eine optimale Geldanlage ist. Andere Optionen gibt es aber leider nicht. Ich dachte mit dem Fairr Riester einen ganz guten Kompromiss gefunden zu haben, weil die Kosten dort sehr erträglich waren. Wenn das Geld dort aber einfach auf dem Verrechnungskonto liegt, kann ich mir gut vorstellen, dass es doch noch sinnvollere Riester Alternativen geben könnte.
    • Nachfrage zu "Leider kann ich die Beiträge nur entweder in eine Rürup-Rente oder in einen Riester-Vertrag einzahlen. [...] Andere Optionen gibt es aber leider nicht."

      Magst Du noch mehr zu den Hintergründen sagen? Wer zwingt Dich zu dieser Wahl? Denn wenn Du flexibel bleiben willst und eh keine Zulagen erhältst, dann ist m.E. ein (steuerlich ungeförderter) ETF-Sparplan die mit Abstand beste Lösung.
    • In dem Fall würde ich es nochmal genauer durchrechnen, ob es sich lohnt. Mein Impuls wäre, den Minimalbetrag selbst einzuzahlen, bei dem der Arbeitgeber den Maximalbetrag zahlt. Allerdings kann dabei herauskommen, dass die Kosten eines Riester oder Rürup die Zuzahlungen wieder auffressen.

      Eine große Unbekannte beim Vergleich ist immer der erwartete Grenzsteuersatz im Alter. Wenn der ähnlich hoch ist wie heute, lohnen sich die Versicherungen noch weniger.