Sind normale Banken unseriös?!

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    • Sind normale Banken unseriös?!

      Guten Morgen allerseits,

      ich will bald ein Haus finanzieren und war bis jetzt mit meiner Hausbank eigentlich zufrieden. Gestern habe ich im Internet gestöbert und folgenden Blog gefunden, in dem steht, dass Banken unseriös sind:

      brüllaffe-finanzblog.de/Blogbe…atpress_27569005__-anchor

      Was meint ihr dazu? Seid ihr auch der Meinung? Was kann man dagegen machen?

      Viele Grüße
    • In dem Blog-Beitrag wird nicht einmal über die Baufinanzierung gesprochen. Darum verstehe ich das nicht. Die genannten Punkte sprechen sicherlich dafür, darüber nachzudenken, ob man sein Girokonto etc. bei der Sparkasse oder Volksbank hat. Aber für die Baufinanzierung ist die Hausbank -soweit man eine hat- der erste Anlaufpunkt. Das macht auch Sinn. Mit dem Darlehensangebot in der Tasche kannst du dann immer noch zu Interhyp oder Dr. Klein gehen und ein weiteres Angebot einholen. Die arbeiten in den meisten Fällen übrigens auch mit Filialbanken zusammen. Bei einer Baufinanzierung spricht da auch überhaupt nichts dagegen
    • die Bank Mitarbeiter sind natürlich geschult und machen das täglich so haben sie natürlich gute Erfahrung im Umgang mit Kunden. Es empfiehlt sich bei solchen Entscheidungen immer eine zweite Person die sich auch auskennt mitzubringen. Zusatzleistungen möchten sie natürlich immer verkaufen denn Verkaufe ist ihr Geschäft. manche Banken sind natürlich auch etwas rabiat. Ich habe einmal einen Freund begleitet der der Bank nicht so genehm war. Dabei fragte mich der Mitarbeiter, und schlug dann vor warum ICH denn nicht das Darlehen bei ihnen für den Freund übernehmen könnte.......
    • Wolinokos schrieb:

      Vielen Dank für die schnelle Antwort. Klar steht in dem Blogbeitrag nichts von der Baufinanzierung, aber mit einer Baufinanzierung wird doch bei den Banken fast immer ein Bausparvertrag eine Risiko-LV oder sowas verkauft!? Also...i-wo wird man auch da über den Tisch gezogen!?
      Als ob du gezwungen wirst, die Risiko-LV bei der Bank abzuschließen. Hier wird immer so getan, als ob die dich dazu zwingen können. Wenn sie eine Risiko-LV verlangen, lass dir doch deren Angebot geben und vergleiche es erst mit anderen. Ein Bausparvertrag bieten die fast immer an bzw sprechen es an. Musst du auch nicht abschließen. Ich habe meine Baufinanzierung bei einer Sparkasse gemacht, ich habe dort kein anderes Produkt. Ansonsten geh gleich zur Interhyp oder Dr. Klein
    • Mag sein, daß Filialbanken in mancher Hinsicht Provisionsjäger sind, aber ich denke, das liegt in der Natur des heutigen Verständnisses von Unternehmensführung - JEDES Unternehmen konzentriert sich auf die Aktivitäten, die am profitabelsten sind, warum sollten Filialbanken hier eine Ausnahme bilden?
      Ich persönlich bin Kunde bei verschiedenen Banken, aus einer Reihe von Gründen, aber meine Hausbank bleibt die Filialbank vor Ort, mit persönlichem Ansprechpartner, möchte ich nicht missen. Das kostet nun mal Geld, die erforderlichen Immobilien und das Bankpersonal müssen auch bezahlt werden. Dafür akzeptiere ich auch (saftige) Kontogebühren. Ich würde die Filialbank vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe, das Wirtschaftsleben wird zunehmend unpersönlich und damit auch "unmenschlicher". Als ich vor fast zwanzig Jahren eine Wohnung kaufte, rettete meine Hausbank mir einen Notartermin, indem telefonisch (vom Notar aus) eine Unklarheit geklärt werden konnte - das wäre mit einer Direktbank vermutlich schwierig geworden. Viele Menschen, gerade ältere, sind nicht vertraut mit den modernen digitalen Medien (PC, Laptop, Tablet, Smartphone ...) und lehnen das auch ab, für diese Gruppe sind weiterhin die Filialbanken vor Ort die erste Wahl.

      Was ich nicht mehr mache, alle Produkte nur noch von der Hausbank wählen - man muß eben eine gezielte Auswahl treffen. Viele Filialbanken bieten keine (attraktiven) Tagesgeld- oder Festgeldkonten mehr an, dann gehe ich eben für diese Produkte zu einer - wiederum möglichst seriösen - Direktbank. Auch Brokering ist nicht gerade ein Ruhmesblatt der Filialbanken, Abwicklung und Preismodell sind einfach nicht mehr zeitgemäß, es wird höchste Zeit für Reformen bei den öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Instituten. Das wird aber nicht einfach - das Management hängt an den überkommenen Geschäftsmodellen. Daher diversifiziere ich zunehmend. Für das Tagesgeschäft (Giro) bleibe ich bei meiner Filialbank (auch wenn das kostet), alles andere prüfe ich, wenn mir das jeweilige Angebot meiner Hausbank attraktiv erscheint, wähle ich das, ansonsten gehe ich zur Konkurrenz.
    • Hallo.

      Na hoffentlich sind die Bankmitarbeiter geschult. Wir reden hier von wichtigen Geldangelegenheiten. Bankkaufmann ist nicht umsonst ein Lehrberuf.

      Der "Berater" bleibt aber ein Verkäufer, das muss man sich vergegenwärtigen.
      Nur weil der Bankberater mit einem die Schulbank gedrückt hat, mit einem im Verein aktiv ist, oder man sich vom Tresen der Dorfkneipe kennt, heißt das nicht, das der im Gespräch plötzlich kein wirtschaftliches Interesse hat.

      Zum Verkauf gehören immer zwei Parteien. Daher kann das Geschäft von zwei Seiten scheitern:

      Wir sind seit knapp zwei Jahren Kunden der Deutschen Bank. (Baufinanzierung, vermittelt über die Interhyp.) Bei der Vertragsunterzeichnung wurde uns ein Kollege vorgestellt, der sich "demnächst" einmal melden würde, um uns die normale Produktpalette der Deutschen Bank vorzustellen. Auf diese Meldung warten wir bis heute. :S
    • Wolinokos schrieb:

      Was kann man dagegen machen?
      Grundsätzlich sollte man keinen Kredit aufnehmen auch nicht für ein Haus, da man sich damit der Bank solange ausliefert bis der letzte Euro zurückgezahlt ist. Viel zu hohes Risiko, gerade im Moment. Vergleiche dazu das aktuelle Video von Saidi, auch dort ist das Ergebnis Kauf vs. Miete nicht eindeutig.

      Ferner ist absehbar, dass die Bevölkerung in D schrumpft, wodurch die Preise tendenziell verfallen werden, auch wenn das im Moment - auch bedingt durch Migrationseffekte - niemand glaubt. Dazu gerne das Video mit Andreas Beck vom 14.01.20 auf dem Youtube-Kanal von Mission Money anschauen. youtube.com/watch?v=yo_96eIfQ_I
    • Referat Janders schrieb:


      Wir sind seit knapp zwei Jahren Kunden der Deutschen Bank. (Baufinanzierung, vermittelt über die Interhyp.) Bei der Vertragsunterzeichnung wurde uns ein Kollege vorgestellt, der sich "demnächst" einmal melden würde, um uns die normale Produktpalette der Deutschen Bank vorzustellen. Auf diese Meldung warten wir bis heute. :S
      Die Deutsche Bank hatte schon immer Probleme, Privatkunden mit mittlerem Einkommen zu schätzen. Ich ziehe eine Genosssenschaftsbank vor.
    • Kater.Ka schrieb:

      Wolinokos schrieb:

      Was kann man dagegen machen?
      Grundsätzlich sollte man keinen Kredit aufnehmen auch nicht für ein Haus, da man sich damit der Bank solange ausliefert bis der letzte Euro zurückgezahlt ist. Viel zu hohes Risiko, gerade im Moment. Vergleiche dazu das aktuelle Video von Saidi, auch dort ist das Ergebnis Kauf vs. Miete nicht eindeutig.
      Ferner ist absehbar, dass die Bevölkerung in D schrumpft, wodurch die Preise tendenziell verfallen werden, auch wenn das im Moment - auch bedingt durch Migrationseffekte - niemand glaubt. Dazu gerne das Video mit Andreas Beck vom 14.01.20 auf dem Youtube-Kanal von Mission Money anschauen. youtube.com/watch?v=yo_96eIfQ_I
      Davon mal ab, dass das viel in die Glaskugel schauen ist, ist ein Eigenheim für viele nicht sofort eine Geldanlage sondern ein Lebenstraum. Diesen mit einer guten, soliden Finanzierung zu erfüllen, halte ich für völlig legitim und auch nicht für ein zu hohes Risiko.
    • Hallo @Wolinokos,
      bei den brüllaffe- Beitrag ist sicher vieles richtig. Bei einer Immobilienfinanzierung würde ich jedoch nicht auf einen Berater der Bank vertrauen, dazu währen mir die Summen zu hoch. Ich würde mich erst mal selbst schlau machen. Das geht sicher im Internet, aber auch die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer Ausgabe 04/2018 sehr viel über Immobilienfinanzierung geschrieben. Auch wenn das ja jetzt nicht der neueste Stand ist, würde ich doch mal Finanztest anfragen ob das Heft noch lieferbar ist.
      Mit dem angelesenen Wissen kann man sich dann auch beim Berater Deines Vertrauens ein Angebot machen lassen.
      Dieses Angebot vergleichen, aber nicht sofort unterschreiben. Auch wenn der Berater zur Unterschrift drängt.
      Gruß und viel Erfolg

      Altsachse
    • helmut_ott schrieb:

      Mag sein, daß Filialbanken in mancher Hinsicht Provisionsjäger sind, aber ich denke, das liegt in der Natur des heutigen Verständnisses von Unternehmensführung - JEDES Unternehmen konzentriert sich auf die Aktivitäten, die am profitabelsten sind, warum sollten Filialbanken hier eine Ausnahme bilden?
      Ich persönlich bin Kunde bei verschiedenen Banken, aus einer Reihe von Gründen, aber meine Hausbank bleibt die Filialbank vor Ort, mit persönlichem Ansprechpartner, möchte ich nicht missen. Das kostet nun mal Geld, die erforderlichen Immobilien und das Bankpersonal müssen auch bezahlt werden. Dafür akzeptiere ich auch (saftige) Kontogebühren. Ich würde die Filialbank vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe, das Wirtschaftsleben wird zunehmend unpersönlich und damit auch "unmenschlicher". Als ich vor fast zwanzig Jahren eine Wohnung kaufte, rettete meine Hausbank mir einen Notartermin, indem telefonisch (vom Notar aus) eine Unklarheit geklärt werden konnte - das wäre mit einer Direktbank vermutlich schwierig geworden. Viele Menschen, gerade ältere, sind nicht vertraut mit den modernen digitalen Medien (PC, Laptop, Tablet, Smartphone ...) und lehnen das auch ab, für diese Gruppe sind weiterhin die Filialbanken vor Ort die erste Wahl.

      Was ich nicht mehr mache, alle Produkte nur noch von der Hausbank wählen - man muß eben eine gezielte Auswahl treffen. Viele Filialbanken bieten keine (attraktiven) Tagesgeld- oder Festgeldkonten mehr an, dann gehe ich eben für diese Produkte zu einer - wiederum möglichst seriösen - Direktbank. Auch Brokering ist nicht gerade ein Ruhmesblatt der Filialbanken, Abwicklung und Preismodell sind einfach nicht mehr zeitgemäß, es wird höchste Zeit für Reformen bei den öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Instituten. Das wird aber nicht einfach - das Management hängt an den überkommenen Geschäftsmodellen. Daher diversifiziere ich zunehmend. Für das Tagesgeschäft (Giro) bleibe ich bei meiner Filialbank (auch wenn das kostet), alles andere prüfe ich, wenn mir das jeweilige Angebot meiner Hausbank attraktiv erscheint, wähle ich das, ansonsten gehe ich zur Konkurrenz.
      Schöne Antwort, Helmut! Sehe ich grundsätzlich genauso. Die Kontoführungsgebühren könnten allerdings trotzdem etwas geringer sein. Und dass dann jetzt schon immer öfter im Gespräch ist, dass auch Gebühren verlangt werden könnten, wenn man/frau am Schalter etwas abhebt, finde ich ziemlich übertrieben... Der BGH würde dies grds. auch noch zulassen...
      Sei in deinem Tun ein Gott!
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      Ich muss sagen, dass die persönliche Beratung für mich kein Argument ist, um einer Filialbank Geld für Leistungen zu bezahlen, die ich auch umsonst haben kann, da ich einfach zu viele negative Erfahrungen gesammelt habe. Früher war ich bei drei Filialbanken, eben weil ich dachte so eine kompetente und vertrauensvolle Beratung zu bekommen, aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass gerade diese Banken viel Geld verzockt haben, immer wieder laufen sogar Verfahren, weil Konditionen zu Ungunsten der Kunden fragwürdig sind und es werden die Produkte empfohlen die für die Banken den größten Profit bringen, und im Vergleich für den Kunden eher nachteilig. Zudem haben auch Bankberater bei mir mehrmals gewechselt und bei dem Berater, bei dem ich die ersten 7 Jahre war, konnte mir am Ende auch nicht mehr entgegen kommen, weil seine Vorgesetzten bzw. das "System" ihm die Hände gebunden haben. Zudem sind die Filialöffnungszeiten häufig so, dass man ab 18 Uhr (wenn ich Feierabend habe) auch niemanden mehr erreicht und dann doch nur Online- oder Telefonbanking bleibt. Die Direktbanken finde ich vom Service teilweise noch schlimmer, aber dann bezahle ich immerhin keine Kontoführungsgebühren etc. Allerdings wäre ich durchaus bereit für guten Service und gute Beratung auch etwas zu bezahlen, alleine mir fehlt der Glaube, dass es so etwas gibt. Daher bleibt es nur sich so gut es geht zu informieren, verschiedene Angebote zu vergleichen und das Beste zu hoffen.
    • Neu

      @datafreak es gibt sicherlich auch Ausnahmen, die die Regel bestätigen und ich erhebe mit meinen Erfahrungen keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit ;) Ich wünschte ja, es wäre anders. Aber ich finde einfach, Banken müssten kundenfreundlicher sein. Eine Bankenlizenz bedeutet ja quasi Geld umsonst bekommen, da sollte mehr für Kundinnen und Kunden drinnen sein. ^^
    • Neu

      Ui ui, das war natürlich eine Steilvorlage. Ich hab mich auch mal informiert, wie ich mit einer Bankenlizenz das Geld umsonst bekomme. Nachdem ich § 32 des Kreditwesengesetzes aber mal mit allen Querverweisen gelesen und den Business Plan und die Offene-Punkte-Liste dazu aufgesetzt hatte, habe ich mich für andere Wege entschieden :)

      Die regulatorischen Auflagen wuchsen in den letzten Jahren deutlich an (Finanzkrise 2008 sei Dank). Kundenorientierung ist da zwar auch vorgesehen, aber nicht so, wie es Kunden eigentlich wollen (Aufzeichnung von Telefonaten, Dokumentation aller angeblich besprochenen Infos, missverständliche Kostenausweise, ...).