Lohnt sich diese Entgeltumwandlung?

  • Meiner Mutter wurde von Ihrem Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung vorgeschlagen. Ich habe bereits versucht, mich selbstständig in die Materie einzulesen, habe dann aber irgendwann aufgegeben und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.


    Rentenbeginn: 2033
    Direktversicherung: Allianz
    Rentengarantiezeit: 10 Jahre


    Bruttoaufwand: 200€
    Arbeitgeberförderung: 40€
    Vorsorgebeitrag: 240€
    Nettoaufwand: 101,35€


    Garantierte Leistung:
    einmalige Auszahlung: 32.000€
    monatliche Rente: 105,08€


    Leistungen inkl. Überschussanteilen:
    einmalige Auszahlung: 38.500€
    monatliche Rente: 126€


    Lohnt sich das, oder sollte sie das ganze ablehnen?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Hallo @Freeway87


    diese Frage lässt sich recht gut mit diesem Rechner beantworten:


    https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php


    Wenn du 200 Euro über 13 Jahre einzahlst und 32000 Euro herausbekommst, hast du eine Rendite von 0,38% eingefahren. Nicht so pralle.


    Wenn du auf die Überschussanteile baust, wirst du 38500 Euro erhalten, das ist eine Rendite von 3,16%, eigentlich nicht schlecht.


    Wenn du 32000 Euro in 105 Euro Schritten ausgezahlt bekommst, hast du dein Vermögen nach 25 Jahren zurück. Wenn du 38500 in 126 Euro Schritten ausgezahlt bekommst, sind es ebenfalls 25 Jahre. Das ist aus meiner Sicht kein guter aber ein normaler Wert.


    Wenn man hier gegen einen ETF Sparplan laufen lässt und mit 3/5/7% Rendite rechnet ergibt das 38000/43000/50000 Kapital.


    In Anbetracht der Tatsache, dass die Überschussbeteiligung nicht garantiert ist, sehe ich keinen echten Vorteil in der Versicherung gegenüber einem ETF Sparplan. Die Arbeitgeberförderung scheint jedenfalls von den Kosten aufgefressen zu werden.


    Ist ein Arbeitgeberwechsel nochmal möglich? Dann ist nicht klar, ob die Versicherung mitgenommen werden kann. Dann würde ich es definitiv nicht machen, ansonsten kann man darüber nachdenken, ohne das es "echte" Vorteile hat.


    Wird die Versicherung aus dem Brutto bezahlt. Dann müsste man noch einen Steuervorteil einkalkulieren. Dazu müsste man aber die Steuerbelastung kennen. Die ist hier nicht genannt.

  • Herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Sie würde in diesem Fall die Einmalauszahlung wählen. Ein Arbeitgeberwechsel ist eher auszuschließen. Der Bruttolohn liegt bei 3.335€. Wir haben uns ebenfalls die Frage gestellt, was am Ende noch übrig bleibt, wenn man Steuern/Krankenversicherung abzieht und berücksichtigt, dass die gesetzliche Rente ebenfalls niedriger ausfällt.


    Mit ETF-Sparplänen habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Birgt das viele Risiken? Sie möchte in diesem Fall nämlich lieber auf Nummer sicher gehen und nimmt dafür die geringere Rendite in Kauf.

  • Hallo Freeway87,
    welchen Tarif bietet der AG über die Allianz.
    Es gibt da ganz verschiedene Tarife und Feinheiten
    -Klassik oder New Klassik oder?
    -Abschlußkostenverteilung 5-Jahres-Zillmerung oder ungezillmert oder?
    -Unterjährigkeitsaufschläge 5% mei monatlicher Zahlweise oder keine?


  • Ich muss zugeben, dass ich überfragt bin :/




    Ist Ihnen bewusst, dass Ihre Mutter bei Wahl der Einmalzahlung den gesamten Betrag als sonstige Einkünfte versteuern muss? Damit ist die Rendite nach Steuern negativ.


    Dass sie das versteuern muss ist mir bewusst. Daher auch die Frage, ob bei der Einmalzahlung am Ende überhaupt noch ein Plus bleibt oder es eher sogar ins Minus geht. ?(

  • Also bei 200 Euro × 12 Monate × 13 Jahre = 31.200 Euro eingezahlt und 32.000 Euro Auszahlung drückt die Inflation allein vor Krankenkasse und Finanzamt die Rendite ins Negative.


    Wenn man die tatsächliche Belastung annimmt, dann ergeben sich andere Werte. Welche Annahmen man jetzt als seriös empfindet, das ist die nächste Frage. ?(