Ab wann bekomme ich eine Kreditkarte?

  • Guten Abend,


    ich bin mit dem Studium fertig, arbeite seit Anfang des Monats und bin erstmal befristet auf ein Jahr angestellt. Dann habe ich einen Antrag auf die Genialcard gestellt. Dieser wurde jedoch abgelehnt und am Telefon wurde mir angedeutet, dass meine Beschäftigungsdauer zu gering sei. Allerdings hat mich der automatisierte Algorithmus durchgelassen, der sowas eigentlich schon erkennen könnte. Das finde ich merkwürdig. Was denkt ihr denn, wie lange man gearbeitet haben muss oder wie lange man einen Vertrag haben muss?


    Viele Grüße
    Martin

  • Ich wüsste nicht, dass es allgemeine Beschränkungen für volljährige Arbeitnehmer gibt. Ich kenne die Hanseatic Bank mit Genialcard nicht. Hast du mal überlegt, deine Bankverbindung zur DKB zu legen? Da müsste die Kreditkarte dabei sein. Oder du bist Amazon Prime Kunde und fragst deren Visa Karte an.

  • Natürlich darfst du fragen. :D

    Das liegt in dem Fall daran, dass es die Karte ja nur mit Girokonto gibt und dann auch nur, wenn dort regelmäßig Geld eingeht (zumindest nach dem ersten Jahr). Und da ich ein Fan des genossenschaftlichen Modells bin, will ich, Stand jetzt, mein Girokonto eigentlich nicht zur DKB umziehen. :)

  • Die Algorithmen der einzelnen Banken unterscheiden sich nur geringfügig voneinander;die einen lassen eine Idee mehr Risiko zu als die anderen.

    Fall Du jetzt auf die Idee kommen solltest,bei mehreren Instituten eine Kreditkarte zu beantragen,wird Dir das Deine SCHUFA verhageln und damit Deine Bonität für alle möglichen Anschaffungen in den Keller gehen.

    Kreditkarten sind normalerweise auf eine Gültigkeit von drei bis vier Jahren angelegt.Dein Einkommen ist aber nur für ein Jahr sicher.Es liegt demnach nahe,Dir die Ausgabe einer Kreditkarte zu verweigern.

    Abschließend ist noch zu sagen,daß der Verfügungsrahmen einer Karte die Hälfte Deines Dispos ausmacht(wenn Du einen solchen hast) und dieser wird Dir nicht für alle Ewigkeiten zuerkannt,sondern nur für ein paar Monate.Ein weiterer Grund,Dir eine Kreditkarte zu verweigern.

  • Gerne:

    Eine der Voraussetzungen für die Ausgabe einer Kreditkarte besteht darin,daß die Bank Dir einen Dispokredit eingeräumt hat(normalerweise ca.das 2-3fache Deines Netto-Lohneingangs).


    Der Verfügungsrahmen Deiner Kreditkarte beträgt in der Regel 50 Prozent Deines Dispos.


    Du darfst den Dispo aber nur über ca. 3-6 Monate ununterbrochen ausschöpfen,danach wird er Dir gekündigt und dein Konto muß im Haben geführt werden.

    Demnach muß bezogen auf die zeitliche Begrenzung Deines Arbeitsvertrages der Algorithmus der Bank befürchten,daß Du aufgelaufene Verbindlichkeiten durch Dispo und Kreditkarte nicht zurückführen kannst.

    Nach dem Verständnis der zugrundeliegenden Regularien("Basel 2 und 3")sind die dargestellten Mechanismen dazu da,den Kunden vor einer ihn zugrunde richtenden Schuldenspirale zu bewahren,und zwar mindestens(das läuft über eine verbindliche Selbstauskunft mit entsprechenden Nachweisen) so lange er nicht in einer unkündbaren Stellung ist und ein akzeptables Einkommen hat.


    Fazit:Du bist ein in den Augen des für die Bank geltenden Algorithmus ein zu unsicherer Kunde.


    Meine Ausführungen beziehen sich Auskünfte des Filialleiters meiner genossenschaftlichen Bank,die ich im Laufe der Zeit erhalten habe.Andere Banken werden davon ---wenn überhaupt----nur minimal abweichen.

    Du mußt begreifen,daß nur der gläserne Kunde für eine Bank ein guter Kunde ist.

  • Für Dein Konto schließt Du mit der Bank einen Girovertrag;damit ist die Existenz des Kontos "aktenkundig",auch bei der SCHUFA.

    Für den "Dispo",offiziell "Kontokorrentkredit" schließt Du mit der Bank einen separaten Vertrag,nachdem Du einen Dispo beantragt oder Dir dieser angeboten wurde(und du eingewilligt hast).Dieser Dispo erscheint NICHT in Deiner SCHUFA!

    Damit hat sich Deine Frage erübrigt.

    Im übrigen empfehle ich Dir,mit Deiner Bank ein Beratungsgespräch zwecks "Aufklärung" zu vereinbaren.

    P.S.:Banken vertrauen Dir NICHT!!!!!! Banken schließen Verträge(genau wie alle anderen,mit denen Du Geschäfte machst oder Dir Geld leihen).Wenn was in Deinem Leben schiefgeht und die Bank oder die SCHUFA(das ist ein kommerielles Unternehmen!!)dies erfahren,bist Du geliefert.

  • Was spricht eigentlich gegen eine Debitkarte, die man, denke ich, leichter kriegen kann (weil kein Kreditrisiko besteht), die aber im Urlaub fast so nützlich sein kann wie eine Kreditkarte?
    Beispiel: Curve-Karte mit sehr günstigen Wechselkursen, Transferwise-Konto mit Debitkarte, Vivid-Karte (sogar aus Metall) etc.

  • @RT


    gegen eine Debitkarte spricht aus meiner Sicht, dass sie mittlerweile von vielen Autovermietern im Ausland nicht mehr akzeptiert werden...:(

    Das stimmt - aber SachsenMartin ging es, wenn ich ihn richtig verstehe, vor allem um Bargeldabhebungen. Und die kriegen Curve, Vivid, OpenBank, crypto.com und ähnliche Debitkarten praktisch kostenlos hin. Auslandseinsatzgebühren sind mit den genannten Karten auch nicht verbunden.

  • Guten Morgen,

    eine Debitkarte ist dazu da,am Geldautomaten Geld zu ziehen,wenn Du keine Bank-Card hast bzw.nicht dabei hast.

    Der "gezogene"Betrag wird Deinem Konto SOFORT belastet.

    Da Deine Bonität nicht feststellbar ist,wird so eine Karte bei Buchungen o.ä.nicht akzeptiert.


    Einzelheiten erfährst Du,wenn Du Dir die Mühe machst,solche Dinge mal zu googeln.

  • > Geht sowas mit einer Debitkarte oder könnte es da auch Probleme geben?


    Das ist ein bisschen wie Glaskugel lesen... Vor 2019 war es z. B. überhaupt kein Problem, mit einer VISA-Debitkarte im Ausland ein Fahrzeug zu mieten. Inzwischen mehren sich aber die Fälle, wo Autovermietungen diese ablehnen. Daher könnte das bei Hotels aus meiner Sicht in Zukunft auch so kommen. Sollte man in die Überlegungen also ruhig mit einbeziehen... ;-)