• Hallo Community,


    Ich hab zwei Nichten, Alter: 2 und 4.

    Ich überlege für die beiden -in Absprache mit den Eltern- jeweils -bei fairr- eine Rürup-Rente abzuschließen, je 10.000€. (80% MSCI World, 20% EM IMI)

    Nach über 60 Jahren sollte da ja eine nette Zusatzrente bei rauskommen.

    Das klingt für mich irgendwie sinnvoll. Das Geld kann nicht abgehoben werden und ist wohl auch relativ Pfändungssicher.

    Liege ich falsch? Wie seht ihr das?


    LG,

    GO

  • Referat Janders


    Ok, ich sollte mit Restalkohol nicht ins Forum schreiben :thumbsup:

    Sorry Starvanger war nicht böse gemeint.


    Und ja ein Rürup für Kinder ist fast noch schlimmer als unters Kopfkissen zu sparen. Die Rendite wird grottenschlecht sein, die Versicherung verdient ohne Ende. Und das Argument man müsse verhindern dass die Kinder das Geld mit 18 in Koks und Nutten stecken, ist aus meiner Sicht eher Ansichtssache. Mein Ansatz wird sein, meine Kinder auf das Lebenda draußen so weit vorzubereiten, dass das Vermögen das sie haben ihr größter Schatz ist, den sie hegen und pflegen. Wenn man so einen Ansatz nicht übers Herz bringt (vlt weil man andere Lebenserfahrungen gesammelt hat als ich) sollte das Geld bei den Eltern bleiben und von den Eltern gesteuert ausgegeben werden. Und nicht nen Rürup nehmen, biiiiiiiiitte.

  • Habe gerade den Rechner von fairrürup bemüht. Angenommen ich lege für meine Tochter jetzt einmalig 1000 Euro an, dann verachtfacht sich das Kapital bis 2081. Über die lange Zeit haut mich das nicht vom Hocker. Die angegebenen 3,07% an Kosten fand ich jetzt auch nicht gerade einladend. Wenn man mit den Einstellungen herumspielt und die Einlage erhöht, wird die Kostenquote wohl sinken. Die Frage ist, wie stark?

  • Fakt ist, das Kind hat nur wirklich was von der Anlage, wenn ca 90 Jahre alt wird. Stirbt es mit 61 ist die Kohle weg. Stirbt es mit 85 ist die Rendite grottig. Von "ich will mir meine letzten großen Wunsch mit 47 erfüllen denn ich lebe nicht mehr lange" ganz zu schweigen.


    Rürup kann Sinn machen, wenn man 42/45% Steuern zahlt. Für ein Kind ist es völliger Quatsch.

  • Referat Janders

    Aus 10.000 Euro werden bei geschätzten 6% Rendite p.A. knapp 280.000 Euro. Der Zinseszins schlägt voll durch. Die Effektivkosten betragen -in dem Fall- 0,73%, was finde ich, sich noch im Rahmen hält.


    chris2702

    Ich weiß ja nicht, ich würde mich sehr darüber freuen, wenn jemand vor 35 Jahren so etwas für mich abgeschlossen hätte. So richtig angefangen zu sparen, hab ich erst vor 5 Jahren. Man kann einem Kind/Jugendlichen vieles beibringen, aus Trotz oder Naivität wird es möglicherweise trotzdem unklug handeln.

    Das Geld befindet sich in nem goldenen Käfig, das hat Vor- und Nachteile.


    Die Rendite richtet sich auch hier nach den ETFs die man wählt. Die Kosten sind natürlich schon etwas höher.

    Das alles entbindet ja niemanden davon, für sich selbst zu sparen.



    Aber interessante Punkte, danke hierfür an alle.

  • Ich finde es super, wenn du sparen willst. Aber aktuell ist das Beste was du machen kannst ein ETF Sparplan auf den MSCI World (von mir aus all country, ist aber keine Pflicht). Und wenn dir der Gedanke vollständiger Verfügbarkeit mit 18 Magenschmerzen bereitet, muss das Konto eben auf die Eltern laufen. Oder ihnen von dir mit 17,9 Jahren überschrieben werden.


    Du wirst deinen Nichten ja wohl irgendwas zum 18. Geburtstag schenken. Vermutlich keinen Traktor. Alles, selbst 10 Euro, macht mehr Sinn als ein Traktor. So in etwa ist das mit dem Rürup.