Renault Bank

    • Renault Bank

      Hallo Zusammen,

      aufgrund von niedrigen Zinsen muss ich mein Tagesgeld zu einer anderen Bank verlagern.

      Hierfür habe ich mich für die Finanztip Empfehlung entschieden und die Renault Bank gewählt.

      Über die Einlagensicherung in Frankreich sind ja Beträge bis 100.000€ pro Kunde und pro Bank abgesichert.

      Folgende Fragen stellen sich mir noch.
      1. Ich habe gelesen, dass die Ratingagentur Fitch angesichts der Corona-Krise die Perspektive für Frankreich von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt hat. An der Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes mit „AA“ werde sich aber vorerst nichts ändern. Muss ich mir deswegen die Anlage bei einer französischen Bank nochmal überlegen?
      2. Wie verhält es sich mit der Einlagensicherung wenn bspw. meine Frau und ich jeder ein eigenes Konto eröffnen? Dann gelten die 100.000€ Einlagensicherung doch pro Kunde oder? Also wären sowohl meine Frau als auch ich mit 100.000€ Einlagensicherung abgedeckt?
      3. Wenn ich in einem Land mehrer Tagesgeldkonten hätte, würden den 100.000€ für jede Bank separat gelten oder? Wenn ich z.B. in den Niederlanden 3 Tagesgeldkonten bei 3 unterschiedlichen Bank hätte, würde bei jeder Bank jeweils 100.000€ über die Einlagensicherung abgedeckt sein, richtig?
      Schon einmal besten Dank im Voraus.

      Viele Grüße

      @DirkFT @Josefine @Sara @Saidi
    • Die Anfrage geht zwar an die Redaktion, ich gebe dennoch mal meinen Senf dazu.

      Das Verständnis der Einlagensicherung nach Pkt. 2 und 3 ist mMn richtig. Dazu den jeweiligen "Informationsbogen für Einleger" noch mal genau lesen,u.a. auch wegen Verflechtungen von Banken, die ggf. die Einlagensicherung reduzieren. (z.B. BNP und Consors)

      Es ist richtig, dass Frankreich eh schon wirtschaftliche Probleme hatte, die u,a, zu den Gelbwesten führten, und jetzt stärker unter Corona leidet. Die mögliche Abstufung ist ja auch ein Hintergrund warum die Coronabonds von F vehement unterstützt werden.

      Allein deswegen würde ich nicht von einer Geldanlage in F Abstand nehmen. Allerdings würde ich unter dem Licht der aktuellen Entwicklungen mit Hau-Ruck-Entscheidungen in deutschen und anderen Parlamenten möglichst weiten Abstand von den 100T€ halten, da diese Grenze sehr schnell reduziert werden kann wenn es brennt. Dazu sollte man sich noch vor Augen halten, dass die 8 Promille Deckung, die in der EU-Richtlinie vorgeschrieben sind, in D nicht erreicht sind.

      Ich würde versuchen möglichst weit zu streuen. In D gibt es 4 unabhängige Sicherungssysteme, dazu dann mehrere in EU. Dadurch gibt es mMn eine gute Möglichkeit zur Diversifikation. Ferner würde ich nicht jedem Bruchteilprozentpunkt nachrennen und dabei Risiken eingehen.
    • @Kater.Ka

      Hallo,

      danke für das Feedback.

      Ich hatte vor einen mittleren 5-stelligen Betrag anzulegen und dann meine monatliche Sparrate auch zur Renault Bank zu überweisen. Momentan habe ich noch Tagesgeld bei MoneYou (Niederlande). Hier gibt es aber nur noch 0,02%

      Des Wegen suche ich nun Möglichkeiten unser Geld besser aufzuteilen. Ein erster Schritt wäre nun ein neues Tagesgeldkonto bei der Renault Bank zu eröffnen. Nicht nur wegen bessere Zinsen sonder auch um mein Geld auf mehrere Konten, Banken und Länder zu verteilen.

      Mich hatte es nun verunsichert, dass Frankreich im Ranking abgestuft wurde (von stabil auf Negativ). In meiner Überlegung ist beim Tagesgeld die Sicherheit natürlich ein wichtiger Aspekt.

      Würdet ihr in Frankreich noch Geld in Tagesgeld anlegen?
      Oder gibt es bessere Alternativen?

      Viele Grüße
    • Falls die Frage nach unseren persönlichen geht: VR Bank Niederbayern Oberpfalz (Genossen), NIBC (NL), Moneyou (NL+freiwillige deutsche), AK-Bank, VTB (D privat) Die beiden letztgenannten würde ich für Neuanlagen aufgrund der Probleme in den Mutterländern aktuell nicht mehr nehmen.

      Wir haben darüber hinaus zwei Girokonten in verschiedenen Sicherungssystemen, an denen jeweils Tagesgeldkonten in wiederum anderen Sicherungssystemen hängen.
    • Kater.Ka schrieb:

      Falls die Frage nach unseren persönlichen geht: VR Bank Niederbayern Oberpfalz (Genossen), NIBC (NL), Moneyou (NL+freiwillige deutsche), AK-Bank, VTB (D privat) Die beiden letztgenannten würde ich für Neuanlagen aufgrund der Probleme in den Mutterländern aktuell nicht mehr nehmen.
      Auch ein Sammelsurium an Banken. Aber bei mir ist es auch so - Genobanken, D Privat, Niederländische Bank.
    • Ich habe mein Geld auch auf verschiedene Banken verteilt, den Großteil aber auch in einer niederländischen Bank angelegt gehabt. Ich glaube nicht, dass auf einmal die Einlagesicherung auf 80 000 € oder so nachträglich runter gesetzt wird bzw. wenn wir wieder eine Bankenkrise/Finanzkrise bekommen, die so schlimm ist, dass die Sicherungsmechanismen nicht mehr ausreichen, dann wird es eh fast egal sein, wo man sein Geld hat, weil dann das Geld vermutlich einfach nur noch die Hälfte Wert ist. Ansonsten stimme ich aber @Kater.Ka voll und ganz zu. Ich glaube auch, dass ein Land am Ende eher den eigenen Bürgern das Geld zurückzahlt (also einspringt), als Bürgern aus anderen Ländern (und dennoch habe ich bei deutschen Banken, das wenigste Geld). Trotzdem bin ich optimistisch, weil sich kein Land erlauben kann, das Vertrauen so zu verlieren. Obwohl ich daher von der Logik her glaube, dass die 100 000 sicher sind, habe ich z. B. bei keiner italienischen Bank Geld.
      Also wie immer am besten das Geld schön verteilen und Daumen drücken.
    • @MM_1984
      zu den ursprünglichen Fragen zurück (es wurden ja noch nich alle 3 Punkte beantwortet):

      1. Ich gebe weitestgehend den Vorrednern recht: alleine wegen der Abstufung - nein falsch: es ist ja nur der "Ausblick" - von France braucht man sich noch keine Sorgen machen, F ist eines der besten Länder nach D (finanziell, geldpolitisch, wirtschaftskraft - mässig gesehen). Und wie meine Vorredner schon sagten: nun mal gerade nicht >alles< Tagesgeld/Festgeld bei frz Banken anlegen, sondern ländermässig diversifizieren (das mache ich nämlich auch gerade, siehe demnächst meine neuen Beiträge).

      zu Frage 2.: genau diese Frage hatte ich in einer der FAQ neulich (beim Neueröffnen von Konten habe ich mich informiert) auch schon mal, die Antwort: ob man 2 Einzelkonten hat, oder ein "Gemeinschafts-Konto", hat bei der Deckungssumme (das sind dann nämlich 200.000) keine weitere Auswirkung. Allerdings gebe ich zu bedenken: hat man 2 Einzelkonten, kann es im Todesfall zu Problemen kommen (mit anderen Familienmitgliedern, Kindern, ... Ex-Ehepartner der/des Verstorbenen) und man braucht, wenn es ganz dumm läuft, auch noch (für sein eigenes Geld, denn ich nehme mal an, dass es bei dem Fragesteller auch um "gemeinsames" Vermögen geht) - man braucht dann auch noch einen Erbschein, um an sein eigenes Geld wieder dranzukommen, und ein Erbschein kostet Gebühren gestaffelt nach Betrag !. Also ich selber bevorzuge mit meiner Frau zusammen >>>immer<<< ein Gemeinschaftskonto (wenn eine Bank dies anbietet, das gibts leider nicht bei jeder Bank, wir reden hier von Online(Tochter)Banken für Tagesgeldkonten, ja ?) .

      zu 3.: kurze Antwort: ja, das siehst Du ganz richtig, jede Bank, bei der Du ein Konto hast, ist "für sich genommen".

      Ich hoffe geholfen zu haben, ansonsten gerne nochmal Rückfragen