Saidis Podcast ist da!

  • Hallo Saidi,

    ich finde deinen Podcast super!!!! Insbesondere die Folge ETF (von der Wiege bis zur Bahre) passt bei uns gerade, da wir Eltern geworden sind und gerne einen Sparplan auf den Namen des Kindes einrichten wollen. Leider konnte ich bislang kein Depot finden, beidem es sich um ein Kinderdepot handelt (z.B. bei den von Finanztip empfolenden Depots Onvista, Trade Replulic, Smartbroker). Hast du einen Tipp welcher Anbieter ein Kinderdepot anbietet?


    Viele Grüße

    Hallo Holger123,

    willkommen im Forum. Ich antworte mal, hier ist Saidi nicht so häufig unterwegs.

    Vielleicht hilft dir das zum Einstieg: https://www.finanztip.de/geldanlage/sparen-fuer-kinder/

  • Hallo Hugoo24 , willkommen im Finanztip-Forum.


    Sofern die Frage nach der Verrechnung von Gewinnen und Verlusten aus Kapitalerträgen geht ist die Antwort ja, das geht grundsätzlich. Grundsätzlich deswegen weil nicht jeder Gewinn mit jedem Verlust verrechenbar ist.


    Zur Handhabung bei Investmentfonds gibt es diesen Artikel https://www.finanztip.de/index…stmentsteuerreformgesetz/


    Falls Du ein konkretes Beispiel nennst versuche ich mich gerne an einer Antwort.

  • Welche Multi-Asset-ETF sind denn gemeint?


    Es gibt solche, die eine Verteilung zwischen Aktien und Anleihen automatisch rebalancieren. Dort zahlt man für den Anleihenanteil ETF-Entgelte und die Rendite des Anleihen-Anteils ist schlechter als bei Festgeld. Dazu gehören u.a. die LIfeStrategy von Vanguard und die Portfolio-ETF von DWS Xtrackers. DEr Arero hat zusätzlich Rohstoffe drin.


    Insgesamt ist das mMn nicht überzeugend, ggf. ist es eine Alternative wenn man sonst zum Robo gehen würde.


    Gegen Nennung eines konkreten Produkts würde ich es mir genauer ansehen.

  • Geht es um die BlackRock ESG Multi-Asset Produkte? Das sind aktive Dachfonds, die aktuelle Aktienquoten von 75 / 50 /20 % haben. Ich habe mal den ACWI mit eingeblendet, bei Mischung mit Tagesgeld mit 0% Zins müssten die den entsprechenden Anteil der Rendite des ACWI bringen, tatsächlich liegen sie niedriger. Könnte an der doppelten Kostenbelastung bei Dachfonds, die unnötigen Kosten der Anleihefonds und "schlechtem Management" liegen.


    https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BLP53M98,IE00BLLZQS08


    Ich bleibe bei der Aussage, dass es eine Alternative zu einem Robo sein könnte, wie auch beim Robo muss man sich auf niedrigere Rendite allein aufgrund der Kosten für den Komfort einstellen.


    Die noch weitere Streuung hat zumindest in der Vergangenheit nicht geklappt. https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00B6R52259,IE00B4L5Y983 Der World liegt besser als der ACWI, allerdings liegt dann der IMI besser als der normale ACWI.

  • Wäre so im Grunde meine Sicht. Ob es eine gute Alternative ist muss sich erst zeigen, da der aktive Ansatz sich beweisen muss. Dabei würde ich den Vanguard-Ansatz mit im Auge behalten, da dort nach meinem Verständnis der Aktienanteil fix ist, was ich so beim Blackrock nicht sehe.


    Über alles im Hinterkopf behalten, dass Finanztip kein reines Aktien-ETF-Investment empfiehlt sondern ein Mischportfolio aus ETF und Tages-/Festgeld.

  • Da bleibt mir wenig anzumerken.


    Von Dachfonds würde ich aufgrund auch intransparenter Kosten dringend die Finger lassen.


    Rohstoffinvestments sind kompliziert, weil nun mal die eigentlichen Assets (das Zeug an sich) für den Privatanleger schwer zu händeln bleibt. Analog zu unserer Empfehlung zu physischem Gold müsstest Du Dir eigentlich Ölfässer, Metalle etc. nach Hause holen... :rolleyes:

  • Liebe Community, lieber Saidi,


    Frage zum letzten Podcast: Wann eignen sich ETF nicht.


    Ich gebe zu, meine Frage und mein Szenario ist bewußt auf Extreme ausgelegt, einfach weil ich auch das gern mal durchdenken/-sprechen/-schreiben möchte, um im Kopf einen Haken dran zu machen.


    Keiner weiß, was einem persönlich in 15 Jahren passiert. Nehmen wir an: das ganze Leben kommt anders als geplant, ggf. gesundheitlich, und geht schief, also Pechsträhne über Jahre/Jahrzehnte.


    Müßte ich eigentlich meinen Geldbedarf für 15 Jahre aus ETF fern-halten, da ich nicht weiß, ob ich vielleicht mein ETF Geld doch schon ungeplant nach 2 Jahren statt 15 Jahren brauche?


    Tagesgeld soll ja der Notgroschen für ein paar Monate sein und -- Stand heute -- würde ich ja sagen: Leben läuft, keine Katastrophe voraussehbar. Aber kommt sie privat, dann stirbt mein "Ich bleibe 15 Jahre investiert" Plan doch.


    Was meint ihr? Dennoch ETF Start, da nur vorhersehbare unter-15-Jahre-Bedarfe nicht in ETFs gehören?


    Lieben Dank vorab.

  • Müßte ich eigentlich meinen Geldbedarf für 15 Jahre aus ETF fern-halten, da ich nicht weiß, ob ich vielleicht mein ETF Geld doch schon ungeplant nach 2 Jahren statt 15 Jahren brauche?

    Das steht zumindest so im Beitrag für Entnahmepläne https://www.finanztip.de/altersvorsorge/auszahlplan/#c75017


    Allerdings verstehe ich den Gesamt-Zusammenhang gerade nicht. In ETF gehört im Grundsatz das Geld, das man > 10 Jahre nicht braucht. Wenn jetzt die private Groß-Katastrophe eintritt ist die Rücklage in ETF ja nicht weg sondern wenn es schlecht läuft eben nicht zu 100 oder 120% da sondern zu z.B. 60%.

  • OK, ich versuche es nochmal:

    Finanztip argumentiert kein Geld in Aktien-ETF zu stecken, das man vor Ablauf einer gewissen Zeit braucht. Das gilt für den Vermögensaufbau - hier wird von 10 Jahren gesprochen https://www.finanztip.de/geldanlage/. Es gilt auch für die Entnahme, dort wird davon gesprochen den Anteil, den man für die Aufstockung der Rente über 15 Jahre braucht, nicht in Aktien-ETF zu stecken.


    Deine Frage war jetzt, ob Du den Geldbedarf für 15 Jahre nicht in Aktien-ETF stecken sollst, die Antwort auf die Frage ist lt. Finanztip: ja.


    Worauf ich dann hinweisen wollte ist, dass ggf. ein Missverständnis vorliegt. Kaum einer wird den kompletten Lebensbedarf für 15 Jahre auf Festgeld packen können (Beispiel 2.500 € Bedarf p.m. ergibt über 15 Jahre 450 T€). Wenn also vor den 15 Jahren eine Krise eintritt kann es durchaus sein, dass die ETF-Anlage unter Startwert notiert. Sie ist aber trotzdem da.

  • Eben nicht.


    Die Empfehlung lautet ganz grob bei FT und anderswo:
    - einen Notgroschen halten, hier werden an verschiedenen Stellen 3-6 Monatsnetto genannt

    - Beträge nicht in Aktien-ETF investieren, die man absehbar in den nächsten 10-15 Jahren braucht.


    Das ist das angesprochene Missverständnis: absehbar ist nicht Extrem-/Katastrophenszenario.


    Es steht Dir selbstverständlich frei, den Notgroschen größer zu wählen. Angesichts von Null-/Negativzins bringt der dann aber nichts bzw. verliert durch die Inflation. Dagegen besteht beim Aktien-ETF die langfrsitige Chance des Wachstums verbunden mit dem Risiko zwischenzeitlicher Rückschläge. Das ist eine individuelle Risikoabwägung.


    Finanztip empfiehlt Mischportfolios aus Tages-/Festgeld und Aktien-ETF. Dabei wird in der konservativen Variante von 0-20% Aktien gesprochen. Das ist die zweite Stellschraube: Wenn Du eine niedrige Aktienquote für die Anlage wählst wird der Sicherheitsbaustein entsprechend größer.

  • OK, genau darauf wollte ich mit meinem bewußten Extrem-Szenario hinaus:

    • Nicht in ETF: all das, von dem ich heute schon weiß, daß ich es in den nächsten 15 Jahren ausgeben werde/muß (Spontan-Katastrophen nicht eingerechnet).
    • In ETF: alles, was ohne absehbarem Schicksalsschlag 15+ Jahre liegen darf. Sollte aber doch eine unerwartete Katastrophe (persönlich, gesundheitlich, beruflich...) viel früher und unerwartet eintreten, dann ETF zwangsweise bedarfsgerecht auflösen und Alltag bezahlen... Grund: ist beim Investieren ja nicht absehbar, nicht planbar -- sonst müßte ich eben doch 15 Jahre Notgroschen statt nur 3-6 Monate vorhalten.

    Ist es so gemeint?