Riester-Reform - wir entwickeln ein zukunftsfähiges Konzept

  • Sehr schön, ich bin dabei! Beim 401(k) kann man allerdings noch auswählen, wie man das Geld anlegt: Aktien-, Misch-, Rentenfonds, ... Wie ich uns Deutsche kenne, nehmen dann wieder viele den teuersten Dachfonds ihres Lebensversicherers. Können wir uns da auf globale Aktien-ETF als Zwang einigen?


    Und wer bietet da Produkt an? Der Staat müsste erst die Strukturen schaffen. Wenn die Randbedingungen klar sind, könnten es die heutigen Finanzdienstleistungsinstitute anbieten. Vorgabe z.B. Gesamtkostenquote (TER) <= 0,5%. Wenn die Gesellschaft ETF mit 0,2% verwendet, bleiben bei ihr noch 0,3% hängen, um die Zuschüsse und Auszahlbedingungen zu verwalten. Große Gesellschaften können die geforderte Diversifizierung aber auch mit einem eigenen passiven Fonds erreichen und damit mehr von den 0,5% behalten.

  • Hallo zusammen,
    danke für die nötige Berichtigung.


    Ja, der norwegische Staatsfond ist nicht für jeden zugänglich.


    Meine Ausführung vermischt die Sachverhalte.


    Mein Vorschlag i s t ein Deutschlandfound der weltweit in Aktien anlegt mit Kriterien w i e im norwegischen Staatsfound.


    Plus sanfter paternalistischer Konzeption.


    Wichtig, ohne Garantie, schnell sind auch wir wieder mit dabei. Es braucht keine Garantie, bei Anlagezeiträumen von Jahrzehnten.
    Gegen Ende gibt es dann eine automatische Umschichtung, um den individuellen Auszahlungsplan zu bedienen.


    LG

  • Wir wählen Merz zum Kanzler und ishares macht es dann ;-)


    Im Ernst: Ich würde das Produkt standardisiert mit einigen Optionen definieren- hatte oben einen Laufzeitfonds vorgeschlagen - und dann die Angebote zertifizieren lassen. Beim jeweiligen Angebot müsste dann eine historische und erwartete Effizienzklasse angegeben sein mit Wechselmöglichkeit des Anlegers z.B. zum Jahreswechsel. Dadurch würde sich ein Effizienzwettbewerb einstellen zum Nutzen des Anlegers.

    Wer kommt demnächst bei Hubertus vorbei?

    Da ja heute Kampftag ist: es fehlen gerade so Aussagen wie "die Bürger werden zu Komplizen des Kapitals gemacht" und "der Bürger muss seine Rente ins Spielkasino tragen"

  • Nur bitte nicht die üblichen Verdächtigen der Finanzindustrie

    Ich verstehe die Aussage und die Vorbehalte. Auf der anderen Seite sehe ich die Entwicklungen in der Finanzindustrie über Fintechs, wir sehen die Preisreduzierungen über ETF - auch das sind Produkte der Finanzindustrie. Insofern hätte ich kein Problem mit privater Trägerschaft solange Transparenz und Wettbewerb vorhanden ist.

  • Wir wählen Merz zum Kanzler und ishares macht es dann ;-)


    Im Ernst: Ich würde das Produkt standardisiert mit einigen Optionen definieren- hatte oben einen Laufzeitfonds vorgeschlagen - und dann die Angebote zertifizieren lassen. Beim jeweiligen Angebot müsste dann eine historische und erwartete Effizienzklasse angegeben sein mit Wechselmöglichkeit des Anlegers z.B. zum Jahreswechsel. Dadurch würde sich ein Effizienzwettbewerb einstellen zum Nutzen des Anlegers.

    Da ja heute Kampftag ist: es fehlen gerade so Aussagen wie "die Bürger werden zu Komplizen des Kapitals gemacht" und "der Bürger muss seine Rente ins Spielkasino tragen"

    Naja, den Kapitalmarkt haben wir schon ein wenig länger in der Altersvorsorge untergebracht.
    Und wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss leistet (z. B. 50:50), dann wäre doch die Sozialpartnerschaft gewahrt, oder nicht?


    Kleiner Klugschiss am Rande:
    Da ich meine Zukunft nicht als MdB sehe, werde ich kaum in die Verlegenheit kommen, eine Kanzlerin (oder die männliche Entsprechung) zu wählen. ;(

  • Hallo zusammen,
    sehr nachvollziehbar.
    ETF sind erstmal unschlagbar günstige
    Errungenschaft des Wettbewerbes und der Finanzindustrie.


    Für mich und die Community ein Segen und somit gut.


    Wir haben ja sozusagen schon das was wir uns an Found (Rente/Vermögensaufbau) für Deutschland wünschen.


    Wenn ich es für Dritte konzipiere sollte es unabhängig sein.


    Auch um anschlussfähiger zu sein.


    LG

  • Wenn es nach der CDU geht, soll die Finanzbranche selbst innerhalb 3 Jahren Vorschläge machen. Da es schon innerhalb der Partei keinen Kompromiss auf einen konkreten Vorschlag gab und der Koalitionspartner auch ganz andere Ideen hat, wird das wohl ein Thema für den nächsten Wahlkampf werden.


    Sehr viel Eifer steckt m.E. aber nicht drin. Angesichts unserer Alterspyramide und der schwachen privaten Vorsorge muss da viel mehr Feuer rein. Es hat Jahrzehnte gedauert, den heutigen Wohlstand aufzubauen. Und jetzt schmeißen wir das einfach weg und daddeln stattdessen lieber die ganze Zeit am Händi.

  • Hm, ist irgendwie an mir vorbei gegangen. :sleeping:


    Danke für den Link. :thumbsup:



    Mit der Ausweitung des förderfähigen Personenkreises über die rv-pflichtigen Personen bzw. den ihnen gleichgestellten Personenkreise verlässt man ein wenig die ursprüngliche Begründung für die Einführung der Riester-Rente, aber das wird im politischen Diskurs kaum eine größere Rolle spielen.


    Ich bin gespannt, es weitergeht.

  • Danke für den Link. In einem anderen Artikel des Portals steht:
    >> Neben Verbesserungen am bestehenden System steht auch ein kompletter Systemwechsel, wie ihn die „Deutschland-Rente“ aus Hessen oder die von Verbraucherschützern vorgeschlagene „Extra-Rente“ vorschlagen, zur Debatte. <<

    Die Vorschläge schau ich mir also auch noch an... Absenkung der Beitragsgarantie auf 80% ist halbherzig, das muss radikaler weg, damit 100% ETF lange durchgehalten werden.