Wie 110.000 € mit 60 Jahren anlegen?

  • Hallo @wkrass


    herzlichen Glückwunsch, das ist doch ein netter Zeitpunkt für eine nette Summe.
    Ich würde mir folgende Fragen stellen:
    - Wieviel % deiner Kosten werden durch Rente, Mieteinkünfte etc gedeckt? Was fehlt dir?
    - Welche finanziellen Wünsche möchtest du dir erfüllen solange du fit bist (was allein 30 Jahre sein kann, im Extremfall sogar länger!)
    - Wieviel Geld willst du regelmäßig aus den 110.000 Euro entnehmen?
    - Willst du vererben oder nach Möglichkeit nichts übrig lassen?


    Wenn du von 1% Zinsen und 30 Jahren Kapitalentnahme auf 0 Euro rechnest, kannst du 353 Euro jeden Monat entnehmen.
    Wenn du von 5% Zinsen und 30 Jahren Kapitalentnahme auf 0 Euro rechnest, kannst du 580 Euro jeden Monat entnehmen.
    Entnahmeplanrechner: https://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php


    Ersteres dürfte kein Problem sein, die zweite Variante kannst du über ETF mit sehr langem Horizont realisieren (15 Jahre Anlagedauer) und solltest du nur anpeilen, wenn du auf das Geld nicht wirklich angewiesen bist und bei einem Börseneinbruch auch so über die Runden kommst.


    Mein Vater kauft mit 74 noch immer wieder ETF. Er ist aber nicht darauf angewiesen und möchte was hinterlassen.

  • Hallo.


    Die Frage war explizit nach Altersvorsorge, daher gehe ich davon aus, dass Schulden bereits erledigt sind, ansonsten sollten die erste Priorität haben.


    Wie chris2702 schon geschrieben hat, wäre die Situation zu analysieren und dann sollte man die Schwachstellen der bisherigen Altersvorsorge angehen.


    Der Ausgleich von Abschlägen in der gesetzlichen Rentenversicherung könnte ggf. den Beginn des Ruhestands vorverlegen oder die zu erwartene Rente auskömmlicher gestalten.