Mit 150 Jahren, da hört das Leben auf ...

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    • Das ist auch der Grund, warum ich jede Form von staatlich "geförderter" Altersvorsorge ablehne, außer Riester mit Komplettentnahme vor Rentenbeginn zu Entschuldung eigener Immobilie.
      Allein die Versicherungsprämie (Zwang) für das Langlebigkeitsrisiko (85+) bei Riester in immens.
      Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford
    • Ich habe mich aufgrund des Artikels auch nochmal ein wenig mit dem Riester meiner Frau beschäftigt. Es ist ein Allianz Riester Invest alpha-balance. Ich habe ihn mir 2012 von MLP verkaufen lassen, er kommt in Tests eher schlecht weg. 2019 habe ich einen Honorarberater beauftragt, ihn auf Wechseloptionen zu prüfen. Die Beratung hat 300 Euro gekostet, das Ergebnis war, dass aufgrund der bezahlten Abschlusskosten ein Wechsel nicht lukrativ ist. Ich hatte mir damals zum Ziel gesetzt, die Rendite um 1% zu steigern, das wäre mit traditionellen Anbietern nicht sicher möglich, einen Wechsel zu Fairr hatte ich damals ausgeschlossen.

      Wir haben zwei Kinder, daher gibt es inzwischen entsprechende Zulagen. Zu Eigenbeiträgen von 5590 Euro kommen Zulagen von 3199 Euro, das Vermögen liegt bei 8467 Euro. Der besparte Fonds ist ein ETF110, der Fondswert bestreitet 43% des Vermögens, der Rest ist Sicherungskapital.

      Eigenbeiträge plus Zulagen hat meine Frau also 8789 Euro eingezahlt und damit 8467 Euro Kapital am 31.12.2019 erwirtschaftet. Wir hatten in den letzten Jahren teils beträchtliche Wertzuwächse, zB 853 Euro im Jahr 2019. Da ist es eigentlich erschreckend, dass Eigenbeitrag+Zulagen>aktuelles Kapital.

      Aber wenn man die Zulagen als Geschenk ohne Eigenleistung ansieht, ergeben 5590 Eigenbeitrag bei einem Vermögen von 8467 Euro immerhin 19,7% p.a. Rendite über 8 Jahre, nicht jahresgenau berechnet sondern aus den 8-Jahres-Summen. Steuervorteile sind dabei noch außen vor. Die empfinde ich aber auch immer als recht unklar, da mein Rentensteuersatz vielleicht gar nicht so ungeheuer niedrig sein mag.

      Wir kriegen in ein paar Monaten noch ein drittes Kind. So schlecht der Ruf des Riesters inzwischen ist und so schlecht insbesondere das genannte Produkt von Allianz sein mag, für uns scheint sich das Produkt zu rechnen.

      P.S. Der Artikel spricht von Rentenfaktoren von 15-29 Euro. Und bezeichnet 29 als gut. Meine Frau hat 34,64. Das scheint also sogar sehr gut zu sein. Bei Vertragsschluss 2012, nicht so lange her. Vielleicht ist die Thematik manchmal auch schwarzweiß Malerei.
    • Unsere Riester zeigt ein plus von rd. 50% auf alle Einzahlungen, selbst nach dem Corona-Crash. Liegt an der hohen Aktienquote, die ich selber mittels einer brauchbaren Fondsauswahl steuern kann und den sehr niedrigen Kosten des Produkts.

      Bevor ihr fragt: gibt es nicht mehr.

      Wer bietet inzwischen keine Riester mehr an:

      - Cosmos Direkt
      - Debeka
      ...

      Totgeschwiegen von der Presse.

      Warum ich Riester brauchbar finde:

      man erhält eine Förderung von 2.100 EUR mal Grenzsteuersatz, also i.d.R. mindestens 600 EUR.

      Alternativ sind die lachhaften Förderungen mit lachhaften Einkommensgrenzen:

      WoBauPrämie sind maximal 45,06 EUR (demnächst 70 EUR)
      AN Sparzulage sind maximal 80,00 EUR
      Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford