Warum ich kein PayPal nutze

  • Der weltweit dominierende Zahlungsdienst leistet sich - aus europarechtlicher Sicht - höchst fragwürdige Praktiken:


    https://netzpolitik.org/2020/p…Z5y3oHXTXP9D6xuOtNPwryx_c


    Wirksam gegensteuern könnte allenfalls die EU, indem sie Paypal die Lizenz für ihre Dienstleistungen im EU-Raum entzieht, das wäre eine Maßnahme, die von den USA verstanden würde.
    Aber das traut sich natürlich niemand.

  • Das ist nicht schön, aber ich denke, das entspricht dem Zeitgeist. Donald Trump kann mit einem Wimpernschlag Milliardenkonzerne nach seiner Pfeife tanzen lassen. Eine Twitterzeile und Aktienkurse machen einen Sprung. Ich glaube, wenn man ein wenig recherchieren würde, welche Konzernentscheidungen sich an politischem Geplänkel orientieren, würde man zahllose Beispiele finden.


    Ich finde das traurig und falsch, aktuell ist das aber Standard.

  • Tja, PayPal hatte halt rechtzeitig auch in Deutschland eine verdammt große Nische besetzt:
    - Kreditkarten waren noch nicht weit verbreitet (und sind's ja anscheinend in Deutschland immer noch nicht)
    - Manche Online-Shops haben keine Kreditkartenzahlungen angenommen
    - Banken hatten bis zuletzt nichts vergleichbares im Angebot. Rohrkrepierer wie "PayDirekt" (was für ein Name) kamen mindestens ein Jahrzehnt zu spät
    - eBay hatte die Verwendung von PayPal extrem gepusht, schwenkt jetzt aber um


    Ich muss zugeben, dass ich PayPal durchaus verwende. Wer bei eBay kauft oder verkauft, kommt halt eh nicht herum.
    Und dann gibt's immer noch genug Shops die ihre Checkout-Formular so schlecht gestaltet haben, dass der Browser nicht automatisch die Kreditkartendaten in die entsprechenden Felder eintragen kann - da wähle ich dann halt auch PayPal, weil mich das nur zwei Klicks kostet statt die Eingabe von mindestens 30 Zeichen.

  • Wer glaubt, daß mit Paypal alles reibungslos läuft, der irrt. In den Medien wurden des öfteren negative Beiträge gesendet. Auch im Internet finden sich Seiten, die keine guten Meldungen verkünden. So zum Beispiel https://www.businessinsider.de/wirtschaft/beim-kaeuferschutz-von-payp


    Wer dieses alleine auf dieser Internetseite durchliest, müßte schon genug im Bilde sein. Es fängt schon einmal mit den 80 Seiten AGB,s an, was für ein Horror. Ich selber habe schon einmal versucht, mich von Paypal abzumelden, ohne Erfolg. Da gibt es nichts, wo man sich abmelden kann. Meine Einkäufe erfolgen ohne Paypal und mit persönlicher Geldüberweisung nach Erhalt der Ware. Wenn dieses nicht möglich ist, dann verzichte ich auf den Kauf; man muß auch einmal nein sagen können.