Condor congenial riester garant

  • Ich bin in einer ähnlichen Situation, ich habe eine fondsgebundene Riesterversicherung bei der Allianz. Aufgrund der Kosten überlege ich ebenfalls in den Nettotarif von Condor zu wechseln. Hier sind die monatlichen Effektivkosten ca. ein Prozent niedriger als bei der Allianz, d.h. im Umkehrschluss schon mal ein Prozent Rendite oben drauf verdient.


    Neben den Kosten und dem garantierten Rentenfaktor finde ich noch die Fondsquote wichtig. Bei der Allianz liegt diese bei mir aktuell bei 31%, der Rest ist im Sicherungsvermögen (ich bin ebenfalls 39 Jahre alt). Weißt du wie hoch die Quote bei Condor ist? Da die ja ein 3-Topf-Hybrid-Modell haben, fließt noch ein Teil der Beiträge in einen Garantiefonds.

  • Servus. Ich bin von der Stuttgarter zur Condor gewechselt in der Hoffnung, dass hier eine höhere Quote in den freien Fonds angelegt wird. Bin jedoch enttäuscht worden. Es wird auch hier nicht mehr in den freien Fonds angelegt. Nur ca. 15 % wird hier in die freien Fonds angelegt. Wie lange hast du schon einen Riester? Wieviel hast du eingezahlt und wir hoch ist der Stand des Altersvorsorgevermögens?

  • Ich höre von einigen, dass viele ihren Riester nur weiterbesparen, um weiterhin jährlich die Zulagen und Steuererstattungen zu kassieren und die Steuererstattungen in ein Depot oder FRV einzahlen und dann kurz vor Rentenbeginn den Riester steuerschädlich kündigen wollen. Es sei dann immer noch ein Gewinn, da ja nur die Zulagen und Steuererstattungen zurückgezahlt werden müssten. Was sagt ihr dazu? Wenn man dies so machen würde, meint ihr, dass bei der Variante am Ende ein höherer Gewinn herauskommt, als wenn man den Riester beitragsfrei stellt und den Betrag, den man bis dahin in den Riester eingezahlt hat, in eine FRV oder als Sparplan investiert und hier zu 100% in freie Fonds investieren kann?

  • Das kommt immer auf den Einzelfall an. Bei sehr hohen Zulagen und günstigem Rentenfaktor kann es sich lohnen, einen Riester weiterzuführen. Oft ist beitragsfrei Stellen die renditestärkere Alternative (falls die erwarteten Aktienrenditen in Zukunft eintreffen). Oft ist auch eine förderschädliche Kündigung besser, v.a. bei langen Restlaufzeiten. Muss man sich individuell durchrechnen und dann die Vor- und Nachteile persönlich abwägen.

  • ich mache das mit Excel unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Andere Tools nehme ich nur zur Plausibilisierung.


    Wenn Du nicht selbst gern rechnest, findest Du vielleicht unter zinsen-berechnen.de etwas Passendes. Die Seite ist sehr gut, ich weiß aber nicht, ob sie was hierzu haben.

  • Einen solchen Service kenne ich nicht. Nach der Kündigung "tritt der Riester-Anbieter mit der Zulagenstelle in Kontakt, die ausrechnet, wie viele Zulagen und Steuern sie genau zurückfordert. Diesen Betrag zieht der Riester-Anbieter vom Vertragsguthaben ab und überweist den Rest innerhalb einiger Tage auf das angegebene Konto. Vom Kündigungsschreiben bis zur Überweisung kann es bis zu zwei Monate dauern." (Quelle: https://www.finanztip.de/riester/riester-kuendigen/)


    Vor der Kündigung sieht man die bisherigen Zulagen immerhin schon auf den jährlichen Standmitteilungen. Die zurückzuzahlenden Steuern muss man m.W. selbst aus den eigenen Steuerbescheiden zusammenrechnen.

  • Bin auch immer noch am überlegen, was ich mit meinem Riester bei der Union mache. Ich zahle seit Jahren nicht den notwendigen Beitrag ein, um die volle Zulage zu erhalten. Darum gibt es jetzt die Überlegung, zu kündigen und das Geld doch anderweitig anzulegen.


    Aktueller Stand im Depot sind 7705,41 EUR.

    davon eingezahlte Beiträge 3152 EUR

    Zulagen 479,57 EUR

    Summe aus Kapitalübertrag aus Anbieterwechsel 720,44 EUR


    Ich müsste also die Zulagen abrechnen sowie alle Steuervergünstigungen abziehen. Welche Summe wird dann noch für die Abgeltungssteuer herangezogen?

  • Ltotheeon : Ich habe noch keinen einzigen bestehenden Riester-Vertrag analysiert, der nach Abzug der Zulagen und Steuerrückzahlungen in die Verlegenheit kam, noch im Plus zu sein :-)


    Falls das doch so ist, also wenn die Rückzahlung höher ist als die Einzahlungen: Dann wird der Unterschiedsbetrag tatsächlich nochmal besteuert, ist ja schließlich ein Kapitalgewinn nach § 22 EStG.

    1) Bei Vertragsbeginn vor 2005: Meist steuerfrei.

    2) Vertragsbeginn ab 2005 und weniger als 12 Jahre gelaufen: Unterschiedsbetrag voll zu versteuern.

    3) Sonst: Bei Auszahlungen ab Alter 60 (62 bei Verträgen ab 2012): Halber Unterschiedsbetrag zu versteuern.


    Ich bin aber kein Steuerberater. Bei meinem Vergleichen zwischen Riester und ETF-Sparplan gewinnt nur meistens Letzterer.