Private Haftpflichtversicherung - Selbstbeteiligung?!

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    • Private Haftpflichtversicherung - Selbstbeteiligung?!

      Was meint ihr - ist eine Selbstbeteiligung in Höhe von bpsl. 150,00€ sinnvoll oder lässt man den Versicherungsgeber für alles aufkommen?

      Ich habe nun bisher beides gelesen...Finanztip und andere sagen, dass eine SB sinnvoll ist und das Risiko zur Kündigung des Versicherungsgebers sinkt. Es gibt aber auch andere (bspl. Finanztest), die keine SB sinnvoll halten und geradezu empfehlen, keine abzuschließen...rein rechnerisch sollte ich keine abschließen, solange die Ersparnis <20€ ist. Auf der anderen Seite hat die Versicherung bei jedem Schadensfall ein Sonderkündigungsrecht und dann ist es, so habe ich gelesen, schwer wieder eine pHpf eröffnen zu können.

      Ich selber hatte bisher keine Schäden und auch keine pHpf - gehe aber auch nicht davon aus, dass in den nächsten Jahren etwas passieren wird (was man aber nie sicher in der Hand hat).

      Hier die Beiträge:
      Pro SB
      finanztip.de/haftpflichtversicherung/privathaftpflicht/

      Contra SB
      haftpflichtversicherung-testsi…g-ohne-selbstbeteiligung/
      test.de/Private-Haftpflichtver…31533-5408952/#question-0

      Danke und Grüße
    • Ich habe keine SB. Trotzdem reiche ich keinen Kleinkram ein, eben gerade wegen des Kündigungsrisiko. Ich bin bei einer Gruppenversicherung meines Arbeitgebers, die leistungsstark und günstig ist, aber keine SB anbietet.

      Ich habe die Haftpflicht nur wegen existentieller Risiken, nicht um meinen Freunden den runtergefallenen Teller zu ersetzen.

      Daher käme für mich eine SB in Frage. Am Ende ist die Haftpflicht aber so günstig, dass ich nicht viel Einsparpotenzial sehe.
    • Hallo,

      Sie haben die Vor- und Nachteile eines Selbstbehalts (SB) in der Privathaftpflichtversicherung (PHV) aus Sicht des Versicherungsnehmers (VN) schon dargestellt.

      Aus Sicht des Versicherers (VR) sieht es so aus, dass ihm bei einer Bruttoprämie von ca. 100 Euro p.a. in der Größenordnung 50 Euro für das Risiko übrig bleiben. Wenn nun ein Sachbearbeiter für einen angezeigten 50 Euro Schaden nur eine halbe Stunde tätig ist, hat der VR für dieses Jahr schon einmal Geld verloren. Solche Kunden sieht der VR nicht gern und trennt sich. Ob das nach dem ersten oder erst nach dem dritten derartigen Schaden ist, ist von VR zu VR unterschiedlich.

      Die PHV ist eher dafür da, einen zwar sehr seltenen aber möglichen Schadenfall in der Höhe von 1 Mio. Euro zu regulieren. Um das wirtschaftlich darstellen zu können, braucht der VR dann aber auch mindestens 25.000 schadenfreie Verträge. Dafür kann er sich für den einzelnen Großschaden auch teure Spezialisten und Anwälte leisten, um den Fall sachgerecht zu bearbeiten.
      Die tägliche Routine liegt irgendwo dazwischen.

      Aus Sicht des VN ist es m.E. weniger eine Frage, ob ich mit SB 10 oder 20 Euro p.a. einsparen will, sondern welche Sicht ich auf eine PHV habe. Möchte ich für mich das finanzielle Optimum herausholen und bin bereit, mich alle zwei Jahre nach einer neuen PHV umzusehen (mit zunehmenden Problemen) oder will ich einmal mich nach einer für mich guten PHV umsehen und dann 5 Jahre nicht mehr mit dem Thema beschäftigen.

      Zum Schluss:

      „Ich selber hatte bisher keine Schäden und auch keine pHpf - gehe aber auch nicht davon aus, dass in den nächsten Jahren etwas passieren wird (was man aber nie sicher in der Hand hat).“

      Das haben Sie ganz bestimmt nicht in der Hand. Zum einen ist kein Mensch perfekt und zum anderen nimmt leider auch die Tendenz zu, unberechtigte Ansprüche zu stellen. Mein dringender Rat, suchen Sie sich die preiswerteste Standarddeckung (bereit knapp über 50 Euro p.a. zu haben) mit einem hohen SB. Sie leben ruhiger.

      Gruß Pumphut