Berufsunfähigkeitsversicherung: anonyme Anfrage bei Versicherern

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    • Berufsunfähigkeitsversicherung: anonyme Anfrage bei Versicherern

      Hallo zusammen,

      ich habe mich gefragt, ob es als Otto Normalverbraucher möglich ist, anonyme Anfragen an Versicherer bzgl. einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu schicken.

      Zur Erklärung:
      Ich habe bereits einen Versuch hinter mir, eine BU abzuschließen, bei der ich allerdings von meinem Versicherungsmakler sehr schlecht beraten worden bin. Es kam daher nicht zu einem Abschluss. Deswegen möchte ich das Thema jetzt selber angehen. Oder ratet ihr mir generell von diesem Schritt ab?

      Viele Grüße
    • Hallo pelz,

      ich persönlich würde davon abraten das Thema BU vollständig in die eigenen Hände zu nehmen, weil es nicht nur auf die groben Faktoren ankommt, sonder man alle Formulierungen der AVB (allgemeine Versicherungsbedingungen) ins kleinste auf juristische Weise lesen und VERSTEHEN ! können muss - und zwar (leider) nachteilig für den Versicherungsnehmer.

      Dazu rate ich, diesen äußert aufschlussreichen und m.E. verständlichen Leitfaden zu lesen: wertpapier-forum.de/topic/4700…cherung-tipps-und-tricks/

      Etwas oberflächlicher, aber trotzdem auch gut aufbereitet finde ich die Seite von Schlemann zur BU Beratung - siehe dir dazu die Links in Schritt 2 an: schlemann.com/berufsunfaehigke…nfaehigkeitsversicherung/

      Bei beiden ist klar herauszulesen, dass die Gesundheitsfragen das A und O sind. Daher vor einem Beratungstermin geschweige denn Antragsausfüllung bei den behandelnden Ärzten die eigene Akte anfordern und seine Gesundheitshistorie aufarbeiten. Auch möglich ist der Weg über die Krankenkasse und dort alle Abrechnungen und Diagnosen abfragen - die reine Auflistung der Arbeitsunfähigkeitszeiten reicht vorne und hinten nicht aus !

      Außerdem muss man verstehen, dass eine BU nicht zum Sparen geeignet ist (und nur mal so nebenbei bemerkt, eine PKV auch nicht). Es kommt auf mögliche und hoffentlich nie einzufordernde Leistungen an.

      Als letzte Info gebe ich mit auf den Weg, zwischen Versicherungsberater, Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter oder Direktversicherer zu unterscheiden. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, wer rechtlich auf deiner Seite steht oder auf Seite des Versicherers - salopp gesagt für oder gegen dich.
      wertpapier-forum.de/topic/4700…b=comments#comment-972070


      Fazit:
      meiner Meinung nach, ist das Thema BU so komplex und man braucht eine Menge rechtlich relevantes Wissen&Verständnis, dass man eine BU nur mit Unterstützung abschließen sollte. Sich dort selber (richtig & umfassend) einzuarbeiten ist ohne Ausbildung m.M.n. nur sehr wenigen möglich und dann muss der Antragsbogen auch noch korrekt ausgefüllt werden. Alleine die Bewertung der eigenen Gesundheitshistorie verharmlost man selber sehr stark. In den ersten 10 Jahren bedeutet das, dass du dir selber den Strick um den Hals gelegt hast.
      Beim Thema Rente wie z.B. Riester oder bAV sehe ich das anders - das kann man mit (immer noch viel) Zeitaufwand selber organisieren. PKV ist wieder ein Thema für das man Unterstützung nehmen sollte (Stichwort: Kosten von medizinischen Behandlungen (GOÄ, GOZ etc.)).


      Grüße
      Dennis


      P.S.: ich selber bin nicht in der Versicherungsbranche tätig, sondern arbeite beim Automobilzulieferer. Beschäftige mich seit nun/erst einem halben Jahr intensiver mit Versicherung & Rente und habe sicherlich noch nicht alles verstanden, außer das ein paar Sachen für mich selber nicht rechtssicher! alleine zu bewältigen sind. Doch wenn man sich erst im Leistungsfall das Kleingedruckte durchliest (und versteht) ist es längst zu spät - dann hat man entweder Glück oder hätte sich das Geld lieber sparen sollen.