Lohnt sich eine BAV?

  • Hallo zusammen,


    ich hab mir mal das Youtube Video zur BAV angeschaut und wollte euch trotzdem nochmal fragen, ob die BAV die wir vom AG erhalten, sich für mich lohnt oder nicht.


    Kurz zu mir,

    ich bespare 2 ETF's jeden Monat, die ich für mind. 15 Jahre oder mehr anlegen möchte. Dies sollte dann eigentlich meine Rentenunterstützung sein. Riester Rente und der gleichen, habe ich nicht und will ich auch nicht haben.


    Jetzt hat mir mein Betrieb zusätzlich eine BAV angeboten.


    Zum einen, könnte ich die abschließen ohne das ich überhaupt was drauf zahle, denn mein AG gewährt uns 1x im Jahr ca. 180€.

    Des weiteren, wenn ich monatlich noch was dazu spare, erhalte ich 20% Zuschuss vom AG dazu..


    Laut das YT Video von Saidi, sollte es ja so Top sein. Was müsste ich den noch prüfen?

    Ich hab mir überlegt auch einfach nur die jährlichen 183€ zu nehmen und fertig.
    So nach dem Motto "ein geschenkter Gaul, schaut man nicht ins Maul " :-)


    Was würdet ihr mir empfehlen?

    Danke

    Grüße

  • Hallo,


    also bei uns gibt es zum einen die Arbeitgeberfinanzierte BAV , da kriegt man wie gesagt jährlich eine einmalige Zahlung über ca. 180€.


    Wie ich verstanden hab aus dem Video, sollte man das immer mitnehmen, hier entsteht kein Nachteil oder dergleichen für mich, da das sozusagen geschenktes Geld ist. Läuft über eine direkt Versicherung.


    Dann haben wir die Arbeitnehmerfinanzierte, da kriegen wir wie gesagt 20% Zuschuss und läuft auch über eine Direktversicherung. Hier müsste ich mir allerdings ein Angebot zukommen lassen und mir durchrechnen lassen, wieviel Rendite ich nach Kosten hätte.

  • Na Ja. Nürnberger ist keine Versicherung mit geringen Verwaltungskosten:

    https://www.nuernberger.de/ren…riebliche-altersvorsorge/

    Im PDF steht:

    Steigern Sie die Leistung –

    mit den NÜRNBERGER Konzept-Tarifen

    Garantierter

    Rechnungszins

    und Sparanteil 0,25 %

    Aktienanteil bis 30 %

    Begrenztes Anlagerisiko: 70 % des Sparbeitrags werden in ein konservatives

    Portfolio europäischer Staatsanleihen und Pfandbriefe investiert, 30 % im

    deutschen Aktienindex angelegt.

  • Die Direktversicherung kann sich mehr lohnen, wenn der Steuervorteil größer wird. Das hängt davon ab, welchen Spitzensteuersatz man aktuell zahlt, welchen man in der Rente zahlen wird, und ob die Steuergesetze bis dahin noch so sein werden wie jetzt. Dabei bedenken, dass die Eigenbeiträge zur Direktversicherung zwar steuerfrei sind (gut), dafür aber auch nicht als Grundlage für die Rentenversicherung gezählt werden (schlecht, sofern man nicht oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient). D.h. durch die Direktversicherung fällt evtl. im Alter die gesetzliche Rente niedriger aus.


    Eine pauschale Antwort, ob sich das Produkt lohnt, kann es daher nicht geben. Das hängt von der restlichen Vermögenssituation ab. Der emotionale Sicherheitsbedürfnis spielt auch eine Rolle.

  • Das ist hier ein Wespennest. Viele hier haben in einen Reistervertrag von fairr investiert, der auch damit warb, 100% in ETF zu bleiben. Im Februar wurde dieses Werbeversprechen gebrochen, und die ausführende Sutor-Bank schichtete in Anleihen um, damit die gesetzliche Garantierücklage eingehalten werden konnte.


    Im fairrbav befürchte ich einen ähnlichen Mechanismus: Im Produktblatt steht, dass nicht 100% in die frei wählbaren ETF fließt, sondern ein Teil in den Garantiestock der myLife Lebensversicherung. Wie hoch der Teil jeweils sei, sei dynamisch und abhängig von der Marktsituation.

  • tobiasweiss Gibt es denn auch bei FairBAV eine Beitragsgarantie? Die war es ja, die dem innovativen ursprünglichen FairRiester das Genick gebrochen und das Produkt letztendlich auf die gleiche wenig renditeversprechende Schiene der anderen etablierten Anbieter gestellt hat.


    tom70794 Du hast inzwischen immer die Wahl. Du musst nicht die Vorschläge des Arbeitgebers nehmen und kannst die für etwas neu gewähltes eigenes oder vom alten Arbeitgeber mitgebrachtes entscheiden.

  • tom70794 Du hast inzwischen immer die Wahl. Du musst nicht die Vorschläge des Arbeitgebers nehmen und kannst die für etwas neu gewähltes eigenes oder vom alten Arbeitgeber mitgebrachtes entscheiden.

    Du Irrst der AG hat die Produktauswahl, inkl. das er Deine Vorprodukt aus früherer Beschäftigung nicht übernehmen will.

    https://www.test.de/betrieblic…orge-5158846-0/#id5256742
    Arbeit­geber gibt betriebliche Alters­vorsorge vor


    Bliebe nur Portierung.


    Du hast aber die Freiheit keine BAV zu machen.